Christian Ihle:
5. Die Goldenen Zitronen – Lenin
Dass das neue Goldene Zitronen Album nicht allerorten als Sensation des Jahres besprochen wurde, liegt am Fluch der guten Tat. … weiter lesen
Christian Ihle:
5. Die Goldenen Zitronen – Lenin
Dass das neue Goldene Zitronen Album nicht allerorten als Sensation des Jahres besprochen wurde, liegt am Fluch der guten Tat. … weiter lesen
10. Soulphiction – No Jealousy
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10. Wild Billy Childish
Billy Childish ist eine Legende des britischen Undergrounds. Unzählige Alben, Bands und Songs hat er unter den verschiedensten Namen (Thee Headcoats, Buff Medways, etc) in den letzten annähernd 30 Jahren veröffentlicht und immer noch marschiert er erhobenen Hauptes weiter. Kommerzieller Erfolg ist ihm dabei nicht wichtig und selbst wenn sich für eine kurze Zeit der Geschmack der Welt zufällig für die Art Musik interessiert, die Billy Chidish seit Jahrzehnten nun in erschreckender Regelmäßigkeit produziert, verhilft ihm das zu keinem Durchbruch. Im Gegensatz zu allen Garagen-Punk-Bands, die die ersten Jahre des neuen Jahrtausends beherrschten, bleibt Childish der kompromisslose Vater der Szene, der kein Jota von seinen Überzeugungen weicht. … weiter lesen
Für nichts eignen sich die Tage zwischen den Jahren besser als im exzessiven Listenwahn knietief durch Nerdland zu waten. Das Popblog wirft einen Blick auf 2006 und sagt was war, was bleibt.
Heute: Die zehn besten Popsongs 2006.
10. Kelis – Bossy
Im doch eher schnelllebigen Geschäft des US-Hip-Hop ist das original angry girl Kelis die ewige Rückkehrerin. … weiter lesen
Am Dienstag thematisierten wir im Popblog die Auflösung der alten Spex-Redaktion und stellten ein „Doppelinterview“ mit Stephan Glietsch (alte Spex) und Max Dax (neue Spex) aus den jeweiligen Aussagen der letzten Tage zusammen.
Es ist eine gewisse Ironie der Geschichte, dass der neue Spex-Chefredakteur Max Dax vor nicht einmal eineinhalb Jahren einen Nachruf auf die Spex selbst schrieb (erschienen am 21. August 2005 in der Welt am Sonntag und im Folgenden in Gänze zitiert). Andererseits darf nun Dax mit einer neuen Mannschaft beweisen, dass die Zeiten umkehrbar sind und er seine eigenen Vorwürfe, die Spex habe den „Rückzug ins Private“ vollzogen und wurde von der Spaßgesellschaft „aufgefressen“ mit einer Neuausrichtung im Sinne der Spex-Philosophie erfolgreich widerlegbar wären.
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Die Vorgeschichte
Schon seit längerem hielten sich hartnäckig die Gerüchte, dass mit der Kölner Zeitschrift Spex eine Institution der deutschen Independent-Landschaft, die wie wohl keine andere in den letzten 25 Jahren deutsche Musikzeitschriften geprägt hatte, 2006 das zeitliche segnen würde.
Ende letzter Woche nun die offizielle Pressemitteilung des Spex-Eigners Piranha Medien, die zunächst aufatmen lässt, denn Spex wird definitiv nicht eingestellt werden. Dennoch kündet die Pressemitteilung von der größten Zäsur in der Spexgeschichte: sowohl eine Trennung von der kompletten alten Redaktion inklusive ihres Chefredakteurs Uwe Viehmann als auch die Zusammenlegung der Piranha-Musikredaktionen am Standort Berlin steht an, was wohl einer der entscheidenden Gründe für das Zerwürfnis der Redaktion mit dem Eigner war.
