Neben all dem Schund, Schmutz, Crack und Cocaine war Pete Doherty immer für eine Sache – zumindest in den Zirkeln, die sich tatsächlich mit seiner Musik beschäftigten – berühmt: dass er Songs am Fließband schreiben kann und im Gegensatz zu vielen seiner Indierockkollegen gerade dann zur Hochform aufläuft, wenn er, nur mit einer akustischen Gitarre bewaffnet, seine neuesten Erzeugnisse mit einem Diktaphon aufnimmt und ins Netz stellt.

Doherty wurde so auch auf andere Weise zum öffentlichsten Star der Welt. Es waren eben nicht nur die Skandälchen, die Tag für Tag in geheuchelter Hysterie von der britischen Presse begierig aufgesogen wurden, sondern auch, dass er einen Blick über seine Schulter beim Songwriting zuließ. Gerade das unfertige hatte in der bis zum letzten Punkt durchgeplanten Musikindustriewelt einen besonderen Charme. … weiter lesen