Zur AfD – ein Debattenbeitrag aus dem Berlin-Teil

Am Samstag ist im Berlin-Teil der taz eine Anzeige der Alternative für Deutschland (AfD) erschienen. Nach massiver Kritik von Seiten der Leser*innen und einer internen redaktionellen Debatte hat der Verlag heute als Reaktion die Richtlinien für Anzeigen in der taz veröffentlicht. Eine inhaltliche Stellungnahme zum Umgang mit der AfD blieb hingegen aus.

Auch in der Redaktion ist über die Veröffentlichung gestritten worden. Etliche Redakteurinnen und Redakteure aus dem Berlin-Teil sprechen sich gegen Veröffentlichungen von Anzeigen der AfD in der taz aus.

Es ist ein Missverständnis, dass die AfD eine rechte Partei wie etwa die NPD sei: eine Partei, in der die sozial Benachteiligten ihren Frust anhand von dumpfen Ressentiments auf „die Anderen“ (Ausländer, Schwarze, Homosexuelle etc.) ablassen können. Auch wenn derzeit Parteien wie die NPD, Burschenschaften oder einzelne Rechte versuchen, bei der AfD anzudocken und daraus möglicherweise auch strategische Bündnisse entstehen – die AfD ist ein konservatives Elitenprojekt. Das zeigt sich schon an ihrem Hauptpersonal. Das rekrutiert sich vor allem aus der deutschen Wirtschaftselite, die aufgrund der europäischen Integration Angst hat, (politisch) an Einfluss zu verlieren. Sie kritisiert eben nicht die neoliberale Ausrichtung der EU, sondern will diese noch radikalisieren.

Daher passt sie auch nicht auf klassische „Schlägertrupp“-Nazi-Schemen oder auf „klassischen“ Rassismus. Aber sie vertritt eine ganz spezifische, neuere Form von „Menschenfeindlichkeit“, wie er in den Ober- und Mittelschichten mit der aktuellen Polarisierung und Abstiegsangst zunimmt. Eine Menschenfeindlichkeit, die die mit einer Verachtung, fast einem Ekel für Schwächere in der Gesellschaft, „nicht Leistungsfähige“ verbunden ist.

„Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist dafür ein sehr viel passenderes Wort als Rassismus, Homophobie, wie auch immer – all diese Gruppen und Parteien suchen sich eine schwache Gruppe oder Minderheit aus, die für Probleme in der Gesellschaft verantwortlich gemacht, diskriminiert oder verachtet wird, auch wenn diese Gruppe wechselt. In den letzten Jahren zeichnet sich ein Wandel von rassistischen Abwertungen hin zu leistungsbezogenener Abwertungen ab (dazu passt auch, dass Diskriminierung und unterschiedliche Chancen in Schulen in Deutschland seit ein, zwei Jahren nicht mehr von der Herkunft abhängen – dafür umso mehr vom sozialen Hintergrund).  In der taz gab es  dazu mal einen wunderschönen Beitrag von Gabriele Göttle, die mit dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer gesprochen hat, der dazu mehr als zehn Jahre geforscht hat.

Die AfD muss in diesem Zusammenhang gesehen werden – auch wenn sie natürlich sehr klug an nostalgische Gefühle bei vielen Deutschen, an Unmut über EU-Politik und bei Protestwählern andockt. Das hat die Antifa bereits ganz gut erkannt, s. auch das Interview dazu in der taz. Im Grunde richtet sie sich jedoch an die verunsicherte Mittelschicht, die „Leistungsträger“. Nur deshalb macht es auch Sinn, dass sie Werbung in der taz macht. Offenbar (das waren auch Kommentare auf Twitter) vermutet sie in der Leserinnenschaft der taz, potentielle Wähler. Und hat damit möglicherweise auch recht.

Dass sie Arbeitslosen oder Rentner, also „Unproduktiven“, das Wahlrecht aberkennen will, steht bisher in keinem Wahlprogramm (es gibt aber auch noch keines für Deutschland, nur für die Europawahl). Das hat aber Mitgründer und jetzige Sprecher der Partei, Konrad Adam, bereits vor Jahren ins Spiel gebracht . Zu seinem und den Standpunkten des prominenten Beiratsmitglied Roland Vaubel kann man z.B. in diesem Beitrag nachlesen ( hier auch noch ein Artikel von Vaubel und hier ein Beitrag in der Welt von Konrad Adam zu dem Thema.

Mit dem „Pöbel“ auf der Straße hat die AfD also wenig gemein, und man wird zumindest ihre Führungsspitze mit platten Rassismus oder Populismus-Phrasen auch nicht bekommen. Umso wichtiger, dass man diese neuen Phänoneme und die Verschiebungen in der Rhetorik und der Strategie von Rechten fasst, kritisch diskutiert und analysiert. Wenn die AfD nicht unter die Anzeigen-Kriterien der taz fällt, aber dennoch menschenverachtende und anti-demokratische Positionen vertritt, müssen wir diese Kriterien dringend anpassen.

Aus der Berlin-Redaktion: Juliane Schumacher, Patricia Hecht, Susanne Memarnia, Torsten Landsberg, Alke Wierth, Markus Mayr, Malene Gürgen, Erik Peter, Claudius Prößer, Svenja Bednarczyk

Kommentare (73)

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA-Bild

*

  1. http://www.boell-nrw.de/sites/default/files/afd_studie_forena_hbs_nrw.pdf Ich kann da nur den Kopf schütteln. Einfach mal diese Studie lesen – hier ist die „Redaktion“ gemeint. Ihr solltet diese Studie doch kennen. Wie kommt ihr dann zu dieser Einschätzung!??!

