Posts Tagged ‘Girls’

21.12.2012 von Christian Ihle
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Weltuntergangssongs: Tonight I’m feeling fine, because I heard that denim’s back in style

von Christian Ihle

Um mit dem ganzen Maya-Medien-Hysterie-Quatsch wenigstens auch etwas sinnvolles zu machen, hier eine unvöllständige Liste der besten Weltuntergangssongs!


Johnny Cash – The Man Comes Around


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Johnny Cashs Eigencover seines “The Man Comes Around” darf als Höhepunkt seiner späten Jahre gelten (und nicht “Hurt”!). Diese von Rick Rubin produzierte Version beginnt mit Cash, als er aus der Bibel die Ankündigung der Apokalypse vorliest. Sehr passend wurde dieser Song übrigens auch in den Opening Credits von Zach Snyders “Dawn Of The Dead”-Remake verwendet, eine der besten Filmeröffnungssequenzen der letzten 10 Jahre:


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Girls – End Of The World


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In diesem Jahr mussten wir ja auch das Ende der Girls beklagen, einer Band, die, wie aufmerksame… weiter lesen

29.12.2011 von Christian Ihle
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Die zehn besten Alben 2011

von Christian Ihle

10. Josh T Pearson: Last Of The Country Gentlemen

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Bei aller Ähnlichkeit (monströser Bart, minimalistischer Folk) ist Josh T Pearson auf eine Art der Anti-Will-Oldham: während Oldham als Bonnie Prince Billy in geradezu manischer Arbeitswut ein Album nach dem nächsten herausfeuert (so auch in diesem Jahr wieder mit “Wolfroy Goes To Town”), war Pearson für Jahre in der wilderness verschwunden. Doch sein Rückkehralbum war phänomenal: nur sieben Songs, die Hälfte davon aber zwischen 10 und 13 Minuten lang und äußerst spartanisch instrumentiert. Pearson, eine Akustik-Gitarre und Texte, von einer Heftigkeit und Offenheit, die einen erschaudern lassen. Sollte jemand ein zweites Sequel zum Alten Testament schreiben wollen, bitte unbedingt Josh T Pearson mit einbeziehen.




9. The Rapture: In The Grace Of Your Love

Natürlich wird auf diesem Album alles von “How Deep Is Your Love” überstrahlt, aber auch ohne diesen Überhit sind The Rapture nach fünf Jahren Pause mit einem guten Album zurückgekommen, das die schmutzigen Gitarren diesmal in die Ecke stellt und stattdessen deutlich mehr Discokugelgeilheit besitzt. Sicher kein “Sound Of Silver”, aber wie immer bei Rapture mit mehr Hits als Fehlschüssen.




8. Black Lips: Arabia Mountain … weiter lesen

08.11.2011 von Christian Ihle
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Kartenverlosung: Girls und The Dø

von Christian Ihle

Gleich zweimal greifen wir heute in die Kartenverlosungskiste und freuen uns besonders, Popblogleser mit Karten für die wunderbaren Girls bedenken zu können, die ja bei uns bereits Song des Jahres – Titel abräumten und auch mit ihrem aktuellen Album wieder begeistern können. Nach dem etwas ruhigeren, wenngleich hervorragenden “Vomit” ist die erste richtige Single aus dem Zweitalbum, “Honey Bunny”, wieder in sehr klassischem Girls-Gewässer unterwegs:

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Wir verlosen jeweils 1×2 Karten für die Girls-Konzerte in Köln und Hamburg:

Mo , 14.11.2011
GIRLS, Molotow, Hamburg

Do , 17.11.2011
GIRLS, Werkstatt, Köln

Bei Gewinnwunsch: E-Mail an ihle.christian at Googlemail.com (Angabe der Stadt nicht vergessen!)

