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von 20.05.2014

taz Hausblog

Wie tickt die denn? Der Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Am Samstag ist im Berlin-Teil der taz eine Anzeige der Alternative für Deutschland (AfD) erschienen. Nach massiver Kritik von Seiten der Leser*innen und einer internen redaktionellen Debatte hat der Verlag heute als Reaktion die Richtlinien für Anzeigen in der taz veröffentlicht. Eine inhaltliche Stellungnahme zum Umgang mit der AfD blieb hingegen aus.

Auch in der Redaktion ist über die Veröffentlichung gestritten worden. Etliche Redakteurinnen und Redakteure aus dem Berlin-Teil sprechen sich gegen Veröffentlichungen von Anzeigen der AfD in der taz aus.

Es ist ein Missverständnis, dass die AfD eine rechte Partei wie etwa die NPD sei: eine Partei, in der die sozial Benachteiligten ihren Frust anhand von dumpfen Ressentiments auf „die Anderen“ (Ausländer, Schwarze, Homosexuelle etc.) ablassen können. Auch wenn derzeit Parteien wie die NPD, Burschenschaften oder einzelne Rechte versuchen, bei der AfD anzudocken und daraus möglicherweise auch strategische Bündnisse entstehen – die AfD ist ein konservatives Elitenprojekt. Das zeigt sich schon an ihrem Hauptpersonal. Das rekrutiert sich vor allem aus der deutschen Wirtschaftselite, die aufgrund der europäischen Integration Angst hat, (politisch) an Einfluss zu verlieren. Sie kritisiert eben nicht die neoliberale Ausrichtung der EU, sondern will diese noch radikalisieren.

Daher passt sie auch nicht auf klassische „Schlägertrupp“-Nazi-Schemen oder auf „klassischen“ Rassismus. Aber sie vertritt eine ganz spezifische, neuere Form von „Menschenfeindlichkeit“, wie er in den Ober- und Mittelschichten mit der aktuellen Polarisierung und Abstiegsangst zunimmt. Eine Menschenfeindlichkeit, die die mit einer Verachtung, fast einem Ekel für Schwächere in der Gesellschaft, „nicht Leistungsfähige“ verbunden ist.

„Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist dafür ein sehr viel passenderes Wort als Rassismus, Homophobie, wie auch immer – all diese Gruppen und Parteien suchen sich eine schwache Gruppe oder Minderheit aus, die für Probleme in der Gesellschaft verantwortlich gemacht, diskriminiert oder verachtet wird, auch wenn diese Gruppe wechselt. In den letzten Jahren zeichnet sich ein Wandel von rassistischen Abwertungen hin zu leistungsbezogenener Abwertungen ab (dazu passt auch, dass Diskriminierung und unterschiedliche Chancen in Schulen in Deutschland seit ein, zwei Jahren nicht mehr von der Herkunft abhängen – dafür umso mehr vom sozialen Hintergrund).  In der taz gab es  dazu mal einen wunderschönen Beitrag von Gabriele Göttle, die mit dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer gesprochen hat, der dazu mehr als zehn Jahre geforscht hat.

Die AfD muss in diesem Zusammenhang gesehen werden – auch wenn sie natürlich sehr klug an nostalgische Gefühle bei vielen Deutschen, an Unmut über EU-Politik und bei Protestwählern andockt. Das hat die Antifa bereits ganz gut erkannt, s. auch das Interview dazu in der taz. Im Grunde richtet sie sich jedoch an die verunsicherte Mittelschicht, die „Leistungsträger“. Nur deshalb macht es auch Sinn, dass sie Werbung in der taz macht. Offenbar (das waren auch Kommentare auf Twitter) vermutet sie in der Leserinnenschaft der taz, potentielle Wähler. Und hat damit möglicherweise auch recht.

Dass sie Arbeitslosen oder Rentner, also „Unproduktiven“, das Wahlrecht aberkennen will, steht bisher in keinem Wahlprogramm (es gibt aber auch noch keines für Deutschland, nur für die Europawahl). Das hat aber Mitgründer und jetzige Sprecher der Partei, Konrad Adam, bereits vor Jahren ins Spiel gebracht . Zu seinem und den Standpunkten des prominenten Beiratsmitglied Roland Vaubel kann man z.B. in diesem Beitrag nachlesen ( hier auch noch ein Artikel von Vaubel und hier ein Beitrag in der Welt von Konrad Adam zu dem Thema.

