Archive for the ‘Klimawandel’ Category

21.04.2012 von Peter Strack
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Tag der Erde: “Bis zum letzten Tropfen” oder respektvoller Umgang?

von Peter Strack

Welches sind die Aggregatzustaende des Wassers?  Klar: “gefroren, fluessig, gasfoermig”,  verkuendet eine  Gruppe in dunklen Anzuegen. Nein,  fuer die Armen ist Wasser:  “Knapp, teuer, verschmutzt oder  unerreichbar” kommt das Echo von der Gegenseite.

Banner gemalt von: Saref Kececi, Kreativzentrum Jugendhof Steinkimmen

Banner gemalt von: Saref Kececi, Kreativzentrum Jugendhof Steinkimmen

Eine Szene des Theaterstuecks “Bis zum letzten Tropfen”, das das Kulturprojekt Compa-Teatro Trono aus El Alto in Bolivien erarbeitet hat. Am 22. April, dem Tag der Erde, wird es auf Initiative des bolivianischen Umweltministeriums erstmals in der Kulturstrasse im Viertel Ciudad Satélite auf knapp 4000 Metern Hoehe oeffentlich aufgefuehrt (hier ein Trailer von den Proben). Im nahen Staedtchen Copacabana am Titikakasee, soll am 26. Mai die “Kulturkarawane fuer das Leben” starten, fuer die das Stueck geschrieben wurde. Eine gemeinsame Initiative von Compa-Trono und der regionalen Partnerplattform von terre des hommes.  Ziel der Karawane ist die UNO-Konferenz fuer Umwelt und nachhaltige Entwicklung Rio+20. … weiter lesen

04.04.2012 von Knut Henkel
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Der Fluch des Eukalyptus

von Knut Henkel

Mit den größten Wassersäufern hat man in den 1970er und 80er Jahren in bescheidenem Rahmen Wiederaufforstungsmaßnahmen in den Anden durchgeführt. Sinnvoll war das nicht so ganz.

Ein Bauernhof in den Anden auf knapp 4000 Metern
Ein Bauernhof in den Anden auf knapp 4000 Metern

 

„Bäume sind in den Anden rund um Cuzco nicht gerade im Überfluss vorhanden. Aber wenn man denn schon mal Wiederaufforstungsmaßnahmen durchgeführt hat, dann musste es ausgerechnet Eukalyptus sein“, ärgert sich César Argumedo. Der stämmige Mann ist Entwicklungsexperte und arbeitet mit sechs Gemeinden oberhalb von Cuzco im heiligen Tal der Inka zusammen. Einen eigenen Park haben diese sechs Gemeinden aufgebaut. In dem läuft alles ein bisschen anders als weiter unten in Cuzco. Hier werden Kartoffeln angebaut und nicht nur ein paar, sondern gleich einige hundert Sorten – um die 1600 genaugenommen und darüber hinaus etliche andere traditionelle Nahrungsmittel aus den Anden.

Rückbesinnung auf das Eigene ist Programm im… weiter lesen

02.11.2011 von Gerhard Dilger
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Her mit den 50 Millionen! Warum Deutschland die Yasuní-ITT-Initiative unterstützen sollte

von Gerhard Dilger

Der BUND richtet folgenden Appell an den Bundestag:

Eine Woche vor der letzten Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages zur Verabschiedung des Haushalts 2012 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Parlamentarier aufgefordert, im kommenden Jahr 50 Millionen Euro für den Erhalt des Yasuní-Nationalparks in Ecuador zur Verfügung zu stellen.

Als eines der artenreichsten Gebiete der Welt sei dieses Schutzgebiet von unschätzbarem Wert und müsse vor der Zerstörung durch Erdölförderfirmen bewahrt werden. Wegen der Blockadehaltung von Entwicklungsminister Dirk Niebel habe die Bundesregierung im Haushalt 2012 keine Gelder für den Schutz des Yasuní-Regenwaldes eingestellt. Dies müsse der Haushaltsausschuss dringend korrigieren, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Bei UN-Konferenzen zum Schutz der biologischen Vielfalt habe Bundeskanzlerin Angela Merkel Finanzhilfen für den weltweiten Erhalt bedrohter Ökosysteme zugesagt. Wenn trotz dieser Versprechen jetzt kein Geld in den von den Vereinten Nationen zur Rettung des Yasuní-Nationalparks eingerichteten Treuhandfonds fließe, schade das Deutschlandsweiter lesen

13.10.2011 von Gerhard Dilger
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Yasuní: Es tut sich etwas

von Gerhard Dilger

Ecuadors “Dschungel statt Öl”-Initiative Yasuní-ITT bleibt im Gespräch. 1. Die Bundestagsabgeordneten Ute Koczy (Grüne) und Volkmar Klein (CDU) berichten von ihrer Ecuador-Reise.

