In der Nacht vom 31. März verstarb Raúl Alfonsín, der erste demoratisch gewählte Präsident Argentiniens (1983-1989) nach dem Ende der blutigen Militärdiktatur 1976-1982. Am 1. April pilgerten Tausende zum Parlamentsgebäude in Buenos Aires, um sich von Alfonsín zu verabschieden. Er starb im Alter von 82 Jahren an Lungenkrebs. Er wird als ehrlicher Mann in Erinnerung bleiben, der im Gegensatz zu Carlos Menem nie in Korruptionsskandale verwickelt war, und als eine der wichtigsten Figuren der Partido Radical und der Sozialdemokratie Argentiniens in die Geschichte eingehen.
Sein letzter öffentlicher Auftritt war Anfang Oktober letzten Jahres aus Anlass einer Feier des 25. Jubiläums seiner Amtseinführung in der Casa Rosada, dem Präsidentenpalast. Dort sagte er, umgeben von radikalen, sozialistischen und peronistischen Politikern: „Mein politisches Handeln war immer bestrebt, die Autonomie der demokratischen Institutionen und die rechtmäßige Regierung zu stärken“.

Dem einzigen Präsidenten, der uns zeigen… weiter lesen


