Archive for März, 2009

24.03.2009 von Detlef Berentzen
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Alles schön. Und eigen.

von Detlef Berentzen

Mag sein, die taz ist in den letzten Jahren mächtig professionell geworden, leistet sich eloquente ChefInnen, immer kopulentere Wochenendausgaben, eine ständig zunehmende Zahl von GenossInnen und auch die eine oder andere transparente Struktur, …mag sein, all das hat Bedeutung und wer wollte das bezweifeln? Fragt man indes nach einem Moment von Begeisterung, nach dem “tatsächlichen” Fortschritt der vormals Radikalen, dann ist eine Antwort immer wieder zu hören: “Das taz-Café!” … weiter lesen

16.03.2009 von Detlef Berentzen
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Inserieren Sie hier! Und jetzt!

von Detlef Berentzen

Ich bin geradezu empört, eine derartige Anzeige in der taz vorzufinden. Von anderen Tageszeitungen hätte ich nichts Besseres erwartet, aber von Euch? Ich hoffe, daß dies ein einmaliger Ausrutscher war. Oder werde ich als taz-Leser (Abonnent!) demnächst auch mit Werbung diverser Fluggesellschaften, der Deutschen Bank, Mercedes oder Siemens beglückt? Einmal abhängig von der Zahlungskraft solcher Anzeigenkunden, ist die Hofberichterstattung nicht mehr fern.”

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10.03.2009 von Detlef Berentzen
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Bleibt. Troy!

von Detlef Berentzen

                                                                                       

Nicht alle RedakteurInnen der taz verschwinden nach ein paar Jahren und machen es sich in den Redaktionen anderer Zeitungen und Zeitschriften bequem, landen bei Spiegel, ZEIT oder Springer. Längst nicht alle. Es gibt zunehmend Gründe, “troy” zu bleiben und sich nicht von Konzernzentralen verschachern, demütigen oder auf die Straße setzen zu lassen.
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09.03.2009 von Detlef Berentzen
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Wenn die Nacht am tiefsten…

von Detlef Berentzen

 

 ”Was für den Überbau die Basis ist, ist für die taz das Abo. Du warst 68 dabei. Du trugst den Parka mit den Einschusslöchern. HoChiMinh hatte einen guten Genossen in Dir. Später hast Du Dich mit dem Proletariat verbündet und schon früh Deine Parzelle in Gorleben zur atomwaffenfreien Zone erklärt. Doch den Container in Brokdorf konntest Du schon nicht mehr leerschaufeln. Das Hissen all der Fahnen hat Dich zuviel Kraft gekostet. Es ist still und dunkel um dich geworden. Doch höre: wenn die Nacht am tiefsten ist, ist die taz am nächsten. Den Sprung ans Licht gibt es jetzt mit Rabatt: Halbjahresabo 10 Mark gespart, Jahresabo 20 Mark gespart. Spring, Alter!” … weiter lesen

07.03.2009 von Detlef Berentzen
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Heroes for more than one day

von Detlef Berentzen

 

Die Tatze des Panters war schon früh Markenzeichen der taz. Es gab sie als Aufkleber und überhaupt: sie gehörte dazu,…bis irgendein Jack kam und meinte, nur er dürfe, da gäbe es Rechte und die hätte er. Ach, Jack! … weiter lesen

04.03.2009 von Detlef Berentzen
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Gekommen um zu bleiben

von Detlef Berentzen

Es war ein kalter Dezembermorgen im roten Wedding. Schnee weißte die Straßen, nirgendwo eine Arbeitermacht in Sicht, nur bei der AEG hingen Blaumänner aus den Fenstern und rauchten jede Menge Overstolz. Im geschäftsführenden “Büro” der taz war das Fenster geöffnet, und er saß, gehüllt in einen grünen Parka, auf einem ziemlich stabilen Holzstuhl mit Armlehnen, stützte das Kinn und dachte nach -  “Das ist übrigens Kalle”, grinste “Bolle” (Heinz Bollweg), wies auf den gestümen Denker, der aber blickte nur kurz auf, nickte in meine Richtung und grübelte fröhlich weiter. … weiter lesen

02.03.2009 von Detlef Berentzen
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NONO revisited!

von Detlef Berentzen

 

 Es kann passieren, daß ich beim Blättern in alten tazzen Stimmen höre.  Da fällt mir doch neulich, im tiefsten Archivkeller , die taz-Ausgabe (Mai 1990) mit dem Nachruf auf Luigi Nono in die Hand: “Nun ist das Hinausgehen und das Erforschen der Klangräume, das Nono betrieb, zu Ende gegangen…”schrieb Frieder Reininghaus darin und ohne jedes Prélude höre ich die “fabbrica illuminata” (1964):  KP-Nonos klanglich-experimentelle Antwort auf Entfremdung und Maschinensklaverei – Geräusche und Atmosphären von Fabrikwelten, viergespurt und á la Veneziana abgemischt. Dazu Chor, Elektronik und eine weibliche Gesangsstimme. Dieser Sound verfolgte mich viele junge Jahre lang, ihm ging ich später in manchen Studio-Sessions nach und doch ging er mir eines Tages verloren.

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