Die Kraft der zwei Herzen. Der Photograph Peter Grosse schreibt: Natur oder Kunst oder Poller?
Die Kraft der zwei Herzen. Der Photograph Peter Grosse schreibt: Natur oder Kunst oder Poller?
Die 1900 veröffentlichte Evolutionstheorie “Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt” von Peter Kropotkin wird immer wieder neu aufgelegt. Sie war gegen Darwin gerichtet, der als Motor der Entwicklung der Arten die Konkurrenz und das “Überleben der Tüchtigsten” ausgemacht hatte. Nachdem 1859 Darwins Hauptwerk “On the Origin of Species by means of Natural Selection”, erschienen war, hatten bereits Marx und Engels gewitzelt, der Autor habe dabei bloß das üble Verhalten der englischen Bourgeoisie auf die Tier- und Pflanzenwelt projiziert, wobei er sich auch noch von der Begrifflichkeit des unsäglichen Nationalökonomen Malthus leiten ließ. So etwa wie laut Marx umgekehrt “das Geheimnis des Adels die Zoologie” ist. Kropotkin ging in seiner Darwin-Kritik noch einen russischen Schritt weiter: Dort war Darwin in sozialistischen Kreisen überaus populär, weil es nach ihm kein begründetes Hochwohlgeboren mehr geben konnte, auch dass der Mensch vom Affen abstammen sollte, gefiel den Russen, nichtsdestotrotz akzeptierten sie sein Konkurrenzprinzip… weiter lesen

Stolz präsentiert diese englische Hausmeisterin einer zum Nestle-Konzern gehörenden Erdbeerfarm in Kornwall, die nur baltische Erntehelfer beschäftigt, ihren in der knappen Freizeit von den Balten aufgestellten “Poller Circle”. Photo: P.Grosse
Die Gendreck-Weg-Aktivisten sind derart aktiv, auch mit ihren E-Mitteilungen, dass ich nicht weiß, bis zu welcher ich sie bisher eingeblogt habe…deswegen fahre ich hier fort mit der Mitteilung vom 10.4.:
* Feldbesetzung endet mit großem Erfolg
* FH Nürtingen verkündet das Ende der Genmaisversuche
Großer Jubel brach gestern auf dem besetzten Versuchsfeld
bei Oberboihingen im Landkreis Esslingen aus.
Am späten Nachmittag gab die Fachhochschule bekannt, auf
die Fortführung des Genmaisversuches verzichten zu wollen.
Laut der Pressemitteilung der FH kommt der Versuchsleiter
Professor Schier “der dringenden Empfehlung der Hochschulleitung
und des Hochschulrates nach, das Forschungsprojekt mit
gentechnisch veränderten Maispflanzen einzustellen.”
Jochen Fritz von der Feldbesetzungsgruppe sagte: “Das ist
ein Riesenerfolg! Wir haben Sturm und Schnee getrotzt – und
täglich mehr Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren. In dieser
Situation hat die Hochschulleitung eine längst überfällige,
richtige Entscheidung gefällt.… weiter lesen
1. Vor Bonn:
*/Aktionsbündnis COP 9/ gegründet — Aufruf zur kritischen Begleitung
der CBD-Vertragsstaatenkonferenzen*
Umweltdiplomatie steht hoch im Kurs — in zwei Wochen beginnen in Bonn
die UN-Verhandlungen zum Biosafetyabkommen sowie zur
Biodiversitätskonvention. Doch es gibt nichts zu feiern: Im Namen des
Umweltschutzes werden Menschenrechte verletzt, Agrotreibstoffe angebaut,
Pflanzen patentiert und gentechnisch veränderte Bäume gezüchtet.
/”Die Verhandlungen sind Schritte in die falsche Richtung/”, so Anne
Schweigler, Vertreterin der BUKO Kampagne gegen Biopiraterie im neu
gegründeten */Aktionsbündnis COP 9/*. /”Transnationale Unternehmen
werben für Wundertechnologien wie die Gentechnik, die aber in
Wirklichkeit nur deren Kontrolle über die natürlichen Ressourcen
steigern. Daher kommen Landwirte aus der ganzen Welt nach Bonn, um die
Vielfalt ihrer Kulturen und kollektiven Rechte an den natürlichen
Ressourcen zu verteidigen”/ ergänzt Guy Kastler vom weltweiten
BäuerInnennetzwerk Via Campesina.
