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vonHelmut Höge 29.09.2009

Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Helmut Höge, taz-Kolumnist und Aushilfshausmeister, bloggt aus dem Biotop, dem die tägliche taz entspringt.

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Auf Anregung einiger taz-Mitarbeiter genehmigte die Geschäftsführung heute die Einrichtung eines Hedge-Fonds.

Nach der Spendensammlung „Waffen für El Salvador“, der anhaltenden Acquise für die taz-Genossenschaft und der bisher ebenfalls erfolgreichen Einwerbung von Kapital für die taz-„Panter-Stiftung“ gibt es nun also auch noch einen Hedge-Fonds für Spatzen. Die taz knüpft damit direkt an ihre anfängliche Guerilla-Unterstützung an, denn Spatzen sind Heckenschützen, d.h. sie brauchen Hecken (Hedges), um zu überleben, weil sie nur von da aus im Pulk immer wieder kleine blitzschnelle Überfälle starten – so wie die Partisanen, die aus dem Maquis (Buschwald) heraus angreifen. Und wie diesen geht es auch den Spatzen dabei erst mal um Verpflegung.

Lange Jahre hatte die taz mit Spatzen nicht viel zu tun (zwischen 1979 und 2009 gab es gerade mal 899 mal eine Verwendung des Begriffs „Spatzen“), aber dann richtete die taz in ihrem Berliner Hauptquartier an der Rudi-Dutschke-Straße ein taz-Café ein – mit einem kleinen Biergarten nebendran und einer Tischreihe auf dem Bürgersteig davor. Zwischen diesen beiden Hotspots pendelten fortan etwa 14 Spatzen, um die Krumen, die von den Tischen der taz-Mitarbeiter fielen, aufzupicken. Sie wurden zwar nicht extra gefüttert, wie z.B. vor dem Café Jenseits am Heinrichplatz – vom Wirt Clemens de Wroblewski, der ein schon fast professioneller Spatzenforscher ist, aber es reichte ihnen anscheinend auch so. Nur dass es auf diesem Abschnitt der Rudi-Dutschke-Straße keine anständigen Hecken (Hedges) für sie gibt, war und ist ein Nachteil.

Der taz-Biergarten wird zur Straße hin von zwei Robinien, auch falsche Akazien genannt, abgeschirmt, dazwischen stehen noch einige kümmerliche Strauchreste. Diese reichen als Heckenschutz für die Spatzen bei weitem nicht aus und die Robinien haben Dornen, auch das mögen die Spatzen nicht. Auf dem Heinrichplatz gibt es zwar ebenfalls keine Hecken, dafür steht jedoch in nächster Nähe zum Café Jenseits eine große Flatterulme, auch Flatterrüster genannt, die ideal für Spatzen ist, weil sie im mittleren Teil so dicht wie eine Hecke gewachsen ist. Nun könnte man die taz-Robinien fällen lassen und stattdessen zwei oder drei Flatterulmen pflanzen, voerst wollen wir uns jedoch auf einige Meter Hecke zwischen den Robinien beschränken und dazu am und hinter dem taz-Fahrradunterstand noch einige weitere Meter Hecken pflanzen. Sofern der taz-Hedge-Fonds das in nächster Zeit hergibt. Vor Jahr und Tag ließ die taz-Geschäftsführung dort sechs Clematis pflanzen, aber diese gingen schon im selben Sommer aus Wassermangel ein.

Es gibt inzwischen Partisanentheoretiker, wie z.B. den BBC-Programmchef Steward Hood, den Vater des Regisseurs Andrew Hood, die meinen, dass nunmehr, mit dem Verschwinden des Maquis und der Wälder sowie auch der Bauern in Europa kein Partisanenkampf mehr möglich ist. Ähnlich geht es auch den Spatzen. Der große Einbruch kam mit der Abschaffung der Pferde in Stadt und Land. Fortan hatten sie Probleme, Nahrung zu finden. Als nächstes kam – mit der industriellen Landwirtschaft – das Roden der Hecken zwischen den Feldern (besonders in den sozialistischen Ländern), das ihnen den Schutz nahm.

Und neuerdings geht es ihnen auch in den Städten an den Kragen, denn durch das massenhafte Renovieren von Häusern verschwinden auch all die Nischen und Mauerlöcher, die sie zum Brüten brauchen. Weiter unten findet sich dazu ein Bericht von der letzten Londoner Spatzenkonferenz. In den kommenden Wochen und Monaten werde ich weiteres Material über Spatzen hier in den blog stellen, ebenso die taz-Kontonummer für den Hedge-Fonds.

Der gemeine Haussperling ist den Menschen in fast jeden Winkel der Erde nachgefolgt. So was Anhängliches! Desungeachtet  wird er von seinem Wirt immer wieder bekämpft, jedoch zum Glück nicht ständig und überall. Es gibt aber Phasen, in denen man die Spatzen besonders hartnäckig verfolgt.

Das war z.B. während der Trockenlegung des Oderbruchs ab dem 18.Jahrhundert in Preußen so: Mit der Verwandlung von Sümpfen in Siedlungsland ging stets der Kampf gegen  Schädlinge  – vom Wolf über die Malariamücke bis zu den Spatzen – einher. Der König von Preußen setzte Prämien dafür aus: Zwischen 1734 und 1767 wurden allein in den Grenzen der Alten Mark Brandenburg fast 12 Millionen Spatzen getötet.