Für unsere zweite Verlosung stellen The Dø ebenfalls jeweils 1×2 Karten zur Verfügung. Das französisch-finnische Duo ist bisher vor allem mit Slippery Slope aufgefallen, das einen Eindruck davon vermittelt, wie M.I.A. denn klingen würde, wenn sie in den nordischen Wäldern statt srilankischen Ghettos aufgewachsen wäre*:

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Do , 24.11.2011 … weiter lesen

01.09.2011 von Christian Ihle
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Tune! Songs der Woche mit Girls, Fucked Up, Pulp, Tribes, Jono McCleery

von Christian Ihle

SONG DER WOCHE

Girls – Vomit


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Wer? Die beste Band, die der amerikanischen Lo-Fi-Szene entstiegen ist. Doppel-Song-des-Jahres-Gewinner 2009 im Popblog. Kurz: Ohne Zweifel eine der besten Bands dieser Tage. Die beiden San-Francisco-Slacker kehren nach einem phänomenalem Debütalbum und einer sehr sehr guten Zwischen-EP nun mit Album Nummer Zwei zurück, das – zu unserer Erleichterung – erneut durchgehend überzeugt. Man mag fast nicht mehr glauben, dass diese Band der Lo-Fi-Szene entsprungen ist, sind die neuen Songs doch wie schon auf der Zwischen-EP reich instrumentiert und perfekt arrangiert – aber ohne dabei weichgespült oder middle of the road zu klingen. Zwar fehlen die kurzen, kleinen Skizzen wie “Lust For Life”, dafür gelingt es den Girls nun in fast jedem Song die Höhen von “Hellhole Ratrace” zu erklimmen. Auch nach zweieinhalb Alben: eine der besten Bands der Welt.
Nur vermissen wir den alten Style der Videos – die charmantlässige Herangehensweise geht im durchstilisierten (und ziemlich sinnlosen) “Vomit”-Video leider verloren. Der Song ist aber erstens exemplarisch für das Album und zweitens: sehr gut.
Sehr gut übrigens auch die Pressemitteilung zu Vomit, die auf den ungooglebaren Debütalbumtitel “Album” anspielt: “To those that doubted we could bring you a more problematic set of google terms than ´Girls+Album´ we bring you: ´Girls+Vomit´”!

girls

Mehr? Am 9. September erscheint das zweieinhalbste Girl-Album “Father, Son, Holy Ghost”.

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Fucked Up – Queen Of Hearts


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Wer? Die kanadische Hardcore/Punk/Indierock-Band Fucked Up sprengt bereits seit ein paar Jährchen die Grenzen der Genres, in denen man sie eigentlich verortet. War das letzte Album “Chemistry Of Common Life” schon wirklich bemerkenswert, klingt allein die Idee hinter “David Comes To Life” irrsinnig: ein 18-Lied-langer-Songzyklus in vier Akten über das Leben des Protagonisten David. Natürlich denken wir hier zuerst an den Fucked-Up-Karrierehöhepunkt “David Comes To Life” vom 2006er Album “Hidden World”…

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…aber vom recht straighten 77s-Punk von damals haben sich Fucked Up ein Stückchen wegentwickelt (was auf 80 Minuten Spielzeit durchaus auch anstrengend werden kann). Die Single “Queen Of Hearts” ist aber ohne Zweifel einer der musikalischen Höhepunkte und hat zudem noch ein außergewöhnlich gutes Video, siehe oben.

Fucked Up

Mehr? Das dritte richtige Fucked Up Album “David Comes To Life” ist bereits erschienen.

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RIOT PREDICTION DER WOCHE

Tribes – When We Were Children

We Were Children (EP) by TRIBES

Wer? Die wahrscheinlich sicherste Wette auf eine erfolgreiche Gitarrenband aus England. Tribes haben die Refrains und großen Gitarren, um zu einem größeren Publikum durchzudringen. Das bemerkenswerte erste Ausrufezeichen “When We Were Children” vereint Oasis (oder Slade) – Melodiewucht mit einem klassischen Smashing-Pumpkins-Refrain zu deren besten “Siamese Dream” – Zeiten (siehe “Today”). Das wird groß.

tribes

Mehr? Auf der kürzlich erschienen EP “When We Were Children” enthalten. Ein Debütalbum ist noch nicht erschienen.

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Jono McCleery – Wonderful Life … weiter lesen

20.04.2011 von Christian Ihle
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Interview mit Smith Westerns: “Bevor Nirvana uns verklagt, müssten wir erst mal mehr als 3.000 Platten verkaufen”

von Christian Ihle

smith westerns

Die Smith Westerns haben den Popblog mit ihrem nur auf Vinyl veröffentlichten Debütalbum im Sturm genommen – so viel Pophits in krachender Verpackung hatten wir eine lange Zeit nicht mehr gehört. Album Nummer Zwei, das erstmals auf einem halbwegs großen Label (Domino) und nun auch offiziell in Europa erscheint, zeugt von einer erstaunlichen Weiterentwicklung für eine Band, deren Mitglieder immer noch kaum 20 Jahre alt sind. Erheblich mehr der Idee eines “Albums” anstatt einer “Songsammlung” folgend und deutlich beeinflußt von psychedelischerem Sound der 70er ist “Dye It Blonde” ein anderes Biest als das selbstbetitelte Debütwerk. Grund genug, sich mit unserer Album-des-Jahres-2010-Band über die Weiterentwicklung zu unterhalten.

