07.11.2009 von Christian Ihle
Ich merkte, dass es richtig war, Jens mitzunehmen. Unsere Island-Reisegruppe hatte sich in den letzten vier Jahren immer jährlich um mindestens eine Person vergrößert. Heuer waren wir erstmals zu sechst nach Island geflogen, um das Iceland Airwaves Festival mitzufeiern. Jens, selbst Musiker, stand neben mir im Keller einer isländischen Postfiliale und konnte nicht glauben, was er hörte und sah. Gerade eben hatten wir in einem Club namens Sódóma noch ein paar -gerade mal volljährige- Jungs gesehen, die sich Soundspell nannten und so klangen, wie Radiohead zu ihren besten Zeiten („Kid A“).

Soundspell
Jetzt im Postkeller standen vielleicht mal 15- oder 16-Jährige namens We went to Space auf der Bühne und klangen… genau wie Radiohead zu ihren zweitbesten Zeiten („OK Computer“). Ich hatte Jens, der zum ersten Mal auf Island war, vor der Reise nicht zuviel versprochen. Hier würden sich Rock-Anfänger nicht an „Highway to hell“ und „When I come around“ auslassen. Das hier war anders.
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25.10.2008 von Christian Ihle
(Teil1)
Neuentdeckungen heuer: Neben den vielgelobten FM Belfast (Islands Mischung aus Mediengruppe Telekommander und den Bee Gees) und Seabear (Islands Sufjan Stevens – live großartig, auf Albumlänge aber leider ein bisschen blass), blieben die zauberhaften Songs der Folk-Sängerin Lay Low und das gemeinsame Konzert der Sigur Ros-Geigerinnen Amiina mit Experimantal-Elektroniker Kippi Kaninus länger im Ohr.

Seabear.
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24.10.2008 von Christian Ihle
Die diesjährige Island-Reise stand schon – Stichwort: Finanzkrise – vor ihrem Beginn unter einem völlig anderen Vorzeichen als in den letzten beiden Jahren.
Das mickrige Lieblingsland zwischen hier und Grönland pfeift aus dem letzten Loch und lässt, laut einer Dittsche-Folge, „doch gerade die Rollläden runter“.

Loch, pfeifend.
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16.11.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Isländischer Hair Metal und die örtliche Antwort auf 50 Cent
Wilder ging es am Donnerstag noch im Gaukurinn zu. Hielt sich im letzten Jahr beim Iceland Airwaves noch das Gerücht, die isländische Metalszene würde sich auf nicht mehr als fünf Personen beschränken, die nicht mal einen Ort haben, an dem sie sich gemeinsam treffen können, bewies man heuer das Gegenteil. Das Hardrock-Magazin Kerrang! lud heuer zum Metal-Festival im Festival. Mit Gavin Portland und Bands wie Momentum, We made God und Sign (aus dem Programmheft: „Heavy metal masters that riff their way trough life in a decadent style that brings to mind 80s hair metal, only better“) standen schon mehr als fünf isländische Metal-Anhänger auf der Bühne. Unzählige schwangen ihre Langhaar-Frisuren davor. … weiter lesen
15.11.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Wenn man sich im Anflug auf den Flughafen Keflavik (zu deutsch: Treibholzbucht) befindet, staunt man nicht schlecht.
Sieht so ein Land aus? Hat sich der Typ vorne im Cockpit verflogen und wir landen auf dem Mond? Wo, um Himmels Willen sind hier die Straßen, Häuser, Bäume und Menschen?
Wenig später verlässt man den Flughafen durch die Vordertür und erlebt am eigenen Leib, was mit Tiefausläufer gemeint ist, wenn der Wettermann mal wieder mit dem Zeigestab auf der Karte nach Island deutet und von miesen Wetter spricht.
Es stürmt und regnet in Strömen. Festivalwetter.
Im Bus nach Reykjavik bemerkt man dann, dass sich in den letzten zehn Minuten Herbststurm, Regen und strahlend blauer, wolkenloser Himmel mindestens vier mal abgewechselt haben.
Es raucht aus der Erde und warum Reykjavik nie zu Berlin geworden ist
Kurz vor Reykjavik kommt Rauch aus der Erde (Reykjavik heißt auf deutsch Rauchbucht) – inmitten einer schroffen Steinwüste. Die Verwunderung darüber wird sich noch steigern, wenn man zum ersten Mal in der Blue Lagoon direkt neben dem Erdwärme-Kraftwerk in 40 Grad heißen Wasser badet.

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