09.02.2012 von Helmut Höge
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Nordfriesland

von Helmut Höge

Niedrigwasser 1. Alle Photos: Mathias Königschulte

 

Im vergangenen Jahr ging die taz-Reise nach Friesland, Ostfriesland und Westfriesland. Nun bleibt uns für dieses Jahr noch Nordfriesland.Vom 7. – 11. Juli 2012.

Wir beginnen die Nordfriesland-Reise in Husum, wo wir während der fünf Tage auch übernachten. Mit dem Bus klappern wir dann die “Highlights” der Region ab:

Das Emil-Nolde-Museum an der dänischen Grenze, die Windkraftanlagen-Werke in und um Husum, den Nationalpark schleswig-holsteinisches Wattenmeer, die Tourismus-Entwicklung am Beispiel von St. Peter-Ording, die Erinnerungsorte an die Landvolkbewegung und die Polderlandschaft von Dithmarschen, die Holländersiedlung Friedrichstadt und die musealisierten Reste der 1362 im Sturm untergegangenen Stadt Rungholt im Wattenmeer vor der Halbinsel Nordstrand, eventuell auch noch das “Nordfriisk Instituut” in Bredstedt, auf alle Fälle jedoch das “Nissen-Museum in Husum.

Wiewohl sich alle Friesen, zusammengeschlossen in einer Art Eidgenossenschaft, von den Deutschen zu unterscheiden wissen, sind die Nordfriesen die widerständischsten: Mehrmals schlugen sie alle… weiter lesen

06.02.2012 von Helmut Höge
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Kairo-Virus 137

von Helmut Höge

Ein Virus ist weder etwas Belebtes noch Unbelebtes. Das aber nur am Rand.

 Frau geht neben Pilonen in die Luft. Alle Photos: Peter Loyd Grosse

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“And so on and so on,” wie Zizek immer sagt. Ein Jahr Tahrirplatz-Event. Das westdeutsche Intelligenzfeuilleton feiert dieses Jubiläum derart, dass man den Eindruck hat, ohne bezug auf das arabische Aufstandszentrum in Kairo lassen sich bald überhaupt keine staatlichen Fördertopfgeburten auf dem Kultursektor mehr einleiten. Der FAZ-Rezensent des Nachwuchs-Filmfestivals von Saarbrücken will selbst dort ganz deutlich gespürt haben: Alle “Filme künden vom kommenden Aufstand”. Demnächst in diesem Theater quasi. Also hier und heute. Die Gruppe “Tiqqun” gab bereits den Ton vor. “Die Zeit” titelt gerade: “Bitte neu anfangen” und meint damit: “Auch wenn die Krise mal Pause macht – das Gebot bleibt bestehen: Der Kapitalismus kann so nicht bleiben.”

Die stellen also selbst da in Hamburg schon das ganze Gesellschaftssystem in frage.… weiter lesen

06.02.2012 von Helmut Höge
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Generelles

von Helmut Höge
15.01.2012 von Helmut Höge
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Kairo-Virus 136

von Helmut Höge

cooperacion

Jetzt habe ich den Rosa-Luxemburg-Kongreß verpaßt. Wie konnte das geschehen? Fehlte es dem Kongreß an Werbemitteln oder habe ich sie alle übersehen?

All die Jahre hat man sich in diversen Sälen die Reden der nicht selten von kommunistischen Staaten geschickten Redner angehört, ich erinnere aber auch den Vertreter der KP der Türkei, Auslandsorganisation: “Die immer tiefer gehende Finanzkrise hinterläßt im Leben der Völker unheilbare Wunden”  und den Senegalesischen  KP-Chef Ahmat Dansokho: “Der Widerstand gegen den US-Imperialismus, in Athen z.B., ist noch zu schwach. Wir müssen uns stärker verbünden.Leider ist das Netz der Globalisierungsgegner zu heterogen, dazu kommen  die stalinistischen Fehlentwicklungen im Ostblock, die den Antikommunismus stärken… Wir müssen die Welt mit neuen Augen sehen!”

