Was für ein Tag! Ein Gedenktag für alle, die immer noch Angst vorm Zahnarzt haben. Und das sind nicht wenige. Schämt Euch! Ich erinnere mich, daß ich als kleiner Patient unserem Zahnarzt so fest in den Finger biß (er fummelte gerade an meinen Milchzähnen herum), daß er ein paar Tage lang nicht mehr arbeiten konnte. … weiter lesen
Archive for Mai, 2011
“Hegelgymnasium, ist das was besonderes? …..Ich denke eher nicht, meiner Meinung nach nicht. Ist halt eine berühmte Person, nach der man halt die Schule benannt hat, aber da gibt es ja viele! …Wer auf diese Schule geht, der wird natürlich informiert über das, was GWF Hegel ausmacht? Oder? Ist das so?…..Da täuschen Sie sich leider…. Das heißt im Unterricht kommt er nicht vor?….Nein!…”
Georg Wilhelm Friedrich Hegel - ein ( angeblich dope konsumierender) Maestro der abstrakten Vernunft, aber auch ein Bildungsbürger par excellence, der seine Kinder Karl und Immanuel Richtung Gelehrsamkeit dressierte. Und mit seinem unehelichen Sohn Ludwig nicht gut klar kam. Dabei waren Hegels Anfänge recht vielversprechend.
Nach einer engen Kindheit in Stuttgart begann Wilhelm endlich zu atmen, in Tübingen, im Stift, gemeinsam mit Schelling und Hölderlin von revolutionärenen Veränderungen zu träumen, die all die “Afterweisheiten” der Moralkompendien auf den Misthaufen der Geschichte befördern würden. Doch… weiter lesen
Das Theater Lindenhof wärmt mich, hat mich gewärmt, hat uns gewärmt, seit nunmehr 30 Jahren. Bin ihm nachgelaufen. Weit genug, immer und wieder, spüre sogar eine gewisse Abhängigkeit von diesem schwäbischen Theater auf der Alb. Und deshalb lasse ich vorsichtig einen Begriff wie “Heimat” vorbeischweben, greife nach ihm, prüfe ihn auf der Zunge, hinter der Stirn und denke: Ja, das ist es, dieses Theater ist mir Heimat. … weiter lesen
Als das Kind immer noch Kind war, hieß es Fritz, schrieb mit einer Feder und ließ Tag für Tag die Buchstaben tanzen. Bis sie zu Worten wurden, die sich munter im Kreise drehten. Da war Lachen und Jauchzen den lieben langen Tag. … weiter lesen
“Nun muss sich alles, alles wenden!” Uhland war’s. Mitten im Frühling. Und bleibt lebendig. Bis heute. Man nehme nur einen veritablen Herzog, den Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses, schon ist alles standesgemäß und wir müssen draußen bleiben. Und doch nicht! Uwe Zellmer und Bernhard Hurm durften hinein und Hubert Klöpfer auch. Was Uhland freute. … weiter lesen
„Erlöster müssten mir seine Jünger aussehen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne.” (Friedrich Nietzsche)
Da gibt’s nicht zu lachen! Glauben ist eine ernste Sache. Und Religion auch. Von wegen! Noch vor Jahrhunderten war alles anders. Da durfte (gerade zu Ostern) im Gottesdienst gelacht werden und selbst die “Erlösten” am Bamberger Dom (s. Foto) gerieten ihrem Bildhauer zu fröhlichen Gesellen. Es gab dafür ja auch Anlaß genug: Hast Du erst einmal das Jüngste Gericht hinter Dir und kein Inferno in Sicht, dann ist Party angesagt. Oder zumindest dauerhaftes und befreites Lachen. So wie es noch bis zum Samstag tagsüber und zu jeder Viertelstunde vom Turm der Kreuzberger Emmauskirche schallt. Die Frauen von “Cabrikunst” (Frankfurt), zwei ausgewiesene Lachexpertinnen, haben mit ihrer Installation im Bezirk einiges in Bewegung gebracht:
Die Gemeinde debattierte über Lachen und Religion, kam begeistert zu gemeinsamen Lachaktionen zusammen und bewies, daß all die vergifteteten Brände… weiter lesen
Foto: Joern Schlund
WAS BLEIBT? Erich Fried hat sich in den Jahren vor seinem Tod (1988) oft diese Frage gestellt. Und spürte dabei nicht selten die Angst, daß nichts bleiben könnte. Vielleicht. All die Worte, all die Sätze, all die engagierte und liebevolle Lyrik, all die eigensinnige Prosa, die der wiengeborene Dichter in Welt und Herzen pflanzte, könnten vergehen, Bedeutung und Wirkung verlieren. Jetzt, anläßlich seines 90. Geburtstags (6. Mai 2011), stellen wir fest: Viel, sehr viel von Frieds Werk ist aktuell und geblieben. … weiter lesen
“Das im Radio gesprochene Wort hat größere Chancen, in Erinnerung zu bleiben, als der mit Bildern unterlegte Text im Fernsehen. Und dies trotz der Faszinationskraft des Visuellen.”(Hans-Jürgen Heinrichs)
Was für ein erster Maientag! Eine gelbe Sonne leuchtet unverschämt vom blauen Himmel, schwarz gekleidete junge Menschen tragen mit grimmigen Mienen den Kapitalismus zu Grabe und im Handy oder Player wieder kein revolutionäres HörProgramm! Das muss nicht so sein, behaupten die Mehrspurigen vom SWR2,…und das ist auch nicht so. Man muss nur genau hinhören. Heute abend zum Beispiel. Da berichtet das ziemlich postmoderne Hörfunkmagazin “Mehrspur” über das “Mobile Interface Radio”, über “Radio apore” und mp3-gesteuerte “Memory Loops”, die sogar schon den Hörspielpreis ergattert haben.
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