Ingrid Zwerenz: Über schreibende Frauen und Männer sowie deutsche Nervenzusammenbrüche
von Schröder & KalenderDer Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
In dem Band ›Weder Kain noch Abel‹ kommt auch Ingrid Zwerenz zu Wort. Sie wird interviewed von Karlen Vesper und Jürgen Reents. Auf die Frage der Interviewer wie sich Ingrid und Gerhard durchgeschlagen haben, obwohl beide Partner Schriftsteller sind, antwortet sie:
***
Die Regel ist: Schriftsteller heiraten Lehrerinnen, damit ein Einkommen in der Familie gesichert ist. Auf die Schreiberei allein ist kein Verlass. Wenn man nicht gerade einen Bestseller landet, hat man oft Durststrecken durchzustehen. Ich hatte von Anfang an meine eigene Schreibmaschine. Ich habe für die Zeitschriften ›Twen‹ und ›Pardon‹ geschrieben. Bei ›Twen‹ hatte ich sogar zeitweilig einen festen Job: Leserbriefe beantworten. Da habe ich immerhin 150 Mark im Monat bekommen. Willy Fleckhaus hat das Layout für ›Twen‹ entworfen. Er war … weiter lesen