Insgesamt aber ein wirklich begeisternder Besuch, der unterstrichen hat: Die Kooperation mit den Freunden in Ecuador lohnt sich im Interesse unseres weltweiten Naturerbes wirklich

lautet das optimistische Fazit des Unionspolitikers. Auch Lothar Binding (SPD) und Sabine Stüber (LINKE) sind aktiv.

Die vier MdBs auf einer Pressekonferenz in Quito

2. Der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño ist in Berlin, wo er gegenüber dem spanischsprachigen Dienst von dpa Minister Niebel (FDP) die passende Antwort gab:

Ecuador verlangt von der Welt keine Solidarität, wir reichen nicht den Hut für Almosen herum. Wir bieten der Welt die Chance, die Artenvielfalt und die Umwelt zu schützen. Unser

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10.10.2011 von Gerhard Dilger
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Yasuní – ein weiteres Opfer der Ölbohrer?

von Gerhard Dilger

Aus: Forum Umwelt und EntwicklungRundbrief 3/2011 (pdf)

von Jürgen Maier

Es ist ein knappes Jahr her, als im japanischen Nagoya die Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention erfolgreich über die Bühne ging. Erfolgreiche UN-Konferenzen haben mittlerweile fast schon Seltenheitswert. Die Frage, wie erfolgreich Nagoya war, lässt sich aber noch nicht wirklich sagen, denn manche Einigung muss erst noch umgesetzt werden. Eine der bis zum Schluss umstrittenen Fragen waren die um die Schutzgebiete. Tagelang rangen die Delegierten der EU mit den widerstrebenden Entwicklungsländern darum, wie viel Schutzgebiete ausgewiesen werden sollten. Am Ende wurde ein Kompromiss gefunden: 17 Prozent der Fläche sollen unter Schutz gestellt werden. Die EU hatte 20 Prozent gefordert.

Alles steht natürlich, wie immer, unter Finanzierungsvorbehalt. Und wenn am Ende die geforderten Schutzgebiete nicht finanziert werden können, wird es sie wohl auch nicht geben – der Löwenmut der EU-Verhandler in Nagoya gegenüber den widerstrebenden Entwicklungsländern könnte sich… weiter lesen

28.09.2011 von Gerhard Dilger
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Yasuní-ITT: Der Eiertanz der Union

von Gerhard Dilger

Anlässlich der heutigen Sitzung des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zum Thema Yasuní-ITT-Initiative hat die SPD-Bundestagsfraktion folgende Erklärung (pdf) verbreitet:

Naturschutz statt Öleinnahmen: Die Bundesregierung lässt Ecuador im Stich

In der heutigen Sitzung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags zur “ITT-Yasuní-Initiative” hat die Opposition einstimmig die Beschlusslage zum Projekt “Yasuní-Nationalpark” von 2008 bekräftigt. Damals hatte sich der Bundestag einstimmig fuer den Erhalt des Nationalparks ausgesprochen und Ecuador Unterstützung bei dem Erhalt der Biodiversität und der Armutsbekämpfung zugesichert, wenn sich die Regierung Ecuadors verpflichtet, die Ölvorkommen unter dem Nationalpark nicht zu fördern.

Bei der erneuten Abstimmung zum Beschluss verließen heute die Abgeordneten der Union fluchtartig den Ausschusssaal, während die Koalitionskollegen der FDP gegen den Beschluss stimmten.

Die Lage ist verfahren: Die Bundesregierung weigert sich derzeit, ihre international gemachte Zusage zu erfüllen und das Projekt zur Erhaltung des Yasuní-Nationalparks mit 40 Millionen Euro zu unterstützen. Im Parlament

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24.09.2011 von Gerhard Dilger
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Über 52 Millionen Dollar im Yasuní-Treuhandfonds

von Gerhard Dilger

Es war eine gute Woche für den Yasuní-Nationalpark im ecuadorianischen Amazonasgebiet – vielleicht die beste seit Beginn des visionären “Dschungel statt Öl”-Projekts vor vier Jahren. Am Rande der UN-Vollversammlung in New York wuchs am Freitag der Optimismus, dass die Ölförderung im Osten des Yasuní-Parks doch noch zu verhindern ist. Die Regierung Ecuadors ist bereit, das Öl in der Erde zu lassen, wenn international die Hälfte der erwarteten Öleinnahmen zusammenkommt.

“Eine Bankerin hat ein Jahresgehalt für das Projekt gespendet”, berichtete Staatschef Rafael Correa. Außerdem zahlt Italien 35 Millionen Euro in den Treuhandfonds ein, der 2010 unter dem Dach der Vereinten Nationen gegründet wurde.

