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von 23.02.2011

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Wenn wir das legendäre Stern-Titelbild nicht schon vor einem Jahr zu Helene Hegemann plagiiert hätten, dann würden wir es wohl jetzt zu zu Guttenberg machen:

abgeschrieben

Hier alle Geständnisse:

Johann Sebastian Bach, Komponist: Unter anderem ist mein Concerto in a-Moll eigentlich nur eine Orgelbearbeitung von Vivaldi. Na und? Ich bin eben mit der „Sharing“-Kultur des Barock aufgewachsen, da war das üblich.

Tony Blair, Hanswurst: Als ich einmal in der Verlegenheit war, einen Angriffskrieg begründen zu müssen, „sampelte“ ich meine Erklärung aus einer völlig veralteten und fehlerhaften Diplom-Arbeit. Ich dachte, das macht man so.

Thomas Mann, Edelfeder: Das stärkste Kapitel meiner „Buddenbrooks“ beginnt so: „Mit dem Typhus verhält es sich folgendermaßen …“, der Rest ist abgeschrieben aus einem Lexikon.Was weiß denn ich schon vom Typhus?

Michael Crichton, Bestseller: Idee und Plot für mein Buch „Jurassic Park“ habe ich bei Arthur Conan Doyle und seinem Schundroman „Die vergessene Welt“ geklaut. Warum? Ich werde schon meine Gründe gehabt haben.

Cigdem Akyol, taz-Autorin: Ich … keine Zeit hatte Dinge wichtiger waren, habe ich die Klausur mit der entsprechenden Lektüre dennoch geschafft. Auf ähnliche Weise hat es im 5. Semester fürs Latinum gereicht

Daniel Schulz, Chef: Ich habe die Idee dieser Seite beim „Stern“ geklaut. Eine zeitgemäße Begründung habe ich mir auch kopiert: Dann liest dieses talentierte Underground-Blättchen vielleicht mal jemand.

Arno Frank, Handlanger: Ich war jung, brauchte das Geld und nahm den Auftrag an, eine Biografie über einen „sympathischen Superstar aus der Schweiz“ zu verfassen. Ohne die „Bravo“ schriebe ich daran wohl heute noch …

Doris Akrap, Doppelagentin: Eine oppositionelle kroatische Wochenzeitung hat kürzlich pleite gemacht, aber nicht, weil unter anderem auch ich, sondern vor allem die kroatische Regierung von ihr abgeschrieben hat.

Bertolt Brecht, Drama-Queen: Für die „Dreigroschenoper“ habe ich mich bei Karl L. Ammers Übersetzung von François Villon bedient, ohne Villon zu nennen. Oder Ammer. Nennt es ruhig Plagiat, ich nenn’s „Intertextualität“.

Vladimir Nabokov, Exil-Russe: Meine „Lolita“ habe ich an den ganz ähnlichen Roman „Lolita“ eines gewissen Heinz von Lichberg angelehnt, den keiner kennt. Der Typ ist auch nur Untermieter in meinem eigenen Kopf.

Jenni Zylka, Geheimagentin: Der Titel meines ersten Bestsellers, „1000 neue Dinge, die man bei Schwerelosigkeit tun kann“, stammt von Douglas Adams. Ich musste ihn töten. Mit der Schuld kann ich nur schwer leben.

Frank Schätzing, Sahneschnitte: Ohne die wissenschaftlichen Berichte des Kieler Instituts für Meereskunde wäre mein „Schwarm“ nur ein „Schwärmchen“ – und ich ein Werbefuzzi und Unterwäsche-Model geblieben.

Helmut Höge, Faktotum: 1984 veröffentlichte u. a. ich das Buch „Vogelsberg“, das aus lauter Geschichten aus der Weltliteratur bestand, die im Sinne einer lokalen Vereinnahmung „vervogelsbergisiert“ wurden

Wladimir Putin, Russe: 16 Seiten meiner Promotion stammen aus William R. Kings und David I. Clelands „Strategic Planning and Policy“: Warum langweilige Sachverhalte neu formulieren? Habe ich nichts Besseres zu tun?

Benno Schirrmeister, taz-Scherge: Für Putins Plagiat gibt es nur eine Quelle: Der Russland-Experte Clifford Gaddy hat die Geschichte 2006 der „Washington Post“ erzählt, wo sie alle abgeschrieben haben. So auch ich.