  2. Aha, ein Missverständnis also und gleich danach die Korrektur, jetzt haben wir es mit:
    “Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist dafür ein sehr viel passenderes Wort als Rassismus, Homophobie….“
    hat die Antifa herausgefunden, deren eigens dazu gekaperte Partei gestern 1,5 % erhielt.
    Das der Bundesgeschäftsführer der AFD, schwul ist und sein Partner dunkelhäutig, geht an euch Spitzenqualitätsjournalisten komplett vorbei.
    Armes Deutschland, in dem die Medien im Gleichschritt Propaganda der Globalisten verbreiten, die sich schon auf die Versklavung der Menschheit freuen.
    Das intrinsisch wachsende Organisationen wie EU, Nato , US Geheimdienste etc., ihr erpresserisches Potenzial nicht nur nach Außen, sondern auch nach Innen (siehe Assange, Manning, Snowden) entwicklen, ähm… auch komplett an Euch vorbeigerauscht, Ihr Ideologiejournalisten.

  3. Pingback: Caillea | Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Anti-Friedensbewegung:

  4. Ich habe gerade alle vier Ausgaben der taz (Berlin) seit Montag durchgeblättert und konnte keine AfD-Anzeige entdecken (nur einen Artikel zur AfD aus Görlitz und eine Anzeige der DIE LINKE). Dabei ist mir übrigens wieder aufgefallen, wie wohltuend eine Zeitung fast ohne Werbung doch ist ;)

    Könnte vielleicht jemand der hier Mitlesenden ein Foto von der Anzeige machen und einen Link zu dem Bild hier kommentieren? Vielen Dank!

  5. Der Einschätzung über die AfD stimme ich weitgehend zu. Es besteht meines Erachtens aber kein Grund, die AfD deshalb als Anzeigenkunden auszuschließen. Die Redaktion hat jedes Recht, die Anzeige und die damit propagierte Politik der AfD zu kommentieren. TAZ-LeserInnen sind mündig genug, um Werbung von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden. Wenn nicht, besteht Nachholbedarf seitens der Redaktion.

    • Ich bin fast seit Anfang an Unterstützer der AfD und verstehe nicht, warum nicht aus den noch nicht hirntoten Teilen der TAZ – Leser noch viel mehr Unterstützung kommt: Wenn ich ein Boot mit einem Loch im Rumpf habe, durch das Wasser einläuft, stopfe ich es mit dem zu was ich habe – Hauptsache, es verhindert oder bremst den Untergang. Unsere Parteien sind unglaubwürdig, verfilzt und scheinen keine Grantie dafür zu bieten, dass sie den Bürgern Deutschlands, den Menschen und der Welt dienen. Die EU führt zu einer undurchsichtigen Kontrollstruktur, in der nicht gewählte vor strafrechtlicher Verfolgung geschützte Personen und Kräfte Dinge wie TTIP, TISA, in der Ukraine ein Nato – Manöver mit vier Bataillonen deutscher Soldaten im Juli und ähnliches veranstalten, die – vorsichtig gesagt – uns alle nicht glücklicher machen werden. Was bremst diese Vorgänge? CDU, SPD, FDP oder Grüne und Linke wählen? Nein – die sind sich, wenns für sie drauf ankommt, bis jetzt alle einig gewesen und leben die Reste der da und dort noch anklingenden Ideale nicht. NPD und DKP wählen, um zu radikalisieren und damit Menschen zu wecken? Könnte reizvoll sein, aber mit Fäkalien kann man kein Loch im Bootsrumpf stopfen…also wähle ich AfD, bis auch die den oben erwähnten Zustand erreicht hat oder etwas besseres auftaucht. Gebts zu: was besseres haben wir nicht. Und offene Grenzen, Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft, gute Geschäfte und freundliche Neugier für alles und jeden auf der Welt können wir auch ohne „EU -Apparat“ haben, der Milliarden von Euros frisst, die ja letztlich nur in Verbindlichekiten geronnene Lebenszeit der armen Schweine sind, die die Milliarden für den Apparat erwirtschaftet haben.

  6. Ja, generell richtig. Es gibt jedoch ein klares Argument: Doppelmoral! Sobald Geld auf dem Tisch liegt, werden die Karten neu gemischt. Auf die Mahnwachen wird wegen angeblicher AFD UND NPD Beteiligung gehetzt mit Begriffen wie Neurechts und Querfront. Letzteres impliziert ganz klar eine rassistische Zielgebung. Das ist nicht nur tendenziös und einseitig, sondern diffamierend. Dann aber AFD Werbung mit dem inhaltlichen Verweis auf eine neue konservative Elite zu rechtfertigen ist, naja, sagen wir mal: mutig…

  7. “Gruppenbezogene
    Menschenfeindlichkeit”? Die gibt es doch gerade bei der TAZ. Ich darf da mal an die Artikel über Männer-und Väterrechtler erinnern.

