Archive for August, 2009
Heute morgen war an einigen Tischen der Prinzenbad-Cafeteria das Schwimmverbot im Strandbad Tegel Gesprächsthema. Das ist auch wirklich schon ein Ding. Da wird ein Hausverbot ausgesprochen, weil ein Schwimmer ein T-Shirt trägt, auf dem die folgenden Zeilen aus einem Song der Musikgruppe “Die Ärzte” aufgedruckt ist:
“Scheint die Sonne auch für Nazis? Wenn’s nach mir geht, tut sie’s nicht”
Die Begründung des Pächters, der das Schwimmverbot ausgesprochen hat, ist besonders prickelnd. Nachzulesen unter:
Schwimmverbot wegen T-Shirt-Spruch, taz-Berlin vom 28.8.09
Links schwimmen verboten!, taz-Berlin vom 28.8.09
Wegen des schönen Wetters bleiben die folgenden Berliner Freibäder bis Ende September offen:
Prinzenbad, Olympia-Stadion, Seestraße und Wilmersdorf. Das Strandbad Wannsee bleibt bis einschließlich 26. September zugänglich, teilten die Berliner Bäderbetriebe am Mittwoch mit. Außerdem sind folgende Freibäder bis Ende September geöffnet: Plötzensee, Jungfernheide, Friedrichshagen, Wendenschloß, Grünau, Weißensee und Orankesee.
Die Popularität des Prinzenbades ist nicht immer von Vorteil. Schon wieder mußte Deutschlands berühmteste Badeanstalt für eine Filmkulisse herhalten. Am Dienstag morgen waren schon jede Menge Sitzbänke zwischen dem Sport- und dem Nichtschwimmerbecken aufgebaut worden. Die Prinzenbad-Parkplätze waren gesperrt und die Gerüchteküche besagte, daß am Nachmittag sogar das Sportbecken gesperrt werden sollte. Das wäre bei 31 Grad natürlich überhaupt nicht mehr lustig, zumal das Mehrzweckbecken inzwischen auch schon wieder aus technischen Gründen gesperrt ist. Bliebe also nur noch das Nichtschwimmer- und das Planschbecken zum Schwimmen übrig. Ob das Sportbecken den PrinzenbadlerInnen nun wirklich nachmittags nicht zur Verfügung stand, konnte ich nicht mehr in Erfahrung bringen.
Aber wie auch immer: Diese ganze Filmerei im Prinzenbad ist mehr als nervig.
Da die Berliner Bäderbetriebe momentan darüber nachdenken, einen Teil der Liegewiese anderweitig zu nutzen, hätte ich noch folgende Zusatzidee:
Auf einem Teil-Grundstück könnte ein gedoubeltes Prinzenbad aufgebaut und an eine… weiter lesen
Die Berliner Bäderbetriebe überlegen, einen Teil der Prinzenbad-Liegewiese zukünftig anders zu nutzen. Die Besucherzahlen sind auch hier – ebenso wie in anderen Freibädern – zurückgegangen. Es wird also zu überlegen sein, welche Vermarktungsmöglichkeiten es nun für so ein Grundstück gibt. Der Badebetrieb muß natürlich weiterhin gewährleistet sein. Möglicherweise könnte er sogar ganzjährig ausgeweitet werden. Es gibt bereits einige Anfragen, wie in der “Berliner Woche” (Lokalausgabe für Kreuzberg) am 5.8.09 zu lesen war – z.B. für Supermärkte, Fitness-Studios und Wohnflächen.
Hier nun mein Vorschlag:
Es könnte ein kleines Prinzenbad-Wellness-Hotel gebaut werden, natürlich mit freiem Eintritt für die Hotelgäste ins Prinzenbad. Das Hotel hätte ein Prinzenbad-Fitness-Studio mit Sauna und einem Sportangebot, daß eher Reha-Maßnahmen und fernöstliche Bewegungskünste anbietet, wie z.B. Yoga, Tai-Chi, Qi Gong und Pilates. Außerdem könnten Wassergymnastik-Kurse in einem der Prinzenbadbecken realisiert werden. Wenn das Mehrzweckbecken (im Winter mobil überdacht) ansonsten in ein kleines Hallenbad umgewandelt werden könnte mit einem… weiter lesen
… aus technischen Gründen. So steht es auf der Mitteilungstafel am Eingang. Weitere Informationen konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen. Nachfragen ergaben nur ein: “Es geht nicht”.
Oh, wir PrinzenbadlerInnen sind in dieser Saison aber auch arg gebeutelt. Das Sport- und NichtschwimmerInnenbecken ist dementsprechend überfüllt. Nein, das macht nicht wirklich Spaß!
… kein Wunder bei diesem coolen XXL-Look der Badehose.
Während sich die LeistungsschwimmerInnen bisher noch in hautenge Badehosen zwängen, lieben die Freibad-Kids die extra-langen Wadenschmeichler.
Nun haben jedoch die Bäderbetriebe in Allstedt in Sachsen-Anhalt mit Verweis auf die Badeordnung das Tragen langer Badehosen im Wasser aus hygienischen Gründen verboten. Darüberhinaus wird mit den vollgesogenen Hosen auch zu viel Wasser aus dem Schwimmbecken geschleppt und das kostet wieder Geld.
Auch in den Berliner Bäderbetrieben sind lange Badehosen, die über das Knie hinausreichen, nicht erlaubt. Dies kann jedoch in den 63 Berliner Bädern kaum kontrolliert werden. Die Bademeister drücken ein Auge zu, so lange die Badehosen wasserfest sind.
Ab 2010 verbietet der Internationale Schwimmverband (FINA) hautenge High-Tech-Anzüge. Eine Expertenkommission wird dann den Begriff “Textil” neu definieren. 6 Monate vor den Schwimmmeisterschaften 2010 müssen die Ausrüster ihre Badeanzüge der FINA zur Überprüfung zur Verfügung stellen.
Ob die SpitzenschwimmerInnen dann demnächst mit… weiter lesen
Und da ist er nun wieder – Der Sommer in Berlin mit seinen langen Schlangen im Duschbereich, in der Cafeteria, vor dem Prinzenbadeingang, vor den Garderobenschränken. Überfüllt ist es auf der Wiese, in den Schwimmbecken und auf den Steintreppen.
Wir wollen unsere Kaltfront wieder haben!!!!
Foto: Sigrid Deitelhoff
… noch einmal
Paul Biedermann mit 1:42,00 min vor Michael Phelps (1:43,22 min) beim Finallauf 200 m Freistil der Männer:



