18.10.2012 von Gerhard Dilger
Von Martin Ling, ila 358
Die Champions von morgen werden bei den Champs von heute gemacht, den jährlich stattfindenden Leichtathletik- Schülerlandesmeisterschaften in Jamaika. Auch wenn die Dominanz der jamaikanischen Sprinter und Sprinterinnen erst seit den Olympischen Spielen in Peking 2008 manifest ist, als die JamaikanerInnen elf Medaillen auf den Strecken von 100 bis 400 Meter abräumten, in London war es vor Kurzem sogar noch eine mehr, reicht die Sprinttradition weit zurück. Bereits 1910, 52 Jahre vor der Unabhängigkeit, wurde der erste Wettstreit zwischen Schülern von sechs Lehranstalten auf der Karibikinsel veranstaltet. Schülerinnen dürfen erst seit 1957 offiziell um die Wette rennen.
Ob Jungs oder Mädchen: Rennen ist in Jamaika der Sport Nummer eins, schon längst bevor Usain Bolt 2008 damit angefangen hat, mit drei Olympiasiegen an seinem selbst gesteckten Ziel der lebenden Legende zu basteln und als Sportler zur Weltmarke zu werden wie es zuvor auf der Insel… weiter lesen
18.05.2012 von Gerhard Dilger
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat den 11. Mai zum “Nationalen Tag des Reggae” erklärt – als Hommage an den “Rhythmus, der weltweit von Robert Nesta Marley verbreitet wurde”. Marley starb am 11. Mai 1981.
Hier die Altmeister Tribo de Jah aus São Luís, dem “brasilianischen Jamaika”, und Mato Seco aus São Paulo.
16.11.2009 von Gerhard Dilger
Doch ist es nur wenigen Auserwählten vorbehalten, auch im Freudentaumel der Macht den David in sich zu bewahren. Zu jenen Glücklichen gehört der brasilianische Troubadour Gilberto Gil. Seine Laufbahn ähnelt der eines singenden Joschka Fischer…
… heißt es im Programmheft, das die Luxemburger Philharmonie anlässlich von Gils heutigem Konzert ebendort herausgebracht hat. Auch wenn der Ex-Kulturminister Mitglied der brasilianischen Grünen ist: Das hat er nun wirklich nicht verdient.
25.10.2008 von Gerhard Dilger
Heute vor 25 Jahren landeten US-Marines in Grenada und beendeten das bemerkenswerte Experiment der viereinhalbjährigen Revolution auf der Karibikinsel.
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Dieser Kurzbeitrag des venezolanischen Staatssenders VTV geht allerdings nur am Rande auf die eigentliche Tragödie ein: Möglich wurde die Invasion, weil der populäre Premier Maurice Bishop und seine engsten MitarbeiterInnen Tage zuvor von dogmatischen Hardlinern der Revolutionsregierung gestürzt und hingerichtet worden waren.
Deshalb begrüßten viele Inselbewohner die Marines als Befreier, und so ist auch dieses kuriose Erinnerungsvideo mit dem Titel “Tribute to Maurice Bishop and the US Invasion” zu erklären:
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Wer verstehen will, was sich zwischen 1979 und 1983 in Grenada abspielte, sollte unbedingt den hervorragenden Roman Angel der grenadischen Autorin Merle Collins lesen. Über die Invasion sagt eine Figur des Gedichts Pearls: “The worst thing is, I guess… weiter lesen