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von 25.08.2013

taz Hausblog

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toastbrotAm 20. August erschien auf der Sportseite der taz der Artikel „Dümmer als Toastbroat“. Es geht darin um Danny da Costa vom FC Ingolstadt, der bei einem Spiel gegen den TSV 1860 München rassistisch beleidigt wurde, und wie sein Mitspieler Ralph Gunesch daraufhin die Beleidiger beschimpft. Die Bildunterschrift unter dem Foto lautet: „Zusammenhalt unter Kameraden: Ralph Gunesch und Danny da Costa (von rechts)“.

Dies stößt auf die Kritik von W. Dittrich-Windhüfel:

Der VfL Bochum hat mit diesem ganzen „Sche…“ nichts zu tun. Der Verein ist seit Jahren dabei, das „Miteinander“ im Stadion auf dem Rasen und auf den Rängen aktiv zu fördern. Aktiv gegen Rassismus. Dass die Sportredaktion sich keine Zeit nimmt, ein Bild aus einem einen Tag zurückliegenden Spiel zu recherchieren, finde ich bedauerlich. Wenn es um Rassismus durch Fans von 1860 München geht, dann gehört auch ein Bild aus diesem Spiel, zumindest aber eins von 1860 München dazu. Verzichtet doch künftig in ähnlichen Situationen auf ein Bild, schreibt dafür etwas mehr, gern über und gegen Rassismus, aber werft keine Vereine in einen Topf, die da nicht reingehören.

taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer antwortet:

Eines vorweg: Niemand hier in der Redaktion unterstellt dem VfL Bochum, seinen Spielern oder seinen Fans, sich rassistisch verhalten zu haben. Natürlich hat der VfL auch nichts mit den rassistischen Vorfällen zu tun, über die wir am Dienstag berichtet haben. Dass die Bildauswahl genau dies nahelegen könnte, das haben wir nicht bedacht, als wir den Text über die rassistischen Pöbeleien von Fans des TSV 1860 München produziert haben. Wir haben ein Bild ausgewählt, auf dem sowohl Danny Da Costa, das Opfer der Beleidigungen, als auch Ralph Gunesch, der Spieler, der mit seinem viel beachteten Posting auf seiner Facebook-Seite die Vorkommnisse erst zu einem Fall gemacht hat, zu sehen sind. Gewiss, es war kein aktuelles Bild, und dass ein Bochumer Spieler darauf abgebildet ist, war sicher mehr als unglücklich. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Zu unserer Verteidigung: Was am Sonntag in München geschehen ist, lässt sich nur schwer in einem Foto abbilden. Das unappetitliche Geschrei der Fans wird man auf einem Zeitungsbild nicht hören können. Und das ist ja auch irgendwie gut so.

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