20.09.2007 von Helmut Höge
Jedesmal, wenn in unseren Lebensmitteln Gifte oder Krankheitskeime festgestellt werden, bricht eine (Medien-) Panik aus. Danach beruhigen sich aber die Konsumenten wieder – und alles geht wieder zur Tagesordnung über.
Als z.B. der “Rinderwahn” ausbrach und überall auf der Welt die Herden zu tausenden “gekeult”, d.h. getötet wurden, verkündete die US-Talkshowmoderatorin Oprah Winfrey, sie werden fortan keine Hamburger mehr essen. Prompt wurde sie daraufhin von texanischen Rinderzüchtern auf 12 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt – der Betrag entsprach den Verlusten, die ihnen durch den Rückgang des Rindfleischverkaufs seit der Talkshowsendung entstanden. In Nordfriesland demonstrierten die Bauern gegen die staatlichen Rinderwahn-Eindämmungsmaßnahmen – vor allem um die existenzzerstörenden Massentötungen von Rindern zu verhindern. Sie forderten eine “Kohortenlösung”, d.h. im BSE-Fall nicht eine “Keulung” der gesamten Herde, sondern nur des betroffenen Tieres, seiner Familie und seines Jahrgangs. Der Bauernführer José Bové kritisierte in diesem Zusammenhang die Kapitalisierung der Landwirtschaft in toto: “Nur verrückte Menschen… weiter lesen
20.09.2007 von Helmut Höge

Diesen Poller auf dem Rhöner Kreuzberg schweißte und knüpfte der Haus- und Hofmeister des dortigen Klosters auf die Schnelle zusammen. Ein Restaurant wird dort gerade umgebaut und es galt, die Pilgerer und Wanderer vor den Material bringenden LKWs zu warnen – das war jedenfalls die einhellige Meinung der Klosterverwaltung da oben. Antonia Herrscher, die den Baustellen-Poller photographierte, fährt kommenden Sonntag erneut dort hin, um alles noch einmal zu überprüfen – und den Poller eventuell noch einmal – von einer anderen Seite – zu photographieren.
20.09.2007 von Helmut Höge
Hinter Königs-Wusterhausen haben sich zwei Bürgerinitiativen gebildet, die gegen den geplanten Verlauf einer Gas-Pipeline kämpfen, die mitten durch ihre Dörfer gehen soll, was Enteignungen erzingt. “Opal – So nicht!” lautet ihre Parole. Auf ihrer Webpage erklären die Aktivisten:
1. zu Opal:
OPAL, der schöne Name, ist die für die Unternehmung “Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung” etablierte Kurzform, im Volksmund auch “Schröder-Putin-Pipeline” genannt.
Von Wyborg bis Greifswald/Lubmin werden von Nord Stream AG zwei Leitungsstränge mit einer Länge von je 1.200 km durch die Ostsee verlegt. Von Greifswald/Lubmin wird eine Leitung – die OPAL – in Richtung Süd bis Olbernhau/Erzgebirge mit einer Gesamtlänge von 480 km durch WINGAS Transport und eine zweite Leitung – die NEL – in Richtung West mit einer Gesamtlänge von 370 km durch E.ON Ruhrgas zur Anbindung an das deutsche und europäische Netz errichtet.
Beteiligte Konzerne und Konsortien sind Nord Stream AG, GAZPROM-GERMANIA, Wintershall/BASF AG und E.ON Ruhrgas AG /… weiter lesen