Was tun, wenn ein politischer Fall so fassungslos macht, dass Scrollen echt nicht mehr reicht? Im Fall Collien Fernandes hat der feminist fight club innerhalb von drei Tagen eine Großdemo mit ca. 13.000 Menschen auf die Beine gestellt.
In dieser Folge erzählen Linh und Sky, wie aus „Irgendjemand müsste was tun“ konkrete Orga wurde – von der Demo-Anmeldung über Mobilisierung und Technik bis zu Ordner*innen, Sicherheit und Reichweite. Schritt für Schritt geht es darum, wie aus Ohnmacht Protest wird.
Gleichzeitig teilen wir Tipps, wie du dich einbringen kannst, ohne gleich eine ganze Demo zu verantworten.
Zur Folge:
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Shownotes zur Podcastfolge:
feminist fight club auf Instagram
In 5 Schritten zur Demo:
1. Know your power
Du bist der „irgendjemand“ und demonstrieren ist ein Grundrecht. Jede Person kann eine Versammlung anmelden.
2. Du musst die Welt nicht alleine retten: Hol dir ein Team
Suche dir Menschen, die deine Wut teilen und Lust haben, mit anzupacken.
3. Fundament legen
Jetzt geht es um die Basics:
- Thema und Titel der Demo
- Datum, Uhrzeit und Ort festlegen
- ggf. eine Route
- Technik organisieren
- Versammlungsleitung benennen
- Ordner*innen finden
- Demo anmelden
4. Reichweite schaffen
Damit Menschen von der Demo erfahren:
- Social Media nutzen
- Presse einladen
- NGOs und Initiativen ansprechen
- Menschen mit Reichweite um Unterstützung bitten
- Redner*innen und Bühnenprogramm organisieren
5. Hab Spaß
So ernst der Anlass auch ist: Demo-Organisation kann Kraft geben. Gemeinsam Banner malen, sich gegenseitig unterstützen und merken, dass man nicht allein ist: Aktivismus ist ein Marathon, kein Sprint. Deshalb ist es wichtig, aufeinander zu achten, Grenzen zu respektieren und auch Freude an dem zu haben, was man gemeinsam auf die Beine stellt.
1000Dank an Linh und Sky sowie allen Beteiligten (u.a. von „Nur ja heißt ja“) beim feminist fight club!
Sounds von slip.stream
Coverdesign: Svenja Limke
Titelmusik: Louis Schwadron