Dieser Blogeintrag ist ein Plagiat eines über weite Teile identischen Blogeintrages von vor einem Jahr.

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aktuell auf taz.de

kommentare

  • Peter: Zum Titelbild hatte ich nichts geschrieben, sorry. Das ist erst ein paar Tage später erschienen. Ich kenne Frau Pohl nicht und habe es ihr auf gar keinen Fall eingeflüstert! Ich fand nur die Idee, die Haremsdamen als Kolumnistinnen anzuheuern, sehr gut.

    Den Kommentar, den ich hier weiter oben verfasst habe, habe ich übrigens ursprünglich in sehr ähnlicher Form zu einem von Ines Pohls entrüsteten Kommentaren zum Thema Guttenberg gepostet.
    Mein Kommentar ist bei taz.de nicht freigeschaltet worden, was ich schon sehr ärgerlich fand.

  • Das Schlimme ist doch, dass es zu dieser Skandalisierung, den starken Worten und der Beschädigung von seiner Uni, seinem Prof und seines Amtes erst kommt, weil er sich nicht normal verhält und aus dem Amt verabschiedet. Dann wäre Ruhe im Karton ist!

    Aber Guttenberg ist nicht der Akteur. Der Akteur ist Merkel, die ihn trotz der schon vor einer Woche erdrückenden Beweise einfach im Amt lässt, und ein Regierungslager, dass seine Werte zum Decken eines Fälschers verrät.

  • Tja, sollte sich Frau Pohl tatsächlich bei taz-blog-Kommentatoren „Anregungen“ geholt haben, hat sie es nicht sonderlich schlau angestellt.
    Das enorme Interesse am Dschungelcamp war sicher ein gesellschaftliches Phänomen.
    Das Dschungelcamp selbst, wie Frau Pohl gesagt hat, war gewiß keins. Es war eine Fernsehsendung. Außerdem kenne ich hierzulande niemanden, der draußen campiert und Kakerlaken o.ä. verspeist.
    Haha, lustig! Da hat sie sich ja schön zum Fallobst gemacht.
    Aber wie auch immer – insgesamt macht sie als Chefredakteurin doch ’ne ganz gute Figur, finde ich.

  • Minna: Ich habe das mal überprüft – Sie haben ja völlig recht! Erst halten Sie das Titelbild der taz für eine gute Idee und dann äußert sich auch Ines Pohl, dass sie das Titelbild für eine gute Idee hält. Und zwar nach Ihnen! Sie muss also zwingenderweise von Ihnen abgekupfert haben!

    Jetzt könnte man zwar dagegenhalten, dass Ines Pohl das Titelbild schon vorher für eine gute Idee gehalten haben muss, nämlich schon während dieses entstand, schließlich war sie ja dafür verantwortlich. Aber das erklärt noch nicht die auffällig identische Begründung.

    Zunächst weisen Sie auf das „enorme Interesse am Dschungelcamp“ hin. Anschließend verweist auch Ines Pohl auf den „medialen Hype“. Erst schreiben Sie, das Interesse am Dschungelcamp sei „ein gesellschaftliches Phänomen“. Kurz darauf benutzt auch Ines Pohl die markante Wortwahl „ein gesellschaftliches Phänomen“ (allerdings in Bezug auf das Dschungelcamp selbst, nicht auf das hohe Interesse der Öffentlichkeit am Dschungelcamp). Erst schreiben Sie, bei der taz werde dem Leser ein „unterhaltsam-ironischer Blick“ angeboten, kurz darauf spricht auch Ines Pohl davon, man habe die Mittel der Boulevardpresse „satirisch überhöht“. Ja nun – ob „satirisch“ oder „ironisch“, das macht ja nun wirklich keinen Unterschied.

    Angesichts dieser erdrückenden Beweislast halte ich es für völlig ausgeschlossen, dass Ines Pohl schon vor der Lektüre Ihres Kommentars diese Meinung gehabt haben kann. Sie muss ihre Verteidigungslinie zwingend von Ihnen abgepinnt haben. Und diese Frau empört sich dann in der taz über zu Guttenberg! Empörend!

