vonSchröder & Kalender 12.10.2018

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Mittwoch, den 10. Oktober 2018, erster Tag der Frankfurter Buchmesse 2018

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An der Glaswand des Laufbands zur Halle 4.1, wo der Schöffling Verlag seinen Stand hat, überraschte uns eine Strecke mit ›Siegfried‹-Plakaten mit dem Slogan: »Die Bombe im gelben Umschlag«. Ein schönes Entrée für uns als Autoren.


alle Fotos: Barbara Kalender

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Der Verleger Klaus Schöffling präsentierte uns dann die Messenummer des ›Börsenblatts für den deutschen Buchhandel mit der nämlichen Titelseite. 1957 hätte sich der Buchhändlerlehrling Jörg Schröder nicht träumen lassen, dass einst ein Heft des ehrenwerten Börsenvereins mit seinem Buch als Cover erscheinen würde.


v.l.n.r.: Jennifer Sprodowsky, Silke Tabbert, Klaus Schöffling und Jörg Schröder mit dem Börsenblatt Heft 41

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Auf dem Schöffling-Stand war gerade Ulrich Sonnenberg zu Besuch, der 1986 zusammen mit Ida und Klaus Schöffling die Frankfurter Verlagsanstalt neu gründete. Danach war er zehn Jahre lang Verkaufsleiter des Suhrkamp- und Insel Verlags. Seit 2004 ist Sonnenberg freier Übersetzer aus dem Dänischen und Norwegischen mit über 80 Titeln. Sonnenberg ist auch Herausgeber einiger Schriften von Hans Christian Andersen.

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Das Motto von Schöffling & Co. lautet: »Im Mittelpunkt die Autoren«. Wir können dies nur bestätigen, denn alle Mitarbeiter des Verlags kümmern sich vorbildlich um unsere Belange.

 


v.l.n.r.: Sina Noel, Christian Dinger, Carolina López, Jörg Schröder, Jennifer Sprodowsky und Silke Tabbert

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Ida Schöffling, die Verlegerin

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Silke Tabbert und Barbara Kalender, Foto: Jörg Schröder

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Patrick Hutsch und Jörg Schröder

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Silke Tabbert und Patrick Hutsch sind seit Januar dieses Jahres Mitglieder der Verlagsleitung von Schöffling & Co. in Frankfurt am Main. Denn Klaus Schöffling will »rechtzeitig und entspannt« die Zukunft des Verlages sichern. Gemeinsam mit seiner Frau Ida will er auch künftig »heiter und tätig« an Bord bleiben. (Zitat aus dem Börsenblatt)

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Anschließend begaben wir uns zum Stand der FAZ, auf deren Plattform, der von uns sehr geschätzte Autor und Redakteur Dietmar Dath mit Jörg Schröder ein Gespräch über die Neuausgabe des Buches ›Siegfried‹ führte. Das Publikum war offensichtlich zufrieden.

Jörg Schröder und Dietmar Dath während des Gesprächs auf der FAZ-Plattform

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Danach das übliche Hallenbier mit Peter Merg, der uns die druckfrische Ausgabe des Literaturteils der ›jungen Welt‹ überreichte, worin eine Eloge von Frank Schäfer steht mit der Headline: ›Wir waren glücklich‹. Das Foto mit Peter scheiterte am Gegenlicht.

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Auf der Messe Agora trafen wir den Börsenblatt-Korrespondenten Nils Kahlefendt aus Leipzig. Er berichtete, dass er die ›Schröder erzählt‹-Folgen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig gelesen habe. Hier werden alle Pflichtexemplare erfasst. Soeben stellen wir fest, dass auch Nils Kahlefendt über unsere Begegnung geschrieben hat in seiner Messeserie: ›Der Zufallstreffer‹.

 


Nils Kahlefendt und Jörg Schröder
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Wir hatten unserem alten Freund Christian von Zittwitz versprochen, ihn auf der Buchmesse zu besuchen, weil wir uns neulich in Düsseldorf verpasst hatten.


v.l.n.r.: Jörg Schröder und Christian von Zittwitz
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Jetzt sprachen wir wieder von den Zeiten, in denen Christian als gerade ausgelernter Jungbuchhändler das Branchenblatt ›BuchMarkt‹ gründete. Christian meinte, wenn er heute seine Memoiren schriebe, dann könnte er leicht ein Subskriptionsangebot auflegen, welches es Menschen aus dem Buchwesen gegen eine erkleckliche Summe ermöglichte, NICHT darin vorzukommen. Dies war natürlich nur als Witz gemeint. Jörg antwortete ihm: »Hätten wir diese Methode im Jahre 1990 (als die ›Schröder erzählt‹-Folgen zuerst erschienen) angewandt, dann hätte unser Gesamtwerk von knapp viertausend Seiten nicht gefüllt werden können. Es wären dann höchstens vierhundert Seiten erschienen, aber wir wären steinreiche Autoren geworden.«

Danach wechselten wir zum Stand des Verbrecher Verlags und bedankten uns bei Jörg Sundermeier für seine ebenfalls druckfrische ›Siegfried‹-Eloge im Berliner ›Tagesspiegel‹.


Kristine Listau und Jörg Sundermeier, die beiden Verbrecher Verleger

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Am Nachbarstand des Starfruit Publications, wo auch ein Buch von Dietmar Dath und Heike Aumüller ›Verbotene Verbesserungen‹ erschienen war, sprach Barbara mit dem Verleger und Direktor des Instituts für moderne Kunst in Nürnberg, Manfred Rothenberger.

Gleich gegenüber ist die Leseinsel der Independent-Verlage in der Kurt-Wolf-Stiftung. Dort lasen wir 20 Minuten, Jörg Schröder aus dem ›Siegfried‹ und Barbara Kalender aus der Vita ›Das ganze Leben‹. Die 170seitige Vita ist  in der Neuausgabe enthalten.

Am Ende unserer Lesung kamen Ricco Bilger, der Schweizer Verleger des Bilgerverlags, und der Schriftsteller und Journalist Willi Wottreng an die Reihe. Ricco Bilger begrüßte uns mit den Worten: »Max Rüdlinger hat mich gebeten, euch herzliche Grüße von ihm auszurichten.« Wir sind seid langem mit dem Schauspieler und Literaturbegeisterten Max befreundet.

Ricco Bilger und Willi Wottreng

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Willi Wottreng las aus seinem Buch ›Deskaheh – auf Kriegspfad in der Schweiz‹. Darin berichtete er von einer wahren Begebenheit: Der Häuptling Deskaheh reiste 1923 nach Europa, um dagegen zu protestieren, dass Kanada – der Staat der Weißen – das Land der Irokesen okkupierte. Der Häuptling wandte sich mit einem »Appell der Rothäute« an den Genfer Völkerbund und wollte in der freiheitsliebenden Schweiz für die Sache der Indianer werben. Leider waren wir mit jemand verabredet und konnten der spannenden Lesung nicht weiter zuhören. Am Schöffling-Stand erzählten wir Patrick Hutsch vom Häuptling Deskaheh, und er besorgte uns tatsächlich subito das Buch vom Bilgerverlag – nach dem Schöffling-Motto: »Im Mittelpunkt die Autoren«.

Morgen geht es weiter

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BK / JS

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