1958 kam es im Rahmen des „Großen Sprungs nach vorne“ in China zu einer Hygienekampagne, die eine Ausrottung der „vier Übel“ – Ratten, Spatzen, Fliegen und Moskitos – zum Ziele hatte. Das Nachrichtenmagazin der ARD schrieb – etwas einfältig: „Mao Tse tung will Ernteausfälle bekämpfen und ruft zum Krieg gegen die Schuldigen auf, die angeblich zu viel Getreide vertilgen. Zum Krieg gegen den Spatz! 600 Millionen Chinesen müssen gegen den gefiederten Volksfeind antreten. Sie veranstalten einen infernalischen Lärm, um die sensiblen Vögel so zu ängstigen, dass sie so lange in der Luft umherschwirren bis sie schließlich erschöpft oder tot zu Boden fallen. Am Ende haben die Chinesen an die zwei Milliarden Tiere erschlagen.“

Weiter heißt es bei der  ARD – nunmehr hämisch: „Aber Maos Spatzenkrieg gerät zum Desaster: Die Ernteausfälle steigen dramatisch an, eine große Hungersnot beginnt. Kein Wunder: Fressen doch Spatzen sehr gerne Getreideschädlinge! China muss nun Spatzen importieren – ausgerechnet vom ungeliebten Nachbarn Russland. Für Mao eine Riesen-Blamage. Bis heute aber ist der Spatz in China rar geblieben.“ Im neuen Roman von Ma Jian „Peking Koma“ bekommt der seit der Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Tianamen-Platz im Koma liegende Held immer wieder Besuch von einem Spatzen. Und das Cover der deutschen Ausgabe von „Peking Koma“ zeigt einen in einer Hand gefangenen Spatzen.

In Italien durften Feldsperlinge bis 1997 gejagt, danach aber nur noch mit Netzen gefangen werden – seit  2001 ist auch das nicht mehr erlaubt, seitdem erholt sich ihre Population langsam wieder, dafür werden dort die Haussperlinge von den Italiensperlingen verdrängt.  Insgesamt verschwinden die Spatzen in ganz Mitteleuropa. In Westdeutschland gibt es bereits einige nahezu spatzenfreie Städte. Ein Hochschullehrer in Lodz berichtete neulich als erstes: „Es gibt hier keine Spatzen mehr!“

Eine englische Studie kam zu dem Schluß, dass der Mangel an geeigneter Nahrung zur Jungenaufzucht ein bedeutender Faktor für das Verschwinden der Haussperlinge darstellt. Naturferne Bewirtschaftung in öffentlichen Grünanlagen und Hausgärten sowie Gifteinsatz in der Landwirtschaft führen zu Insektenarmut, so dass die Jungvögel häufig verhungern. Nur erwachsene Spatzen ernähren sich vegetarisch, die Jungtiere brauchen zunächst tierisches Eiweiß. Durch den Rückgang naturnaher Flächen in der Stadt – Wiesen oder Stadtbrachen mit Wildstauden – steht auch den Altvögeln nur noch ein verringertes Nahrungsangebot zur Verfügung. Die zunehmende Flächenversiegelung erlaubt keine Staubbäder mehr. Im Zuge von Fassadensanierungen werden Wandbegrünungen entfernt. All diese Komponenten führen neben dem reduzierten Brutplatzangebot dazu, dass sich der Spatz aus den Städten mehr und mehr zurückzieht.

2002 erklärte der Naturschutzbund (NABU) den gefährdeten Haussperling bereits zum „Vogel des Jahres“. Der NABU hieß anfänglich Bund für Vogelschutz und dann – gleichgeschaltet – Reichsbund für Vogelschutz“ (RfV). Aufgrund der Autarkievorstellungen des Reiches ruft der RfV schon 1936 dazu auf, mehr Vogelfutter aus einheimischen Rohstoffen zu verwenden, um die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern. Ab 1937 finden Obstkern-Sammelaktionen in den Schulen statt. Außerdem soll selektiv gefüttert werden, sprich: die unnützen Spatzen sollen nichts abbekommen.

Schon 1912 hatte der Bund die Rechte an speziellen Futterhäuschen erworben, die „Antispatz“, „Kontraspatz“ und „Spatznit“ hießen.  Mit Kriegsbeginn wird auch der Vogelschutz unter Kriegsbewirtschaftung gestellt. Spatzen wurden fortan aktiv bekämpft, und Spatzenfallen exklusiv über den Reichsbund vertrieben.

Für die Winterfütterung mußten die Ortsgruppen im Frühjahr den voraussichtlichen Bedarf an Hanfsamen und Sonnenblumenkernen melden, die RfV-Zentrale meldete die Gesamtmenge dann an staatliche Stellen und wurde im Herbst entsprechend beliefert. Von Giengen beziehungsweise Stuttgart aus wurden dann die Gruppen beliefert, teils wurde das Winterfutter über die Ortsstellen der Volkswohlfahrt und des Winterhilfswerks verteilt – gegen Vorlage des RfV-Ausweises.  Dieses Verfahren wurde bis in den letzten Kriegswinter hinein durchgehalten. Noch im Jahre 1944 wurden je 5000 Futterhäuschen und Nistkästen durch die Geschäftsstelle Giengen abgegeben. Selbst im Februar 1945, als die Infrastruktur des Reiches weitgehend zerstört war und die Bahnkapazitäten eigentlich für Truppentransporte in Beschlag genommen worden war, verschickte der RfV Hanfsamen per Bahnfracht an seine Gruppen im noch unbesetzten Restreich.  Auch an der Front und in der Etappe war der Vogelschutz als willkommene Ablenkung von den Gräueln des Krieges präsent. Für die deutschen Soldaten in Norwegen wurden im Auftrag des Oberkommandos der Kriegsmarine in einer Auflage von 200.000 Stück Anleitungen  zum Bau von Nistkästen und ein Blatt über Futtergeräte produziert. Zahlreiche Wehrmachtsangehörige schickten Fotos von der Winterfütterung vor dem Bunker oder Nistkästen am Westwall nach Giengen. Trotz aller Vogelleidenschaft waren aber auch sie dem Spatz nicht sonderlich wohlgesonnen.

