Archive for Juli, 2007

30.07.2007 von Schröder & Kalender
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Aufwerter

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert schwach in nördlicher Richtung.

Von Zeit zu Zeit schicken uns Künstlerinnen oder Künstler per Post oder E-Mail eine Arbeit oder bringen eine solche als Gastgeschenk mit. Die Tagebuchschreiberinnen alter Art vermerkten solche Dedikationen in »Leske’s Notiz- und Schreibkalender für die höheren Stände«. Was den Baronessen recht war, ist uns billig.

Letztes Jahr schickte Thomas Kapielski folgende E-Art, die wir heute, zur Feier des Tages zeigen:

»Liebe Barbara,

ich wünsche einen gut gekühlten Geburtstag!
Geschenk sei ein Aufwerter, oder vielmehr ein Foto davon – kann man immer gebrauchen!«

Aufwerter.jpg
(TK / JS)

26.07.2007 von Schröder & Kalender
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von Schröder & Kalender
24.07.2007 von Schröder & Kalender
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Protest gegen Protest!

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Das vierte 68er Jubiläum wirft seine Schatten voraus. Wir bringen dazu ein Interview, welches Albrecht Götz von Olenhusen anläßlich der Marbacher Ausstellung ›Protest! Literatur um 1968‹ mit Jörg Schröder führte. Es erschien 1999 als Heft 186/190 in der Zeitschrift ›Die Aktion‹ (Edition Nautilus). Zu dem Interview schrieb Albrecht Götz von Olenhusen eine Einleitung, die wir hier bringen. Das Interview selbst veröffentlichen wir in Fortsetzungen.

Albrecht Götz von Olenhusen: »… Es hat 1968 angefangen und ist bei mir weitergegangen bis heute«

Einleitung
Jörg Schröder, den MÄRZ-Verleger, ewiges enfant terrible der Verlags- und Buchszene, habe ich bei der Eröffnung der Ausstellung des Marbacher Deutschen Literaturarchivs am 9. Mai 1998 getroffen und interviewt. In der ersten Reihe des überwiegend von mehreren hundert grauen Angehörigen der ehrwürdigen Schiller-Gesellschaft bevölkerten Vortragssaals war er, einer der wenigen Anwesenden aus der auch schon… weiter lesen

23.07.2007 von Schröder & Kalender
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Feuer im Hinterhaus

von Schröder & Kalender

Der Bär flatter in östlicher Richtung

Heute vormittag gegen halb elf ständig das »Tatütata« der Feuerwehr oder Polizei. Dann aber so penetrant und so nah, daß wir auf die Terrasse gehen. Vor unserem Haus stehen vier Löschfahrzeuge, drei Polizeiwagen und Aktion! Ein Löschschlauch wird ausgerollt.

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Wir runter, es brennt im Hinterhaus im ersten Stock. Vor der Haustür stehen Schaulustige, ein kleiner Junge bettelt den Polizisten an: »Bitte, laß mich nur einmal gucken!« Und eine Nachbarin meint: »Ach, ich habe schon seit Tagen so etwas gerochen! Sie auch?« »Das war der Abzug des Holzkohlengrills der Pizzeria an der Ecke«, antwortete Jörg. Eine andere Nachbarin sagte: »Ich rege mich so auf! Ich rege mich so auf! Meine Tochter wohnt drüber im zweiten Stock …« Ein Nachbar hat gesehen: »Hinten sind die Flammen aus dem Fenster geschlagen …«

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Nachdem die Feuerwehr abgezogen ist, kommt der Mieter, bei dem es gebrannt hat.… weiter lesen

21.07.2007 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography: Love Love (7)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert schwach in nördlicher Richtung.

Das burleske Hippie-Bilderbuch ›LOVE LOVE‹ aus dem Jahr 1971 werden wir jetzt in Fortsetzungen bringen. Die Hardcore-Fotos im soften Jasmin-Stil machte Rosa Camerada. Ebenso wie ›Lucys Lustbuch‹ sorgte dieser Titel für Abmahnungen, Verbote und andere juristische Querelen. Die näheren Einzelheiten stehen in der 2. Folge von ›Schröder erzählt‹ mit dem Titel ›Eine Million und fuffzig‹.

In letzter Zeit sind die FAQs: »Du hast doch Ende der Sechziger die ersten pornographischen Bücher und Filme für den freien Markt gemacht. Wie fing das an? Warum, wieso, weshalb?« Diese Fragen werde ich unter dem geflügelten ›Making of Pornography‹ in loser Folge beantworten. (JS)

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19.07.2007 von Schröder & Kalender
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Wer ‘ne Bude auf’m Markt hat, muß eben schreien! (3)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert schwach in östlicher Richtung.