  • http://blogs.taz.de/hausblog/2011/01/20/wie_viel_dschungelcamp_soll_in_die_taz/#comment-5227

    http://meedia.de/details-topstory/article/taz-chefin-ines-pohl–ich-bereue-nichts_100032921.html

    Wenn ich mir diese beiden Texte genau anschaue und dabei insbesondere die Zeitstempel berücksichtige, beschleicht mich der Verdacht, dass auch die Chefredaktion nicht davor zurückschreckt, bei anderen abzukupfern. Der Verdacht wird durch eine entsprechende Google-Recherche noch erhärtet.

    Daher finde ich die taz-Berichterstattung zum Thema Guttenberg ausgesprochen befremdlich.
    Ich wünsche mir von der taz ein etwas vorsichtigeres und selbstkritischeres Vorgehen, bevor derart auf andere eingedroschen wird.

    Vor dem Hintergrund des oben dargelegten wirkt die taz-Berichterstattung zum Fall Guttenberg auf mich ziemlich selbstgerecht und unglaubwürdig.

  • Konrad Kujau: Meine Hitlertagebücher sind mir auch nicht einfach so eingefallen, die habe ich nämlich abgeschrieben und zwar von den Originaltagebüchern, die dann leider der Hund gefressen hat.
    Aber das hätte mir ja eh niemand geglaubt…

  • Es ist ein grundsätzlicher Unterschied, ob sich jemand

    a) inspieren lässt, davon ist die Kunst- und Musikgeschichte in der Tat voll. Niemand, auch kein Mozart oder da Vinci zauberte je im luftleeren Raum.

    oder

    b) jemand schummelt… Pirat Andi Popp erklärt dies in guten Worten: andipopp.wordpress.com/2011/02/18/warum-guttenberg-kein-pirat-ist/

    Davon abgesehen wäre noch meine Meinung:

    ad a)
    Orignales muss/darf/soll weiter geschützt bleiben. Damit Kreative aller Ort von Ihrer Kunst leben können. Das sieht die Piratenpartei entgegen mancher Meinung übrigens nicht anders.

    Unsere in Panik geratene Content-Industrie geht da aber erheblich zu weit. Und keines Falls zu Gunsten der breiten Masse der Künstler. Das „Zitierrecht“ ist viel zu eng gefasst. Und die unter fleissigem Lobbying durch SPD, CDU und FDP geschaffene Abmahnmafia eine einzige, vollkommen unverhältnismässige Perversion…

    ad b)

    Das Gutenberg-Bashing geht zu weit. Das ist schlechter Stil. Er hat gemogelt, er wurde akademisch und öffentlich abgestraft. Jetzt ist auch gut. Weder hat er ein Kapitalverbrechen begangen, noch die Öffentlichkeit um Millionen geschädigt (wie mancher Steuerhinterzieher), noch die innerparteiliche Demokratie durch schwarze Kassen kräftig verbogen (wie ein ehemaliger CDU-Vorsitzender, der bis heute die Spender nicht nennt), 100.00 Euro Parteispenden in einer Schublade gehütet (jener Mann ist bis heute Minister) noch Vergleichbares…

  • … und ich gebe es zu. Frau Pohl als „St. Ines vom Orden der heiligen Rechtschaffenheit“ zu bezeichnen, könnte mit etwas bösen Willen sicher als Beleidigung aufgefasst werden.
    Aber sooo schlimm kann das ja wohl nicht sein.
    Und von der taz selbst bin ich durchaus despektierlicheres gewohnt.

  • Sebastian Heiser:

    Meine Kritik bezog sich ausschließlich auf Kommentare zur Causa Guttenberg. Das Thema wird meines Erachtens seitens der taz-Autoren sehr emotional diskutiert.
    Möglicherweise kann ich sogar noch verstehen, dass im Falle derart heftiger Emotionen jedwede Kritik – egal, ob berechtigt oder unberechtigt – direkt als beleidigender Angriff auf die eigene Person oder Zeitung verstanden wird und die Sachlichkeit ein wenig auf der Strecke bleibt. Nur angemessen finde ich derlei Reaktionen in dem Rahmen nicht.