  8. „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ ist zwar von Rosa Luxemburg, und damit von einer Ikone der Linken, die sich in den vorherigen Postings definitiv nicht mit Ruhm bekleckert haben.
    Die Verteufelungen und der Ruf, dass sich die Redaktion bei den Lesern zu entschuldigen hätte, sind schlicht unerträglich.
    Zur freien Meinungsbildung gehört, dass man
    – die Zeitung lesen kann, die man möchte
    – die Partei wählen kann, die man möchte
    – jede Ansicht vertreten kann, die man möchte

    Jedoch andere unter Druck setzen zu wollen, dass sie dieses und jenes nicht veröffentlichen dürften, weil das dem und dem linken Ideal zuwiderlaufen würde, widerspricht dem eigenen Ideal.

    Solange eine Anzeige nicht rechtswidrig ist, gibt es für eine Redaktion keinen Grund, sie nicht zu drucken. Wenn einem das nicht gefällt, dann kann man entweder
    a.) die Anzeige einfach nicht lesen
    b.) (tota subersiv): das Produkt nicht kaufen / die Partei nicht wählen

    In beiden Fällen hat dem Werbenden mal so richtig eins ausgewischt.

    Dieses „ich will das in meiner Zeitung nicht lesen, mit meinem 1 Euro 80 habe jch mir einen Freiraum von schwulen schwarzen Behinderten gekauft“ zeugt nicht von geistiger Größe.

    Ich danke der Redaktion, dass sie bereit ist, diese Diskussionen zu ertragen.

    Denen, die ich hiermit kritisiere, möchte ich nicht den Mund verbieten. Es wäre jedoch deutlich schlauer, sich sachlich mit den Spinnern der AfD zu befassen. Nicht durch sinnloses Gebrabbel, was man aus irgendwelchen Gründen bitte zu ignorieren hätte.

  9. Das ist schon eine peinliche Geschichte. Jeder Sponsor steht auch für die politische Linie der Gesponsorten. Wenn Werder Bremen für Wiesenhof Werbung macht heißt das, Werderaner mögen Tierquälerei. Wenn die Taz für das Elitenprojekt AfD Werbung macht, heißt das, „gruppenbezogene Menschenfeidlichkeit“ hat einen Platz im pluralen Spektrum der Taz. Die Berliner Redakion steht jetzt für eine solche Richtung. Schade..

  10. Tja liebe taz. Geld stinkt nicht. Da wird dann auch schon mal aus einer rechten Partei im Handumdrehen ein konservatives Elitenprojekt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wie war das noch gleich? Ach ja: „Wer die Musik zahlt bestimmt was gespielt wird.“ In diesem Sinne.

  11. Das einzige „Argument“ der linken „Kommentatoren“:

    „Ich bin so enttäuscht“, „Dass Ihr denen eine Plattform gebt… Unglaublich!“, „Ich werde das Abo kündigen!“(das sie gar nicht haben), „Mit solchen Leuten diskutiert man nicht“, „das ist Verrat an allem, was ich lieb habe“… usw. usf.

    Tolle „Argumente“.

    Ich ahnte es schon immer, aber jetzt wird es klar:

    Die typische TAZ-LeserIn hat es sich in ihrem warmen linken Eckchen gemütlich gemacht und alles, was ihr selbstreferentielles Links-Spießertum auch nur im geringsten stört, irritiert sie ganz böse arg und zieht den Orientierungs-Boden unter den Füßen weg.

    Traurig seelische Verfassung der typischen linken TAZ-„lesenden“(?) SpießerIn.

  12. Klasse, die Leute scheinen echt aufzuwachen, wie man hier an vielen Kommentaren sieht: Die wahren Faschisten sind die Linken – mit ihrem Gesinnungsterror, bei dem jedes Mittel recht ist um Andersdenkende zu bekämpfen, bis hin zur Existenzvernichtung, denn „die gehören weg“, wie es ein linker Leser hier bezeichnend ausdrückte (Wohin? In ein Umerziehungslager? In den Gulag? Also eine Art KZ?).

    Hitler und die NSDAP waren ja auch links, und das stand lustigerweise sogar in der taz.

    Wissen die meisten Linken natürlich nicht, komischerweise anscheinend auch nicht die meisten taz-Leser, denn Lesekompetenz und Wissen ist bei vielen Linken offenbar keine Stärke. Wenig Wissen aber viel haltlose, faktenfreie, aber dafür beleidigende Polemik und Ignoranz ist schließlich das was viele Linke ausmacht, sonst wären sie ja nicht links. Alles was nicht ins eigene linke Weltbild passt wird ignoriert, wie z. B. der taz-Artikel in dem stand, dass die NSDAP links war. Das ist in seiner Groteskheit eigentlich kaum zu überbieten. Fast schon witzig.

    Bin selbst übrigens weder links noch rechts, lasse mich in keine Schublade stecken. Ist im Übrigen ein Machtmittel des Establishments die Leute in links und rechts einzuteilen, um sie gegeneinander auszuspielen. Divide et impera, wussten schon die alten Römer. Einfach die Bevölkerung sich selbst bekämpfen lassen, so dass sie nicht nach oben guckt. Verblüffend, dass so viele auf einen so simplen Trick reinfallen.

  13. Was mir hier sehr fehlt, ist die kritische Hinterfragung, dass knapp ein Drittel aller AFD-Wähleraus dem linken Mileau stammen und man sich hier mit dieser Kritik mal vielleicht zunächst selber mal an die Nase fassen sollte bevor man gleich eine ganze Partei samt ihrer Anhängerschaft der Menschenfeindlichkeit bezichtigt.