Popblog: Euer erstes Album hatte einen Garage-Rock- und Lo-Fi-Sound, aber auch da konnte man schon Spuren von Bowie und T.Rex-Songwriting heraushören. Für euer zweites Album “Dye It Blonde” habt ihr einen viel feineren, klareren Sound gewählt – war das eine bewusste Entscheidung?

Smith Westerns: Ja, wir wollten bewusst weg vom Sound des Debüts, wobei ich nie verstanden habe, wo man da einen Garage-Rock-Sound heraushört. Aber es stimmt: unser erstes Album war dreckiger, war unser Versuch wie eine Power-Pop-Band aus den 70ern zu klingen.

Durch das Älterwerden verbesserst du eben auch deine musikalischen Fertigkeiten, man hört neue Musik, ist mit anderen Bands unterwegs, denen du zuschaust und zuhörst, das alles hatte Einfluß auf den Sound des zweiten Albums. Wir wollten einfach ein Album machen, das wir selbst so richtig lieben können.

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Popblog: Ihr mögt Euer Debüt nicht?

Smith Westerns: Naja, wir mochten es natürlich, als wir es geschrieben und veröffentlicht haben, aber wir sind jetzt schon ein wenig gelangweilt davon, die Songs wieder zu hören. Und jede Nacht spielen zu müssen. Wir hatten beim Debüt den Sound bewusst fuzzy gestaltet, ganz einfach weil wir so ein Scheiß-Equipment hatten, dass eine klarere Produktion total cheesy geklungen hätte. Also haben wir alle Instrumente so arg verzerrt, dass du gar nicht mehr hören konntest, wie billig die Teile waren… *lacht*
Aber auch das Debüt war schon eine Popplatte im Herzen, das war nicht einfach Akkorde runterreißen und ein wenig auf dem Schlagzeug trommeln wie das viele Lo-Fi-Bands heute machen.

Popblog: Hattet ihr euch denn je Sorgen gemacht, dass das neue Album zu glatt klingen könnte im Vergleich zur Verzerrerattacke des Debüts?

Smith Westerns: Von der ersten Platte haben wir 3.000 Stück weltweit verkauft, also ist die Gefahr nicht so groß, dass viele Leute Erwartungen an uns haben *lacht*
Wir sind schon eine richtige grassroots-Band: das Debüt wurde nur auf Vinyl gepresst, keine CD, wir hatten ein Indielabel aus Chicago, nie eine richtige Europa-Veröffentlichung, ja, wir hatten nicht einmal ein offizielles Release-Datum. Die Platte war einfach irgendwann da, dann hat Pitchfork über uns geschrieben, wir sind mit Girls auf Tour gegangen, dann mit MGMT… gerade auf Tour mit den beiden zu sein, hat uns eine Idee gegeben, was wir mit unserem Sound in Zukunft machen wollen.

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Wenn manche jetzt sagen, sie mögen das neue Album nicht, weil es “glatter” klingt, dann verdienen sie es eh nicht, das Album zu hören. Sie können das erste Album haben und tschüss…

Ich selbst würde auch nicht Bands zuhören wollen, die das immergleiche Album wieder und wieder veröffentlichen, die einfach den gleichen Song in verschiedenen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Tonarten aufnehmen!

Popblog: Wurdet ihr denn bisher schon dafür kritisiert wie ihr jetzt klingt?

Smith Westerns: Nein, ich glaube dass die Leute, die nur Lo-Fi-Musik hören eh auf keine Konzerte gehen, ihr Zimmer nicht verlassen und nur illegal Alben herunterladen *lacht*

Popblog: Beim Cover-Artwork des Debüts habt ihr das Cover von Nirvanas “Nevermind” zerschnitten und benutzt. Habt ihr da je Ärger mit Nirvana bekommen?