Kürzlich veröffentlichte ein US-Soldat ein Tagebuch, in dem es um seine Vogelbeobachtungen im Irak geht, u.a. werden darin mehrmals auch Spatzen erwähnt, aber nur en passant quasi: „Birding Babylon“ von Jonathan Trouern-Trend. Peter Berz sitzt an einem Vortrag über den Spatzen in der sowjetischen Literatur (Mandelstam, Platonow usw.), den er in der Galerie „Morgenvogel Real Estate“ halten will. Und der Regisseur Philip Scheffner arbeitet gerade an einem Film „Der Tag des Spatzen“, in dem es um einen Haussperling geht, der auf einen Dominostein flog, den er dadurch umwarf. Dieser Stein war Teil einer kilometerlangen Reihe von aufgestellten Dominosteinen, mit denen einige Leute in das Guinessbuch der Rekorde kommen wollten, indem sie den ersten Stein umkippten – der dann alle anderen in einer Kettenreaktion umwarf… So weit kam es aber nicht – wegen des Spatzen. Philip Scheffler hat sich in diesem Zusammenhang und darüberhinaus gründlich mit Spatzen beschäftigt. Von ihm kommt auch der Hinweis auf die Bücher des anerkannten englischen Spatzenforschers J. Denis Summers-Smith:

House Sparrow by J D Summers-Smith
Published by Collins (1967) ISBN: 0002130939

In Search of Sparrows by J. Denis Summers-Smith.
Published by T. & A. D. Poyser Ltd (1992) ISBN: 0856610739

The Sparrows: A Study of the Genus Passer by J. Denis Summers-Smith.
Published by T. & A. D. Poyser Ltd (1988) ISBN: 0856610488

The Tree Sparrow by J. Denis Summers-Smith

Philip Schefflers „Spatz“ schaffte sozusagen im Großen, was ein „Spatz“ in Silvia Bovenschens Roman „Wer weiß was“ im Kleinen gelang – und zwar im Selbstbedienungscafé am Charlottenburger Lietzenseeufer, wo sich ein Mann und eine Frau verabredet und Apfelkuchen gegessen hatten:

„Sie arrangierte mit der Kuchengabel die Krümel auf ihrem Teller. Gab ihnen eine geometrische Anordnung. Aber ein mutiger Spatz pfuschte ihr, festgekrallt am Tellerrand, mit spitzem Schnabel ins Werk.

‚Freche Viecher,‘ sagte sie.

‚Sie sind vom Aussterben bedroht,‘ sagte Freidank.

‚Wirklich? Die Spatzen?‘

‚Ja.‘

‚Sollte man gar nicht denken,‘ sagte sie.

Es befanden sich jetzt schon fünf Spatzen auf dem Tisch, die sich, einige forscher, andere ängstlicher, hüpfend ihrem Teller näherten.

Sie starrte auf die durch den Vogel chaotisierte Krümelei auf dem Kuchenteller, als warte sie auf das Aufscheinen einer Nachricht.

Als sie gegangen waren, stürzten sich sieben Spatzen auf die verbliebenen Krümel.“

Photo: fotocommunity.de

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Der international anerkannte Spatzenexperte Summers-Smith ist von Beruf eigentlich Ingenieur, daneben gibt es noch einen anderen Amateur-Spatzenforscher, er ist von Beruf Maler: Donald E. Lyven. Dieser schrieb Mr. Summers-Smith 2004:

Dear Mr. Summers-Smith,
Thank you very much for taking the time to look at my Sparrow Website
and the comments you’ve made. My wife, Miranda was quite impressed with
the length and depth of your reply and says you are very kind. She takes
an interest in the subject, but I have tended to ‘go on’ about sparrows
these past few years and she’s been feeling the strain!

We’ve enjoyed two glorious days in London, cold yes, but it’s great to
see the sun after the incessant gloom of much of last week. The
Remembrance ceremony at our local War Memorial was well attended today,
and our son impressed us both with his drumming in the Air Cadet band.

You are correct in that I’m frustrated at the seemingly slow progress
being made by scientists trying to discover the cause of house sparrow
decline. I am not a scientist myself and can only report on what I’ve
experienced and seen with my own eyes over the last forty-five years.
I’ve come to the conclusion there is a bit of rivalry between the RSPB
and BTO over the subject of house sparrows, neither wanting to make a
definitive statement until absolutely sure. Meanwhile, both
organisations are still busily working on yet more surveys and research.

I read your observations of sparrows around the world with extreme
interest, for I have never left these shores. Is it not possible
localised conditions experienced by sparrows world-wide, coupled with
learned behaviour, enables them to adapt over time to regional
differences? Human beings live in many different parts of the world;
Eskimos in Northern Canada and Aborigines in Australia, but each would
find the other’s environment intolerable and difficult to survive in,
without a period of training and acclimatisation.

A few months ago when Tony Blair and Col. Gadaffi appeared at their
open-air news conference in Libya, I was delighted at the great chorus
of sparrow chirruping in the background. I was listening to the radio in
my van and eating my lunch at the time. It was only later, I saw on
television where the news conference took place, in a walled garden with
a lot of greenery around. The way they described the location on the
radio, as a camp in the desert was quite misleading.

All the house sparrows I’ve witnessed in Southern England utilise
hedges, trees etc. for cover and dive into them when disturbed. If these
are removed, I would not expect them to instantly adapt to the locally
new bare conditions without a great deal of disorientation and stress.
Tough the bird may be, but sudden change to what it’s used to cannot be
healthy. If they cannot find a new nest site, if the house they’ve been
in has been demolished, or the area they’ve fed in has been eradicated,
they may not survive long enough to relocate. Especially as they are
acknowledged for their lack of desire to venture far.

