12.05.2012 von Detlef Berentzen

“Deshalb fordern wir angemessene Bezahlung. Umsonst geht nicht mehr. Schon gar nicht für milliardenschwere Sender und börsennotierte Großkonzerne. Und wir wollen Respekt. “
Das Prekäre reicht weit. Tief hinein in die Gesellschaft. Und macht zunehmend frieren. Überall wird diskutiert, aber nicht “Wie wollen wir leben?”, sondern “Wie können wir leben?” Und wovon? Das ist das eine. Das andere ist, wenn sie dich nicht mehr so arbeiten lassen, wie Du es als angeblich Freier, Selbstständiger brauchst, um ein Werk abzuliefern, das Deinen Atem hat, das in Deinen Farben, Bildern und Worten zum Publikum spricht. … weiter lesen
10.05.2012 von Detlef Berentzen

“Protestanten sind Leser!” Das behauptet Pfarrer Jörg Machel (siehe Foto) recht kühn in seiner Einladung, aber er hat recht, zumindest sollten sie es sein und es käme auch noch darauf an, was sie lesen, die Protestanten nämlich, doch eines ist ein absolutes MUST für jeden aufgeklärten Gläubigen, egal (!) aus welcher Richtung: Ab ins Café der Kreuzberger Emmauskirche und Gerhard Seyfried beim Lesen zuhören!
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08.05.2012 von Detlef Berentzen

“Unablässig stürzen Informationen, Bilder und Klänge auf die Mediennutzer ein und setzen sie dauernden Schocks aus. Immer kürzer werden die Botschaften, die auf diese Weise übermittelt werden, immer fragmentarisierter die Zeiten der Wahrnehmung, und immer nachhaltiger wird ihr Vermögen zerstört, Zusammenhänge herzustellen. Dieser Entwicklung wird das Kulturradio Widerstand leisten müssen. Es muss eine perforierte Wahrnehmung aufgreifen und ihre Verletzungen durcharbeiten.” (Hans-Joachim-Lenger)
Kulturradio. Widerstand. Voilà, dann mal ran und all die “Verletzungen durcharbeiten”! Es gibt genug davon. Das hört sich grausam an, aber irgendwie auch sensibel und hat den alten Sigmund Freud auf der zukünftigen Tagesordnung – “Erinnern. Wiederholen. Durcharbeiten.” Wiederholt wird ja überall genug, das weiß auch Hans-Joachim Lenger: In Zeiten, in denen “Radio-Retter” die öffentlich-rechtliche Bühne entern müssen, ist Gefahr im Verzuge. Und dennoch braucht es mehr als die Sehnsucht nach dem alten Status Quo. Der Hamburger Philosoph postuliert in seinem Beitrag für das aktuelle Medienmagazin “Mehrspur” (SWR2)… weiter lesen
02.05.2012 von Detlef Berentzen
Springer 100.0
Unvergessen

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Der Springer-Konzern kontrolliert 32,7% aller deutschen Zeitungen und Zeitschriften. Dadurch ist die zuverlässige Information der Öffentlichkeit gefährdet. Die Schriftsteller der Gruppe 47 halten diese Konzentration für eine Einschränkung und Verletzung der Meinungsfreiheit und damit für eine Gefährdung der Grundlagen der parlamentarischen Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland.
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27.04.2012 von Detlef Berentzen
Springer 100.0
Unvergessen.
“Mein Glaubensbekenntnis als Verleger lautet: Zeitungen sollen an der Politik teilhaben, aber sie sollen niemals versuchen, Politik zu machen.” (Axel Cäsar Springer, 1967)
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26.04.2012 von Detlef Berentzen
Springer 100.0
Unvergessen.

“Ein junger Mann ist gestern in Berlin gestorben. Er wurde Opfer von Krawallen, die politische Halbstarke inszenierten. Genau wie ein Mann in Uniform, der durch Steinwürfe nur deshalb schwer verletzt wurde, weil er einen Gast unserer Stadt, den Schah, schützen wollte.(….) Ihnen genügte der Krach nicht mehr. Sie müssen Blut sehen. Sie schwenken die rote Fahne und sie meinen die rote Fahne. Hier hören der Spaß und der Kompromiß und die demokratische Toleranz auf. Wir haben etwas gegen SA-Methoden. Die Deutschen wollen keine braune und keine rote SA. Sie wollen keine Schlägerkolonnen, sie wollen Frieden.” (BILD, Berlin, 3. Juni 1967)
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25.04.2012 von Detlef Berentzen
Springer 100.0
Unvergessen.
(Collage: Linkeck 1968)
“In diesem Sinne habe ich auch immer das schlichte Lied empfunden, dessen Melodie das Leitmotiv jenes deutschen Senders ist, der hauptsächlich geschaffen wurde, um zu unseren Mitbürgern in der Zone zu sprechen. Die Worte dieses Liedes, die auch über diesem Haus stehen könnten, heißen:
Ich hab’ mich ergeben
Mit Herz und mit Hand
Dir Land voll Lieb und Leben
Mein Deutsches Vaterland.”
(Axel Cäsar Springer, SPIEGEL, Mai 1967)
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24.04.2012 von Detlef Berentzen

“Für die meisten Ethiken ist eine Emotion, die zu einer spontanen moralischen Handlung führt (sie mag noch so gütig, liebevoll, besorgt und hilfreich sein) moralisch belanglos. Doch welche Alternativen gibt es? Zunächst wird geklärt, auf was für einer seltsamen Auffassung von Gefühl, Moral und menschlichen Leben viele Ethiken und ihre Prinzipien beruhen. Erst ein anderes Verständnis des Gelingens menschlichen Lebens schafft Platz für spontane Güte.” (Helmut Pape)
Morgen also. Der Bamberger Philosoph Helmut Pape (s. Foto) wird in seinem Vortrag “Moral und Gefühl” nicht nur über all die kalten Ungerührtheiten seiner Wissenschaft parlieren, sondern auch Wege aus der Kälte weisen: “Es geht um die unterschätzte, geleugnete und verachtete Rolle, die Gefühle in unserem moralischen Leben spielen.” Das hört sich für einen Psychologen nicht unbedingt neu an, doch die Philosophie hat in Sachen “Gefühl” Nachholbedarf. Und das nicht nur im Hinblick auf die lang diszplinierte Rolle der Emotionen, …es braucht… weiter lesen
12.04.2012 von Detlef Berentzen

“Also Radio. Das war immer meins. Als Kind schon. Ein Kontakt zur weiten Welt. Das Beste: Eine leichte Grippe haben. Nicht zur Schule gehen. Im Bett bleiben. Und Schulfunk hören.Man wurde sogar klüger dabei. Aber das war nicht das Wichtigste.” (Tom Schimmeck)
Jetzt werden beim Medienmagazin “Mehrspur” (SWR2) also keine “medialen Säue” mehr durch die Dörfer gejagt, sondern Erfahrungen abgefragt. Solche, die man mit dem Radiogerät macht oder auch gemacht hat – mit irgendeinem Grundig-, Blaupunkt-, Telefunken- oder Philipsgerät, aber gern auch actualiter mit dem iPhone oder dem webradio. Kurzum: Redakteur Wolfram Wessels lässt illustre Zeitgenossen über ihre RadioDays berichten und schafft so eine neue Rubrik für sein Magazin. Diesmal Tom Schimmeck: … weiter lesen