»Das ist Aufklärung«, schrieb Thomas Kapielski zu unserer neuen Folge ›Guru mit Gänsen‹. Und der Blogwart Mathias Bröckers, damals noch Kulturredakteur der taz, begrüßte 1990 den Start von ›Schröder erzählt‹ im Jahr 1990: »Das Besondere an Schröders Geschichten ist, daß sie nicht im Wahren/Guten/Schönen herumstochern, sondern das kulturelle und literarische Leben schonungslos bloßstellen: die Tricks der Kulturbranche und die Gaunereien des Buchgewerbes, korrupte Redakteure und ignorante Kritiker, dämliche Kulturpolitiker und dummdreiste Salonlinke, mimosenhafte Autorenmachos und maulfertige Opportunisten. Schröder nennt nicht nur die Dinge, sondern auch die Menschen beim Namen, keine pseudonymen Pappnasen sitzen an Schreibtischen, Buffets und Bordellbars herum, sondern das leibhaftige Personal des bundesdeutschen Feuilletonbetriebs.«

Wenn Sie unsere Erzählungen kennenlernen wollen, schicken wir Ihnen gern eine Vorausrechnung und reservieren eine Nummer ohne weitere Subskriptionsverpflichtung. Die bibliophile, von uns selbst hergestellte, numerierte und signierte Desktop-Ausgabe kostet 35 Euro frei nach dem Motto des… weiter lesen

17.07.2007 von Schröder & Kalender
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Die MÄRZ-Gründung (18)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Unsere Presseerklärung diktierte ich am 19. März den Agenturen durchs Telefon, sie ging um vierzehn Uhr über den Ticker. Die Zeitungen verwöhnten uns liebevoll mit ihren Nachfragen. Oben schmorte der Generalbevollmächtigte und gab händeringend wolkige Bulletins ab, die wir am nächsten Tag im Anschluß an unseren Text überall nachlesen konnten: »Herr Melzer mußte aus wirtschaftlichen Gründen plötzlich eine unaufschiebbare Reise zur Buchmesse nach Jerusalem antreten.« Das war zwar gelogen, denn Joseph Melzer hatte nie einen Stand auf dieser Messe, noch wurde dort vom Verlag je ein Geschäft abgewickelt. Trotzdem, die Ausrede war ganz raffiniert. Danach aber hatte Kurzhals sein Pulver verschossen: »Ich sehe Möglichkeiten zu Maßnahmen gegen den März Verlag erst, wenn Herr Melzer zurückgekehrt ist. Zur Zeit stehen mir die notwendigen Unterlagen nicht zur Verfügung. Der Verlag wird von dem Ausscheiden der Belegschaft nicht betroffen, er läuft in seiner Arbeit weiter.« Das amüsierte… weiter lesen

15.07.2007 von Schröder & Kalender
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Der Voyeur von gegenüber

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nördlicher Richtung.

Wenn ich mich auf dem Balkon an der Südseite nackt sonne, steht regelmäßig ein alter Sack am Dachfenster gegenüber und glotzt mit dem Fernglas. Vermutlich stellt er sich auf einen Hocker um den Sichtschutz zu überwinden. Eigentlich könnte es mir egal. »Soll er  doch gucken«, sagte ich zu Jörg, »schließlich bade ich ja auch sonst am liebsten nackt.« Aber die Vorstellung, daß er sich auf mich einen runterholt, bleibt trotzdem unangenehm.

Da fällt mir eine Geschichte ein aus meiner Jugend ein: Ich ging immer nackt vom Bad in mein Zimmer und zog mich erst dort an. Eines Tages meinte meine Mutter: »Bärbelchen, zieh mal lieber was über, wenn du aus dem Bad kommst.« Ich sah das nicht ein und fragte: »Warum?« »Ei, du bist jetzt vierzehn, und der Nachbar guckt dir zu.« Der Nachbar von gegenüber war ledig, so um die dreißig. »Das ist… weiter lesen

13.07.2007 von Schröder & Kalender
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Kretische Unmöglichkeiten (3)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nördöstlicher Richtung.

Wir sitzen in Kreta, in diesem Rethimnon, einem Städtchen zwischen Iraklion und Chania, ein Fischerstädtchen und Residenzhafen, die Venezianer haben es gebaut, sehr nett. Nur wahnsinnig viel Sknipa gab es, Mücken, weil sie nämlich die Malaria dort erst vor zwanzig Jahren ausgerottet haben. Aber so was erfährst du immer erst hinterher, wenn du schon wie ein Streuselkuchen aussiehst.

Nebenan hatten wir eine schwäbische Pfarrersfamilie, sie war Schwäbin, also »Grüß Gott, Herr  Pfarrer«, und ihre Eltern deshalb auch, er aber war Norddeutscher. Sie hatten eines dieser grauenhaften Pfarrerskinder, so ein Kind heißt Ulrich, und weil es ein Pfarrerskind ist, mußte noch ein Bollermann drauf, sprachlich, und deswegen riefen sie es Ullerich. Ullerich war verzogen, ein greuliches Blag, bei dem du nur noch ans Abmurksen denkst, an Ritualmorde und Brunnen, in die man das versenken kann. Wir wurden ihn auf humane Weise los, es gab dort… weiter lesen

11.07.2007 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography: Love Love (6)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert schwach in östlicher Richtung.

Das burleske Hippie-Bilderbuch ›LOVE LOVE‹ aus dem Jahr 1971 werden wir jetzt in Fortsetzungen bringen. Die Hardcore-Fotos im soften Jasmin-Stil machte Rosa Camerada. Ebenso wie ›Lucys Lustbuch‹ sorgte dieser Titel für Abmahnungen, Verbote und andere juristische Querelen. Die näheren Einzelheiten stehen in der 2. Folge von ›Schröder erzählt‹ mit dem Titel ›Eine Million und fuffzig‹.

In letzter Zeit sind die FAQs: »Du hast doch Ende der Sechziger die ersten pornographischen Bücher und Filme für den freien Markt gemacht. Wie fing das an? Warum, wieso, weshalb?« Diese Fragen werde ich unter dem geflügelten ›Making of Pornography‹ in loser Folge beantworten. (JS) … weiter lesen