It must be known at what rate house sparrows colonise a new area – say a
housing estate. They would surely spend time looking for new nest sites
and food sources adjacent to where they are already, as the family
expands over the years. Possibly more research needs to be done on this.
Conversely, I feel the bird does not get the time to retreat out of an
area at the speed they originally colonised it, leaving family groups
trapped.

With the ‘isolated’ colonies I’m aware of locally, the areas between
them consist of long stretches of paved-over hedge-less front gardens,
or new housing developments that have little green space for anything to
feed on. This sudden cutting-off of adjacent nesting sites, and foraging
areas stops inter-colony exchange and colony expansion. Supposition
maybe, but if hedges and cover were rail lines, how would a train travel
if there were great gaps in them?

The destruction of front gardens in London has been dramatic and rapid.
They first started to disappear in the road where I lived in the mid
70s. There are two photographs of my father’s house on my website
showing how desolate the front looks since the new owners removed the
hedge and garden. I’m quite sure the people who’ve done it prefer to
park their cars rather than provide habitat for birds. Sadly most people
don’t see it as important. We don’t see dead hedgehogs in our local
roads anymore either, I can only hope they are still surviving in
people’s rear gardens, though I haven’t heard reports of any locally for
over a year.

In London I honestly believe few people really care for their city
environment anymore, and most are blind to its degradation. It’s the
reason house sparrow loss went unnoticed for so many years. Why else
would supermarket trolleys be abandoned on our streets, or a sofa
suddenly appear on the pavement, being dumped in the middle of the
night! Wheelie bins are left overflowing with rubbish while empty
recycle-boxes blow around in the wind.

Water leaks go unreported, and all of London’s drains are slowly filling
with flattened plastic and aluminium drinks containers. When it rains,
all the localised flooding in London is caused by blocked drains – yet
no action is taken to clear them, and the same areas repeatedly flood –
because no organisation takes the responsibility or has the equipment to
empty them. This general apathy towards our surroundings has undoubtedly
contributed to the sparrows’ fate, why else did society not react
quicker to stop sparrow decline.

I find your concern over unleaded petrol and its possible effects on
insects intriguing. I think it’s a scandal that in this country,
motorists are exposed to the benzene and other hazardous compounds every
time they fill their fuel tanks at petrol stations, whereas in America
there is an additional outer covering to the fuel pump nozzle that sucks
away any fumes escaping from the filler pipe, that’s sent back into the
main holding tank. I cannot understand why there has not been an outcry
about this in the rest of the world. The fuel companies know there’s a
potential health problem with the fumes yet treat their customers with
scant regard.

Personally I’ve noticed no reduction in greenfly population. The
undersides of the sycamore and oak tree leaves, were again covered in
the creatures this year, as witnessed by the great volumes of sticky
’sap’ they cover my van in, if unfortunately I have to park under them!

Thankfully, the local numbers of insectivorous birds like Goldcrest,
long-tailed tit, pied wagtail and dunnock, have remained constant over
the years, as have the local greenfinch, chaffinch, robin, blackbird,
great and blue tit etc. All but one of the local house sparrow colonies
I’ve kept an eye on these past six years are still in place. The one to
disappear was from a house that had it’s dense leylandii trees removed
from the front garden, leaving the area completely exposed, then the
garden removed and paved over – however, the stumps remain! This was
very noticeable as it was the last house sparrow colony in that street;
it also bred successfully for the previous five years I knew it.

Incidentally, one of my earliest memories of the family house I moved
into when I was eight, (in the mid 60s) was the occasional dead young
sparrow that would be on the ground under where the house sparrows
nested. This seemed to occur every summer, but they always bred, as they
did the last time I was able to observe them closely in 1999 before my
father moved. It makes sense for sparrows to try and breed again after
the first brood, (to hedge their bets so to speak) to assure the
colony’s survival.

The sparrows that currently visit my allotment always sit in the hedged
area that divides the plot in two. They have never been seen feeding on
the ground of the neighbouring allotments, which lack any dense cover.
They arrive at our plot by travelling along the hedgerow at the end of
the gardens that borders the allotment site. That seems to be the edge
of their foraging range, about 250 yards from the house they nest in.

I find it particularly maddening that the correlation between the
reduction of available ground in a given suburban area, primarily due to
front garden loss, patios etc., and therefore the decrease of food
available has not been studied more. Simply put, if the area for plants
and weeds to produce seeds and harbour insects is physically covered
with concrete, where is the natural food for house sparrows to come
from? Back gardens traditionally utilise wooden fences as borders. Not
much use to hide in when escaping a pouncing moggy or eager Sparrowhawk.

My brother witnessed at close range a sparrow being taken by a
sparrowhawk about 30 years ago. From out the sky the hawk suddenly
appeared, grabbing a young sparrow as it took off and crashing
unceremoniously into the garden fence! It picked itself up, shook its
head, looked at my brother, grabbed its meal and took off. I missed the
incident myself by seconds, but the fluffy feathers left behind and my
brothers stunned expression were an indication to the dramatic event…

I’ve never seen sparrows feeding off paved driveways that seem such a
feature of much of North London now, whereas they are still seen in
traditional front gardens. I’ve always reckoned house sparrows were so
bold in their loud chirruping because they felt immune from attack,
knowing there was a hedge nearby to dive into. A bird supposedly so
vulnerable to predation from cats, magpies and sparrowhawks would surely
have learnt to be more quite! The sparrows of the successful large
colony nearest to my home are as noisy as ever, despite the many local
cats and prominent gang of magpies. They also make great use of the
dense hedges that borders their safe enclave.

