Posts Tagged ‘Belo Monte’

10.02.2012 von Gerhard Dilger
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Xingu

von Gerhard Dilger

Wer sich dieser Tage in Berlin näher mit Geschichte und Gegenwart des brasilianischen Amazonasgebiets beschäftigen möchte, hat gleich mehrere Möglichkeiten.

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Äußerst sehenswert ist Cao Hamburgers neuer Spielfilm “Xingu”, der ab morgen mehrfach im Berlinale-Panorama gezeigt wird.

Und am kommenden Donnerstag lädt der Frankfurter Dokumentarfilmer Martin Keßler zu Werkstattpräsentation seiner Produktion “Count–Down am Xingu II” über den Megastaudamm Belo Monte ins Kino Babylon, Berlin–Mitte. Hierzu hat uns Keßler, der gerade wieder vor Ort war,  folgende Ankündigung zugesandt:

Für die Indigenen des brasilianischen Amazonasgebietes ist der Xingu ein heiliger Fluss. Doch dieser Tage wird ihr Fluss geschändet. Der bislang völlig unberührte Riesenstrom wird umgeleitet und zu einer gewaltigen Talsperre aufgestaut – zum drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt: „Belo Monte“. Damit das aufstrebende Schwellenland Brasilien und internationale Aluminiumkonzerne mit „billigem“ Strom aus Wasserkraft versorgt werden können. Dafür werden rund 600 qkm Urwald geflutet,

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22.11.2011 von Gerhard Dilger
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Eine Million gegen Belo Monte

von Gerhard Dilger

Mit einem peppigen Video haben brasilianische SchauspielerInnen die bislang dynamischste Onlinepetition gegen den Monsterstaudamm Belo Monte in Gang gebracht.

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Nach wenigen Tagen haben auf der Webseite der Kampagne Gota D´Água bereits eine Million Menschen unterschrieben. Aktuelle Informationen bei der Plattform Belo Monte.

29.10.2011 von Gerhard Dilger
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#OccupyBeloMonte

von Gerhard Dilger

Hundreds Protest at Belo Monte Dam Site

UPDATE: Statement from partners

Altamira, Brazil – On Thursday, the Belo Monte Dam construction site was occupied by 400 indigenous people, fishermen and riverine community members who oppose the project due to its severe environmental impacts and human rights violations.

The occupation was a collective decision made by 700 representatives from local communities who attended a seminar against the Belo Monte Dam held this week in Altamira, and it proved an important step forward in the continuing struggle to halt the project.

Protesters notified the Brazilian government about the occupation through letters and direct contact. The groups said in a statement: “In the face of the Brazilian government’s intransigence to dialogue and continuing disrespect, we occupied the Belo Monte construction site and blocked the Trans-Amazon highway. We demand a definitive cancellation of the… weiter lesen

22.08.2011 von Gerhard Dilger
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Porto Alegre protestiert gegen Belo Monte

von Gerhard Dilger

Am Samstag wurde in vielen brasilianischen Städten gegen den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte demonstriert, vor Ort in Altamira, aber  auch in Porto Alegre (s. u.). Heute zogen Rio und andere Weltstädte nach – Überblick hier und hier.

12.08.2011 von Gerhard Dilger
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Mercedes freut sich auf Belo Monte

von Gerhard Dilger

Mercedes-Benz wird 540 Lastwagen für den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet liefern. Es handelt sich um einen der größten Aufträge für LKWs in Brasilien. Mit den Geländelastwagen sollen über 100 Millionen Tonnen Erde und Gestein transportiert werden. Den Auftragswert, den die Folha de São Paulo auf  “mindestens” 86 Millionen Euro schätzt, wollte ein Mercedes-Sprecher in São Paulo gegenüber Latin@rama aber noch nicht nennen, “sonst verlieren wir den Kunden”. Zwei Modelle seien aber derzeit auf dem Stand des Konsortiums Norte Energia auf der “Construction Expo 2011″ zu bewundern.

Für den Bau des zweitgrößten Wasserkraftwerks in Brasilien, der vor einigen Monaten begonnen hat, wird so viel Erdreich bewegt wie vor 100 Jahren beim Bau des Panama-Kanals. Indígenas und UmweltschützerInnen kritisieren das Großprojekt, für das mindestens 40.000 Menschen umgesiedelt werden müssen. Die zwei geplanten Staudämme gefährdeten die Rechte der Indianer, heißt es… weiter lesen

11.05.2011 von Gerhard Dilger
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Belo Monte: Riesengeschäft für Voith Hydro – NGOs melden sich zu Wort

von Gerhard Dilger

Rund 50 NGOs aus Deutschland, der Schweiz und Österreich haben die Konzerne Voith Hydro, Andritz und Alstom aufgefordert, sich aus dem Megaprojekt Belo Monte im brasilianischen Regenwald zurückzuziehen. Voith Hydro (Heidenheim) ist ein Joint Venture von Siemens und Voith, das Auftragsvolumen der Firma in Sachen Belo Monte beläuft sich bislang auf 443 Millionen Euro.

“Das Projekt hätte weit reichende direkte und indirekte Auswirkungen auf die indigenen Gemeinschaften vor Ort”, heißt es in dem Appell. “Neben den großen indigenen Gruppen, die sich zum Teil aktiv am öffentlichen Widerstand gegen Belo Monte beteiligen, wurden rund 70 Kilometer vom Ort des geplanten Staudamms entfernt bisher unkontaktierte Indianer beobachtet. Der forcierte Kontakt mit der Zivilisation wird ihre Kultur und – insbesondere durch Übertragung von Krankheiten – sogar ihr Überleben gefährden. Die bisher ergriffenen Maßnahmen sind absolut ungenügend.”