Auf dem Abschlußpodium saß gelegentlich auch mal ein Autonomer, ich erinnere Markus Mohr: “Brauchen wir neben der Linken eine marxistische Partei? Eher nicht.” Jetzt hatte man Dietmar Dath eingeladen. Den hätte ich mir auch… weiter lesen

13.01.2012 von Helmut Höge
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Kairo-Virus 135

von Helmut Höge

Wo bleiben eigentlich die hier von den Okzidentregimen so gerühmten und dort von den Orientregimen so gefürchteten Nach-dem-Freitagsgebet-Demonstrationen im Morgenland? Das fragten wir uns schon seit einigen Wochen…

Hier eine aktuelle AFP-Meldung dazu aus Syrien:

In Syrien sind am Freitag zehntausende Menschen zur Unterstützung der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) auf die Straße gegangen. Allein in der nordwestlichen Region Idleb demonstrierten nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 20.000 Menschen gegen Präsident Baschar al-Assad. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die internationale Gemeinschaft zu einem geschlossenen Vorgehen gegen Syrienauf.

Im Internet hatten Oppositionsgruppen wie gehabt zu ihren Freitagsdemonstrationen aufgerufen. Diesmal standen sie unter dem Motto, die FSA zu unterstützen. Diese vorwiegend aus Deserteuren der regulären Streitkräfte gebildete Rebellengruppe unter dem Kommando des Ex-Offiziers Riad al-Assaad umfasst nach eigenen Angaben 40.000 Soldaten.

Nach Angaben der in London ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften mindestens zwei Menschen getötet.… weiter lesen

12.01.2012 von Helmut Höge
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Kairo-Virus 134

von Helmut Höge

Photo: einestages. spiegel.de

 

In dem Friedrichshainer Versammlungsraum “Zielona Gora” wurde kürzlich über die Revolution in Ägypten diskutiert,  im Moabiter Haus der Kulturen der Welt wird gerade drei Tage lang über die Revolution in Ägypten (mit Kulturprogramm drumherum) diskutiert. Aus Ägypten selbst kommt die dpa-meldung:

Das neue Ägyptische Museum vor den Toren Kairos soll 2015 eröffnet werden. Bis dahin werde die dritte und letzte Phase der Bauarbeiten beendet sein, kündigte der Minister für Altertümer, Mohammed Ibrahim, am Dienstag an. Der umgerechnet fast 650 Millionen Euro teure Bau gilt als weltweit größtes Museum seiner Art. Es soll mehr als 100 000 Exponate aus der Zeit der Pharaonen beherbergen und für 20 000 neue Jobs sorgen.

“Wo gehobelt wird, da fallen Menschen,” titelt die FAZ über eine Rezension des Theaterstücks “Marija” von Isaac Babel, inszeniert von Andrea Breth in Düsseldorf:

“Das Stück spielt 1920 in Russland. Die junge Sowjetunion im… weiter lesen

29.12.2011 von Helmut Höge
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Eis & Schnee

von Helmut Höge

Araber im Schnee. Das war einmal: 2010. Photo: Dia-Archiv

Assemblea in der Antarktis. Photo: Friederike Sünderhauf

Wohl um den heißer werdenden Widerstand weltweit (*) abzukühlen sendet bzw. verkauft die deutsche Film- und Fernsehbranche  zum Jahresende durchweg Eiskaltes.

Es gibt zwei Theorien über Filme, die in Eis & Schnee spielen. Eine alte: Sie erhöhen die Gemütlichkeit, wenn man sie sich im warmen Kino oder im gut geheizten Wohnzimmer ankuckt – besonders zum Jahresende hin. Diese Filmtheorie verliert jedoch langsam an Überzeugungskraft, da wegen der um sich greifenden Verarmung und des sich ausbreitenden Umweltbewußtseins im Verein mit den steigenden Heizkosten die Wohnzimmer und Kinos immer weniger gut beheizt werden, so dass einem bei Filmen, die in Eis & Schnee spielen, nur noch kälter wird.