Sparrows need hedges, not just because the hedge is for sitting,
resting, digesting, preening and socialising in, (the larger and wilder
the hedge is, the better to fit a larger flock into) but the hedge
usually represents a garden. Few people have paved front gardens and a
hedge. The hedge is also seen as too much bother to maintain. But if
people have a hedge they usually have an associated garden, because they
like the greenery and gardening – it is not seen as a time consuming
problem. A garden can provides food, whereas a block-paved driveway does
not. The hedge indicates a potential food source next to it, and that’s
why sparrows need hedges, in addition to the necessary cover they also
provide.

House sparrows do not take dust baths on concrete, and can drink from
rain soaked leaves.

I will be adding a few more articles and photographs over the next few
weeks to my website when I get time, and then I will relax, knowing I
have permanently time-stamped and stated my position and feelings on
this matter. If some organisation eventually comes up with a definitive
answer to the sparrows’ plight that differs from my own, I’ll be
extremely pleased, but more than that, I’ll be very, very, very surprised…

Would you be so kind as to allow me put your last e-mail to me on my
website? I feel it would be healthy to publish your counter argument. I
quite understand if you do not agree to this.

I too am very sorry for going on so long, my wife was expecting me at
the allotment this afternoon! Am I in trouble…

All the best, and please keep in touch,

Donald E Lyven (donaldelyven@aol.com, please visit: „http://www.sparrowsneedhedges.com“)
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Mr. Summers-Smith schrieb Mr. Lyven zurück:

Dear Mr Lyven
Thank you for your comprehensive response. In giving you examples of
situations where sparrows were apparently happy without hedges, or for
that matter, little shrubby vegetation, I was merely reacting to your
generalisation that ’sparrows need hedges‘. In the particular situation
in London the problem may be, as you say, that the rate of removal of
front gardens is too fast for the sparrows to have been able to adapt to
the change.

Are you aware of Jennifer Partridge? She is a teacher (and a determined
New Zealander) in a secondary modern school in Bermondsey. She has
created a bird haven (with sparrows!) in a courtyard in the Purbeck
Estate and took on the Southwark County Council when they demanded that
the feeders be removed on the grounds that they were encouraging vermin.
By raising a lot of outside support, she got them to retract.

I find our big cities, particularly London, very depressing. They are
frankly dirty and untidy with fast food containers dumped willy-nilly.
Nobody seems to care. The contrast with the Continent is striking.
There, people seem to take a pride in their towns. This was not always
so: Belgium, France and Spain used to be scruffy, but how things have
changed and Britain is now at the bottom of the heap. I suppose in this
context it is not surprising that few people seem to be interested in
sparrows, far less doing something about trying to encourage them.

I did not mention before that, as with you, DEFRA had a problem with my
name badge at the meeting, as I was not representing any organisation.
Finally they came up with ‚Private Expert‘! Like you, the Private Expert
had to pay his own way to attend.
Best wishes
Denis

Photo: Peter Grosse

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Vorausgegangen war diesem Briefwechsel eine Spatzenkonferenz in London. Mr. Lyven schrieb darüber den folgenden Text:

Spatzen brauchen Hecken
Meine Teilnahme an der Defra Haussperlings-Konferenz

On Friday 20th February 2004, a national conference, chaired by the Department for Environment Food and Rural Affairs, was held in London’s Living Room at City Hall to discuss the decline in the nation’s house sparrow population. It was also the launch venue for Defra’s new leaflet ‚House Sparrows in Great Britain.‘ It was attended by the UK’s top scientists and experts in all aspects associated with the sparrow’s plight. So you might ask, what was I, a painter working for Barnet Council in London doing at the conference?

My job is decorating the homes of Barnet’s pensioners, but I’m also an avid conservationist, amateur naturalist and bird watcher. Concerned at the rapid decline of London’s house sparrow population, two years ago I set about trying to discover the cause and came up with a disturbing answer that’s been generally overlooked.

It’s the destruction of the house sparrows‘ natural habitat that has driven the bird from our homes. Too many people have destroyed their front gardens, removing their privet hedges and lawns so they can park their cars off-road.

Although other factors, including modern roofing design preventing sparrows nesting under the eaves, are important; hedge removal is the greater problem concerning its habitat destruction. House sparrows need hedges to sit in, to rest, digest, preen and socialise. All the nest boxes in the world put up to replace the lost roof spaces they prefer, are useless if the bird does not have readily available cover to fly into and ground to feed from – and they will nest in dense hedges if there is nowhere else. Ivy clad walls are also great places for sparrows to build nests.

My attendance at the conference was a blend of determination and sheer fluke. I only knew of the conference when I got a phone call from the GLA at 5:30 pm the night before! I was invited at the request of London Mayor, Ken Livingstone who recently read the article I’d sent to many organisations and the media, on my reasons for the house sparrow’s decline.

I was the only one attending the conference with a hand written ID nametag and not belonging to an organisation, and I felt awkward in a suit with a briefcase rather than my usual garb of overalls and holding a paintbrush! I was probably the only one not being paid to be there, and in fact had to take a hastily arranged unpaid day off work to do so, but it was well worth it.

I listened to speakers from Defra, the Royal Society for the Protection of Birds and the British Trust for Ornithology and various experts explaining on-going university research studies. It was explained that due to its rapid decline, the house sparrow was placed on the Red List, a list of birds of high conservation concern. For the same reason the starling has also been put on this list.

Apart from the speeches accompanied by graphs, tables and photographs, the best part was being able to talk directly to those who can make a difference. I particularly enjoyed speaking to Dr. J Denis Summers-Smith, the world’s leading expert and author on sparrows who started studying them in 1946. It was great to finally meet someone who’s work I had admired and who agreed with me on the importance of actually getting out and about and watching house sparrows rather than just theorising about them with dry statistics.

