Was uns als erstes in Reykjavik auffiel, waren die Hummeln (Bumblebees): die Heckenrosen und andere blühende Sträucher waren voll von Hummeln. Wir sahen weder Bienen noch Wespen noch Schmetterlinge noch irgendwelche Fliegen – nur Hummeln in rauhen Mengen. Es gibt sie hier erst seit den Siebzigerjahren, wurde uns gesagt, eine Blitzrecherche im Internetcafé ergab jedoch: Es gibt drei Arten von Hummeln auf Island, eine – Bombus jonellus – bereits seit den Anfängen der Besiedlung der Insel (durch die Wikinger Anfang des 9. Jhds.). Die anderen beiden Arten – Bombus lucorum und Bombus hortornum – gelangten erst später mit Frachtschiffen nach Island. “Es genügt ja bereits eine einzige Hummel, um eine Population zu begründen,” erklärte uns dazu der Berliner Biologe Cord Riechelmann telefonisch. Unser einheimischer Informant hatte die Hummel-Besiedlungsgeschichte wahrscheinlich mit der der Wespen verwechselt, deren Vorkommen aus Island in der Tat erst seit den Siebzigerjahren nachgewiesen ist. Von ihnen leben… weiter lesen
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21.08.2006 von Helmut Höge