  14. Ich bin sehr schwer enttäuscht. Alles wofür ihr steht habt ihr verraten!

  15. Man muss sich nur die Kommentare hier durchlesen und es reicht teilweise schon wieder. Daher meine Frage werte Taz… Wollt ihr ernsthaft diesen AfD Anhänger einen Raum geben? Wollt ihr ernsthaft eure Linken Leser verlieren? SPD, Grüne, Linke, Piraten… das ist euer Klientel!!! Genau das!! Ihr habt treue Leser, für viele die einzige lesbare Tageszeitung überhaupt…. das sind Genossen… nicht die AfD… aber mit dem Themengebiet und der Werbung der AfD passt dies schlicht nicht zusammen!

    • Glauben Sie denn, dass die Mehrheit unserer linken Klientel nicht will, dass wir der AfD Raum geben? Sollten wir dann, nachdem wir hier alle Blog-Kommentare von AfD-Anhängern gelöscht haben, dieser Partei auch keinen Raum mehr in unserer Berichterstattung einräumen? Nicht mehr über ihre Forderungen schreiben, nicht mehr ihre Politiker porträtieren, nicht mehr ihre Talkshowauftritte kommentieren? Bis in der ganzen Zeitung nur noch das Gute, Wahre und Schöne vorkommt, so dass alle linken Leser sich so richtig wohl fühlen können, weil sie sicher vor schlimmen Ansichten sind – zumindest so lange, bis sie die Zeitung weglegen und merken, dass die reale Realität nicht so ist, wie sie sie aus der Zeitung kennen?

      • Herr Heiser, sie überspitzen gerade sehr. Sehr wohl soll sich die Taz weiterhin mit der AfD auseinandersetzen. Eben wie bisher…. übrigens tut die Taz dies auch mit SPD, Linke Grüne und Piraten und das ist auch gut so. Allerdings ist es etwas ganz anderes für die AfD auch noch zu Werben! Und das „Gute, Wahre und Schöne“ war bislang doch auch nicht Thema der Taz…. ganz im Gegenteil. Also ist es Quatsch was sie hier behaupten! Es geht nicht um eine Wohlfühlzeitung und es ging auch bis zu dieser Werbeaktion nie darum! Idiologisch sehe ich bei der AfD schlicht keine Gemeinsamkeiten!! Deshalb ist es eben schwer zu verstehen wie man diese Partei auch noch meint unterstützen zu wollen. Denn genau so kommt es eben bei mir an! Als ob man die AfD irgendwie unterschützen will, nichts anderes ist es wenn man für sie wirbt! Grüße in die Redaktion!

        • Ok, ich verstehe das Argument, wenn es um die Werbung geht. Offenbar verstehen viele Leute eine Anzeige in der taz so, als würden wir die Partei damit unterstützen wollen. Das wollen wir zwar nicht, aber wenn viele Leute das so verstehen, dann sollten wir keine Anzeigen der AfD mehr veröffentlichen, damit dieser Eindruck nicht mehr entstehen kann. Ich sehe es inzwischen auch als Fehler, dass ich die Anzeige am Samstag zunächst verteidigt habe. Es wäre besser gewesen, sie nicht gedruckt zu haben, denke ich jetzt.

          Aber bei Blog-Kommentaren verstehe ich (noch) nicht, warum die Aussagen von AfD-Anhängern gelöscht werden sollten. Gerade die Leute, die hier die Blog-Kommentare lesen, die kennen doch das Konzept dahinter und die technische Funktionsweise: Die Kommentare werden nicht vom Administrator des Blogs geschrieben, sondern von Kommentatoren. Die dort vertretenen Meinungen sind daher dem Kommentator zuzuordnen und nicht mit als Blog-Administrator. Wenn die Kommentatoren die AfD unterstützen, dann heißt das nicht, dass auch ich als Administrator die AfD unterstütze, sondern es kann genausogut auch sein, dass ich Anhänger bzw. Wähler einer anderen Partei bin.

          • Hallo Herr Heiser, ich weiß nicht wie sie darauf kommen das man die Kommentare von AfD Anhängern löschen soll. Ich habe dies nirgends hier behauptet. Ich habe im oberen Posting lediglich meine Empörung zum Ausdruck gebracht wie einige hier schon wieder Antworten. Nicht mehr aber auch nicht weniger ;)
            Wenn hier Leute sind, die mit Argumenten wie „Kinderficker“ ,„Linksfaschisten“ oder „dümmliche Schreiberlinge“ um sich werfen… graust es mich schlicht und einfach.

          • Dann handelt es sich um ein Missverständnis meinerseits. Ich hatte die folgende Passage so verstanden: „Man muss sich nur die Kommentare hier durchlesen und es reicht teilweise schon wieder. Daher meine Frage werte Taz… Wollt ihr ernsthaft diesen AfD Anhänger einen Raum geben?“

            Offenbar bezog sich die Frage im dritten Satz aber nicht auf die im ersten Satz genannten Kommentare, sondern auf die AfD-Anzeige… Gut, dass wir das hier noch aufklären konnten!