The prestigious London’s Living Room at the GLA has spectacular views across London, especially Tower Bridge and the Thames, and I was thankful for the superb catering laid on with croissants and Danish pastries at 11 am, a sumptuous varied hot and cold buffet at 1:20pm and biscuits and cakes at 3:20pm. Even the teas and coffee were fair traded brands. I took the opportunity during the lunch hour to visit my local Assembly Member Noel Lynch of the Green Party and explored City Hall, marvelling at the impressive glass and steel structure – but no good for sparrows though!

The afternoon session started with a talk on bird diseases and ended with the formal launch of the sparrow guidance leaflet, funded by Defra and produced in partnership with the RSPB and BTO. The leaflet covers many subjects on helping to retain sparrows, like keeping parts of your garden untidy for weed seeds and insects to grow, and not blocking holes in the roof of your house, but I was dismayed that although it has a list of suitable bushes and shrubs to plant to attract sparrows, it does not specifically mention the virtues of privet. This was a serious omission. Hedges take time to grow and existing ones must not be removed.

Privet is the one hedge most gardens had. It’s an evergreen and excellent plant for property boundaries, more secure and difficult to climb over that a wall or a fence, it’s why it was universally used for decades as a border. Left to grow it will produce berries that birds will eat, but even a trimmed hedge offers protection. It shelters sparrows from the wind and rain in winter, gives shade from the sun in summer, is a ready made larder of insects and spiders and it has bare earth underneath that house sparrows relish in taking dust baths.

Most hedges are and were in people’s front gardens. The suburban front garden is a unique habitat that suited sparrows, even down to the fact that usually only the fronts of houses are pebble dashed, giving the house sparrow something to cling onto as it searched out any suitable entry points into the roof space. The connecting patchwork of hedges, lawns, flower beds and adjacent pavements for easily picking off insects, providing the sparrow with a varied food source with close cover.

Although house sparrows are associated with living close to humans, they like all wild finches are a lot less tolerant of humans than robins, blackbirds or tits. Cover is an important factor of their needs, especially as they are mostly ground feeders and need a quick place to hide from their natural predators.

Thankfully, I was able to talk to Keith Nobel from the RSPB earlier in the day about the hedge issue, and I was very pleased during his talk towards the end of the conference when he looked in my direction and extolled the virtues of privet. At last I’d made a difference! Now if only Defra will alter their leaflet….

The message coming across from the speakers, was that we must keep parts of our gardens untidy and put up nest boxes. This sentiment was put forward earlier by the Environment Minister Ben Bradshaw, speaking on Radio 4’s The Today programme in the morning. This just will not work. Having adequate cover available and enough area for sparrows to feed is also essential.

Others spoke of how sparrows were prevalent on council housing estates and less so in the affluent suburbs, and put this down to the estate residents being less house proud about their gardens! This is a wrong conclusion. Working for Barnet council I see the overgrown rubbish tips some council tenants turn their gardens into, with refrigerators and supermarket trolleys amongst matted long grass and brambles, but it’s the fact they aren’t allowed to remove their hedges and front gardens that has kept the sparrows on these estates, plus there are many gaps under the eaves and broken roof tiles for nest sites.

Homeowners have a vested interest in keeping their roofs in good repair. They also presume they’ll increase the value of their property by having a neat low-maintenance sterile block or crazy paved front ‚garden‘ without hedges, to park the cars on. Up goes the market value and out go the sparrows! Ask any estate agent what house or area has sparrows living in it and none would know the answer – or care too. Sadly it’s not seen as important.

The sparrow experts have yet to make the crucial connection between urban and suburban hedgerow loss and the well being of the sparrow. These birds will not spontaneously appear if a nest box is put up. The other facets of its habitat needs must be available for it to move in, and they can only ‚migrate‘ from one area to another if there is continuity of habitat to enable it to travel. It was not by accident that Chairman Mao’s disastrous policy of killing millions of sparrows in China in 1958 was able to work so effectively.

It was well observed that sparrows do not fly long distances. Getting the population to make continuous noise and forcing the birds to fly till they dropped exhausted from the sky was a clever but ill thought out plan. We are carrying out a slower but similar policy in this country, but not with shouting and drums, but with property developers, architects and well meaning homeowners removing house sparrow cover and nest sites.

The last part of the conference was a question and answer session, with anyone being able to put questions and ideas to everyone else. Never having taken part in anything like this before, I found it nerve racking yet privileged when I was handed the microphone and addressed the fifty-odd gathered specialist.

I told them to come to Barnet if they wanted to further study house sparrows, and how we still have several areas with healthy colonies like the Garden Suburb and the Burnt Oak housing estate. I mentioned how privet hedges were removed by those who bought their homes from the council to enable them to park their cars in front of their houses, and how the sparrow was in noticeable decline there and almost gone from Finchley where front garden loss is endemic.

I emphasised the importance of privet hedges as a network for birds to travel and how colonies were becoming trapped and isolated. I also specified how the destruction of rows of typical semi-detached houses with gardens by developers, and replaced by a dozen luxury flats, was still happening across the borough, specifically removing the type of house and habitat house sparrows prefer as stated in the new Defra leaflet.

After exchanging e-mail addresses with several of the delegates it was time for me to go home. It had been an exceptional day and left me with hope that a greater understanding of the problem will result. Everybody was a little wiser with a lot of current knowledge passing between those who really care. Everyone seemed to be taking notes, myself included and along with the handouts, I will refine my research and continue to play my part in highlighting the decline of the house sparrow.

