05.05.2010 von Schröder & Kalender
***
Der Bär flattert in westlicher Richtung.
***
Unser Freund Albrecht Götz von Olenhusen aus Freiburg i.Br. seines Zeichens Arbeits- und Medienrechtler ist auch als Kritiker und Essayist hervorgetreten. Er verfasste Forschungsarbeiten unter anderem zu Walter Benjamin, Johannes Nohl, Siegfried Kracauer, Georg Lukacs, Louis Blanc, Proudhon, Balzac und zum Psychoanalytiker Otto Gross und dessen Vater, dem Strafrechtler Hans Gross. Das ist jener Hans Gross, der seinen Sohn Otto Gross entmündigen ließ. Bei Hans Gross studierte Franz Kafka in Prag und Generationen von Germanisten, Philologen und Kulturwissenschaftler forschen bis heute über die Einflüsse und Nachwirkungen von Hans Gross auf Kafkas Werke wie ›Der Process‹ und ›In der Strafkolonie‹.

Eine Seite aus ›MÄRZ-Mammut. MÄRZ-Texte 1 & 2‹, 1969 – 1984, Herausgegeben von Jörg Schröder
Von Albrecht Götz… weiter lesen
15.04.2009 von Schröder & Kalender
***
Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.
***

Carl Spitzweg: Der arme Poet, 1839
Der interessanteste und lehrreichste Beitrag zum Thema der Publikationsfreiheit und der Wahrung von Urheberrechten hat … weiter lesen
25.11.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
***
Seit einer Woche bin ich erkältet, zwei Tage lag ich im Bett, jetzt arbeite ich wieder und laufe schniefend und bellend durch die Wohnung. Bei Reizhusten empfehle ich Kodein! Also haben am Dienstag Miss le Bomb »and other lovely ladies« im King Kong Club verpaßt. Am Donnerstag hatte uns Bernd Feuerhelm »zum abhotten« ins Kastanienwäldchen eingeladen, ging och nich. Am Samstag werden wir die Verbrecher-Verlags-Fete verpassen – wie immer im Festsaal Kreuzberg. Die freundlichen Verleger, wir sind ja in einigen Verbrecher-Anthologien vertreten, feiern den Verlagsgeburtstag.

Nur gestern abend haben wir nicht absagt, wir hatten Besuch von unserem Freund und Rechtsanwalt Albrecht Götz von Olenhusen. Als er anrief und vorbeikommen wollte, habe ich ihn gewarnt, aber er meinte, er sei auch erkältet. So haben wir bei Hirsch mit Rotkohl die Keime ausgetauscht und der Rotspon schmeckte auch nach Kodein.
(BK)
05.11.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert heftig in östlicher Richtung.
Eigentlich – wenn ein Satz so anfängt, ist immer Gefahr im Verzuge –, eigentlich hatten wir uns schon vorige Woche entschlossen, nur noch zum Einkaufen vor die Tür zu gehen, bis die große Arbeit getan ist. Wir müssen nämlich die letzten Jahre (Manuskripte, Briefe, Materialien) in die grauen Mappen der Handschriftenabteilung betten, und diese noch in diesem Jahr ins Deutsche Literaturarchiv in Marbach einliefern. So ist es vereinbart.
Und wir müssen baldmöglichst einen Text für die Anthologie ›Schicht! – Reportagen aus der Endzeit‹ abliefern, die Johannes Ullmaier in der edition suhrkamp herausgibt. Außerdem müssen wir ›Guru mit Gänsen‹ (die nächste Folge von ›Schröder erzählt‹) vorbereiten, davon ist erst der Rohtext fertig.
Jedoch, der Weg zur Hölle ist mit interessanten Veranstaltungen gepflastert, und wir ließen uns verführen: Am 1. November stellte der Stroemfeld Verlag und der Verlag Neue… weiter lesen
27.08.2006 von Schröder & Kalender
Wir sind unterwegs und wissen nicht wie der Bär flattert.
Zu unserer Klage über den von der Post nicht mehr zugelassenen ›Buchhändlerknoten‹ schrieb unser Freund, der Freiburger Medienanwalt Albrecht Götz von Olenhusen: »Schade um die Schnüre! So kommt alles abhanden – vor Jahren haben wir den Hingang des Badischen Aktenknotens beklagen müssen – die erste Errungenschaft meiner juristischen Ausbildung beim Amtsgericht Emmendingen durch den Gerichtsamtmann Ernst, der, nachdem er mich in der richtigen Knotung unterwiesen, einige Zeit später, nicht wegen des Knotens, nach Offenburg strafversetzt wurde an die dortige Staatsanwaltschaft, wo er unter dem Oberstaatsanwalt Dr. Wielsch Dienst tat, der während der 1000jährigen Reichszeit im Elsass seine Grundausbildung an einem Sondergericht vervollkommen konnte. Dort war ich selbst einige Monate zur Ausbildung – in Offenburg wohlgemerkt – und drei Monate kommissarischer Staatsanwalt – eine Zeit, die ich nutzen konnte, um Verfahren gegen die berühmten, traditionellen und hervorragenden Schwarzbrenner in den Tälern… weiter lesen
05.08.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert heftig in östlicher Richtung.
Der Freiburger Medienrechtler Albrecht Götz von Olenhusen (http://www.drgoetzvonolenhusen.de/gvo_anwaelte.html) schreibt in einer Besprechung des Buches von Bernhard von Becker: ›Fiktion und Wirklichkeit im Roman. Der Schlüsselprozess um das Buch ‘Esra’‹:
»Die belletristische, die (pseudo-)dokumentarische Literatur, das neuerdings sehr beliebte Genre des dokumentarischen Romans, Films oder Fernsehfeatures bieten unzählige, in der Regel dank vorsichtiger Textierung, ängstlicher Lektorate und kluger juristischer Beratung nicht justiziable Exempel. Und nicht jeder Schriftsteller ist so vorausschauend weise und forensisch erfahren wie der ehemalige MÄRZ-Verleger Jörg Schröder dessen radikal indiskrete, glänzend recherchierte und faktengetreue autobiographisch-literarische pasquillante Sachbuch-Reihe ›Schröder erzählt‹ (Weiße Serie, Augsburg, Folge 1 – 40, 1990 ff. Schwarze Serie, Augsburg und Berlin 2001 ff.) mit prophylaktischen Unterlassungserklärungen erscheint und etwaige vorlaute und sonst selten einmal beachtenswerte BeschwerdeführerInnen mit sofortiger kompletter Tilgung aus der Literatur-, Medien- und Kulturgeschichte sanktioniert.«
So isses!
(AGvO / BK / JS)