17.03.2009 von Gerhard Dilger
Mauricio Funes und die FMLN haben es geschafft: Ab dem 1. Juni stellt die Linke zum ersten Mal in der Geschichte El Salvadors die Regierung. Ein Meilenstein.

Funes (l.) und sein Vize, der Exguerillero Salvador Sánchez Cerén
In den internationalistischen 1980ern wollte die taz mit der Kampagne Waffen für El Salvador zum Sieg der FMLN-Guerilla beitragen. Neben dem benachbarten Nicaragua wurde das zentralamerikanische Land zu einem der Schwerpunkte der frühen taz-Auslandsberichterstattung.
02.11.2008 von Gerhard Dilger
Ich sitze in meinem Hotelzimmer in San Salvador, und dank DW-TV erlebe ich taz-Kollegin Adrienne Woltersdorf fast live im heutigen Presseclub. Unsere Frau in Washington zeigt sich als größter Obama-Fan in der Korrespondentenrunde, denn Obama wäre “ein Präsident, der nicht nur dem Kapital dienen wird“.
Das hoffen auch die meisten TeilnehmerInnen des diesjährigen Iberoamerikagipfels, der vorgestern zu Ende gegangen ist. Brasiliens Präsident Lula, der noch während des Gipfels nach Kuba weiterflog, drückt Obama die Daumen: “Ebenso wie Brasilien einen Metallarbeiter gewählt hat, Bolivien einen Indígena, Venezuela Chávez und Paraguay einen Bischof, so außergewöhnlich wäre es, wenn in der größten Volkswirtschaft der Welt ein Schwarzer zum Präsidenten gewählt würde”.
Der greise Revolutionsführer Fidel Castro zeigte sich in seiner Kolumne “Überlegungen des Compañero Fidel” über dieses Statement höchst angetan. Auch Cristina Fernández de Kirchner aus Argentinien und Rafael Correa aus Ecuador haben sich… weiter lesen