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vonSchröder & Kalender 31.07.2011

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Es ist dunstig, der Bär flattert in südöstlicher Richtung.
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Montag, den 25. Juli

Beim Zahnarzt: Die Assistentin trug ein T-Shirt, das sie sich selbst machen ließ mit der Aufschrift  »Zahnarztprazis…« Sie berichtete, dass der T-Shirt-Drucker zuerst ihren Namen falsch geschrieben hatte, nach der Reklamation war beim zweiten T-Shirt der Name der Zahnärztin falsch geschrieben. Die Reklamation sei jedes Mal so unangenehm gewesen, dass sie sich nicht noch einmal beschweren wollte.

Aber wenn man Prazis googelt, kommen tatsächlich zahlreiche »Zahnarztprazise«.

Dienstag, den 26. Juli


Platz ist in der kleinsten Pfütze
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Nach dem Spaziergang saßen wir beide an den Schreibtischen und beantworteten Mails, bis wir gegen acht aufhören mussten, weil im Haus der Strom ausgefallen war. Erst nach über einer Stunde ging das Licht wieder an, da hatten wir keine Lust mehr zu arbeiten.

Mittwoch, den 27. Juli

Eine Lesefrucht: Lichtenberg-Smilies

Georg Christoph Lichtenberg: »ho ho / sni sni / bah bah / heng heng / heing heing«, Federzeichnung 1775, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

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Donnerstag, den 28. Juli

Jörg Schröder und Mathias Bröckers

Unser Freund, der taz-Blogwart Mathias Bröckers besucht uns. Wir hatten uns lange nicht gesehen, denn er war wie wir  in Klausur gewesen. Nun brachte er uns sein neues Buch mit  ›11.9. – Zehn Jahre danach. Der Einsturz eines Lügengebäudes‹ und ›Absinthe du Val-de-Travers. La Ptite‹, der soeben als bester Schweizer Absinth prämiert wurde. Beide Präsente steckten in einer Tüte aus Maisstärke, die 100 % kompostierbar ist und die Erdölvorräte schont – kannten wir noch nicht zum Anfassen. Wir testeten den Absinth und fanden ihn ebenfalls preiswürdig.
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Morgen geht es weiter!

Aber so viel schon heute: Der Text von Volker Weidermann erschien in der FAS: »Im offenen Wahnsystem. Jörg Schröder und Barbara Kalender erzählen die Geschichte des März-Verlages und ihr Leben«.

Was bleibt einem da? Nur, wie die alten Genossen, sich gegenseitig beklatschen und küssen.

(BK / JS)

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kommentare

  • Die Lichtenberg-Smilies haben wir in dem Ausstellungsband von Marion Ackermann ›SchattenRisse · Silhouetten und Cutouts‹ gefunden. Sie dienen als Illustration zum Aufsatz von Ulrich Joost ›Die Silhouetten sind Abstracta. Seine Beschreibung ist eine bloße Silhouette – Georg Christoph Lichtenberg, der Schattenriß und die Physiognomik‹ (Georg Christoph Lichtenberg, ›Sudelbuch F 172).
    Herzliche Grüße
    Barbara Kalender und Jörg Schröder

  • wo haben sie denn die lichtenberg-smilies gefunden?! sind die in einem buch erhältlich?

    gruß, a.s.

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