vontazlab 16.04.2012

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

Mehr über diesen Blog

Von Vanessa Weiss

Jacinta Nandi liest. Foto: David Oliveira
Jacinta Nandi liest. Foto: David Oliveira

„Wir werden solange hier bleiben, bis ihr vor Lachen auf dem Boden liegt“, scherzt Lea Streisand. Sie, die Autorinnen Jacinta Nandi, Mareike Barmeyer und der Musiker Sven van Thom der Berliner Lesebühne Rakete 2000 präsentierten vielschichtige und vor allem humorvolle Kurzgeschichten und Lieder zum Thema „Wir wollen mehr!

Von peinlichen Kindergewohnheiten über die kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau bis hin zu einem vor Pointen strotzenden Schweiz-Besuch unterschieden sich die Kurzgeschichten der Autorinnen sehr voneinander. Ihrem Lachen konnten die Zuhörer vor allem bei denen von Lea Streisand präsentierten Kurzgeschichten wie „Oh du mein stiller Zauberberg“ freien Lauf lassen. Im Vergleich dazu wirkte die Reaktion des Publikums sowohl auf die Tierstimmen-Geschichte „Rampenlicht“ von Mareike Barmeyer, als auch auf ihre erste Geschichte „Der kleine Unterschied“ verhaltener. Vor allem in letzterer griff sie ein viel zu häufig diskutiertes Geschlechterthema auf, dass nicht so recht wirken wollte.

Mit einem sehr großen Problem mussten sich Sven van Thom und Jacinta Nandi auseinandersetzen, deren kecke Texte und pointierten Kurzgeschichten wiederholt durch den Saallautsprecher unterbrochen wurden. Doch davon ließ sich die Rakete 2000 nicht abschrecken und so kommentierte Lea Streisand das Geschehen keck: „Alles Falschparker!“

Insgesamt ist es schade, dass diese interessante Veranstaltung mit 16 Uhr relativ spät platziert wurde, da sie möglicherweise dadurch schlechter besucht war als andere Veranstaltungen im Café Global. Trotz der schwachen Zuhörerzahl ließ es sich Sven van Thom nicht nehmen, mit einem letzten Lied „Tanz den Spatz“ die Zuschauer von der Passivität zum Aktivismus zu bewegen. Doch leider ließen sich Wenige zum Krake tanzen und Harke machen animieren, was sehr schade war.

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/hausblog/uber-krakentanze-und-mannerkrampfe/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.