  16. Wenn die taz Geldsorgen hat, soll sie lieber mal wieder eine Spendenkampagne starten, statt eine Anzeige der afd zu schalten. Das wäre tausendmal sympathischer. Oder wird sie gar erpresst, hat die afd die Redaktionsräume besetzt und die Veröffentlichung dieser Anzeige erzwungen? Oder gibt es V-Männer in der Anzeigenredaktion, soll die taz-Leserschaft moralisch zersetzt werden? Ich glaube die taz-Leser haben eine sehr starke Bindung zu dieser Zeitung entwickelt, stärker als die Leser anderer Tageszeitungen. Sie wurden in der Vergangenheit immer wieder eingebunden, um ihr finanzielles Überleben zu sichern. Insofern ist die Empörung durchaus nachvollziehbar. Ich kann mir aber auch durchaus vorstellen, dass die afd auch innerhalb der taz-Leser potentielle Wähler finden könnte. Die taz ist auch ein Spiegelbild der Entwicklung des aus der 68er-Bewegung hervorgegangen alternativen Milieus. Das den wohlverdienten Rentenabend in der Mitte der Gesellschaft vom hohen Ross aus die mühsam erworbenen Pfründe verteidigt.

  17. Dieser Blogger hat es mal wieder genial auf dem Punkt gebracht:
    Ukraine: ARD – Gespensterbahn der Grünen
    http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/05/ukraine-ard-gespensterbahn-der-grunen.html

  18. Liebe taz, das war kein Glücksgriff! Eine Entschuldigung in der kommenden Samstag-Ausgabe das Mindestes! So kritisch wir Ihr mit Bündnisgrünen und SPD umgeht, muss irgendwo auch die Grenze nach rechts sein!

  19. Das ist gängige Praxis in D, dass alles was stört, wie auch die Fridensbewegung in die Rechte Ecke kommt! Und es funktioniert!

  20. Vorschlag zur Güte: Außen gut sichtbar Warnhinweis anbringen. Dann kann der abgeneigte Leser den Kauf aussetzen und die Redaktion/das Marketing hat eine messbare Größe, wie sehr die Anzeige die Käufer stört.

  21. Als Entschuldigung sollte die taz dringend Wahlwerbung für Die PARTEI machen oder zumindest darüber berichten, dass wir eine tolle AfD-Gegenveranstaltung mit unseren Plakaten „Heil Henkel“ und „Jawohl mein Führer“ gemacht haben. vrgl.: http://www.fr-online.de/blockupy-frankfurt/blockupy-gegen-afd-und-apple-afd-wahlkampf-wird-zur-blockupy-party,15402798,27138848.html

    • Ich hau mich weg vor Lachen. Das fandet ihr Pfeifen wahrscheinlich wahnsinnig witzig. Eigentlich sollte man dringend darüber nachdenken, was man mit Existenzen macht, die einen IQ deutlich unter 20 haben.

  22. In der AfD fallen vor allem Konservativ/Reaktionäres Gedankengut mit Neoliberalen Zusammen. D.h Christlich Fundamentalistische Strömungen die gegen den allgemeinen „Werteverfall“ kämpfen. Elitistische Strömungen die vor allem gegen Sozialstaat und Bürgerrechte zugunsten der Wirtschaftseliten eingestellt sind. Dann noch Rechtskonservative, Nationalistische Strömungen (Burschenschafter usw).

    D.h haben wir es hier nicht mit einer Faschistischen Bewegung ala NPD zu tun sondern viel mehr mit dem deutschen Pednant zur US Teaparty.

    • „Pirat“
      Nur Plumpe Unterstellungen und pseudo links-Intellektuelles Geschwafel aber ohne Instinkte ausgestattet. Jede Putzfrau im Lande versteht mehr vom realen Leben als solche „Piraten“. Herr Gut Mensch, reisen sie doch durch die Welt und bringen sie all die Bedürftigen ins Land, bin dann mal gespannt wie schnell ihr „Sozialstaat“ hier explodiert! Nach 5.Mill. Zuwanderer oder erst nach 50 Mill. Zuwanderer oder.. – spielen sie nicht mit dem Lebensgefühl der hier lebenden Bürger. Sie sind schlicht verantwortungslos. Wie groß ist Ihr Wohnraum? Sind sie persönlich bereit auch nur z.B. einen Flüchtling sei es ein Salafist oder Roma bei sich aufzunehmen? Sie klagen um die Toten vor Lampedusa (das ist sicher nicht schön) aber wie geht es denen, die es sich nicht leisten könne Schlepper zu finanzieren? Wo will hier der Gut-Mensch eine Grenze ziehen oder will er langfristig seine eigen Landsleute in den gleichen sozialen Abgrund ziehen. Halt, ich vergaß das der “ Pirat“ ein „Weltbürger“ ist und alles andere ist aus seiner Sicht faschistisch. Menschen die Heimat fühlen, die Deutsche sind, nicht Schwul sind oder einer anderen Minderheit angehören sind zu eliminieren – da sie Faschisten, Putinversteher usw. sind. Solche Gut-Menschen, denken, das Ziel ist das Paradies für alle und erkennt nicht die Unmöglichkeit dieses Vorhaben. Und alle andersdenkende werden „umerzogen“ oder bekommen die Nazi-Keule.
      Man bewahre uns vor der Diktatur der Minderheiten

    • Es gibt in Deutschland keinen Werteverfall !!!

  23. Ah ha, „die gehören weg“!

    Lieber Dirk, sie untermauern das Argument „Linksfaschismus“.
    Danke
    Die AFD ist nicht perfekt aber nur sie gibt ein Motiv überhaupt eine Wahl zu haben bei der Wahl. Meine Stimme hat sie!