Mit dem „Pöbel“ auf der Straße hat die AfD also wenig gemein, und man wird zumindest ihre Führungsspitze mit platten Rassismus oder Populismus-Phrasen auch nicht bekommen. Umso wichtiger, dass man diese neuen Phänoneme und die Verschiebungen in der Rhetorik und der Strategie von Rechten fasst, kritisch diskutiert und analysiert. Wenn die AfD nicht unter die Anzeigen-Kriterien der taz fällt, aber dennoch menschenverachtende und anti-demokratische Positionen vertritt, müssen wir diese Kriterien dringend anpassen.

Aus der Berlin-Redaktion: Juliane Schumacher, Patricia Hecht, Susanne Memarnia, Torsten Landsberg, Alke Wierth, Markus Mayr, Malene Gürgen, Erik Peter, Claudius Prößer, Svenja Bednarczyk

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http://blogs.taz.de/hausblog/2014/05/20/zur-afd-ein-debattenbeitrag-aus-dem-berlin-teil/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Die Reaktion der Redaktion und einiger Leser zeigt, daß die TAZ nur für die Wahrheiten bereit ist, die sie verträgt. Eigentlich erübrigt sich damit eine Zeitung oder geht es bei der TAZ wirklich nur um Selbstbestätigung der eigenen Ansichten?

  • Wenn es ums Geld geht, dann ist die vorher als rechtsradikale verleumdete Partei auf einmal nur noch Ultra-Konservativ. Man macht sich die Moral einfach so wie der Kontostand gerade passt.

    Und dann noch: Dem Leser fällt auf das ihr niemals von „Rechts“ redet, sondern nur von „Rechtsradikal“. Jeder der nicht der Meinung der Links-Faschisten ist, ist automatisch rechtsradikal, nicht „Rechts“ und auch nicht „Konservativ“ oder „Ultra-Konservativ“, sondern einfach „Rechtsradikal“.

    Aber das ihr die Faschisten in der Ukraine an die Macht verholfen habt mit eurer kläglichen Berichterstattung, dass wird noch der richtige Hammer für die TAZ werden.

    Die TAZ schützt immer noch die Grünen-Kinderficker in Deutschland, das vergesse ich auch nicht so schnell…

  • Frau Schumacher,
    die Billigkeit ihrer üblen Unterstellung die AfD hätte „menschenverachtende und anti-demokratische Positionen“ zeigt welches Geistes Kind sie und ihre Mitunterzeichner sind! – Meinungsfaschisten! sie wollen den Gut Menschen spielen ohne auch nur im Ansatz realistische Problemlösungen für die Völker in der EU anbieten zu können. Die Faschistenkeule zieht nicht mehr. Ihr Beitrag ist nur armselig. 6 setzen!

  • „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»“, sagte Ignazio Silone.

    Die Anti-AfD-Hetzer, die Störer bei den AfD-Veranstaltungen, die sich als „links“ bezeichnenden Gewalttäter, die Zerstörer der AfD-Plakate, die selbst ernannte „Antifa“, die Euro-Fanatiker, denen es egal ist, dass im Süden Europas Millionen wegen des handwerklich völlig falsch konstruierten Euros arbeitslos sind, für die es gar kein Thema ist, dass die EU eine bürokratische Herrschaft ohne jede demokratische Legitimation ist, die sich aufspielen als die Gutmenschen und die Euro-Kritiker mit der Nazi-Keule bearbeiten, Andersdenkende ohne jeden Grund als „Rechtspopulisten“ diffamieren und zum Abschuss frei geben,

    das sind die, die Ignazio Silone meint –

    Das sind die NEUEN FASCHISTEN, die sich selbst als „Antifaschisten“ tarnen, die schon Kurt Schumacher (SPD) als „rotlackierte Faschisten“ bezeichnete.

    Das sind die, die sich klammheimlich freuen werden, wenn die ersten Attentate auf Führungspersönlichkeiten der AfD geschehen werden, und dann triumphieren werden.