There is no unknown reason for their loss, it’s a case of people not realising their actions are having a detrimental effect on one of our cheekiest and most useful neighbours. ‚The Independent‘ newspaper’s offer of £5000 for the sparrow problem to be resolved was mentioned briefly only once during the formal speeches, however among the many conversations I had, it was agreed that the offer did nothing to help the house sparrow, as a single ’scientific‘ reason was not going to be found responsible for the house sparrows‘ decline.

As I have always said, it’s the destruction of its habitat that is to blame, and thankfully the rest of the sparrow world is finally agreeing with me.

Donald E. Lyven

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Auf Mr. Lyvens Internetseite findet sich außerdem noch ein Artikel „Warum ich finde, dass die Medien zu wenig getan haben, um den Haussperlingen zu helfen“:

Over the past few years, there have been several articles in the press highlighting the decline of house sparrows from our towns and cities. However, like many important everyday continuing stories, it’s ignored week after week, instead of getting the regular publicity it deserves.

House sparrow decline has been treated more like a curiosity rather than the serious warning it should be regarded as.

Apart from The Independent, who have returned to this story periodically over the past four years, other newspapers, radio and television have been woefully poor in their house sparrow coverage.

Considering the huge media coverage wasted on the dire minutia of politicians, actors or sporting stars, if just a fraction of this publicity could be expended on seriously trying to gather current house sparrow observation and status data, and collect ideas from a wider concerned audience, the cause of our sparrow’s decline might be resolved quicker.

It’s been a great disappointment to me to try and get any media group interested in the sparrow plight as seen by me, a complete amateur and unknown in the ornithological world. However, the Internet gives almost anyone the opportunity to air their views worldwide and that’s what I hope to achieve with this website.

Sparrows Need Hedges. Three simple words that state the obvious. Yes, of course there will be some exceptions to any statement, but all the sparrows I’ve witnessed in my life in my home city of London, utilise hedges in their daily lives. It may take some time, but I hope to make others understand this.

Hedge loss in towns and cities due primarily to front garden destruction has directly contributed to the continuing decline of house sparrows, and the sparrow’s disappearance really has acted like a miner’s canary – telling us by its departure that the concreting of our neighbourhoods for cars, is degrading our environment by affecting air quality, increasing pollution and escalating noise levels. The loss of allotment sites is a city’s greatest crime. Their destruction for development is wrong on so many levels.

Lack of greenery around where we live has caused house sparrows to die out. This change of local environment is not good for humans either. We will all suffer if the problem is allowed to continue without a murmur of protest – but I don’t hold out much hope….

In my part of North London, the local newspaper regularly carries reports of proposed new housing redevelopments. Current housing estates are due to be demolished over the next few years to make way for additional housing. Unfortunately, the housing in question will be more flats in tall blocks surrounded by car parks.

Thousands more people will be crammed into areas currently under strain from lack of health, education and transport provision. The increased resultant traffic will cause serious gridlock. The amount of green spaces available for these people and any wildlife is minimal. Even streets of ’normal‘ housing are changing their character as houses are converted to flats, lose their front garden for parking, or are demolished and redeveloped into apartment blocks. There’s little protest about any of this in the media, and it’s all linked to sparrow loss.

Any piece of ‚wasteland‘ is being built on, and vast areas like disused railway sidings, end up as a retail park, cinema complex, hotel and fast food outlet, encompassing a large barren car park. What hope is there for any wildlife, except the rat, let alone birds, and especially the house sparrow in our rapidly overdeveloped conurbations?

The media should be regularly highlighting the loss of our house sparrows, as this is the vanguard of further problems to come in our overheating cities, with an increasing population suffering asthma, overcrowding and stress.

Photo: Peter Grosse

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Den beiden englischen Spatzenforschern geht es um die Art (Passeridae). Dazu tragen sie Wissen zusammen. So wie viele andere Ornithologen und Biologen auch. Aber daneben oder darüberhinaus muß es auch um den einzelnen Spatz – als Individuum – gehen. Mindestens so wie auch die bürgerlichen Medien immer mehr vom Soziologischen zum Psychologischen kommen – auf einzelne Individuen, ihre Probleme, Macken, Volten, Befindlichkeiten und Schicksale… U.a. haben sich einige feministische US-Primatenforscherinnen sowie die -Biologin Donna Haraway (zuletzt in ihrem Buch „When Species meet“) für diese (notwendige) Weiterentwicklung der Forschung stark gemacht. Ähnliches gilt auch für die Akteur-Netzwerk-Theoretiker (u.a. Bruno Latour), die mit den eben erwähnten US-Wissenschaftlerinnen „verbündet“ sind.

Ihr Anliegen wurde jüngst von dem Berliner Biologen Cord Riechelmann (in der Jungle World) und von dem Hamburger Autor Magnus Klaue (in konkret) als eine Art romantische Verirrung abgetan.

Photo: herr-rau.de

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Im Gegensatz zu den von Mr. Lyven kritisierten Medien gibt es jedoch immer noch genügend Leute, die sich sozusagen privat um einzelne Sperlinge kümmern, um konkrete Sperlinge – und dank Internet dann auch darüber öffentlich berichten:

So schrieb z.B. Zora im „Vogel-Portal Forum“ 2005:

Hallo

Seit einer halben Stunde bin ich Spatzen-Amme.
Bei uns im Garten brüten Spatzen am/im Hausdach. Man kommt auf keinen Fall hin, um das Junge wieder reinzulegen. Es ist wirklich nicht möglich.