Smith Westerns: Wir haben nicht genug Platten verkauft, dass sich jemand dafür interessiert hätte. Courtney Love würde wahrscheinlich anfangen, uns zu verklagen, wenn wir 15 Millionen Platten verkaufen…

Popblog: Wie ihr schon erwähnt habt, seid ihr bereits ziemlich früh als Vorband von Girls, Jay Reatard oder MGMT aufgetreten. Wie kam es dazu?

Smith Westerns: Im Grunde durchs Internet. Girls waren Vorband von Los Campesinos! Gareth von den Campesinos hat einige Songs von uns online gehört und uns eine Nachricht geschrieben, ob wir nicht auch mit ihnen auftreten wollen – so haben wir dann eben Girls kennengelernt, die uns wiederum auf ihre nächste Headline-Tour mitgenommen haben. Girls sind wirklich gute Freunde von uns.

Popblog: Gibt es denn auch eine aktuelle Band, die ihr als Vorbild betrachtet?

Smith Westerns: MGMT sind die beste Band, die es derzeit gibt. Sie sind wirklich großartige, kluge Songwriter. Das erste Album war so eine gute Pop-Platte mit all dem elektronischen Zeug – so fröhlich! Und das Zweite! Das ist sogar noch besser! So interessant, mit so vielen Wechseln zwischen den Songs. Das ist ein Album, das dir wirklich viel gibt.

Popblog: Habt ihr euch eigentlich je als Teil der Lo-Fi-Szene Amerikas gefühlt, die ja in den letzten ein, zwei Jahren so aufgeblüht ist?

Smith Westerns: Nein, gar nicht. Weil wir einfach jünger als alle anderen sind, konnten wir nie auf irgendwelche Aftershowpartys oder in Bars mitgehen, deshalb hat sich da nie eine große Verbrüderung ergeben.

Popblog: Gibt es Unterschiede zwischen euren Konzerten in Amerika und in Europa?

Smith Westerns: Wir sind in der Zwischenzeit in den USA größer, weil dort das Album schon länger erschienen ist. Aber dafür behandeln dich die Promoter in Europa besser, kümmern sich mehr. … weiter lesen

29.12.2010 von Christian Ihle
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Die zehn besten Songs 2010

von Christian Ihle

10. Belle & Sebastian: I Want The World To Stop



Ach wie groß waren die Hoffnungen auf eine Rückkehr zu alter Klasse, als Belle & Sebastian ihren Northern-Soul-Knaller “I Want The World To Stop” als erste Single des neuen Albums veröffentlichten. Nicht einmal die melodische Ähnlichkeit zu Gigi D’Agostinos “La Passion” konnte unsere Füßlein still bekommen, tanzen wollten wir, in unseren schönsten Anzügen!

9. CEO: Come With Me


Wer in den letzten Jahren nach krediblem Pop, der überhaupt nicht erwachsen sein wollte, sondern Riot! schrie, ausschau hielt, musste zwangsläufig über die beiden Schweden von Tough Alliance stolpern. Als mit Eric Berglund die eine TA-Hälfte nun 2010 sein erstes Solo-Album unter dem Namen CEO veröffentlichte, war die Spannung groß und tatsächlich, “Come With Me” war eine der besten Singles des Jahres und hatte ein wunderbares, verstörendes Video.
Der beste Nummer 1 Song des Jahres, der nie in den Charts war. Bitte liebe Fernsehmusikredakteure: einmal “Come With Me” bei Germanys Next Top Models Wok-WM im Hintergrund laufen lassen und wir haben endlich wieder einen Nummer 1 Hit aus einer besseren Welt.

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26.12.2010 von Christian Ihle
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Die zehn besten Alben 2010

von Christian Ihle

10. Christiane Rösinger: “Songs Of L & Hate” (Indiepedia)

Von Kleinkunst-Pastiche (der Song “Berlin”) bis zu Dylan-Hommage (das Albumcover) reichte Christiane Rösingers überraschendes Spätwerk “Songs Of L & Hate” (das im Titel wiederum Leonard Cohen zitierte). Andreas Spechtl, Mastermind der österreichischen Wahlberliner und letztjähriger Album-Des-Jahres-Gewinner Ja, Panik, unterstützte in den Arrangements, gibt Rösingers Ein-Mann-Backing-Band und verheiratet so die Scheitern-als-Kunst-Texte Rösingers mit der zart antreibenden Energie seiner Hauptband.

