29.09.2011 von Detlef Berentzen

Besonders bei hohem Wolkenstand, gegen Abend, gab die öde und verrauchte Ebene alles her.(Ernst Bloch)
Die Pfeife, der Tabak Marke “Transatlanta”, auch die Zündhölzer, alles liegt noch auf seinem Schreibtisch, ganz in der Nähe. Sie haben ihm ein Zentrum gebaut. Und sein Arbeitszimmer importiert.
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26.09.2011 von Detlef Berentzen

Postnational? Sind wir schon. Aber nur irgendwie. Bleiben das Prinzip Hoffnung, die Möglichkeit, das Unmögliche zu denken und verdammt viele Fragen: “Was passiert ohne all die Sarrazins,…wenn irgendwann einmal die Angst vor dem globalen Fremden verpufft? Wie sieht eigentlich ein Deutschland off-Limits aus? Und wohin mit all den gemischten Gefühlen, verwirrenden Identitäten und verlorenen Zugehörigkeiten, die uns plagen? Darf man im Falschen überhaupt von Zukunft träumen? Oder sind Utopien in Merkelland schon prekär? Nicht bei Ernst Bloch! Am Rhein. … weiter lesen
23.09.2011 von Detlef Berentzen

“Für Produktionen, die zwar innovativ, individuell, abwegig, spannend, betörend, schrill und zart sind, aber keinen Zugang zum Publikum fanden, haben wir diese Plattform geschaffen!”
Du hast alles gegeben: Idee, Plot,Treatment, Drehbuch, Equipment, Produktion, sogar all das “Post” hast Du finanziert,schließlich mit Deinem Team den letzten Schnitt besichtigt, Begeisterung, Champagner, Joints, Zigarren und dann plötzlich diese Kälte: keine Nachfrage, kein Markt, Ablehnung en masse. Du bist gescheitert. Keiner will Dich. Also schmollst und fluchst Du. Doch allein machen Sie dich ein. … weiter lesen
21.09.2011 von Detlef Berentzen

“Das wird alles wieder auf Kosten der Freien gehen!” – Der festangestellte Kollege im Studio nickt freundlich. Man kennt sich. Gerade haben wir über die neuesten Sparmaßnahmen der ARD-Sender gesprochen. Und der junge Mann sagt nichts Neues. Schon vor Jahrzehnten waren im Fernsehbereich freie Teams samt AutorInnen so beliebt, weil man sie rund um die Uhr einsetzen konnte, ohne Pause, ohne Festkosten, ohne Reue, mit allzeit guten Resultaten. … weiter lesen
19.09.2011 von Detlef Berentzen

“Das alles wirkte so unwirklich: vergiftete Bankiers, rachsüchtige Ehefrauen, ein hackender Junge, der bei ihm Unterschlupf gefunden hatte, dieser abgedrehte Fallanalytiker. Hoffentlich rannte er nicht irgendwelchen Hirngespinsten hinterher und saß in wirklichkeit in einer Irrenananstalt und spielte mit einem Puppenhaus.”
Wer hat Schwackmeier ermordet? Den Bankier? Bröker ermittelt im mörderischen Westfalen. Lisa Glauche und Matthias Löwe haben ihn als Figur dort platziert – in ihrem Westfalenkrimi “Tod an der Sparrenburg” (Pendragon-Verlag). Und da wir (Berentzen&Renner) nun mal glauben, daß gerade in Berlin ein Leben ohne Westfalen und ihre Literatur zwar denkbar, aber im Grunde unmöglich ist, haben wir die beiden AutorInnen ins taz-Café geladen. Zu einer wahrhaft mörderischen Lesung. … weiter lesen
16.09.2011 von Detlef Berentzen

Heisser Morgenkaffee, die ersten Anrufe, das Radio läuft. Alles wie immer. Und doch nicht. Im DeutschlandradioKultur ist plötzlich (wie heute auch in der taz, doch die kam erst später) von Hoyerswerda die Rede. Zwanzig Jahre ist das her: Der DeutschlandEinigVaterlandTerror gegen die Asylanten, das Johlen, der Haß, die Feuer, die Angst, die Wut, die Flucht. … weiter lesen
15.09.2011 von Detlef Berentzen

Mutti muß dafür sorgen, daß zu Hause alles seine Ordnung hat, die Kinder tragen hinter der Stirn den üblichen Faconschnitt, …während Vati irgendwo schnell noch einen uralten Asbach trinkt. Oder zwei. Wie anders sollte die „Familie Schölermann“ die Realitäten der 50er-Jahre spiegeln? Alles glatt und sauber, meistens jedenfalls. … weiter lesen
13.09.2011 von Detlef Berentzen

“Mobile Klangexpeditionen für Stimmen, Gießkannen und Regenschirme”, „Klingende Trampoline, Music-Boxsäcke, singender Hometrainer“, ….alles neu, ziemlich gierig und Musik. Und Klaus Burger (s. Foto) als Solist (wieder mal) mittendrin. … weiter lesen
07.09.2011 von Detlef Berentzen

“Die Medien haben sich, in meinen Augen, direkt nach dem 11. 9. und letztendlich bis heute, nur als Stenographen und Megaphone des Weißen Hauses betätigt und die Presseerklärungen, die von dort kamen, wurden als Realität in die Zeitungen geschrieben oder in die Talkshows und Nachrichtensender gebracht.” (Mathias Bröckers)
Elfter September 2001. Viele suchen die Wahrheit dieses Tages. Irgendeine. Geben dem Schrecken Namen und Ursache. In Filmen, selbstgebastelten Videos, verbreiten sich im Internet, in Büchern, Vorträgen, Versammlungen, Kampagnen. Eifrig genug. Auch eifernd. Undifferenziert. Konstruieren nicht selten neue alte verschwörerische Mythen.
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