Schmähkritik (7): Rainald Goetz

von Christian Ihle & Horst Motor

“Der Schriftsteller Rainald Goetz schreibt nicht mehr, er bloggt als Gesinnungsprüfer und verteilt dabei Zensuren an Gott und die Welt. Ein-Mann-TÜV. In seinem Tagebuch streift er von Berlin-Mitte nach Berlin-Mitte.
(…)
Wer das lesen will, muss es unter dem Logo von Vanity Fair tun, der Blog wird hier zu Schminktipps und Society gereicht. So geht Goetz dahin und vertreibt seine Zeit, statt was Vernünftiges zu tun. Es ist eine Tragödie: ein denkender Mensch als Beipackzettel.”

(Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung)


2 Kommentare zu "Schmähkritik (7): Rainald Goetz"

  1. Oder wenn man es in der Guertler-Wortistik-Sparte
    hineinschieben würde könnte man von einem Acting-In
    sprechen, die Ansammlung aller möglichen Peinlichkeiten
    in einer konzentrierten Form in sich selbst.
    Kann gerne so rauskommen, wird glaube ich auch verstanden,
    sobald man den denkenden Menschen an irgendeiner anderen
    Stelle zurückspult.

    Freu mich schon drauf.

  2. Das scheinbare Spiel mit der Wirklichkeit, der Authentizität, der anonymen Objektivität dringt als eine monströse Kraft in die Seele und ruft dort ein Gefühl der Erschütterung und des Brennens hervor.
    So, als würde man ein Leben lang lügen und nun mit der Sinnlosigkeit, der Unmöglichkeit einer Lüge konfrontiert werden..

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