vonHans Cousto 12.06.2020

Drogerie

Aufklärung über Drogen – die legalen und illegalen Highs & Downs und die Politik, die damit gemacht wird.

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Am 29. Mai 2020 präsentierten die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig und die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Dr. Heidrun Thaiss sowie der Begründer und Content Marketing Officer der Buzz Medien, Kay Lübbers, die Anti-Cannabis-Kampagne Kiffen ist nicht cool – es ist cool, nicht zu kiffen. Gibt man in die Suchmaschine Google die Suchbergriffe „daniela ludwig kiffen cool“ ein, dann werden einem zuerst drei Videos angezeigt:

DANIELA LUDWIG IST NICHT COOL! – Analyse der Anti-Cannabis-Kampagne auf dem Kanal Open Mind (488.000 Abonnenten, 77.758 Aufrufe, 11.625 Daumen hoch, 48 Daumen runter, 1.029 Kommentare)

Kiffen nicht cool – Bundesdrogenbeauftragte startet Anti-Cannabis Kampagne | Rechtsanwalt Solmecke auf dem Kanal Kanzlei WBS, WILDE BEUGER SOLMECKE Rechtsanwälte (591.000 Abonnenten, 190.986 Aufrufe, 9.885 Daumen hoch, 429 Daumen runter, 6.392 Kommentare)

WELT INTERVIEW: Drogenbeauftragte – So sollen Jugendliche vor Drogenkonsum gewarnt werden auf dem Kanal WELT Nachrichtensender (581.000 Abonnenten, 10.261 Aufrufe, 87 Daumen hoch, 925 Daumen runter, Kommentare sind deaktiviert)

Nicht in den Ergebnissen der Suchmaschine zu finden ist das Video von der Pressekonferenz:

Live-Pressekonferenz der Drogenbeauftragten zur Vorstellung neuer Cannabispräventionsmaßnahmen auf dem Kanal des Bundesministeriums für Gesundheit (31.400 Abonnenten, 18.220 Aufrufe, 92 Daumen hoch, 4.538 Daumen runter, 1.556 Kommentare)

Alle hier angegebenen Werte wurden am 12. Juni 2020 zwischen 10:00 Uhr und 10:10 Uhr ermittelt. Wer also jetzt hier beim Lesen die entsprechenden verlinkten Videos aufruft, wird dort überall größere Werte finden – dies gilt zumindest so lange, wie die Suchmaschine korrekte und keine manipulierten Daten übermittelt.

Open Mind versus Bundesministerium für Gesundheit

Das Video, das Simon vom Kanal Open Mind am 4. Juni 2020 auf YouTube hochgeladen hat, ist der erste Treffer bei der Suche nach „daniela ludwig kiffen cool“ und hat damit die höchste Relevanz zum Thema gemäß Algorithmus der Suchmaschine. Dieses Video gefällt vielen Betrachter/innen, denn das Verhältnis mag ich (Daumen hoch: 11.625) zu mag ich nicht (Daumen runter: 48) liegt bei 242 zu 1. Anders ausgedrückt, auf 242 positive Bewertungen kommt eine negative Bewertung.

Beim Video der Pressekonferenz der Drogenbeauftragten zur Vorstellung neuer Cannabispräventionsmaßnahmen auf dem Kanal des Bundesministeriums für Gesundheit sieht es hingegen sehr anders aus. Dieses Video gefällt vielen Betrachter/innen nicht, den das Verhältnis mag ich (Daumen hoch: 92) zu mag ich nicht (Daumen runter: 4.538) liegt bei 0,02 zu 1. Anders ausgedrückt, auf eine positive Bewertung kommen 49 negative Bewertungen.

Grafik Videoaufrufe und Bewertungen zur Cannabispräventionskampagne von Daniela Ludwig
Videoaufrufe und Bewertungen zur Cannabispräventionskampagne von Daniela Ludwig

Weshalb die Videos zum gleichen Thema so unterschiedlich empfunden werden kann man gut den Kommentaren entnehmen, beide Videos wurden über 1.000 mal kommentiert.

Die weiteren Empfehlungen von Google

Die zweite Empfehlung von Google ist ein Video von Rechtsanwalt Solmecke von der Kanzlei WBS. Dieses Video gefällt vielen Betrachter/innen, denn das Verhältnis mag ich (Daumen hoch: 9.885) zu mag ich nicht (Daumen runter: 429) liegt bei 23 zu 1. Anders ausgedrückt, auf 23 positive Bewertungen kommt eine negative Bewertung. In den 6.392 Kommentaren, kann man gut nachlesen, weshalb das so ist.

Die dritte Empfehlung von Google ist ein Video auf dem Kanal WELT Nachrichtensender das unter dem Titel WELT INTERVIEW: Drogenbeauftragte – So sollen Jugendliche vor Drogenkonsum gewarnt werden erschienen ist. Dieses Video gefällt vielen Betrachter/innen nicht, den das Verhältnis mag ich (Daumen hoch: 87) zu mag ich nicht (Daumen runter: 925) liegt bei 0,09 zu 1. Anders ausgedrückt, auf eine positive Bewertung kommen 10 bis 11 negative Bewertungen. Die Kommentarfunktion ist deaktiviert, so dass hier die Leute nicht öffentlich gleich begründen können, weshalb sie sich so oder so entschieden haben. Die Drogenbeauftragte will auf YouTube auf Augenhöhe mit den jungen Menschen kommunizieren, doch die ersten Ergebnisse zeigen, dass ihre Botschaft bei den Betrachter/innen der Videos nicht sonderlich gut ankommt.

Ludwigs Präventionskampagne gegen Legalisierungsbefǘrworter

In den Nachrichten des Deutschen Hanfverbandes (DHV-News #252 – Ludwigs coole Kampagne) kommt Georg Wurth ab Minute 6:28 für etwa acht Minuten auf Ludwigs Kampagne zu sprechen mit Einblendungen aus der Pressekonferenz. Das Video ist auf dem Kanal des DHV zu sehen (142.000 Abonnenten, 40.540 Aufrufe, 4.134 Daumen hoch, 54 Daumen runter, 1.067 Kommentare). In den DHV-News wird das Vorhaben von Frau Ludwig kritisch hinterfragt, was vielen Betrachter/innen des Videos gefallen hat. Das Verhältnis mag ich (Daumen hoch: 4.134) zu mag ich nicht (Daumen runter: 54) liegt bei 76 bis 77 zu 1. Anders ausgedrückt, auf 76 bis 77 positive Bewertungen kommt eine negative Bewertung. In den 1.067 Kommentaren, kann man gut nachlesen, weshalb das so ist.

Influencer statt Evaluierung

Ein Punkt, der für Empörung bei einigen Kommentatoren sorgt, ist die Tatsache, dass die Drogenbeauftragte Influencer engagiert für eine solche Kampagne statt ein paar Wissenschaftler/innen anzuheuern, die mal ihre Politik und ihr Auftreten evaluieren. Besonders kritisch wird die Tatsache gesehen, dass man bei einem offensiven Engagement von Influencer nicht mehr unterscheiden kann, was die eigentliche Meinung einer Person ist oder ob es sich bei der publizierten Meinung um ein bezahltes Statement eines Meinungsmachers respektive eines Influencers handelt.