  24. Pingback: Zur Europawahl | Rayson d'être

  25. Die Reaktion der Redaktion und einiger Leser zeigt, daß die TAZ nur für die Wahrheiten bereit ist, die sie verträgt. Eigentlich erübrigt sich damit eine Zeitung oder geht es bei der TAZ wirklich nur um Selbstbestätigung der eigenen Ansichten?

  26. Wenn es ums Geld geht, dann ist die vorher als rechtsradikale verleumdete Partei auf einmal nur noch Ultra-Konservativ. Man macht sich die Moral einfach so wie der Kontostand gerade passt.

    Und dann noch: Dem Leser fällt auf das ihr niemals von „Rechts“ redet, sondern nur von „Rechtsradikal“. Jeder der nicht der Meinung der Links-Faschisten ist, ist automatisch rechtsradikal, nicht „Rechts“ und auch nicht „Konservativ“ oder „Ultra-Konservativ“, sondern einfach „Rechtsradikal“.

    Aber das ihr die Faschisten in der Ukraine an die Macht verholfen habt mit eurer kläglichen Berichterstattung, dass wird noch der richtige Hammer für die TAZ werden.

    Die TAZ schützt immer noch die Grünen-Kinderficker in Deutschland, das vergesse ich auch nicht so schnell…

  27. Frau Schumacher,
    die Billigkeit ihrer üblen Unterstellung die AfD hätte „menschenverachtende und anti-demokratische Positionen“ zeigt welches Geistes Kind sie und ihre Mitunterzeichner sind! – Meinungsfaschisten! sie wollen den Gut Menschen spielen ohne auch nur im Ansatz realistische Problemlösungen für die Völker in der EU anbieten zu können. Die Faschistenkeule zieht nicht mehr. Ihr Beitrag ist nur armselig. 6 setzen!

  28. „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»“, sagte Ignazio Silone.

    Die Anti-AfD-Hetzer, die Störer bei den AfD-Veranstaltungen, die sich als „links“ bezeichnenden Gewalttäter, die Zerstörer der AfD-Plakate, die selbst ernannte „Antifa“, die Euro-Fanatiker, denen es egal ist, dass im Süden Europas Millionen wegen des handwerklich völlig falsch konstruierten Euros arbeitslos sind, für die es gar kein Thema ist, dass die EU eine bürokratische Herrschaft ohne jede demokratische Legitimation ist, die sich aufspielen als die Gutmenschen und die Euro-Kritiker mit der Nazi-Keule bearbeiten, Andersdenkende ohne jeden Grund als „Rechtspopulisten“ diffamieren und zum Abschuss frei geben,

    das sind die, die Ignazio Silone meint –

    Das sind die NEUEN FASCHISTEN, die sich selbst als „Antifaschisten“ tarnen, die schon Kurt Schumacher (SPD) als „rotlackierte Faschisten“ bezeichnete.

    Das sind die, die sich klammheimlich freuen werden, wenn die ersten Attentate auf Führungspersönlichkeiten der AfD geschehen werden, und dann triumphieren werden.

    Wenn die ersten Schüsse fallen werden, werden die Schreibtischtäter und geistigen Brandstifter ihre Hände in Unschuld waschen und heuchlerisch sagen: „Das haben wir nicht gewollt.“

  29. Und noch mal allgemein: Viel schlimmer als eine Anzeige der AFD in der taz (das ist wirklich die falsche Zielgruppe) finde ich die vielen Kommentare von Rechtsextremen mit dem Linksfaschismus-Argument. Die gehören weg, weil die taz solchen Leuten keine Plattform bieten sollte.

    • Darum hat die TAZ doch ihre Kommentarfunktion geändert, man will wissen wer der Feind ist.

      „Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde,… durch die Vermischung der Rassen, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa, dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zu Begreifen, aber intelligent genug um zu arbeiten.“

      „Jawohl, ich nehme die vernunftwidrigen Argumente unserer Gegner zur Kenntnis, doch sollten sie Widerstand gegen die globale Weltordnung leisten, fordere ich: Wir werden sie tüten““

      Thomas P. M. Barnett (* 1962 in Chilton, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Forscher auf dem Gebiet der Militärstrategie und Globalisierungsfanatiker

      http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Barnett

    • Ah ha, “die gehören weg”!

      Lieber Dirk, sie untermauern das Argument “Linksfaschismus”.
      Danke
      Die AFD ist nicht perfekt aber nur sie gibt ein Motiv überhaupt eine Wahl zu haben bei der Wahl. Meine Stimme hat sie!

  30. In dieser Causa bedarf es dringend einer Entschuldigung der taz an ihre Leser.
    Wenn das Blatt der politischen Ethik entsagt entfernt man sich von seiner Leserschaft.
    Der Aufschrei in den sozialen Netzen ist keineswegs hysterisch sondern voellig berechtigt.
    Hausaufgabe fuer die taz werbedealer: alle taz artikel ueber die afd dreimal abschreiben.

  31. Als Alternativer Welt-Online-Leser kann ich hier im Forum nur den Kopf schütteln. Ich habe heute von potenten Politik- und Wirtschaftsweisen den neuesten Trend bzgl. der zukünftiger Parteienlandschaft in 1 bis 3 Jahren gelesen.
    Und zwar soll unsere AfD:
    in 1 Jahr die Linken,
    in 2 Jahren die SPD,
    in 3 Jahren die CDU
    stimmenmäßig überholt haben!

