19.04.2013 von bettinahoyer

Rafael Correa bei der 13. Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft / Foto: Hoyer
„Erlauben Sie mir zunächst einmal, Ihnen mein Land ein wenig vorzustellen“, sagt ein gut gelaunter Rafael Correa auf der 13. Lateinamerika-Konferenz der deutschen Wirtschaft, als er mit den Begrüßungsfloskeln durch ist.
Ecuador, das Land mit der weltweit größten Artenvielfalt, mit einer 3.000 Kilometer langen Küste, mit großen ökologischen Schützgebieten. Auf einer Leinwand werden die Sinne umworben. Dschungel, Andenhochland, Galapagosinseln, Schnee bedeckte Berge. Und Zahlen: die größte Vielfalt bei Wirbeltieren, fünftgrößte Artenvielfalt bei Schmetterlingen, mehr als ein Fünftel der Landesfläche ist Naturschutzgebiet …
Gelungener Balztanz
„Ecuador ist wundervoll“, fasst Correa schließlich seine schwindelerregenden Zahlenreihen zusammen. „Wir Ecuadorianer und Ecuadorianerinnen haben der Natur Rechte zugesprochen. Damit sind wir Vorreiter des Umweltschutzes und des Kampfes gegen die Erderwärmung. Diese Rechte sind in unserer Verfassung verankert. Bisher ist es die erste, die der Natur Rechte einräumt“, so Rafael Correa, der… weiter lesen
03.09.2012 von Gerhard Dilger
Ecuadors linke Opposition hat sich auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Februar 2013 geeinigt.

Die “Plurinationale Koordination für die Einheit der Linken” zieht mit Alberto Acosta (M.), einer der zentralen Figuren der “Bürgerrevolution” ab 2006, in den Wahlkampf. Auf einem Treffen von sechs linken Gruppierungen, darunter der Indígena-Partei Pachakutik, bekam der 64-jährige Ökonom am Samstag in der Pazifikmetropole Guayaquil 55,7 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Acosta gehört zu den führenden Linksintellektuellen Lateinamerikas. Zusammen mit Umwelt- und Indígena-AktivistInnen war er verantwortlich dafür, dass Präsident Rafael Correa im Juni 2007 die visionäre “Dschungel-statt-Öl”-Initiative Yasuní-ITT auf den Weg brachte. Demnach will Ecuador auf die Ölförderung im östlichen Teil des Yasuní-Nationalparks verzichten, wenn die internationale Gemeinschaft für die Hälfte der erwarteten Einnahmen aufkommt.
Bis zu seinem Zerwürfnis mit Correa im Juni 2008 leitete Acosta den Verfassungskonvent und sorgte dafür, dass im neuen Grundgesetz die Rechte der Natur verankert… weiter lesen
04.08.2012 von Gerhard Dilger
Nach den Olympischen Spielen will Präsident Rafael Correa seine Entscheidung bekanntgeben, ob Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl in Ecuador erhält. Hier ein früherer Moment der Annäherung:
Und der spanische Exrichter Baltasar Garzón hat angeboten, Assange kostenlos zu vertreten.
27.07.2012 von Gerhard Dilger
Von OroVerde
Am Mittwoch hat der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte sein Urteil zugunsten des Volkes der Kichwa von Sarayaku gesprochen.

Der Staat Ecuador wird dafür verantwortlich gemacht, mehrere Rechte der Indigenen verletzt zu haben. Er genehmigte die Ölsuche einer privaten Ölfirma auf indigenem Territorium, ohne dass die Bewohner von Sarayaku vorher konsultiert wurden.
Seit Jahrzehnten wehren sich die Kichwa-Indianer im ecuadorianischen Amazonasgebiet gegen die Ausbeutung des Regenwaldes durch die Erdölindustrie. Ihr traditionelles Territorium wurde ihnen 1992 offiziell vom ecuadorianischen Staat zuerkannt. Dennoch unterzeichnete die ecuadorianische Regierung im Jahr 1996 einen Erdöl-Konzessionsvertrag mit der argentinischen Compania General de Combustibles (CGC) für den “Block 23″, ein Stück Land in Ecuador, das teilweise auf dem Gebiet der Kichwa-Indianer in Sarayaku liegt.
Der Vertrag wurde ohne Rücksicht auf das Mitspracherecht der Bewohner Sarayakus abgeschlossen. Die Kichwa von Sarayaku protestierten daraufhin gegen das Eindringen der Ölgesellschaft in ihr Territorium, und organisierten sich,… weiter lesen
15.12.2011 von Gerhard Dilger
In der deutschen Umweltszene – und nicht nur dort – herrscht Verwirrung: Sind die von Ecuadors Präsident Rafael Correa als Jahresziel ausgegebenen 100 Millionen Dollar für die “Dschungel-statt-Öl-Initiative” Yasuní-ITT nun erreicht, wie die Regierungsbeauftragte Ivonne Baki behauptet? Wie kommt sie auf diesen Betrag? Enthält er Mittel aus Deutschland, was Minister Dirk Niebel bestreitet? Und ist der Yasuní-Regenwald, insbesondere das artenreiche ITT-Gebiet an der Grenze zu Peru, jetzt gerettet?
Eine Power-Point-Präsentation aus Bakis Büro, das Correa direkt unterstellt ist, gibt Aufschluss.
Demnach waren am 7. Dezember genau 2.469.319,88 US-Dollar in den Yasuní-ITT-Treuhandfonds eingezahlt, also 2,5 Prozent des von Correa ausgegebenen Jahresziels von 100 Millionen Dollar.

Die “konkreten Zusagen” (s. o.) belaufen sich auf gut 105 Millionen Dollar.

