vonSigrid Deitelhoff 30.04.2018

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Ich habe unter den Stammgästen eine kurze erste Befragung zum sanierten Sportbecken durchgeführt. Die Kommentare reichen von „Ja, ist okay“ bis hin zu „Super, absolut toll.“ Keiner der von mir Befragten hat sich bisher kritisch über das Edelstahlbecken geäußert. Das ist,  gerade im Hinblick auf die leidenschaftliche Pro- und Contra-Diskussion im Vorfeld zur Sportbecken-Sanierung, schon sehr erstaunlich.

Mir gefällt das Edelstahlbecken auch, obwohl ich den himmel-blauen Charme des Kachelbeckens durchaus vermisse. Im neuen Becken sind mir bisher aber keine unangenehmen Spiegelungen im Wasser aufgefallen. Und ganz wichtig: Die Farbe des Edelstahlbeckens ist nicht so krass grau wie wir befürchtet haben, sondern geht eher in eine Blaufärbung über. Okay, es war auch ein wunderschöner sonniger Vormittag mit einem blauen Himmel über uns. Die Farbe wird an einem regnerischen Tag natürlich eine andere als heute sein…

Wie in den vorigen Jahren sind wieder zwei Schwimmleinen im Sportbecken gespannt. Das haben alle von mir befragten Stammgäste begrüßt. Es sollen sogar noch zwei weitere Wettkampfleinen hinzukommen. Noch besser! Auch die Befestigung der Leinen ist nun vernünftig gelöst. Die Wettkampfleinen können nun straff gespannt werden und hängen nicht durch. Das macht das Rückenschwimmen um einiges einfacher.

Die Sicht im Becken ist gut und die Einstiegshilfen, sprich Treppen sind nicht nur praktisch, sondern auch notwendig, da die Beckenrandkanten höher gelegen sind. Einfach vom Rand springen oder sich vom Beckenrand ins Wasser gleiten lassen ist also gar nicht mehr so einfach. Dafür können wir jetzt sowohl Startsprünge als auch Rückenstarts üben. Auch nicht schlecht!

Durch die neu installierten Startblöcke zeigt sich das Sportbecken nun von seiner professionellen Seite. Jetzt sieht das Becken wie ein Trainingscamp für die nächste Schwimmweltmeisterschaft aus. Keine Sorge, das sieht nur so aus. Den FINA – Regeln entspricht das sanierte Becken inzwischen nicht mehr. Nach der Sanierung beträgt die Länge weniger als 50 Meter und damit ist das Becken nicht mehr wettkampftauglich. Die neue Länge ist der eingelassenen Edelstahlwanne geschuldet. Aber das macht mir nichts, denn zukünftig schwimme ich dann auf 50 Meter Kraul eine weitaus bessere Zeit als in der letzten Sommersaison. Ich hoffe allerdings, dass von den Startblöcken nicht ständig springende Kids auf uns niederprasseln…

Zum Schluss noch ein ganz großes Dankeschön an all diejenigen, die dazu beigetragen haben, dass die Sommersaison im Prinzenbad doch noch am 28. April starten konnte!

Es gibt übrigens einen schönen rbb-Bericht zur Saisoneröffnung des Prinzenbades.

Fotos: ©Sigrid Deitelhoff

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http://blogs.taz.de/prinzenbad/2018/04/30/anbaden-im-edelstahlbecken/

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kommentare

  • Hm, also 48/49 Meter fände ich schon bemerkenswert kurz – da müsste ich ja schon ein bis zwei Extrabahnen schwimmen, um meine zwei Kilometer voll zu machen.

    Hab mich gestern schon gewundert, warum ich trotz gefühlt noch anhaltender Winterstarre relativ flott mit meinem Programm durch war …

  • Irgendetwas um die 48/49 Meter, habe ich gehört. Ich werde das mal genauer recherchieren. Also eigentlich es geht nur um ein paar Zentimeter. Aber die FINA-Regeln sind ganz streng…

  • Gibt’s denn eine offizielle Längenangabe für das neue Becken? Nicht, dass es für mich von entscheidender Bedeutung wäre – aber neugierig wäre ich trotzdem.

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