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von 10.08.2013

taz Hausblog

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Die Initiative „taz watch“ hat am Donnerstag zu zweit gegen Rassismus und Diskriminierung in der taz demonstriert. Auf Facebook heißt es zum Grund für den Protest: „Die taz ist natürlich nicht die einzige Zeitung, die durch Rassismen auffällt, aber irgendwo mussten wir ansetzen. Viele engagierte und kluge Menschen und Organisationen haben sich bereits aufl intellektueller Ebene mit der taz auseinandergesetzt. Wir begrüßen das sehr, denn wir wissen, dass standardeinstellungen schwer aufzuheben sind. Wir gehe davon aus, dass die tazler wissen, was sie tun und bewirken. Wir berufen uns u.a. auf Grund- und Menschenrecht und sagen ganz einfach, dass diese Form der Bericht- bzw. Weltbildberichterstattung enden muss. Punkt.“

 

In der FAQ der Gruppe heißt es unter anderem:

 

4.) „Rassismus definiert doch jeder selbst“… Seid ihr nicht einfach einbisschen überempfindlich und zu p.c.?

 

1) Die Frage erscheint zunächst vielleicht plausibel, doch eigentlich lässt sie einen schnell in Erklärungsnot kommen -den Rassismus dadurch relativierend – und eine Defensivpositionen einnehmen. So wird dann aus der Defensive desjenigen, der sich sonst mit Rassismen hätte auseinandersetzen müssen, wieder eine Offensive. Klassischer Abwehrmechanismus.

 

2) Ja, die Semantik hängt vom Kontext ab und im Privaten können X und Y ihre ganz eigenen Sprachregelungen treffen.

 

3) Falsche Frage, denn eine Zeitung ist keinePrivatperson, keine Person am Stammtisch.

 

Die Gruppe verweigert bewusst das Gespräch mit der taz über ihre Vorwürfe und hat sich stattdessen für einen schweigenden, beobachtenden Protest entschieden: „Aber zunächst einmal schauen wir durch die Fensterfront des tazcafés, das auch Eingang zur Redaktion ist, und stehen ein für unsere Sache, für unser Recht, für die verwehrte Augenhöhe. Wir bleiben friedlich und bedeuten damit u.a. der taz, dass sie sich bewegen muss!!!“

 

Für Unbeteiligte ist die Demonstration nicht ohne weiteres als solche zu erkennen. taz-Café-Besucher Pavel: „Ich dachte, die warten darauf, dass hier ein Platz frei wird.“

 

Siehe auch: Berichte über die Demonstrationen am am 28. Juni, am 11. Juli und am 25. Juli.

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