/”Wir werden die Konferenzen kritisch begleiten… weiter lesen

Sogenannte Poller-Chimäre, vom Hausmeister einer Vattenfall-Filiale gezeichnet – und aus einer Verbindung von Poller und Windkraftanlage bestehend.
1. Die Siemenskultur
“Where we failed was leadership culture, not company culture” (Siemenschef Peter Löscher)
Die 12.000 Siemens-Beschäftigten und 3.000 Leiharbeiter bei Siemens in Berlin wurden von der IG
Metall heuer quasi persönlich heraus zum 1. Mai gebeten. Die Vertrauensleute hatten extra einen Stand vor dem Brandenburger Tor aufgebaut. Der Konzern will demnächst rund 7.000 “Siemensianer” entlassen. Seine Telefonanlagensparte wird mit Millionenzuschüssen verkauft – wahrscheinlich an den Finanzspekulanten Cerberus. Die Finanzkrise zeigt erste “Bremsspuren”, wie der Siemenschef es ausdrückte. Und die Korruptionsaffäre ist inzwischen so weit gediehen, dass sich die Topmanager gegenseitig verklagen …
“Was geht uns das an?”, mögen sich die Berliner Siemensbeschäftigten gefragt haben, denn es fanden sich nur wenige am IG-Metall-Stand ein. Drei von ihnen, die ich von der Betriebsräte-Initiative her kannte, sprachen mich am tazpresso-Mobil an: Sie kritisierten meine Blog-Berichte über Siemens. Ich hätte den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt. Es ginge längst… weiter lesen
Seltsam, die ganzen Umweltschützer, Alternativenergetiker, Genkritiker und Ökos sind zwar überaus aktiv, aber sie vermeiden es strikt, die Warenproduktion als die Wurzel alles Übels zu thematisieren. Die Warenproduktion, die tendenziell alles und jeden vernutzt. Im Gegenteil ist z.B. ein taz-Ökoredakteur sogar der Meinung, dass es gut ist, wenn z.B. die Multis oder große Fondsgesellschaften die Wind- und Solarenergie aufgreifen, um daraus ein Geschäft zu machen, weil die Durchsetzung dieser regenerativen Energie und ihre Nutzung dann nicht mehr nur im Kleinen geschieht.
Auch anderswo werden die Ökos immer blinder gegenüber der kapitalistischen Ökonomie und den sozialen Problemen. Dies hängt auch mit ihrer (amerikanischen) Konzentration auf Erfolg – und damit auf “Single Point/Issues/Targets” zusammen, die völlig blind macht gegenüber der Tatsache, dass alles mit allem zusammenhängt. In der Jungen Welt veröffentlichte dazu gerade Klaus Pedersen einen erhellenden Text – als:
Nüchtern betrachtet zählen zu den ersten Gewinnern der… weiter lesen
Hier erwischte der Photograph Peter Grosse den Hausmeister einer amerikanischen Mehrzweckhalle nebst seinen Assistenten, wie sie gerade zwei niegelnagelneue Nirosta-Poller ausbringen.
”Mein Herz ist rein, mein Popo ist schmutzig, ist das nicht putzig…”
Die UNO kürte 2008 zum “Jahr der Toiletten”. Dazu erklärte der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon passend zum “Weltwassertag”, der seit 2003 jährlich am 22.März stattfindet: “Knapp 40% der Weltbevölkerung, 2,6 Milliarden Menschen, haben keinen Zugang zu ordentlichen Toiletten. Alljährlich sterben deswegen 15 Millionen – an ansteckenden Krankheiten wie Durchfall.” Der Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO), David Heymann, ergänzte: “Die Zahl der Todesopfer könnte durch Verbesserungen bei Wasserversorgung und sanitärer Ausstattung um zwei Millionen gesenkt werden”.
In Deutschland ist eher das Gegenteil zu befürchten: Dass weitere “Verbesserungen” zu irreversiblen Schäden führen. Hier sind aus den Klos im Zuge der Fitness- und Wellnessbewegung wahre “Wohlfühl-Oasen” geworden. Mit der Folge, dass immer mehr Menschen sich bei der Ausgestaltung ihrer narzistischen Naßzellen pekuniär verausgabten. Auf der inzwischen sämtliche Hallen füllenden Frankfurter Sanitärmesse, die 215.000 Interessierte 2007 besuchten, wurde z.B. das “Dusch WC” von… weiter lesen