Die neue Theorie kommt in Gänze aus der Ökoecke und besagt, dass wir gar keine richtigen Winter – mit Eis & Schnee – mehr… weiter lesen

28.12.2011 von Helmut Höge
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Neosexuelles Material für eine Medienkulturkommunikationsdiskurskritik

von Helmut Höge

 

Alles muß raus! Traders of the universe

“Dein Körper gehört dir, nicht wie ein geistiges oder historisches Eigentum, sondern wie ein Auto oder ein Bankkonto. Er gehört dir wie Waren im Kreislauf, du kannst ihn verkaufen, vermieten, drauf sitzenbleiben, ihm Mehrwert abtrotzen oder ihn verspekulieren. Je neosexueller du bist, desto weniger kannst du Heimat in ihm haben, aber desto mehr Profit kannst du ihm entnehmen.” (Georg Seeßlen)

 

Anläßlich des Todes von Käthe B., er starb kürzlich an einem Gehirntumor,  stellte Ernst Volland anstatt eines Nachrufs ein Dutzend Selbstkunstwerke des Westberliner Performators Käthe B. in seinen taz-blog (siehe dort).

In “Die Zeit” hatte ich am 18.8.1995 eine Art Vorruf auf Käthe B. veröffentlicht:

Von Beruf: Medienhengst

Käthe B. aus Eckernförde, etwa 33 Jahre alt, gibt an, Melker gelernt zu haben. 1981 kam er nach Berlin. Käthe B., der richtige Name ist den Redaktionen unbekannt, hatte zwar zuvor seinen… weiter lesen

21.12.2011 von Helmut Höge
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Kairo-Virus 133

von Helmut Höge

Photo: blog.zakel.at

Warum widmest du dich nicht Russland? fragte Wladimir Kaminer mich vorwurfsvoll,  da würde doch jetzt so viel passieren. Am 24.12. wollen z.B. alle Oppositionsgruppen, alle: linke wie rechte, gemeinsam vor dem Kreml gegen die Regierung protestieren.

“Jede neue Technologie erfordert einen neuen Krieg” – so lautet das Motto von Marshal McLuhans Buch aus dem Jahr 1968 “Krieg und Frieden im globalen Dorf”, das jetzt von Karlheinz Barck und Martin Treml im Kadmos-Verlag neu herausgegeben wurde.

1968 war es das Fernsehen, deswegen hat man den Vietnam-Krieg auch als den ersten “Fernsehkrieg” bezeichnet, er wurde nicht zuletzt in den Wohnzimmern entschieden. 

Nun – mit dem Internet und den da dranhängenden “sozialen Netzwerken” – wird wieder ein neuer Krieg ausgefochten: Kapitalismus und Demokratie haben sich getrennt. Jetzt geht die Mobilisierung, der Kampf auch gegen die Repräsentation! 

 

Proteste in Moskau. Photo: epochtimes.de

 

Alain Badiou in einerweiter lesen

07.12.2011 von Helmut Höge
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Dazwischengeschoben

von Helmut Höge
Amazonien. Photo: de.wikipedia.org

Die brasilianische Regierung liebäugelt derzeit mit einer Lockerung des Waldschutzes. So soll Regenwald zur legalen Rodung freigegeben werden und Unternehmen, die illegal Wald gerodet haben, von einer Amnestie profitieren.

Kommt das neue Gesetz durch, sind 76,5 Millionen Hektar Regenwald bedroht – das ist eine Fläche so gross wie Deutschland, Österreich und Italien zusammen, wie der WWF erklärt.

Die Folgen wären laut WWF für das ganze Weltklima fatal: 28 Milliarden Tonnen CO2 würden freigesetzt – so viel wie Deutschland in drei Jahrzehnten ausstösst – und das Weltklima zusätzlich aufheizen. Das Gesetz würde zudem zu einer beispiellosen Zerstörung der biologischen Vielfalt Brasiliens führen.

Der WWF startete deshalb am Montag eine globale Aktion zum Schutz des Regenwalds: Innerhalb eines Tages schickten laut WWF bereits mehr als 8000 Personen ein Protestmail an Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff.  (Eine Meldung des Schweizer “Blick” – mit der kuriosen Überschrift “Regenwald im… weiter lesen