Rückblick: Manipulation durch Influencer statt korrekte Information der Bevölkerung durch die Regierung hat in Deutschland eine lange Tradition. Am 4. Juni 1970 informierte Gesundheitsministerin Käte Strobel (SPD) den Bundestag über die Regierungspläne zur Schaffung eines neuen Betäubungsmittelgesetzes, am 13. Juli 1970 präsentierte sie dem Bundeskabinett einen Referentenentwurf, der zwischen den Ministerien abgestimmt und am 12. November vom Kabinett beschlossen wurde. Ziel des Entwurfs war bei den Regelungen betreff Cannabis eine zum Teil erhebliche Erweiterung der Strafrahmen, „um das Gesetz damit zu einem wirkungsvolleren Instrument bei der Bekämpfung der Rauschgiftsucht zu machen“ (Deutscher Bundestag 1971:1). Zugleich verabschiedete das Kabinett unter Federführung des Ministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit ein „Aktionsprogramm zur Bekämpfung des Drogen- und Rauschmittelgebrauchs“ mit ergänzenden Maßnahmen, die vor allem eine Verstärkung der Repression von Handel und Schmuggel zum Inhalt hatten. An zweiter Stelle stand eine zentral organisierte Kampagne zur „Aufklärung der Bevölkerung“ . Neben der offenen Aufklärung umfasste die Kampagne auch verdeckte Öffentlichkeitsarbeit, bei der die Bundesregierung gezielt nicht als Absender der Information in Erscheinung trat, um den Eindruck einer allgemeinen Trendwende gegen den Cannabiskonsum zu erwecken. So stellte sie etwa Schülerzeitungen und anderen Printmedien kostenlos anonyme Artikel und Rundfunkanstalten Funkspots und Abschreckungsfilme zur Verfügung, die für das Publikum wie redaktionelle Beiträge aussehen sollten. Durch Täuschung sollte somit die Meinung der Bevölkerung manipuliert werden.

Aufgrund eines schriftlichen Appells von Gesundheitministerin Käte Strobel befasste sich der Deutsche Presserat Anfang Juni 1972 mit dem Thema Drogen und forderte die Redaktionen auf, „bei der Behandlung der Drogen- und Rauschmittelgefahren auf eine sensationelle Berichterstattung ebenso zu verzichten wie auf jede Bagatellisierung der Verwendung von Rauschmitteln“ . Am 17. Juni 1972 wandte sich zudem der parlamentarische Staatssekretät Heinz Westphal (SPD) in einem Brief an Ernst Klett, den Vorsitzenden des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, mit der Bitte, eine vergleichbare Entschließung für den Buchhandel anzuregen, da Bücher wie der „Haschisch-Report“ des Zeit-Redakteurs Rudolf Walter Leonhardt eine „mit Sicherheit … große Anzahl Jugendlicher“ zum Konsum von Cannabis verführt hätten. Die formal begründete Ablehnung Kletts bezeichnete das Ministerium als „enttäuschend“ . Versuche von Zensur scheinen in der Drogenpolitik in der Bundesrepublik Deutschland eine lange Tradition zu haben. Dies gilt auch für den Einsatz von Influencer und Daniela Ludwig scheint sich wohl zu fühlen in dieser durch Manipulation verzerrten Welt.

Fazit: Mach Dich Schlau

Zur Kampagne von Daniela Ludwig hat die Drogenberatung Condrops in München unter dem Titel „Zur Cannabisprävention von Daniela Ludwig“ sehr treffend festgestellt:

Mach dich schlau!“ – Schon der Titel der neuen Social Media Kampagne zur Cannabisprävention transportiert genau das, was es laut Vorhaben der Drogenbeauftragten Daniela Ludwig zu verhindern galt: Den erhobenen Zeigefinger. „Wenn du dich schlauer machst, als du es gerade bist“, so scheint der Slogan zu sagen, „dann kommst auch du zum richtigen Schluss.“ Nämlich, nicht zum Joint zu greifen. Schon in ihrem Grundgedanken ist Ludwigs Kampagne also lange Bekanntes in frischer digitaler Aufmachung.

