28.02.2013 von Christian Ihle
27.02.2013 von Christian Ihle
“Sehr geehrter Bruce Willis,
es tut mir leid, Sie noch einmal belästigen zu müssen. Es ist das letzte Mal, versprochen. Nun soll mein Roman tatsächlich erscheinen und ich wollte mich herzlich bedanken. Ohne Sie hätte mein Bankberater das nie geschafft, ohne Sie wäre es nie zu einem einigermaßen glücklichen Ende gekommen. Ich hoffe es ist nicht zu viel verlangt, wenn ich noch um ein kurzes Zitat für den Buchumschlag bitte. So etwas wie
“Dieses Buch ist besser als all meine Filme” – BRUCE WILLIS
“Ich konnte nicht aufhören zu lachen. Und ich lache bekanntlich nie.” – BRUCE WILLIS
Suchen Sie sich einfach eines aus. Schön wäre es, noch heute von Ihnen zu hören. Der Umschlag wird nämlich morgen gedruckt. Vielen Dank im Voraus,
Ihr Tilman Rammstedt”

Auf einer faszinierenden Grundidee basiert… weiter lesen
25.02.2013 von Christian Ihle
Anlässlich einer aktuellen Titelgeschichte über HURTS begleitet der NME die beiden englischen Electropopper 24 Stunden durch Berlin. Der NME-Redakteur zeigt sich etwas irritiert, dass eine weitere Person sich dem Partytrek angeschlossen hat:
“We are accompanied at all times by a guy called Casper who keeps whooping and bellowing “YOLO!” to everyone’s slight irritation. It turns out he is Germany’s most famous rapper…
This is the kind of thing that happens when you spend time with HURTS. They attract madness.”
23.02.2013 von Christian Ihle
Samstag, 23.02.
Tödliche Entscheidung, EinsFestival, 22.05

Ein bemerkenswert öder deutscher Titel für einen überdurchschnittlichen Thriller, der im Original auch wunderbar rätselhaft “Before The Devil Knows You Are Dead” heißt. Altmeister Sidney Lumet hat hier mit seinen 83 Jahren noch einmal eine Leistung abgeliefert, die erstaunen lässt und “Tödliche Entscheidung” 2007 einen Platz in unseren Jahres-Top-Ten beschert hat.
Alternative: Rocksteady: The Roots Of Reggae, 3sat, 21.55
Doku über die jamaikanische Musikszene der Mitt60er, über Rocksteady, das Bindeglied von Ska und Reggae.
Sonntag, 24.02.
True Grit, Pro7, 20.15

Ein erstaunlich straighter Western der Coen Brüder, weitestgehend frei von der Coen-typischen Quirkyness. So reisst True Grit, eine Verfilmung eines Textes, der auch schon für den John Wayne – Film “Der Marshal” 1969 Vorlage war, nicht wirklich mit, ist… weiter lesen
22.02.2013 von Christian Ihle

1. Der Film in einem Satz:
Die Stallonisierung des Bruce Willis.
2. Darum geht‘s:
John McClane, alter Recke der New Yorker Polizei, muss entdecken, dass sein Sohn wegen eines Attentatsversuchs in einem russischen Gefängnis einsitzt. Flugs macht sich McClane auf den Weg nach Moskau, um der Gerichtsverhandlung beizuwohnen. Da neben dem Junior auch ein milliardenschwerer Oligarch angeklagt ist, kommt es zu einem Zwischenfall: das Gerichtsgebäude wird bebombt, um die Aussage des Oligarchen zu verhindern, die den Innenminister belasten könnte. McClane rettet Sohn und Oligarch und auf geht’s – warum auch nicht – nach Tschernobyl, wo Herr Oligarch eine Akte mit belastendem Material versteckt hält…

“Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben” ist nun die vierte Fortsetzung des besten Actionfilms aller Zeiten, jenes epochalen Werkes… weiter lesen
20.02.2013 von Christian Ihle

Die Überraschungsband 2012 hieß Alt-J. Auch wenn zu Beginn des Jahres aufgrund erster veröffentlichter Singles bereits deren Eklektizismus gelobt wurde, konnte keiner erwarten, dass sich Alt-J mit ihrem Querbeet-Sound so weit in Richtung Mainstream-Wahrnehmung spielen würde. Am Ende standen hohe Platzierung in fast allen Jahrescharts zu Buche und natürlich der renommierte Mercury Prize in England (den in den Jahren zuvor PJ Harvey und The XX gewonnen hatten).
* A record that will make you dance?