    Wenn die ersten Schüsse fallen werden, werden die Schreibtischtäter und geistigen Brandstifter ihre Hände in Unschuld waschen und heuchlerisch sagen: „Das haben wir nicht gewollt.“

  • Und noch mal allgemein: Viel schlimmer als eine Anzeige der AFD in der taz (das ist wirklich die falsche Zielgruppe) finde ich die vielen Kommentare von Rechtsextremen mit dem Linksfaschismus-Argument. Die gehören weg, weil die taz solchen Leuten keine Plattform bieten sollte.

    • Darum hat die TAZ doch ihre Kommentarfunktion geändert, man will wissen wer der Feind ist.

      „Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde,… durch die Vermischung der Rassen, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa, dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zu Begreifen, aber intelligent genug um zu arbeiten.“

      „Jawohl, ich nehme die vernunftwidrigen Argumente unserer Gegner zur Kenntnis, doch sollten sie Widerstand gegen die globale Weltordnung leisten, fordere ich: Wir werden sie tüten““

      Thomas P. M. Barnett (* 1962 in Chilton, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Forscher auf dem Gebiet der Militärstrategie und Globalisierungsfanatiker

      http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Barnett

    • Ah ha, “die gehören weg”!

      Lieber Dirk, sie untermauern das Argument “Linksfaschismus”.
      Danke
      Die AFD ist nicht perfekt aber nur sie gibt ein Motiv überhaupt eine Wahl zu haben bei der Wahl. Meine Stimme hat sie!

  • In dieser Causa bedarf es dringend einer Entschuldigung der taz an ihre Leser.
    Wenn das Blatt der politischen Ethik entsagt entfernt man sich von seiner Leserschaft.
    Der Aufschrei in den sozialen Netzen ist keineswegs hysterisch sondern voellig berechtigt.
    Hausaufgabe fuer die taz werbedealer: alle taz artikel ueber die afd dreimal abschreiben.

  • Als Alternativer Welt-Online-Leser kann ich hier im Forum nur den Kopf schütteln. Ich habe heute von potenten Politik- und Wirtschaftsweisen den neuesten Trend bzgl. der zukünftiger Parteienlandschaft in 1 bis 3 Jahren gelesen.
    Und zwar soll unsere AfD:
    in 1 Jahr die Linken,
    in 2 Jahren die SPD,
    in 3 Jahren die CDU
    stimmenmäßig überholt haben!

    Manche Leute brauchen eben 3 Jahre um sich die Zeit zum AfD-Programm lesen zu nehmen.

    Lucke for Kanzler!

  • So, so: die Antifanten schnauben also ob der AfD-Anzeige. Witzig. Eigentlich sollte die linksfaschistische taz und ihre dümmlichen Schreiberlinge und Leser doch längst begriffen haben, daß die Tage dieses Schmierblattes gezählt sind. Leute, kümmert euch schon mal um Hartz, ihr werdet dann euren asozialen Abstieg nicht ganz so bitter wahrnehmen.

    • Ich bitte darum, diesen Kommentar mit dem linksfaschismus-„Argument“ zu entfernen. Das ist ahistorisch und eine typische Argumentationslinie der extremen Rechten. Für solche Leute darf es hier kein Forum geben. Danke!

      • Du bist bestimmt so einer der glaubt die NSDAP wäre eine dem rechten Lager zugeordnete Partei gewesen. Die NSDAP war eine linke Partei gewesen genau wie die Grünen es sind, welche auch noch die Werbemotive der NSDAP auf ihren Wahlplakaten haben. Z.B. die letzte Werbekampagne „Und Du?“ wurde auch von der NSDAP verwendet.
        Die Grünen sind Faschisten mit dem Schlägertrupp Antifa
        Die NSDAP war Faschistisch mit dem Schlägertrupp SS

          • Anstatt Argumente kommen immer nur die selben hohlen Phrasen. Schubladendenken mit wenig IQ nenne ich das. Es fehlt noch das du mich zum Aufziehen des Alu-Hutes aufforderst, denn das ist dein Niveau und das der Grün-Links-Faschisten. Mit euch diskutieren kann man nicht, dazu fehlt euch Bildung, Anstand und Moral.

  • Macht jetzt dei AfD Werbung in der taz oder macht die taz Werbung für die AfD?
    Wenn man das hier so liest, scheint mir, dass es sich um letzteres handelt.