Bei YouTube haben sich viele Tausend Menschen bezüglich der Kampagne von Daniela Ludwig schlau gemacht und Tausende Menschen haben auch einen Kommentar hinterlassen. Die Drogenbeauftragte sollte diese Kommentare mal lesen um sich schlau zu machen, denn die meisten Kommentatoren halten wenig bis gar nichts von Ludwigs Kampagne und/oder empfinden diese geradezu als grotesk. Dem gegenüber wollen sich viele Leute echt schlau machen und sich nicht von bezahlten Influencer beinflussen lassen und haben deshalb die Petition „Es ist Zeit für eine grundlegend neue Drogenpolitik!“ unterzeichnet. In der Petition werden der Gesundheitsminister Jens Spahn und die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig aufgefordert, die deutsche Drogenpolitik von unabhängigen Experten evaluieren zu lassen, damit sich jeder ein möglichst objektives Bild von der Situation machen kann – eben nicht durch Influencer manipulativ beeinflusst, sondern auf Grund von Fakten die Möglichkeit bekommt, sich schlau zu machen.

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https://blogs.taz.de/drogerie/2020/06/12/resonanz-auf-ludwigs-anti-cannabis-kampagne/

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kommentare

  • Vielleicht sollte der Mensch das eigene Schicksal nicht mit der desaströsen Drogenpolitik der Bundesrepublik vermengen, aber wenn der Mensch bereits „so alt“ ist, dass er wegen Haschischbesitzes noch nach dem Opiumgesetz verurteilt worden ist, inzwischen sämtliche Bundesdrogenbeauftragten hat kommen und gehen sehen, ohne dass erkennbare Fortschritte in der Entkriminalisierung von Cannabis-Genusskonsumenten – geschweige denn Entkriminalisierung von Cannabis nutzenden Patienten (ohne ärztliche Verordnung) – erzielt worden sind, und dieser Mensch nun – 2020! – auch noch erleben muss, dass ein 17jähriger in Stuttgart wegen eines „Rauschgiftdelikts“ kontrolliert wird, wodurch die Polizei in geradezu provozierender Weise Randale und (Gegen-)Gewalt unter (dem) anwesenden „Partyvolk“ anzettelt, ist es für diesen Menschen nach Ablauf eines halben Jahrhunderts folgenschwerer Stagnation bei der gesundheitlichen Einordnung von Cannabis an der (höchsten) Zeit, an eigene Gesetzgebungs-Vorstellungen zu glauben und nicht mehr Lügnern, Aussitzern und kurzsichtigen Drogengesetz-Ordnungshütern zu vertrauen, denen eine Ordnung ohne Cannabis lieber zu sein scheint als eine Unordnung mit Alkohol.

    Beginnen wir mit der Entrostung des baufälligen (BtmG-)Konstrukts und zeichnen diese sinnvolle Petition, die den Schwächsten der Schwachen – nämlich Cannabis nutzenden Patienten dienen soll:
    https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2020/_04/_03/Petition_109200.html

  • Ich hab im Osten, nach 11 Jahren versuchter Schmerztherapie noch keinen Arzt gefunden, der freiwillig Cannabis verschreibt. Es interessiert auch keinen, ob du Stasiopfer bist oder nicht – machen sich lustig drüber. Polizei reagiert nicht!

  • Der links-grüne- und meinetwegen auch gelbe Teil des Bundestages setzt sich auch nicht wirklich für eine offene und vorurteilsfreie Drogenpolitik ein. Da muß erst ein Richter aus Bernau kommen, der sich an das Verfassungsgericht wendet, um neuen Wind in die Diskussion zu bringen. Derartige Vorstöße hätten von den Linken oder Bündnis 90/Die Grünen kommen müssen. An ihren Taten werden sie gemessen und da kommt ja nur noch wenig bis gar nichts. Vielleicht sollte man einen Klima-Bezug in die Diskussion einbringen. Dann sind auch die Grünen bei der Stelle. Was anderes können sie ja nicht.

  • Es geht hier dich längst nicht mehr um die Legalisierung von Gras, da geht’s um ganz andere Sachen weshalb alles so bleibt wie es ist. Man kann nämlich sehr sehr viel mehr Geld einnehmen wenn Cannabis illegal ist und auch bleibt. Und außerdem kann man als Politiker sein Machtbedürfnis befriedigen, erst so tun als wäre man für eine Legalisierung und dann kommt aber der Stinkefinger. Nix ist mit Legalisierung.
    Und solange CDU SPD die Regie führen wird sich da nie was ändern. Wenn ihr wirklich eine Legalisierung wollt, dann wählt die einfach nicht mehr. Alle meckern, aber irgendwer wählt die doch in den Bundestag. Ihr werdet verarscht und seid noch selber Schuld sich das gefallen zu lassen.

