Archive for Juli, 2008
Der Ansturm auf das Prinzenbad an Hundstagen, verdeutlicht mir mal wieder die eigentliche Bedeutung des Wortes “Mehrzweckbecken”.
Also ein Becken für mehrere Zwecke: z.B. zum Joggen, zum Spielen, zum Flirten, zum Springen, zum Motzen, zum Rempeln. Leider wird das Schwimmen im Mehrzweckbecken momentan zur Nebensache.
Für die PrinzenbadlerInnen, die sich an solchen Tagen Abkühlung in den Seen versprechen – hier die Informationen zur Qualität der Badegewässer in Berlin und Brandenburg.
Berlin: http://www.berlin.de/badegewaesser/detail/
Brandenburg: http://www.mluv.brandenburg.de/cms/detail.php/lbm1.c.223803.de
Hey – Es gibt einen Prinzenbad-Song:
http://www.gruenanlage.com/sounds/electrorock/mk1/09-Prinzenbad.mp3
Foto: Sigrid Deitelhoff
Oder: http://www.gruenanlage.com/gruenanlage.html
Und dort unter ELEKTRO ROCK: – Album: menschliches kapital 1. Song Nr. 9
PrinzenbadlerInnen mit einer Saisonkarte können diese mehrmals am Tag nutzen und damit zu jeder Tageszeit ein paar Runden schwimmen. Das ist super – theoretisch zumindest. Praktisch entpuppt sich dieser Vorteil als ein großes Mißverständnis.
Es existiert eine Sperrfrist von fünf Stunden zwischen den Freibadbesuchen. Morgens und Mittags oder Mittags und Abends schwimmen gehen – nix da, klappt nicht!
Auf unsere Nachfrage bei den Berliner Bäder-Betrieben wird uns erklärt, daß diese Vorgehensweise unbedingt notwendig sei, da es Saisonkarten-Missbrauchsversuche in den letzten Jahren gegeben hätte.
Das verstehe ich nicht!! Wo soll was mißbraucht worden sein?
Vielleicht meinen die Bäderbetriebe mit “Missbrauchsversuchen”, daß die Saisonkarte an Nicht-SaisonlerInnen weitergegeben werden, die dann schwarz schwimmen können.
Aber was hat das mit den fünf Stunden zu tun?
Ich frage mich inzwischen auch, warum eigentlich ein Lichtbild in die Saisonkarte eingeschweißt wird, wenn das Hauptsicherheitskriterium die Fünf-Stunden-Marke ist.
Total verwirrend. Das ist doch alles Quatsch.… weiter lesen
Sah heute morgen U., die in den trüben, wolkenverhangenen Himmel schaute und voller Enthusiasmus ausrief:
“So muß das Wetter bis zum Saison-Ende bleiben. Dann kommen nur die Stammgäste und der Pöbel bleibt zu Hause. Und wir hätten richtig Platz zum Schwimmen!”
Ich habe es ja leider nicht gesehen. Aber erzählt wurde es mir voller Empörung. Es hat wohl einen Fernsehbeitrag vor circa einer Woche über das Prinzenbad in der Sendung “Brisant” gegeben.
Nach dem Motto: Das Prinzenbad – ein furchtbares Chaotenbad.
Wie mir die Badegäste erzählten, wurde ein Mitarbeiter der für das Prinzenbad zuständigen Security-Firma interviewt. Der hielt zwei halbe grüne Bleistifte in die Kamera und erzählte, daß Solche von Chaoten ständig extra zerbrochen und in den Rasen gesteckt würden, damit sich die Badegäste verletzten. Aber nun kehren andere Zeiten ein – Dank der Hilfe dieser tollen neuen Sicherheitsfirma, die für das Prinzenbad zuständig ist. Endlich trauen sich wieder die deutschen Familien ins Schwimmbad (ach, ja? – wird nun eine Statistik am Einlaß täglich erstellt? Habe ich noch gar nicht bemerkt…)
Wie gut, daß wir diese Sicherheitsfirma haben…
Aber mal im Ernst: Das ist ja wohl der größte… weiter lesen
Ein morgentliches Ritual der Stamm-PrinzenbadlerInnen besteht darin, nach dem Schwimmen einen Cafe zu trinken und ein bißchen zu plaudern. Da unter den PrinzenbadlerInnen viele JournalistInnen die Freibad-Cafeteria frequentieren, ist es darüberhinaus üblich, daß viele Badegäste dieser Berufssparte die aktuelle Tagespresse sichten. Gelesene Zeitungen werden dabei oftmals für die nachfolgenden Gäste liegengelassen – also gespendet.
Heute morgen ließ ich nach der Zeitungs-Lektüre meine taz-Ausgabe auf dem Cafeteria-Tisch zurück. Der Bademeister, der gerade vorbei ging, rief mir doch tatsächlich hinterher:
“Wer taz liest, der besetzt auch Häuser!“
Ich schaute mir die illustre Runde meiner Prinzenbad-MitstreiterInnen so an: Der Tagesspiegel ist täglich ebenso vertreten wie die Berliner Zeitung oder die Berliner Morgenpost, die Washington Post, aber auch die Financial Times und andere mehr. Die habe ich alle hier schon taz lesen gesehen.
Na, das hatte ich doch immer schon geahnt – alles Hausbesetzer….
Aber mal im Ernst. Die taz hat doch seit… weiter lesen