Höhepunkte:
* Berlin
* Desillusion
* Es Ist So Arg

Charts:
D: – / UK: -

9. Television Personalities: “A Memory Is Better Than Nothing” (Indiepedia)

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Die selbst für TVP-Heads unübersichtliche Diskographie der britischen Do-It-Yourself-Legende Dan Treacy erfuhr in diesem Jahr einen Neuzugang, den wir – ehrlich gesagt – nicht mehr erwartet hatten. Das konziseste Werk, das Treacy seit den 80ern veröffentlicht hat, erstmals seit langem wieder mit einer durchgängig überzeugenden Band und einer ausgefeilten Produktion, die dennoch nie Treacys Verrücktheit zu verstecken sucht. Wahrscheinlich das beste Album des Jahres, das von niemandem gehört wurde. Brillant.

Höhepunkte:
* The Good Anarchist
* Walk Towards The Light
* A Memory Is Better Than Nothing

Charts:
D: – / UK: -

8. Laura Marling: “I Speak Because I Can” (Indiepedia)


Man muss sich immer wieder bewusst daran erinnern: Laura Marling ist 1990 geboren. Gerade 20 Jahre alt geworden. Und hat trotzdem schon das zweite hervorragende Album ihrer Karriere veröffentlicht. Die unprätentiöse Göttin der britischen Folkszene, die von wirklich allen nur mit Bewunderung betrachtet wird, die selbst einen Jack White um Worte ringen lässt (und eine ebenfalls bemerkenswerte kleine Single spontan bei ihrem Studiobesuch aufnimmt), die mit “I Speak Because I Can” den minimalistischen Sound von “Alas I Cannot Swim” behutsam erweitert ohne ihn gleich der Stadion-Folk-Behandlung des Lebensabschnittpartners Marcus Mumford (& Sons) zu unterziehen.

Höhepunkte:
* Goodbye England (Covered In Snow)
* Alpha Swallows
* Devil’s Spoke … weiter lesen

23.12.2010 von Christian Ihle
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Album des Monats November – Platz 1: Girls – Broken Dreams EP

von Christian Ihle

girls broken

Es mag viel erstaunliches an den Girls, der Zweimannband aus San Francisco, geben, aber letzten Endes überrascht doch immer am meisten, dass die scheinbare Simplizität von Songs und Lyrics nicht etwa dazu führt, dass man sich schnell verliebt, aber wieder überdrüssig wird, sondern dass Girls das Gegenteil eines Onenightstands sind. Wie schon beim Debütalbum gilt für die recht überraschend erschienene EP wieder: neben den sofort als Hits zu identifizierenden Songs wachsen die ursprünglich nur als Füllermaterial angesehenen Lieder mit jedem Abspielen weiter, so dass wir erneut ein in sich geschlossenes, verdammt gutes und – das ist eben das überraschende – Woche um Woche besser werdendes (Mini-)Album bekommen haben.

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Wer bisher nur die drei großen Girls-Songs „Lust For Life“, „Hellhole Ratrace“ (unsere Songs des Jahres 2009) sowie „Morning Light“ kennt, wird vom recht kontemplativen Sound vielleicht überrascht sein. Wer allerdings die b-Seiten der erwähnten Singles bereits gehört hat, weiß, wo diese EP herkommt. Durchgehend ruhige Stücke, mal wie bei „Heartbreaker“ zart countryfiziert wie ihre Cover-Version des Skeeter-Davis-Klassikers „End Of The World“ („Morning Light“ b-Seite), mal wie beim wundervollen „Thee Oh So Protective One“ mit versteckten Doo-Wop- und Brill-Building-Einflüssen, die man auch auf dem Burt-Bacharach-zitierenden „Life In San Francisco“ („Lust For Life“ b-Seite) schon vernehmen … weiter lesen

13.10.2010 von Christian Ihle
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Bhang Bhang, It’s Lo-Fi! The Summer Of Lo-Fi 2010

von Christian Ihle

Manche Geschichten können sich noch so lange andeuten und im Untergrund brodeln, letzten Endes überrascht es doch, wenn eine gewisse Massenwirkung einsetzt.