  • Schön zu sehen wie wir nur noch verarscht werden.
    Es wird uns eine Meinung diktiert.
    Wenn es unter einem Video zu viele Daumen drauf oder runter gibt, und das nicht der diktierten Meinung entspricht werden Kommentare deaktiviert.
    Oder ganze Videos sind dann nicht mehr verfügbar.
    Ich hoffe hier hat das wenigstens einer bemerkt, es steht ja in dem Text oben.

  • Vielen Dank, daß sie sich die Mühe gemacht haben hier alles so schön zusammen zu fassen. Im Internet scheint die Sache längst entschieden mit der Legalisierung, nur im Real Life gibt es leider noch viel zu viel Unwissenheit und Vorurteile gegenüber der Hanfpflanze. Die Frage ist, wie schafft man es, ehrliche Informationen über Drogen, und Hanf im besonderen, an die Mitbürger zu bringen. Frau Ludwig, das wäre doch mal ne echte Aufgabe für sie: Flyer mit Infos über Cannabis von echten Wissenschaftlern an alle deutschen Haushalte per Postwurf Sendung – Z.b. Cannabis ist kein Rauschgift, weil es nicht giftig ist. Cannabis hat noch nie einen Menschen getötet. Bei legalem Verkauf würde das soundso viel in die Kasse spülen. Der rechtliche Status von Gras hat keinen Einfluss auf das Konsumverhalten etc,etc,etc

  • Ich verstehe nicht, wieso Daniela Ludwig nicht viel mehr Wind aus Richtung der Opposition entgegen bläst. Jeder ihrer Tweets wird ausführlich und in mehr oder weniger nettem Ton kommentiert. Lediglich Niema Movassat von der Linken und Marie-Agnes Strack-Zimmermann haben sich bislang direkt mit der Drogenbeauftragten öffentlich auseinandergesetzt.

    Der drogenpolitische Sprecher der SPD gibt lediglich Pressestatements ab und tritt merkwürdiger Weise wenig offensiv für seinen eigenen Fraktionsbeschluss zur Entkriminalisierung ein. Da kann Ludwig stolz Drogenfunde der Polizei beklatschen, die SPD bleibt still. Haben die Damen und Herren nun erkannt, dass Strafverfolgung ein ungeeignetes Mittel ist oder nicht? Ist der Entkriminalisierungsbeschluss nur da, damit für die SPD die dauernde Diskussion auch in der Partei endlich nicht mehr nervt?

    Den Vogel schießen aber die Grünen ab. Von der eigentlich sehr progressiven Kirsten Kappert-Gonther kommt keinerlei Widerspruch, egal welchen Unsinn Ludwig auch publiziert. Gerade von der Partei, die in Sachen Regulierung am weitesten ist und eine glasklare Parteihaltung hat, sollte man mehr Widerspruch erwarten. Für zusätzliche Enttäuschung sorgten kürzlich die Hamburger Grünen, die mir-nichts-dir-nichts alle drogenpolitischen Vorstellungen fallen liessen um weitere fünf Jahre mit der SPD zu regieren. Sie haben sich sogar breit schlagen lassen, einen quasi Therapiezwang mitzutragen, der Jugendlichen Cannabis-Straftätern die Möglichkeit bieten soll, durch eine Drogentherapie der Strafe zu entkommen. Sie sind damit sogar hinter den Status quo zurück gefallen.

    Die Drogenpolitik spielt für die Parteien keine Rolle, die Betroffenen sind Verhandlungsmasse und so schaut man fassungslos zu, wie eine frei drehende CDU/CSU sich immer weiter in ihren ideologischen Sumpf von einer wirkungsvollen Repression zurück zieht.

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