    Mag ja sein, dass eine Demokratie sowas wie die AfD aushalten muss (sie hält ja auch die CDU/CSU schon seit ewigen Zeiten aus!) – vielleicht müsste auch die taz eine Werbung der AfD aushalten. Nur halten die taz-Leser das einfach nicht aus. Eine Partei, die mit plumpen Populismus nach vorne prischt, kann man doch nicht noch unterstützen. Und was im Wahlprogramm steht und was nicht – die Reden von Henkel und Lucke geben doch genug Aufschluss darüber, welche Richtung hier eingeschlagen wird.
    Ach ja…und die NPD ist auch gegen Atomkraft. Gute Sache das – dafür Werbung in der taz?

    Afd-Werbung in der taz ist für mich wie Werbung für die Bild-Zeitung duch Schwarzer, Lindenberg und Co.

  • Auch wenn es Ihnen schwerfällt zu verstehen und zu glauben: Nehmen Sie einfach zur Kenntnis, daß sich gerade in der Alternative für Deutschland (AfD) Menschen zusammengefunden haben, die FÜR (mehr) Freiheit, FÜR (mehr) Demokratie, FÜR (mehr) Vielfalt und FÜR (mehr) Soziale Marktwirtschaft eintreten und die sich – im Interesse der Bürger – ernsthaft und mit bestem Willen GEGEN Bürokratie, GEGEN Bevormundung und Entmündigung durch Staat, Medien- und Parteiendiktatur, GEGEN (freiheitsfeindlichen) Zentralismus u. a. m. wenden. Nehmen Sie die Menschen in der AfD ernst. Seien Sie fair. Lassen Sie das mit dem links und rechts und Rhetorik-Verschiebung. Verstehen Sie die Menschen in der AfD so, wie diese sich selbst verstehen: Mit gesundem Menschenverstand etwas Vernünftiges für unser Gemeinwesen tun (das ist der Kern ihres Engagements).

  • Also, wenn man teilweise die Wahlplakate der AfD mit denen der NPD austauschen kann (und zwar wortwörtlich!), dann muss die AfD nicht „in dem Zusammenhang“ gesehen werden, wie das die Redaktion implizieren will, sondern in einem realistischeren: Die AfD macht Stimmung gegen die angebliche „Asylflut“ und gegen Hartz-IV-Empfänger. Und damit hat die angebliche „AfD-Elite“ doch sehr viel gemeinsam mit dem „Pöbel“.
    Mit diesem Text macht es sich die Berlin-Redaktion sehr einfach, auch mit diesen wachsweichen Formulierungen von den „nostalgischen Gefühlen“ der Deutschen. Denn auch „bei Adolf hätt’s das nicht gegeben“ ist irgendwie ein „nostalgisches Gefühl“.

    • Die Grünen hatten bei der letzten Wahl auch den Slogan „Und Du?“ von der NSDAP verwendet. Und wegen diesem Artikel musste jemand beim BUND seinen Hut nehmen, denn im Grün-Gutmenschenland darf man keine eigenen Schlüsse zur Asylflut mehr machen;

      „Immer noch gehen jeden Tag ca. 90 Hektar Landschaft in Deutschland durch Gewerbe-, Siedlungs- und Infrastruktur­maßnahmen verloren. Der dauerhafte Verlust von Natur und Landschaft, von Lebensräumen, Agrar- und Waldflächen durch Straßen und Siedlungen gehört damit weiterhin zu den gravierendsten Umweltproblemen.“
      Quelle: bund.net

      Deutschland – 225 Einwohner pro km²
      USA – 32 Einwohner pro km²
      Italien – 201,19 Einwohner pro km²
      China – 140 Einwohner pro km²
      Polen – 123 Einwohner pro km²
      Portugal – 115,13 Einwohner pro km²
      Syrien – 112,5 Einwohner pro km²
      Ungarn – 107,5 Einwohner pro km²
      Spanien – 94 Einwohner pro km²
      Türkei – 90,5 Einwohner pro km²
      Bosnien und Herzegowina – 89 Einwohner pro km²
      Rumänien – 84,4 Einwohner pro km²
      Griechenland – 81,96 Einwohner pro km²
      Kroatien – 79 Einwohner pro km²
      Irak – 66,7 Einwohner pro km²
      Bulgarien – 66 Einwohner pro km²
      Afghanistan – 45,7 Einwohner pro km²

