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28.10.2010 von Christian Ihle
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Die besten Filme der Dekade: Platz 10 – 1

von Christian Ihle

Nachdem alle in hektischer Aufregung ihre Jahrzehntcharts zusammenstellten, zog sich das Popblog in ein einsames Programmkino zurück und tüftelte einige Monate an seiner definitiven “Die besten 50 Filme der letzten zehn Jahre” – Liste. Ausgiebiges Debattieren und Abstimmen später ist die “besten Filme des Jahrzehnt”- Liste nun vollständig.

(Die bisherigen Folgen Platz 50 – 35, Platz 34 – 21 und Platz 20-11 verbergen sich hinter den jeweiligen Links)

Der Countdown kann beginnen:

10. Oldboy (Regie: Chan-Wook Park, Südkorea, 2003)

oldboy

“Oldboy” war ein Ungetüm. Auf den ersten Blick war der koreanische Cannes-Sieger nur ein Genrefilm, ein Vengeancemovie, ein Rachestreifen. Doch als uns Chan-Wook Park nach 40 Minuten mit der Auflösung des “wer?” zum ersten Mal den Boden unter den Füßen weggezogen hatte, dämmerte uns, dass wir hier keinem Film, sondern einem Ereignis beiwohnen – in dem (selten genug!) nach einem “warum?” gefragt wird. Und der koreanische Meisterregisseur, vielleicht der talentierteste Bilder-Arrangeur seiner Generation, hat auch in den kommenden eineinhalb Stunden seiner Geschichte von shakespear’schen Ausmaßen nicht nachgelassen, uns zu überraschen, zu überwältigen und – wie die Hauptfigur selbst – sprachlos zurückzulassen, weil uns das offene Ende, nach allen möglichen Brutalitäten zuvor, aus dem Kino hinauslächelte und wir nicht wussten, ob wir gerade tatsächlich das letzte verbliebene Tabu gut heißen sollten.

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Dass Park dazu zweimal eine Neudefinition von Poetik in Kampfszenen lieferte, ist dabei nur eine Randnotiz im Vergleich zur Größe der Geschichte. (CI)

9. 28 Days Later… (Regie: Danny Boyle, UK 2002)

28 days later

Das letzte Jahrzehnt läutete in mehrfacher Hinsicht das furiose Comeback des britischen Regisseurs Danny Boyle ein, der mit “The Beach” nach Hollywood ausgezogen war, nur um dann mit der … weiter lesen

29.12.2008 von Christian Ihle
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Der Filmjahresrückblick 2008. A Year In Pictures.

von Christian Ihle

10. Happy Go Lucky (Mike Leigh, UK)

Der Altmeister des britischen Working-Class-Kinos verwehrt sich ja gerne gegen den Vorwurf, seine Filme seinen gut, aber bedrückend und humorlos. Ein besseres Argument als „Happy Go Lucky“ hätte er nicht vorbringen können. Ein wunderbar leichtes Stück Kino, das jederzeit die Tiefe hat, um Einsamkeit, Intoleranz und soziale Missstände im Vorübergehen zu thematisieren. Von Mike Leigh hervorragend inszeniert, mit vielen wunderbaren Szenen und einer Sally Hawkins, die in der Hauptrolle der Poppy eine wahre Offenbarung ist.

9. Inside (Alexandre Bustillo/Julien Maury, Frankreich) … weiter lesen