“Volare, oho! De Rossi hat keine Chance, an den Ball zu kommen, hüpft dann durch den Strafraum, Elfmeter. Ja: Elfmeter. Ach, Italien. Macht das Spaß? Herzlichen Glückwunsch, De Rossi. Herzliches Beileid, Fußball.
Der Elfer noch mal in der Superzeitlupe. Man stelle sich vor, jemand bewegt sich über einen gut besuchten Weihnachtsmarkt, und jedes Mal wenn er berührt wird, lässt er sich fallen. Diesem Mann würde von einer Handvoll Institutionen auf verschiedenste Weise geholfen werden, damit es ihm recht bald wieder gut geht. Allen täte er leid. Nicht so De Rossi: Er wird gefeiert, gilt als clever, zumindest innerhalb Italiens, er verdient einen Haufen Kohle, er reibt sich mit Olivenöl ein und modelt für Dolce&Gabbana, er wird wahrscheinlich noch mal Weltmeister. Es ist alles ein entsetzlicher Schmerz. (…)
Italien würgt sich weiter durch die Hälfte der Neuseeländer. Unappetitlicher sah ein Sport nur beim Wimbledon-Finale 2003 Serena Williams gegen Venus Williams. (…)
Alles noch mal in der Wiederholung, es ist wie die Ziegenfolter im Mittelalter: Man muss lachen, obwohl man nicht will, und irgendwann ist man tot. Scholl erklärt die Schwalbe von De Rossi für »legitim«, dann noch mal der Fellatio-Hubel der Italiener. Wir gehen jetzt in die Eisdiele, kaufen alles auf und schmeißen es weg. Ciao, Ragazzi.”
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Archive for Juni 20th, 2010
20.06.2010 von Christian Ihle
20.06.2010 von Christian Ihle
Normalerweise zu profan, um in die Schmähkritik-Reihe aufgenommen zu werden, drücken wir ob des allgemeinen WM-Wahnsinns ein Auge zu & belohnen den französischen Stürmer (und “Enfant Terrible”, wie der SPIEGEL meint) für seinen Halbzeitwutausbruch gegen den eigenen Trainer und seine (nicht verkehrte) Taktikanweisung “nicht immer vorne stehen zu bleiben”:
“Lass dich in den Arsch ficken, du dreckiger Hurensohn!”
(französich: “Va te faire enculer, sale fils de pute”)
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