    Manche Leute brauchen eben 3 Jahre um sich die Zeit zum AfD-Programm lesen zu nehmen.

    Lucke for Kanzler!

  32. So, so: die Antifanten schnauben also ob der AfD-Anzeige. Witzig. Eigentlich sollte die linksfaschistische taz und ihre dümmlichen Schreiberlinge und Leser doch längst begriffen haben, daß die Tage dieses Schmierblattes gezählt sind. Leute, kümmert euch schon mal um Hartz, ihr werdet dann euren asozialen Abstieg nicht ganz so bitter wahrnehmen.

    • Ich bitte darum, diesen Kommentar mit dem linksfaschismus-„Argument“ zu entfernen. Das ist ahistorisch und eine typische Argumentationslinie der extremen Rechten. Für solche Leute darf es hier kein Forum geben. Danke!

      • Du bist bestimmt so einer der glaubt die NSDAP wäre eine dem rechten Lager zugeordnete Partei gewesen. Die NSDAP war eine linke Partei gewesen genau wie die Grünen es sind, welche auch noch die Werbemotive der NSDAP auf ihren Wahlplakaten haben. Z.B. die letzte Werbekampagne „Und Du?“ wurde auch von der NSDAP verwendet.
        Die Grünen sind Faschisten mit dem Schlägertrupp Antifa
        Die NSDAP war Faschistisch mit dem Schlägertrupp SS

        • Du meine Güte. Jetzt aber schnell zurück nach Neuschwabenland.

          • Anstatt Argumente kommen immer nur die selben hohlen Phrasen. Schubladendenken mit wenig IQ nenne ich das. Es fehlt noch das du mich zum Aufziehen des Alu-Hutes aufforderst, denn das ist dein Niveau und das der Grün-Links-Faschisten. Mit euch diskutieren kann man nicht, dazu fehlt euch Bildung, Anstand und Moral.

  33. Macht jetzt dei AfD Werbung in der taz oder macht die taz Werbung für die AfD?
    Wenn man das hier so liest, scheint mir, dass es sich um letzteres handelt.

    Mag ja sein, dass eine Demokratie sowas wie die AfD aushalten muss (sie hält ja auch die CDU/CSU schon seit ewigen Zeiten aus!) – vielleicht müsste auch die taz eine Werbung der AfD aushalten. Nur halten die taz-Leser das einfach nicht aus. Eine Partei, die mit plumpen Populismus nach vorne prischt, kann man doch nicht noch unterstützen. Und was im Wahlprogramm steht und was nicht – die Reden von Henkel und Lucke geben doch genug Aufschluss darüber, welche Richtung hier eingeschlagen wird.
    Ach ja…und die NPD ist auch gegen Atomkraft. Gute Sache das – dafür Werbung in der taz?

    Afd-Werbung in der taz ist für mich wie Werbung für die Bild-Zeitung duch Schwarzer, Lindenberg und Co.

  34. Auch wenn es Ihnen schwerfällt zu verstehen und zu glauben: Nehmen Sie einfach zur Kenntnis, daß sich gerade in der Alternative für Deutschland (AfD) Menschen zusammengefunden haben, die FÜR (mehr) Freiheit, FÜR (mehr) Demokratie, FÜR (mehr) Vielfalt und FÜR (mehr) Soziale Marktwirtschaft eintreten und die sich – im Interesse der Bürger – ernsthaft und mit bestem Willen GEGEN Bürokratie, GEGEN Bevormundung und Entmündigung durch Staat, Medien- und Parteiendiktatur, GEGEN (freiheitsfeindlichen) Zentralismus u. a. m. wenden. Nehmen Sie die Menschen in der AfD ernst. Seien Sie fair. Lassen Sie das mit dem links und rechts und Rhetorik-Verschiebung. Verstehen Sie die Menschen in der AfD so, wie diese sich selbst verstehen: Mit gesundem Menschenverstand etwas Vernünftiges für unser Gemeinwesen tun (das ist der Kern ihres Engagements).

  35. Also, wenn man teilweise die Wahlplakate der AfD mit denen der NPD austauschen kann (und zwar wortwörtlich!), dann muss die AfD nicht „in dem Zusammenhang“ gesehen werden, wie das die Redaktion implizieren will, sondern in einem realistischeren: Die AfD macht Stimmung gegen die angebliche „Asylflut“ und gegen Hartz-IV-Empfänger. Und damit hat die angebliche „AfD-Elite“ doch sehr viel gemeinsam mit dem „Pöbel“.
    Mit diesem Text macht es sich die Berlin-Redaktion sehr einfach, auch mit diesen wachsweichen Formulierungen von den „nostalgischen Gefühlen“ der Deutschen. Denn auch „bei Adolf hätt’s das nicht gegeben“ ist irgendwie ein „nostalgisches Gefühl“.

