Posts Tagged ‘Judith Holofernes’

26.02.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik (397): Wir sind Helden über die BILD-Zeitung und deren Werbekampagne

von Christian Ihle

Zur Vorgeschichte: Wir Sind Helden wurden von der Werbeagentur Jung von Matt gefragt, ob sie nicht an der laufenden BILD-Werbekampagne teilnehmen möchten:

“…wir sind als Wer­be­agen­tur mit der ak­tu­el­len BILD-​Kam­pa­gne be­traut, in der wir hoch­ka­rä­ti­gen Pro­mi­nen­ten eine Bühne bie­ten, ihre of­fe­ne, ehr­li­che und un­ge­schön­te Mei­nung zur BILD mit­zu­tei­len.
Der­zeit pla­nen wir die nächs­te Pro­duk­ti­ons­pha­se für Früh­jahr 2011. Die neu zu pro­du­zie­ren­den TV- und Ki­no­spots sowie Pla­kat-​ und An­zei­gen­mo­ti­ve sol­len die be­ste­hen­den Mo­ti­ve von Ve­ro­ni­ca Ferres, Tho­mas Gott­schalk, Phil­ipp Lahm, Ri­chard von Weiz­sä­cker, Mario Barth u.v.m. er­gän­zen. Für diese Fort­füh­rung der Kam­pa­gne möch­ten wir sehr gern “Wir sind Hel­den” ge­win­nen.
Das schö­ne an der Kam­pa­gne ist, dass sie einem guten Zweck zu Gute kommt. BILD spen­det in Namen jedes Pro­mi­nen­ten 10.​000,- Euro an einen von Ihnen zu be­stim­men­den Zweck.”

Die Antwort von Judith Holofernes lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig und hat einen ungekürzten Eintrag in unsere Schmähkritik-Rubrik verdient:

“Liebe Wer­be­agen­tur Jung von Matt,

bzgl. Eurer An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild -​Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:

Ich glaub, es hackt.

Die lau­fen­de Pla­kat -​Ak­ti­on der Bild -​Zei­tung mit so­ge­nann­ten Testi­mo­ni­als, also ir­gend­wel­chem kom­men­tie­ren­dem Ge­seie­re (Auch kri­ti­schem! Hört, hört!) von so­ge­nann­ten Pro­mi­nen­ten (auch Kri­ti­schen! Oho!) ist das Per­fi­des­te, was mir seit lan­ger Zeit un­ter­ge­kom­men ist. Will hei­ßen: nach Euren Maß­stä­ben si­cher eine ge­lun­ge­ne Ak­ti­on.

Sel­ten hat eine Wer­be­kam­pa­gne so ge­schickt mit der Dumm­heit auf allen Sei­ten ge­spielt. Da sind auf der einen Seite die Pro­mis, die sich den­ken: Hmm, die Bild­zei­tung, mal ehr­lich, das lesen schon wahn­sin­nig viele Leute, das wär schon schick… Aber ir­gend­wie geht das ei­gent­lich nicht, ne, weil ist ja ir­gend­wie unter mei­nem Ni­veau/ evil/ zu sicht­bar … weiter lesen

06.11.2008 von Christian Ihle
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Schmähkritik (128): Tomte

von Christian Ihle

“Der Posten des popkulturellen Pausenclowns, des Alibi-Rockers, der in Boulevardmagazinen wie am Katzentisch der Bundesregierung den Deppen markieren darf, war über Jahrzehnte von Heinz Rudolf Kunze bestens besetzt. In den letzten Jahren gab es einen eindrucksvollen Nachfolgekampf verschiedenster Bewerber, die bereit stehen wollen, wenn Kunze mal aus dem Sessel kippen sollte. Bedingung: Man muß in möglichst schlechtem Deutsch banale Texte schreiben, die einsame Biologielehrerinnen zum Kauf von CDs verleiten, zum Beispiel. Die das beinhalten, was “Zeit”-Leser für “Rockmusik” halten. Vertont auf eine Art, die mit dem Wörtchen “Musik” zu anspruchsvoll beschrieben sein würde.
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