“Das gibt uns neuen Auftrieb”, sagte der Präsident, der bis zum Jahresende 100 Millionen US-Dollar erhofft. Mindestens 52,3  Millionen Dollar seien bisher eingetroffen, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Mit dem Geld aus dem Fonds sollen 45 neue Naturschutzgebiete eingerichtet, Wiederaufforstung und erneuerbare Energien vorangetrieben und Forschungsprogramme… weiter lesen

17.09.2011 von Peter Strack
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Evos neue Kleider? – Konflikt um das indigene Territorium Isiboro Sécure

von Peter Strack

Marsch fuer den TIPNIS

In einem Experiment fuer die Schule sollte meine Tochter diese Woche untersuchen, ob die Sauerstoffproduktion einer Pflanze mit der Menge der einfallenden Sonnenstrahlen waechst. Das Ergebnis war eindeutig und hat Julia in ihrer Ueberzeugung bestaerkt, wie wichtig der Erhalt gerade der Waelder in den sonnenreichen Tropenregionen  ist.

Seit  dem 15. August marschieren zunaechst 700, inzwischen mehrere Tausend Tiefland-Indígenas aus Protest gegen den geplanten Bau einer Ueberlandstrasse mitten durch den TIPNIS, Indigenes Territorium und Nationalpark Isiboro Sécure, ein Bau der nicht nur das Klima, sondern auch eine dort lebende Vielfalt von  858 Wirbeltierarten, 470 Vogelsorten, 188 Fischen und andere Wassertieren, 500 verschiedenen Heilpflanzen bedrohen wuerde. Und die meisten dort lebenden Arten seien noch gar nicht erfasst, sagt der Biologe Raul Altamirano der Tageszeitung Los Tiempos.

Fuer Praesident Evo Morales, der sich auf  internationaler Ebene als  Verfechter der Rechte der Mutter Erde und des Klimaschutzes praesentiert, ist Julia jedoch eine jener Naturromantiker, die sich nationalen Interessen, der Entwicklung und dem Fortschritt verweigern.  Dank des Starrsinns der Regierung, die ihre einmal getroffene Entscheidung durchboxen will, statt mit den Beteiligten Alternativen und Kompromisse zu suchen, steht im Fall TIPNIS derzeit nicht nur die Natur und die Glaubwuerdigkeit der Regierung auf dem Spiel.  Aendert die Regierung nicht ihren autoritaeren Stil, wird bald auch das  Buendnis zerbrochen sein, das Evo Morales vor noch nicht allzu langer Zeit mit einer 2/3 Mehrheit an die Macht gebracht hat.

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16.09.2011 von Gerhard Dilger
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Yasuní-ITT: “Klima-Kanzlerin” soll aktiv werden

von Gerhard Dilger

María Fernanda Espinosa ist zuversichtlich: Für Ecuadors Kultur- und Naturerbe-Ministerin ist das letzte Wort über die visionäre Yasuní-ITT-Initiative, die Präsident Rafael Correa 2007 lancierte, noch lange nicht gesprochen. Ende des Jahres könnte Correa das Projekt, demzufolge auch die internationale Gemeinschaft für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes an der Grenze zu Peru zahlen soll, verlängern.

Espinosa setzt auf die “Zivilgesellschaft”, aber auch – ebenso wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon – auf die vormalige Klima-Kanzlerin Angela Merkel. FDP-Minister Dirk Niebel, der das Projekt aus ideologischen Gründen ablehnt, legt sich unterdessen in Brasilien für deutsche Wirtschaftsinteressen ins Zeug.

Latin@rama: Frau Ministerin, es gibt Befürchtungen, dass die ecuadorianische Regierung 2012 die Ölförderung im Yasuní-ITT-Gebiet genehmigen könnte. Sehen Sie noch eine Chance, diesen sogenannten Plan B zu verhindern?

María Fernanda Espinosa: Der Plan B war von Anfang an eine mögliche Alternative. Aber das Entscheidende ist doch,… weiter lesen

29.08.2011 von Gerhard Dilger
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Four months to save the world’s last great wilderness

von Gerhard Dilger

Das deutsche Sommerloch nähert sich dem Ende, und Rettet den Regenwald ruft wieder zu einer Onlineaktion für Ecuadors visionäres Dschungel-statt-Öl-Projekt Yasuní-ITT auf:

An keinem anderen Ort der Erde wurden mehr Arten nachgewiesen als in den Regenwäldern des Yasuní-Nationalparks in Ecuador. Zu diesem Schluss kommen internationale Wissenschaftler: „Dank seiner einmaligen Lage am Äquator im Nordwesten Amazoniens liegt Yasuní im Zentrum der reichsten biologischen Zone der westlichen Hemisphäre. Es ist die einzige Stelle, wo sich maximale Vielfalt der Amphibien, Vögel, Säugetiere und Pflanzen überschneiden“, erklärt der Biologe Dr. Matt Finer.

Doch unter dem Urwald gibt es bedeutende Ölvorkommen. Bei deren Ausbeutung macht die Ölindustrie selbst vor den Schutzgebieten nicht halt. Die Fördertürme, Pipelines und Straßen fressen sich in den Regenwald hinein. Die größten bisher noch unerschlossenen Reserven – geschätzte 846 Millionen Barrel – liegen im Feld Ishpingo-Tambococha-Tiputini (ITT) an der Grenze zu Peru. Das 190.000 Hektar große Gebiet

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