    Da kommt nämlich schnell die Frage auf, inwiefern ein solches Vorgehen manipulativ ist. Wenn unliebsame Meinungen unter den Teppich gekehrt werden, ist das aus meiner Sicht Manipulation und daher abzulehnen.

    Bezogen auf andere Themen bei taz.de habe ich den oben geschilderten Eindruck definitiv NICHT.
    Diesbezüglich habe ich mich nicht klar ausgedrückt. Tut mir leid.

  • @Redbranch: Für die Kommentare auf taz.de ist die Online-Redaktion zuständig, der ich nicht angehöre. Ich kann daher leider nicht weiterhelfen. Dass bei taz.de jetzt nur noch Kommentare freigeschaltet werden, die unseren Autoren zujubeln, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ich mir die Kommentare auf taz.de anschaue, dann scheint das auch nicht der Fall zu sein. Wenn Sie bei der Online-Redaktion nachfragen wollen, können Sie das über das folgende Kontaktformular machen: http://www.taz.de/6/kontakt/

  • Abschreiben kann eine Kavaliersdelikt sein, ist es aber nicht in allen Fällen. So wie Guttenberg es betrieben hat, geht es gar nicht! Richtig, dass der Titel aberkannt wird.

    Themawechsel:
    Passt hier jetzt vielleicht nicht ganz hin, aber mir fallen gerade keine Alternativen ein:
    Ich habe gestern ein paar taz-Kommentare bei taz.de kommentiert (Pohl, Reinecke).
    An die Kommentarregeln habe ich mich selbstverständlich gehalten.
    Dennoch sind meine Beiträge allesamt nie freigeschaltet worden.
    Inhaltlich habe ich versucht, die Causa differenziert zu betrachten und kundgetan, dass ich dieses Guttenberg-Bashing nicht in Ordnung finde.

    Werden bei taz.de jetzt nur noch Kommentare freigeschaltet, die dem Autoren zujubeln? Kritik nicht mehr erlaubt?
    Finde ich prinzipiell völlig daneben.
    Eine Diskussion lebt nun mal von konträren Auffassungen und keinesfalls von Einseitigkeit.

    Bis jetzt habe ich die taz und ihre Autoren durchaus für kritikfähig gehalten. Offenbar hat sich da etwas verändert. Dieses Vorgehen zeichnet ein sehr gruseliges Bild von der taz (Zensur!Zensur!), was ich persönlich enttäuschend finde.

    Herr Heiser, ich wäre dankbar für Tipps, was jetzt künftig angesagt wäre. Vielleicht besser darauf verzichten, bei taz.de irgendetwas zu kommentieren? So macht es ja auch keinen Spaß…

  • @Rainer: In meinen Augen widersprichst Du Dir in Deinem Beitrag. Zum einen betonst Du, dass es nur auf die Leistung im Job und nicht auf das Diplom ankommt. Nur kurz vorher teilt Du uns aber mit, dass Du aufgrund „Deines“ ausgezeichneten Diplom mehr als Deine Kollegen verdienst. Für mich passt das nicht zusammen.

  • http://johannes-schumacher.blogspot.com/2011/02/dr-karl-theodor-zu-guttenberg-ein.html

    Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg – Ein Politiker wie kein anderer Politiker im Nachkriegsdeutschland
    Oder die Verschwörung des Mittelmaßes

    Heute ist der Tag der Bekenntnisse. Ich bekenne, dass ich als einer der größten journalistischen Kritiker auch an der „Blutmeute“ aktiv beteiligt war. Durch meine Selbstherrlichkeit und eigenes Mittelmaß habe ich mich zum Mittäter gemacht, um einen Politiker zur Strecke zu bringen, der so völlig anders ist als die übrige PolitikerInnen-und Journalisten-Kaste in unserem Land. Ein Politiker wie noch keiner in Deutschland. Ein Mann, der durch Geburt, Intelligenz, Ausbildung und Geldmittel eine Unabhängigkeit bewiesen hat, die sich die Rot-Grün-Rotrot-Schreihälse heute im Bundestag nicht leisten wollen. Noch zu keiner Plenarstunde in den letzten Jahrenzehnten sind derart viele scheinheilige Politiker anwesend gewesen. Selbst krank geschriebene Politiker wollten am „Guttenberg-Schlachtfest“ teilnehmen.

