vonmanuelschubert 01.09.2015

taz Hausblog

Wie tickt die denn? Der Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Zwischen Krise und Zukunft – die taz erscheint ab sofort mit einem täglichen Schwerpunkt zu Flucht & Migration – taz.fluchthilfe

Zehntausende Menschen kämpfen sich täglich über das Mittelmeer und den Balkan nach Europa, auf der Suche nach einer Zukunft in Sicherheit. Als Tageszeitung kann man sich darauf beschränken, dazu lediglich die aktuelle Nachrichtenlage abzuarbeiten. Oder man strebt danach, die Thematik umfassender aufzubereiten. Wir als taz tun dies bereits seit Langem, doch reicht das aus?

Wie wird sich Deutschland in Zukunft verändern? Schaffen wir es, diese Menschen nicht nur zu versorgen, sondern willkommen zu heißen?

Wir meinen, nein, denn die Situation ist zu außergewöhnlich. Ein Sonderteam von taz-RedakteurInnen aus allen Ressorts wird deshalb die „Flüchtlingsthematik“ ab sofort intensiv bearbeiten und für taz-LeserInnen täglich auf mindestens zwei taz-Seiten aufbereiten. Den schon vorhandenen Themenschwerpunkt auf taz.de weiten wir aus diesem Anlass ebenfalls aus.

 

Wir fragen, wer sind diese Menschen? Was sind ihre Geschichten, ihre Wünsche, ihre Sehnsüchte, ihre Schicksale? Wie erleben sie dieses Deutschland, dieses Europa, wohin sie sich im Glauben an Frieden und Sicherheit aufgemacht haben? Finden sie sich zurecht und wenn nein, warum nicht?

Und wie wird sich Deutschland in Zukunft verändern? Schaffen wir es, diese Menschen nicht nur zu versorgen, sondern willkommen zu heißen und ihnen dabei zu helfen, hier heimisch zu werden?

Die Flüchtlinge, die hier ankommen, haben einen qualvollen Weg hinter sich, aber sie haben es gepackt. Doch wie viele Menschen bleiben auf der Strecke, scheitern, sterben? Und was geschieht jenen, die von den unberechenbaren Asylsystemen der europäischen Staaten wieder ausgespuckt und abgeschoben werden?

Ab 8. September bringen wir zudem immer dienstags ein 4-seitiges Dossier in der taz. Hierbei sollen die Themenkomplexe Kinder und Jugendliche auf der Flucht, Sprache- und Sprachbarrieren sowie Fluchtbewegungen weltweit intensiv bearbeitet werden.

Desweiteren planen wir eine Dossierausgabe, bei der geflüchtete Menschen selbst als AutorInnen tätig werden können und eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen sollen. Gelingt dieser Plan, kann daraus eine dauerhafte Einrichtung werden.

Und auch unseren Newsletter der Themen des Tages beziehen wir in die Sonderberichterstattung ein – als Leitfaden für Ihr Interesse. Darin notieren wir ab sofort nicht nur unsere eigenen Texte, sondern alles, was die taz zum Thema interessant und wichtig findet.

 

Titelbild: ap

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http://blogs.taz.de/hausblog/2015/09/01/taz-fluchthilfe-wir-weiten-unsere-berichterstattung-aus/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Ein Refugee-Ressort in der taz fände ich cool. Nur, ohne a bisserl viel Integration von euch aus kann das meiner Einschätzung nach unmöglich was werden. Ich seh das von außen so: Ein oder zwei Mentor*nnen mit besonderen Sprachkenntnissen, interkulturellen Skills und so fort ebenso einen Honorartopf für schreibfreudige Flüchtlinge bräuchte so eine Idee schon um realisierbar zu werden. Blöde Frage, könntet ihr bei den Agenturen für Arbeit, auf workeer und an einschlägigen Orten nicht darauf hinweisen, dass geflüchtete Journalist*nnen bei euch vorbeischauen können?

  • Das neue taz.fluchthilfe klingt super spannend! Bitte ab und zu dabei mit dem Zoom von HistorikerInnen, Verfassungsschutzmenschen (meine größte Angst bei Zuwanderung großer Dimension: Erstarken von den Spinnern ;-) , rechtsextrem eingestellten Menschen in der Bundesrepublik). Ich denke derzeit immer wieder an die Integration vieler geflüchteter Hugenotten damals. Ist heute mit der Großansiedlung damals nicht vergleichbar?

    Ey taz, übertreib’s beim Newsletter nicht, klaro? Ich les den jeden Tag (schön heimisch-übersichtlich nach anstrengenden Arbeitstagen) und überlege mir dann, ob ich am nächsten Morgen eine taz an irgendeinem Kiosk kaufen muss. Grad erst freue ich mich über die freundlichen Grüße von euch JournalistInnen abends und bin noch verwirrt, dass die langweilige Presseschau aus meinen Dradio-Newslettern jetzt bei euch unten stehen, ach ja, eure eigene. Die radio-newsletter mit Presseschauen löschen ich zunehmend, da ich dradio lesen möchte, sonst würde ich selbst bei den anderen abonnieren. taz, bitte bleib du selbst oder schaff dir einen extra Fluchtnewsletter an für alle, die bei der breiten und nicht gut speziellen täglichen Konfrontation mit einem d-e-r Themen unserer Zeit kotzen mögen. So wie bei, weniger wichtig, BER, kalte Progression, Länderfinanzausgleich, unklarem Politikerges*labber … bäh weg, ausschalten, weiterblättern, ignorieren … weniger kann mehr sein.

    Ich bin gespannt!

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