The Summer Of Lo-Fi 2010

So auch mit unserem liebsten Genre der letzten Jahre, dem hilflos bandübergreifend betitelten Lo-Fi- Sound. Zwar hatten wir schon in der Vergangenheit von Bands wie No Age und Girls geschwärmt (von Love Is All als skandinavischem Vertreter und Popblog Album des Jahres 2006 ganz zu schweigen) und in diesem Januar beinah ausschließlich Lo-Fi-Bands in der Gitarrenecke unserer „next big thing“ – Jahresvorausschau präsentiert, doch wie sehr dieser Sommer von krachigen Gitarren, schwächlicher Produktion und dahinter gut versteckten Hymnen beherrscht war, hat auch uns überrascht.

We’ve Got a Fuzzbox and We’re Gonna Use It

Dabei ist Lo-Fi auch noch ein bemerkenswert wenig konkreter Genrebegriff. Worauf kann man sich einigen? Die Bands bevorzugen es, ihre im Grunde an Melodien reichen Songs nicht auszustellen, sondern mehr hinter scheinbar schäbiger Produktion zu verstecken und das Gitarrengeschrammel gerne zu überdrehen bis die Regler am Mischpult dunkelrot ausschlagen.

Doch schon bei den Einflüssen treten Schwierigkeiten auf: die meisten der Lo-Fi-Bands scheinen sich auf die Idee der Ramones, Phil-Spector- und Girl-Group-Hymnen in zweiminütigen Krachattacken auf ihre Essenz zu reduzieren, einigen zu können.
Ein anderer Teil der Lo-Fi-Bands um die Pains Of Being Pure At Heart beruft sich eher auf die vorwiegend britischen Kollegen des C-86-Indiepops und auf Wedding Present (die Crocodiles dagegen auf Jesus & The Mary Chain), eine Band wie The Drums hat gar die Post-Punk-Basslinien aus der Factory Records – Zeit nach 2010 gerettet, ohne sich dabei dem vorherrschenden Post-Punk-Sound der letzten Jahre via Gang Of Four zu ergeben.

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Daneben gelingt es den Minimalisten von Ty Segall zu Sleigh Bells hauptsächlich über Monsterriffs in größtmöglicher Verzerrung ihre Songs zu leiten und somit sich den DIY-Ursprüngen der White Stripes zu nähern, auch wenn das dort vorherrschende Blues-Songwriting-Ideal für die neuen Protagonisten kein Thema ist. Dass Jonathan Richman und seine Modern Lovers nicht fehlen dürfen, wenn über Lo-Fi gesprochen wird, daran haben spätestens The Soft Pack (formerly known as The Muslims) mit Nachdruck erinnert. Sogar noch ältere Vorbilder kann man in den Surf-Rock-Gitarren von Best Coast und den Crocodiles verorten, während der junge wilde Kiffer Nathan Williams aka Wavves im Grunde ein Nirvana-Grunge-Songwriting bevorzugt, seine Songs aber in beinah unanhörbarer Verzerrung aufnimmt, so dass Cobain’sche Feinheiten nur wie eine ferne Erinnerung durchklingen.

City On Drugs

Die Saat für die amerikanische Lo-Fi-Faszination wurde im „The Smell” Club in Los Angeles vor einigen Jahren gelegt. Insbesondere No Age mit ihrem Ambient-Punk dürfen als Könige der Smell-Szene gelten, haben sie doch auf ihrem ersten Album dem „The Smell” Club Referenz erwiesen, in dem sie sein trostloses Äußeres aufs Cover hoben. Dort spielten neben No Age auch Abe Vigoda, The Mae-Shi, Times New Viking oder Mika Miko, die allesamt zwar eine Lo-Fi-Ästhetik bevorzugen und den DIY-Gedanken hochhalten, aber im … weiter lesen

30.09.2010 von Christian Ihle
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Believe The Hype, revisited: The Smith Westerns, Girls und Ryan McGinley

von Christian Ihle

Das ist doch mal eine schöne Nachricht: des Popblogs liebste neue Band 2009 und des Popblogs liebste neue Band 2010 werden in einem Kurzfilm vom wunderbarsten Fotografen des jungen Amerikas, Ryan McGinley, festgehalten. Während des Pitchfork Festivals in diesem Sommer filmte McGinley die blutjungen Smith Westerns und die frisch kurzhaarigen Girls:

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In einem weiteren Feature für das Onlinemagazin Nowness führt McGinley auch ein Interview mit … weiter lesen