    Guttenberg hat bis an die menschliche Schmerzgrenze der Selbstentblößung seine Entschuldigungen und Reuebekenntnisse zum wiederholten Mal vorgetragen. Der Hetz- und Blutmeute hätte selbst ein Suizid vor laufender Fernsehkamera nicht mehr ausgereicht. Da steht ein Politiker und Mann und Familienvater, der in bisher nicht für einen Politiker möglich gehaltenen Ehrlichkeit Stellung bezieht. Die Hälfte des Hauses hat dem Vortrag nicht wirklich zugehört oder zuhören wollen. Die Bluthunde wollten Blut und Schweiß, einen Weinkrampf und den sofortigen Rücktritt. Wer selber am eigenen Mittelmaß täglich scheitert oder dieses vorgehalten bekommt, der wollte an Guttenberg ein Exempel statuieren. Überdurchnittliche Intelligenz, Charakter und menschliches Feingefühl in einer Person, das ist unerträglich. Warum ist Guttenberg nicht auch ein Schwein wie wir? Guttenberg hält uns täglich unsere eigene Hilflosigkeit vor Augen. Guttenberg ist systemgefährlich. Ein System, das jeden überdurchschnittlich Begabten einen Kopf kleiner macht oder durch Mobbing wieder einnordet.

    Es ging nie wirklich um die Verfehlungen eines Politikers. Es ging immer um Guttenberg als unabhängigen anständigen Politiker, der sich nicht bestechen lässt. Ein Mann, der keine Leiche im Keller hat. Ein Mann mit dem man auch die eigenen Leichen nicht austauschen kann.

    So sehr im einzelnen über die Verfehlungen von Guttenberg zu reden ist, so sehr aber hat die große Mehrheit der Medienmeute – also ausgebildete Journalisten – der Demokratie schwersten Schaden zugefügt. Ausgerechnet der Springer-Verlag, aus deren Publikationen oftmals Blut fliesst, hat sich als demokratisches Gewissen vor Guttenberg gestellt. Die Moral und der Anstand des Journalismus in Deutschland auf dem Tiefpunkt.

    Guttenberg sagte – und viele wollten es nicht hören – dass viele nicht mehr über die wirklichen Sorgen und Nöte informiert werden wollen. Die drei toten Soldaten und Schwerverletzten sowie deren Angehörigen werden bei der Trauerfeier wieder Guttenberg hören und Tränen in den Augen haben. Einen Verteidigungsminister und Politiker, den dieses Land noch nie hervorgebracht hat. Ein anständiger Mensch mit einem großen Herz. Für die Neider eine ständige Bedrohung. Auch damit muss die Anständigkeit dieses Landes leben und wird überleben.

    Die übergroße Mehrheit der Menschen in diesem Land möchte, dass Guttenberg wieder seinen Dr.-Titel führt. Den Dr.-Titel des Volkes.

    Frau Guttenberg! Nie zuvor kann eine Ehefrau glücklicher über einen solchen Ehemann sein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg

  • Ich habe auch abgeschrieben.
    Während des Grundstudiums musste ich mich mit einem ungeliebten Pflichtnebenfach befassen. Leider habe ich nur Bahnhof verstanden und interessiert hat’s mich auch überhaupt nicht.
    Deshalb ist mir gar nichts anderes übrig geblieben, als abzuschreiben.
    Na und?
    Das Diplom habe ich später mit Glanz und Gloria bestanden, also alles im grünen Bereich.

  • @Rainer: Du bist wohl auch der Typ, der illegal Musik runterlädt und keine Energiesparlampe besitzt.
    (Und Sandalen mit Tennissocken kombiniert, aber das tut hier nichts zur Sache!)

  • Ich habe meine Diplomarbeit damals auch von einem Bekannten schreiben lassen. Hat mich 7.000 Euro gekostet, für die ich in der Zeit schwarz gearbeitet habe. War also auch irgendwie steuerfinanziert.

    Ich bin heute erfolgreich im Beruf und dank meines ausgezeichneten Diploms verdiene ich mehr als die Kollegen. Mein Bekannter von damals ist heute arbeitslos. Da sieht man doch schon, wie wenig ihm sein Diplom-Wissen geholfen hat – wichtig ist doch nur, was man im Job leistet.

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