
Ein Ort der Ruhe und Entspannung. Still muß das Örtchen sein, an dem wir unsere ehernen Notwendigkeiten erledigen – kein Tumult, keine Öffentlichkeit, keine Störung. Das postmoderne Individuum zelebriert seine Notdurft in größtmöglicher Einsamkeit. Manchmal sogar ohne Mobiltelefon. Und niemand wird gerne auf Ort und Umstände seiner intimen Verrichtungen angesprochen. … weiter lesen
Jetzt hat Regener ja keine vorbereitete Rede gehalten, sondern mal spontan abgekotzt. Klar ist aber, dass sein grundsätzliches Missverständnis darin besteht, dass Piraterie der Grund allen Übels sei. Das ist, wenn überhaupt, maximal die halbe Wahrheit. (Evangelos Papathanassious)
Gerade junge Labels nutzen das Netz wie niemand anders und wissen um seine Wirkmechanismen. Und weisst du woran das liegt? Die haben keine Angst, die sind damit aufgewachsen. Die sind anders sozialisiert. Die kennen das nur so. Für die ist das Internet ein selbstverständlicher Raum. Im Privaten wie eben auch im Beruf. Deswegen nutzen die das so, wie sie es tun. Das du Angst davor hast, okay. Aber wir helfen dir gerne, die abzubauen. Ehrlich. (Nilz)
“Man wird uncool, wenn man hier sagt: Urheberrecht und so!” Sven Regener (“Element of Crime”) hat neulich dem Bayerischen “Zündfunk” ein Interview (Link untenstehend) gegeben und als sie ihm die richtige Frage stellten, hat… weiter lesen
“Ick hab’ ja sonst nüscht zu tun! Wat soll’s?” Also piekfeine Klamotten anziehen, rin in den ollen Rollstuhl, den ganzen Tag rund um den Pariser Platz rollern und Pfandgeschichten sammeln. … weiter lesen
“Brass Dialog” proudly presents: Klaus Burger (Foto), Marco Blaauw(NL) und Karlheinz Essl (A). Heute abend in Donaueschingen, allemal überdacht, weil in den beheizten Donauhallen. Man wird (wieder einmal) virtuos miteinander experimentieren, improvisieren – Blasgeräte korrespondieren mit visionärer Elektronik. … weiter lesen
“Journalisten berichteten 1968 aus Berkley vom Beginn der Studentenrevolten, Ulrike Meinhof und Luc Jochimsen kamen als Journalistinnen, probierten die neuen Formen und wurden zu Hörspielautorinnen beim SWR. Das O-Ton-Hörspiel war nur eine der unter Hermann Naber entwickelten Mischformen.”
Der kürzlich verstorbene Hermann Naber belebte in den 60er- und 70er-Jahren das Hörspiel des alten SWF, experimentierte, provozierte, war sogar ein Pionier der Hörerbeteiligung beim Kriminalhörspiel. Die neue Ausgabe von “Mehrspur”, dem äußerst reflektierten Radiomagazin von SWR2, erinnert jetzt an ihn: … weiter lesen
“Initiative für Kultur im Rundfunk” – da muss es in einer öffentlichen Anstalt schon ziemlich weit gekommen sein, wenn RedakteurInnen, AutorInnen und RegisseurInnen sich als “Radioretter” inszenieren und der Intendantin des WDR einen “Offenen Brief” ob der geplanten Deformen für ihr Drittes Hörfunkprogramm schreiben müssen: … weiter lesen

…wie den gemeinen Dokumentarfilmern einmal der Gottschalk im Nacken saß, sie der ARD “wiederholungsfähige Programmware” anboten und dafür sogar ihre “spannendsten Erlebnisse” preisgeben wollten: … weiter lesen
vom bischofsberg die haube/verwest denn hier kein stein?/das kind spielt in der laube/ ein wappenbild mit taube/das kind spielt: ich bin klein//die mutter springt ins feuer/die gasse stülpt sich um/ein bischof im gemäuer/speist säulenungeheuer/das kind spielt: ich bin dumm.(Peter Härtling: Olmütz 1942-1945)
Viele Schriftsteller sind auf der Suche. Nach den Räumen von Kindheit und Erinnerung. Vergeblich oft. Auch Mähren ist Gegenstand solch einer Suche. Kritische deutschsprachige AutorInnen wurden dort einst von den Nazis verfolgt, andere im Nachkrieg von Tschechen vertrieben. Ihre Literatur wurde obsolet. … weiter lesen