TNGHT – TNGHT
* Your favourite song lyrics?
“I think god is moving his tongue” – Deftones
* The best “new” artist right now?
Kendrick Lamar. He writes pretty good lyrics plus some very catchy / memorable melodies.
* Your favourite song about… weiter lesen
18.02.2013 von Christian Ihle
Montag, 18.02.
Flightplan, ZDF, 22.15

Wer Jodie Foster schon immer mal mit der U5 nach Hönow fahren sehen wollte: heute gehen Nahverkehrs-Träume in Erfüllung! Tatsächlich spielt “Flightplan” nämlich zum Teil in Berlin, gedreht wurde der Film übrigens von dem jungen deutschen Regisseur Robert Schwentke, der hier nach seinem kleinen (auch nicht sonderlich bemerkenswerten) deutschen Genre-Film “Tattoo” doch leicht überraschend auf einmal dieses Riesen-Jodie-Foster-Vehikel verantworten durfte. Die Wege des Herrn und Hollywoods, sie sind unergründlich.
Alternative: Mr Nobody, EinsFestival, 20.15
Ein gefeierter belgischer Indie-Film mit Jared Leto in der Hauptrolle, unter anderem Gewinner des Publikumspreises der European Film Awards.
Dienstag, 19.02.
Die Fremde, Arte, 1.05

Nachdem Sibel Kekilli damals in Fatih Akins “Gegen die Wand” eine derart wilde, kraftvolle Performance geliefert hatte, haben wir eigentlich erwartet, dass… weiter lesen
18.02.2013 von Christian Ihle
16.02.2013 von Christian Ihle

The Act of Killing
1. Der Film in einem Satz:
Werner Herzog meets Michael Moore meets Borat über den Genozid in Indonesien
2. Darum geht‘s:
Indonesien 1965: Ähnlich wie in Vietnam tobt auch in Indonesien der große Kampf zwischen Kommunismus und westlicher Welt. Mit Unterstützung der USA ermorden westlich gesinnte Kräfte innerhalb eines Jahres mehr als 1 Million Kommunisten und chinesisch- stämmige Indonesier. Von Hand. Anders als in Ruanda oder Deutschland wurden diese Verbrechen jedoch nie aufgearbeitet, im Gegenteil: die Kriegsgewinnler und Massenmörder haben zentrale Positionen in Politik und Gesellschaft inne. Statt den Opfern zu gedenken, werden diese offen verspottet und mit der Grausamkeit geprahlt.

Der Regisseur Joshua Oppenheimer hat über sieben Jahre in Indonesien gelebt und sich dem Thema angenommen.
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15.02.2013 von Christian Ihle

Upstream Color
1. Der Film in einem Satz:
Menschen sind Schweine.
2. Darum geht‘s:
Hah! Eine Synopsis zu “Upstream Color”? Eigentlich unmöglich – und wenn doch, dann auf jeden Fall zu kurz greifend, unzulänglich. Ein Versuch:
Akt 1: Die junge, erfolgreiche Kris (atemberaubend: Amy Seimetz) wird entführt und mit einer neuen organischen Droge (?) betäubt, die sie in eine Art Dauerhypnose versetzt. In diesem Zustand wird sie dazu verdammt, Thoreaux’ “Walden” abzuschreiben und die Abschriften in einer Art Möbius-Schleifen-Origami aneinanderzuketten – und im Folgenden wird ihr Bankkonto leer geräumt.
Die organische Droge ist mittels eines Wurms in ihren Körper gelangt. Kris sieht, wie sich der Wurm unter ihrer Haut fortbewegt, und versucht sich mit Küchenmessern selbst zu operieren – so weit, so Cronenberg. Ein innerer Drang führt sie schwerverletzt… weiter lesen