Und erstaunlicherweise sind in diesem Betrag unter dem Stichwort “Technische Zusammenarbeit” 46,9 Millionen von der deutschen… weiter lesen
02.11.2011 von Gerhard Dilger
Der BUND richtet folgenden Appell an den Bundestag:
Eine Woche vor der letzten Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages zur Verabschiedung des Haushalts 2012 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Parlamentarier aufgefordert, im kommenden Jahr 50 Millionen Euro für den Erhalt des Yasuní-Nationalparks in Ecuador zur Verfügung zu stellen.
Als eines der artenreichsten Gebiete der Welt sei dieses Schutzgebiet von unschätzbarem Wert und müsse vor der Zerstörung durch Erdölförderfirmen bewahrt werden. Wegen der Blockadehaltung von Entwicklungsminister Dirk Niebel habe die Bundesregierung im Haushalt 2012 keine Gelder für den Schutz des Yasuní-Regenwaldes eingestellt. Dies müsse der Haushaltsausschuss dringend korrigieren, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Bei UN-Konferenzen zum Schutz der biologischen Vielfalt habe Bundeskanzlerin Angela Merkel Finanzhilfen für den weltweiten Erhalt bedrohter Ökosysteme zugesagt. Wenn trotz dieser Versprechen jetzt kein Geld in den von den Vereinten Nationen zur Rettung des Yasuní-Nationalparks eingerichteten Treuhandfonds fließe, schade das Deutschlands… weiter lesen
20.10.2011 von Gerhard Dilger
Aus Heidelberg berichtet Martin Burster:
Unter dem Motto Grünes Gold statt Petro-Dollars haben Aktive des BUND Heidelberg den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel, in Heidelberg empfangen. Herr Niebel besuchte am letzten Freitag seine alte Heimat wegen des Bezirksparteitag der FDP Heidelberg in Reilingen. Damit, gleich bei seinem ersten Termin an die von ihm so ungeliebte Yasuní-ITT-Initiative erinnert zu werden, hatte er sicher nicht gerechnet.

Noch bevor Niebel um 11 Uhr das Arbeitsamt in Heidelberg betreten konnte, waren schon zwei Aktive des BUND anwesend. Mit Hilfe eines Transparents erinnerten sie Niebel an das deutsche Versprechen, die ITT-Initiative finanziell zu unterstützen und damit den Yasuní-Nationalpark zu retten. Der Minister war sichtlich bemüht, dem Transparent nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Lediglich sein Pressesprecher bemühte sich vergebens, die BUND-Aktiven zu überzeugen.
Am Abend hatten sich dann zirka zehn Leute bei der Besenwirtschaft Schell in
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19.10.2011 von Gerhard Dilger
Gute Nachricht für Regenwaldfans: Seit gestern ist mit www.saveyasuni.eu die bislang umfangreichste deutschsprachige Website zu Ecuadors Yasuní-ITT-Initiative freigeschaltet.
Initiatorin und gute Fee des Portals ist Sibylle Maurer-Wohlatz vom BUND Region Hannover, die sich auf weitere Mitglieder des neuen Yasuní-Netzwerks freut.


MdBs staunen über neue Yasuní-Website
(Foto: dpa)
13.10.2011 von Gerhard Dilger
Ecuadors “Dschungel statt Öl”-Initiative Yasuní-ITT bleibt im Gespräch. 1. Die Bundestagsabgeordneten Ute Koczy (Grüne) und Volkmar Klein (CDU) berichten von ihrer Ecuador-Reise.
Insgesamt aber ein wirklich begeisternder Besuch, der unterstrichen hat: Die Kooperation mit den Freunden in Ecuador lohnt sich im Interesse unseres weltweiten Naturerbes wirklich
lautet das optimistische Fazit des Unionspolitikers. Auch Lothar Binding (SPD) und Sabine Stüber (LINKE) sind aktiv.

Die vier MdBs auf einer Pressekonferenz in Quito
2. Der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño ist in Berlin, wo er gegenüber dem spanischsprachigen Dienst von dpa Minister Niebel (FDP) die passende Antwort gab:
Ecuador verlangt von der Welt keine Solidarität, wir reichen nicht den Hut für Almosen herum. Wir bieten der Welt die Chance, die Artenvielfalt und die Umwelt zu schützen. Unser
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10.10.2011 von Gerhard Dilger
Unterstützt Deutschland selbst unter Schwarz-Gelb doch noch Ecuadors “Dschungel statt Öl”-Projekt? Diese Woche könnte es wieder einige Schritte voran gehen.
1. Zunächst kommen vier Bundestagsabgeordnete aus Ecuador zurück, wo sie mit Präsident Rafael Correa und anderen Regierungsmitgliedern zusammentrafen. Bei seinem samstäglichen TV-Auftritt Enlace hoben Correa und Ministerin María Fernanda Espinosa die Unterstützung der MdBs für die Yasuní-ITT-Initiative hervor (0:00-0:41):
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Espinosa: “Die Schlusssätze des Abgeordneten, der im Haushaltsausschuss sitzt, waren: Präsident Correa, zählen Sie auf unseren Rückhalt im Bundestag”. Am Wochenende reisten die ParlamentarierInnen in das so genannte ITT-Gebiet im Osten des Yasuní-Parks.
2. Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño kommt nach Berlin.
3. Ebenfalls in Berlin finden zwei interessante Veranstaltungen statt, die u. a. von der Heinrich-Böll-Stiftung mitorganisiert werden:
Am Do, 13.10.11 von 19 bis 21:30, Heinrich-Böll-Stiftung Berlin, Schumannstr. 8
Öl versus Wald: Ist Yasuní noch zu retten? Podiumsdiskussion mit Ivonne Yáñez, Acción… weiter lesen