Der Aushilfshausmeister in Golfvereinen heißt meistens Green-Keeper. Aber warum heißen die populären deutschen Autos eigentlich nicht “Riester”, “Hartz” oder wenigstens “Zwickel”, sondern: “Fiesta”, “Polo, “Golf…”? Bleiben wir beim Volkswagen/sport Golf: Im Sonderheft der Zeitschrift Holiday, die in allen gutsortierten proletarischen Amaretto-Kneipen ausliegt, wird das militärdiktatorisch regierte Burma als “Golf-Traumland” vorgestellt: Es gibt mehr als fünf Plätze allein in Rangoon, Wartezeiten sind dort unbekannt, und Caddy-Girls in hübschen Uniformen legen einem ihre Bälle vor die Füße.
Wir hatten seinerzeit schon ein schlechtes Gewissen, als wir einer Einladung auf den ersten deutschen “Volksgolfplatz” – nahe der oberhessischen Kleinstadt Schotten – folgten. Er war von einem Polsterer namens Schlapp gegründet worden, zusammen mit seinem “nie auf Feierabend schielenden” Platzwart Herrn Turke. Am Anfang bestand der Platz nur aus steinigen Äckern und Hangweiden: Man spielte ums Viereck und über die Diagonale. Auf die Weise kam man irgendwann zwar auch auf die international üblichen 18… weiter lesen