    • Die Grünen hatten bei der letzten Wahl auch den Slogan „Und Du?“ von der NSDAP verwendet. Und wegen diesem Artikel musste jemand beim BUND seinen Hut nehmen, denn im Grün-Gutmenschenland darf man keine eigenen Schlüsse zur Asylflut mehr machen;

      „Immer noch gehen jeden Tag ca. 90 Hektar Landschaft in Deutschland durch Gewerbe-, Siedlungs- und Infrastruktur­maßnahmen verloren. Der dauerhafte Verlust von Natur und Landschaft, von Lebensräumen, Agrar- und Waldflächen durch Straßen und Siedlungen gehört damit weiterhin zu den gravierendsten Umweltproblemen.“
      Quelle: bund.net

      Deutschland – 225 Einwohner pro km²
      USA – 32 Einwohner pro km²
      Italien – 201,19 Einwohner pro km²
      China – 140 Einwohner pro km²
      Polen – 123 Einwohner pro km²
      Portugal – 115,13 Einwohner pro km²
      Syrien – 112,5 Einwohner pro km²
      Ungarn – 107,5 Einwohner pro km²
      Spanien – 94 Einwohner pro km²
      Türkei – 90,5 Einwohner pro km²
      Bosnien und Herzegowina – 89 Einwohner pro km²
      Rumänien – 84,4 Einwohner pro km²
      Griechenland – 81,96 Einwohner pro km²
      Kroatien – 79 Einwohner pro km²
      Irak – 66,7 Einwohner pro km²
      Bulgarien – 66 Einwohner pro km²
      Afghanistan – 45,7 Einwohner pro km²

      So das war es für heute für mich, gehe nun einen Regenwald in Afrika schützen…

  36. Herrgott, entspannt Euch! Worum geht es denn eigentlich? Einige wollen die reine Lehre respektive wollen ein Blatt lesen, in dem sie nur das wiederfinden – redaktionell, wie werblich – was ihnen 1:1 entspricht. Gibt eine Redaktion einem solchen Ansinnen nach, wird ein Zeitung schnell a) langweilig und b) zum Kampfblatt. Warum soll aber der DGB nicht einmal Anzeigen im Handelblatt schalten, die AfD in der taz oder die Linke in der FAZ? Das selbe gilt für Gastartikel, Interviews oder andere Formen des Perspektivwechsels. Teile der Linken werden langsam verdammt spießig und das ist wenig sexy! Insofern: Ja, zu auch mal AfD Anzeigen in der taz.

  37. Lustig hier zu lesen, wie brüllende Linksfaschisten Angst haben,
    daß sich ihr Heiligenschein verbiegt…:-))

    PM

  38. Liebe Taz,
    die Texte eines Raul Zelik werden nicht abgedruckt, so dass er in der Öffentlichkeit ankündet für die Taz nicht mehr zu schreiben, aber eine Anzeige der AFD wird abgedruckt. Umgekehrt wäre es mir echt lieber. Was kommt als nächstes?

  39. Sicherlich ist die AfD nicht mit der NPD gleichzusetzen. Dennoch bedient sie sich der gleichen Menschenfeindlichkeit gegenüber Randgruppen Überschneidungen gibt es auch was die Personen in manchen Landesverbänden betrifft und das kann man nicht einfach so ausblenden! Das ihr hier die Werbung abgedruckt habt, war für mich ein Schock… da ich dies von euch nie erwartet hätte. Ich kaufe eure Zeitung 2-3 mal in der Woche, aber ich glaube ich verzichte zukünftig erst mal darauf. Die AfD und die taz… ne, sorry, das passt für mich nicht zusammen!!!

  40. Ich halte auch viel von den vielen unterschiedlichen Positionen innerhalb der Redaktion! Immer wieder habe ich dazu hitzige Diskussionen gehabt und die TAZ (irgendwie) verteidigt. War mir auch immer wieder eine Herzenssache… SOETWAS ist mir aber ehrlich (und echt auch für euch) saupeinlich. Da kann ich argumentativ nichts mehr nachvollziehen… Ja, ich bin intollerant!! Ich kaufe mir bewusst nichts, wo sch+++ von Idioten drinne steht.
    Aber irgendwie stellt ihr mein schon fast rüttelfestes Weltbild noch mal zur Disposition :-) Fühlt sich mal wieder ganz gut an – Realitäten akzeptieren. Aber von euch muss man sich wohl mittelfristig verabschieden…

  41. Erstmal okay das es unterschiedliche Meinungen im Haus gibt. Die Empörungen in meinem Umfeld über die AFD Anzeige sind so hoch, dass viele ihr Abo nun kündigen werden. Die TAZ hat sich in vielen Punkten in den letzten Jahren als fast schon unleserlich entwickelt. In vielen WG’s etc. wurde trotzdem immer ein Abo noch am laufen gelassen, diese werden nun gekündigt. Die TAZ ist liberal geworden, wir aber nicht. Wir wünschen der TAZ viel Spaß auf dem weiteren Weg, aber manchmal trennen sich Wege.

  42. Immerhin wird noch diskutiert ! Mal ehrlich liebe Genossinnen und Genossen – für mich und viele in meinen Bekannten- und Freundeskreis wird die taz mit solchen Aktionen dennoch leider unlesbar !

  43. Als taz Abonnent, Linker und AfD-Kritiker begrüße ich die Anzeige in der taz. Möge die AfD ihr gesamtes Werbebudget in der taz verpulvern – so wirkungslos ist es bestimmt nirgendwo sonst eingesetzt.
    Einzig störend finde ich reflexhafte Aufregungen in der Redaktion. Dahinter, befürchte ich, steckt der tiefverwurzelte Glaube, man dürfe der geneigten LeserInnenschaft nicht zu viel zumuten. Danke, ich bin wie alle LeserInnen aufgeklärt genug um selbst zu entscheiden, was ich gut und richtig finde und was nicht.