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Als kleiner Nachtrag zu des Popblogs Verwunderung über die letzte Intro sei noch erwähnt, dass in der DVD-Abteilung offensichtlich vorweihnachtliches Review-Raten als neuer Mordsspaß installiert wurde. Das Ganze funktioniert so: du musst einen Film besprechen, hast keine Ahnung, um was es geht, liest auch bewusst nicht die Inhaltsangabe durch und rätst einfach nach dem Titel eine Besprechung zusammen. So ganz offensichtlich bei der Besprechung von Michael Hanekes „Caché“ geschehen: „In Cache nimmt er sich das Internet als Hort des Bösen vor, um eine entmenschlichte Welt zu präsentieren, in der das Individuum nur noch Teil einer Maschinerie ist, die Innerstes offen legt und es keine Geheimnisse mehr geben kann (…)“ Klingt gut, wäre auch bestimmt ein interessanter Haneke-Film geworden, doch leider taucht in „Caché“ nicht ein einziger Computer, geschweige denn das Internet auf. Der Titel „Caché“ spielt auch nicht wie von Intro vermutet auf den Zwischenspeicher… weiter lesen
Eigentlich trifft der Satz „eine Dokumentation über eine ‚lost generation’“ über den gestern in deutschen Kinos gestarteten Film von Paul Rachman gleich in zweierlei Hinsicht nicht ganz zu: erstens ist Hardcore-Punk ja bei weitem nicht in Vergessenheit geraten, lediglich die pure reine Form, die vor einem Vierteljahrhundert existierte hat sich nach und nach in verschiedene Subgenres aufgeteilt und ist gerade in den letzten zehn Jahren durchaus in Teilen in den Mainstream diffundiert. Dennoch ist natürlich richtig, dass außer den drei großen Namen – Bad Brains, Black Flag und Minor Threat – die meisten der ursprünglichen Hardcore-Bands außerhalb von Fanzirkeln wenig Klang haben (zum Teil auch wenig verwunderlich, heißt es doch zur Hinterlassenschaft von Negative FX: „sechs Flyer, fünf Konzerte, ein Album und 18 Songs“)
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Es ist ja die Zeit der Endjahreslisten und so können und wollen wir mit der aktuellen Intro die Königin in der Kategorie „überflüssigste Rubrik des Jahres” küren.
Wer hat denn bitte einen Artikel wie „The Ladenhüter” durchgewunken (Seite 16), der es sich zur Aufgabe macht, eine Liste von 15 wahllos zusammengesuchten „The”-Bands zu kompilieren?
Es fängt schon damit an, dass die Idee, „The”-Bands hätten irgendeine Gemeinsamkeit, sooo 2002 ist, darling, dass bereits 2004 ein derartiger Text mehr Retro als Mando Diao gewirkt hätte. Weiterhin wäre es natürlich nett, wenn man neben der „The”-Gemeinsamkeit auch noch irgendeinen anderen, sagen wir, musikalischen Zusammenhang bei den genannten Bands gefunden hätte, der dieser Liste etwas mehr inneren Zusammenhalt geben würde als eine Jahreszusammenstellung aller Bands, die ein „A” im Titel führen. Schöner wäre da doch als Alternative eine „Die”-Bands-Liste gewesen, die endlich einmal Die Flippers und Die Goldenen Zitronen sowie… weiter lesen

20 Jahre ist es nun her, dass der New Musical Express eine Cassette (ja, sweet bygone days…) seinem Magazin beifügte, auf der die besten neuen Indie-Pop-Bands versammelt waren. Alle teilten eine Vorliebe für schrammelige Gitarren, die Ramones, 60s Girl-Group-Harmonien sowie die Beach Boys und praktizierten den aus den Punktagen gelernten Do It Yourself Stil bis zum Exzess. Von den Bands wurden Labels gegründet, die nach Ramones-Songs über homosexuelle Stricher benannt waren, Fanzines wurden geschrieben, gelesen, gepflegt, kurz: eine Szene pulsierte und hatte dank der Beigabe der Cassette des NME auch auf einmal einen neuen Namen bekommen: C 86.
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