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Neues Belo-Monte-Video von Martin Keßler

Für den… weiter lesen

09.02.2011 von Gerhard Dilger
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Eine andere Welt ist möglich? – Hunderttausende gegen Belo Monte

von Gerhard Dilger

“Eine andere Welt ist möglich? – Kampf um Amazonien” – so heißt der Dokumentarfilm, den Regisseur Martin Keßler nun auch in Brasilien vorgestellt hat.

Es handelt sich um den besten Film über den geplanten Bau des Megastaudamms Belo Monte am Rio Xingu, einem Nebenfluss des Amazonas. Keßler lässt vor allem jene zu Wort kommen, die von dem höchst umstrittenen Megaprojekt bedroht sind und sich seit Jahrzehnten dagegen wehren, etwa den austrobrasilianischen Bischof Erwin Kräutler. Zudem hat er das Weltsozialforum in Belém 2009 genutzt, um den Kontext von Belo Monte auszuleuchten. Die von den brasilianischen Steuerzahlern hoch subventionierte Wasserkraft kommt vor allem multinationalen Aluminiumkonzernen zugute.*

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Antonia Melo von der lokalen Protestbewegung beklagt sich in diesem Ausschnitt (ab 1:19), dass Regierung und der Staatsbetrieb Eletronorte den Dialog verweigern. “Viele reden über Amazonien, ohne es zu kennen”, sagt der damalige Präsident… weiter lesen

08.12.2010 von Gerhard Dilger
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Belo Monte verhindern!

von Gerhard Dilger

Rettet den Regenwald lädt wieder zu einem Online-Protest ein:

Der Staudamm Belo Monte in Brasilien ist eines der dringlichsten Projekte, gegen das sich Rettet den Regenwald einsetzt. Bereits heute bedecken Stauseen zur Wasserkraftnutzung mindestens 34.000 Quadratmeter Brasiliens. Diese Zahl gesteht zumindest der staatliche Elektrizitätskonzerns Eletrobras ein. Umweltgruppen gehen von wesentlich höheren Zahlen aus.

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Durch den Bau Belo Montes würde einer der artenreichsten Flüsse der Welt in seiner Struktur verändert. Im Rio Xingu leben heute drei- bis viermal so viele Fischarten wie in ganz Europa zusammen. Mindestens 668 Quadratkilometer Regenwald würden geflutet und wären für immer verloren.

Der Großteil der Energie, die Belo Monte produzieren soll, ist für die energieintensive Exportindustrie Brasiliens bestimmt. Vor allem die Hersteller von Aluminium im Norden des Landes werden sich über den günstigen Strom freuen. Sie zahlen nur ein Drittel des sonst üblichen Strompreises.

Der Protest der indigenen Völker gegen… weiter lesen

07.12.2010 von Gerhard Dilger
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“Im Namen jener, die mit mir kämpfen”

von Gerhard Dilger

Gestern wurden in Stockholm die Alternativen Nobelpreise 2010 verliehen.

Der austrobrasilianische Bischof Erwin Kräutler, der nigerianische Umweltaktivist und Vorsitzende von Friends of the Earth International Nnimmo Bassey, der Nepalese Shrikrishna Upadhyay und die Organisation Ärzte für Menschenrechte/Israel teilen sich ein Preisgeld von 200.000 Euro. Kräutler, der sichtbarste Kopf des Widerstandes gegen den Bau des Megastaudamm Belo Monte am Amazonas-Nebenfluss Xingu, sagte, er akzeptiere die Auszeichnung “im Namen all jener, die heute mit mir kämpfen – für die indigenen Völker, für Amazonien und für die Menschenrechte”.

In seiner  Dankesrede unterstrich Kräutler, der auch den Indianermissionsrat Cimi leitet, die bedrohliche Situation der Guarani-Indígenas im brasiliansichen Bundesstaat Mato Grosso do Sul: „Schmerz, Verzweiflung und Unsicherheit“ prägten ihr Leben, ihr Lebensraum sei auf „kleine Gebiete beschränkt,… weiter lesen

01.09.2010 von Gerhard Dilger
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Horrorszenario Belo Monte – und die Alternativen

von Gerhard Dilger
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Am Amazonasnebenfluss Xingu soll in den kommenden Jahren Belo Monte gebaut werden, das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt. Der jahrzehntelange Widerstand von Indígenas und UmweltaktivistInnen war, so scheint es, umsonst.

Das Megaprojekt kann durchaus als Paradebeispiel für die Politik von Luiz Inácio Lula da Silva gelten, der am 1. Januar 2011 als erfolgreichster brasilianischer Präsident seit Jahrzehnten aus dem Amt scheiden wird. 80 Prozent der Bevölkerung stehen hinter seinem Kurs.

Anders als vom “Wirtschaftswunder” der Militärdiktatur in den 70ern haben nämlich Millionen armer BrasilianerInnen von Lulas sozialdemokratischer Mischung aus Wachstum und Sozialprogrammen profitiert. Und für die Fortsetzung dieser Politik sei mehr ” saubere” Energie nötig, begründet er den Bau von Belo Monte.

Das klingt plausibel, und doch führt dieser Weg in eine Sackgasse. Seriöse Studien belegen, dass mit dem gleichen Milliardenaufwand das brasilianische Hochspannungsnetz so modernisiert werden könnte, dass damit gleich mehrere Belo Montes eingespart würden.… weiter lesen