      So das war es für heute für mich, gehe nun einen Regenwald in Afrika schützen…

  • Herrgott, entspannt Euch! Worum geht es denn eigentlich? Einige wollen die reine Lehre respektive wollen ein Blatt lesen, in dem sie nur das wiederfinden – redaktionell, wie werblich – was ihnen 1:1 entspricht. Gibt eine Redaktion einem solchen Ansinnen nach, wird ein Zeitung schnell a) langweilig und b) zum Kampfblatt. Warum soll aber der DGB nicht einmal Anzeigen im Handelblatt schalten, die AfD in der taz oder die Linke in der FAZ? Das selbe gilt für Gastartikel, Interviews oder andere Formen des Perspektivwechsels. Teile der Linken werden langsam verdammt spießig und das ist wenig sexy! Insofern: Ja, zu auch mal AfD Anzeigen in der taz.

  • Lustig hier zu lesen, wie brüllende Linksfaschisten Angst haben,
    daß sich ihr Heiligenschein verbiegt…:-))

    PM

  • Liebe Taz,
    die Texte eines Raul Zelik werden nicht abgedruckt, so dass er in der Öffentlichkeit ankündet für die Taz nicht mehr zu schreiben, aber eine Anzeige der AFD wird abgedruckt. Umgekehrt wäre es mir echt lieber. Was kommt als nächstes?

  • Sicherlich ist die AfD nicht mit der NPD gleichzusetzen. Dennoch bedient sie sich der gleichen Menschenfeindlichkeit gegenüber Randgruppen Überschneidungen gibt es auch was die Personen in manchen Landesverbänden betrifft und das kann man nicht einfach so ausblenden! Das ihr hier die Werbung abgedruckt habt, war für mich ein Schock… da ich dies von euch nie erwartet hätte. Ich kaufe eure Zeitung 2-3 mal in der Woche, aber ich glaube ich verzichte zukünftig erst mal darauf. Die AfD und die taz… ne, sorry, das passt für mich nicht zusammen!!!

  • Ich halte auch viel von den vielen unterschiedlichen Positionen innerhalb der Redaktion! Immer wieder habe ich dazu hitzige Diskussionen gehabt und die TAZ (irgendwie) verteidigt. War mir auch immer wieder eine Herzenssache… SOETWAS ist mir aber ehrlich (und echt auch für euch) saupeinlich. Da kann ich argumentativ nichts mehr nachvollziehen… Ja, ich bin intollerant!! Ich kaufe mir bewusst nichts, wo sch+++ von Idioten drinne steht.
    Aber irgendwie stellt ihr mein schon fast rüttelfestes Weltbild noch mal zur Disposition :-) Fühlt sich mal wieder ganz gut an – Realitäten akzeptieren. Aber von euch muss man sich wohl mittelfristig verabschieden…

  • Erstmal okay das es unterschiedliche Meinungen im Haus gibt. Die Empörungen in meinem Umfeld über die AFD Anzeige sind so hoch, dass viele ihr Abo nun kündigen werden. Die TAZ hat sich in vielen Punkten in den letzten Jahren als fast schon unleserlich entwickelt. In vielen WG’s etc. wurde trotzdem immer ein Abo noch am laufen gelassen, diese werden nun gekündigt. Die TAZ ist liberal geworden, wir aber nicht. Wir wünschen der TAZ viel Spaß auf dem weiteren Weg, aber manchmal trennen sich Wege.

  • Immerhin wird noch diskutiert ! Mal ehrlich liebe Genossinnen und Genossen – für mich und viele in meinen Bekannten- und Freundeskreis wird die taz mit solchen Aktionen dennoch leider unlesbar !

  • Als taz Abonnent, Linker und AfD-Kritiker begrüße ich die Anzeige in der taz. Möge die AfD ihr gesamtes Werbebudget in der taz verpulvern – so wirkungslos ist es bestimmt nirgendwo sonst eingesetzt.
    Einzig störend finde ich reflexhafte Aufregungen in der Redaktion. Dahinter, befürchte ich, steckt der tiefverwurzelte Glaube, man dürfe der geneigten LeserInnenschaft nicht zu viel zumuten. Danke, ich bin wie alle LeserInnen aufgeklärt genug um selbst zu entscheiden, was ich gut und richtig finde und was nicht.

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