Meine Untermieter haben es heute morgen auf dem Boden gefunden. Haben es in ein Körbchen mit heu (siehe Bild) gesetzt, und unten auf den Boden gestellt. Leider konnten sie nicht beobachten, dass da Spatzen kamen und fütterten.
Es hat seit heute morgen dann leider „nur“ 3 Würmchen (Größe ca. 1 cm) bekommen.
Habe ihm nun grad innerhalb der halben Stunde gleich nochmals einiges nachgefüttert. Dürften jetzt nochmals gut 5 cm Wurm gewesen sein.
Es sperrt gut, und ein paar Tropfen Wasser per Pipette hat es auch bekommen.
Einen „Klecks“ hats auch gemacht, günstigerweise als ich es grad umsetzte 😉 der Kot sieht sehr gut aus. Alles drin, was drin sein muss (also bisschen „Wasser“, bisschen Weiß, und der Kotstrang ein schönes Würstchen in der Farbe dunkelolive, würd ich mal so sagen 😉 Riecht nicht unangenehm.

Jetzt hab ichs umgesetzt, auf Zewa und Tempotaschentücher und etwas „warmgestellt“.

Frage:
Was ausser Würmer kann ich füttern?
Wieviel cm Wurm braucht es am Tag?
Was für Körchen könnte ich anbieten? Eingeweicht oder gemahlen, und dann gequollen?
Was muss ich sonst noch beachten für die nächsten Tage? etc.

Brauche wie immer eure Hilfe bei solchen Sachen. Wünscht mir Glück, bzw. dem kleinen Spatz (ist doch einer, gell? :rolleyes: )

hm…

Noch mal Zora:

Regenwürmer
Sie sind zur Aufzucht nicht geeignet, außer für Amseln, Drosseln, Stare und Rabenvögel.

Ohwe, und nu?
Sind da nur die dicken fetten Regenwürmer gemeint?
Ich hab jetzt einige so zimelich kleine dünne Würmchen ausgegraben. Was anders finde ich gar nicht.
Morgen früh kann ich einkaufen gehen, ich hoffe, ihr macht mir bis dahin einen Einkaufszettel 😉

Aber vorher sollte ich ja auch noch was fütter… Nur was?
Ich hätte Schmelzflocken hier. Ginge ein wenig dicke Pampe davon? (Habe Pipetten da, mit denen könnte man einen dickflüssigen Brei davon geben.)

Es hat übrigens auch nochmal gekotet. Sah auch wieder ganz gut aus. Es macht auch einen echt vitalen Eindruck. Krankheit schliesse ich also wirklich aus. Ein Glück.

Tine:

Hi Cora,

schau mal hier: http://www.tierschutzverein-hessisch-lichtenau.de/wildvoegel.htm

Da steht Sylvias (Shiva) Telefonnummer 😉

Alles Gute für Dein Päppeltierchen

Bell:

Ach je, der is ja noch winzig.

Ich habe mal gelesen, daß zur Not auch ein Brei aus Zwieback, gekocktem Ei und Quark vorrübergehend geht, aber sicher bin ich mir nicht.

Viel Glück dem kleinen Sperling und Dir natürlich auch !

Shiva:

Hallo Cora!
kannst mich gerne anrufen,auch jetzt noch! Habe auch Spatzen hier.
Zur Not heute Abend:hartgekochtes Ei,zerdrückt mit Haferflocken vermischt,feucht machen,eventuell mit Quark anreichern.Das müßte bis morgen reichen.Und schau vielleicht in der „Wildvogelhilfe ORG“nach,da steht die Aufzucht von Spatzen.Halt ihn bitte auch warm,die Kleuinen haben noch keine eigene Körperwärme und er erfriert Dir bei 20 °.!Am besten Wärmflasche in ein handtuch gewickelt oder Heizkissen und Körnerkissen drauf,Das Heizkissen hält das Körnerkissen warm,geht ganz gut.Viel Glück und melde Dich ruhig,ich muß eh bis 24 Uhr aufbleiben,die Waschis!!!

Zora:

Hallo

(Jetzt gehts wieder, konnte grad eine Zeit lang nicht schreiben).

Also, ich hab jetzt (also nicht jetzt, sondern am Abend noch ;)) diesen Brei aus gekochtem Eigelb, ganz wenig Magerquark, Schmelzflocken (Hafer- und Weizenkeimschmelzflocken), ein klein wenig Mineralstoffpulver mit gekochtem Wasser angerührt. Von dem dickflüssigen Brei hab ich jetzt insgesamt (gerade um kurz vor 12 noch mal) ca. 2-3 ml gefüttert.
Ich hab auch gleich 2 Portiönchen in die Gefrire gestellt, damit ichs morgen früh bevor ich einkaufen gehe dann nochmal geben kann.

Gekackt hat er grade vorhin auch nochmal, und wärmen tu ich mittels (normaler) Lampe – hab keine Wärmflasche :rolleyes:
Ich kontrolliere immer wieder mal, dass es nicht zu warm wird.

Ich werd dann morgen also auf jeden Fall Beoperlen kaufen, und irgendwelche Futtertiere (ich schau, dass ich da 2 oder 3 verschiedene Sorten bekomme).

Ich habe echt bammel, vor der ganzen Sache.
Nicht dass er mir verhungert oder so, er frisst wirklich gut. Aber ich weiss wirklich nicht, wie ich das schaffen soll, dass der mal allein frisst (ab wann versucht man das?) und dann muss der ja Fliegen lernen (und das geht ja eigentlich nur, wenn meine Papageien tags in der Außenvoliere sind. Abends muss ich die ja auch rauslassen….) und so weiter…

Was mir noch wichtig wäre:
Wie alt ist der Kleine wohl???

Wenn ihr noch etwas mehr zur Futtermenge sagen könntet, wäre mir dann schon viel geholfen.

Jetzt stöber ich nochmal, welche Futtertiere am besten sind.

Danke auf jeden Fall schon mal für die Hilfe (auch für das Anrufangebot Shiva, aber ich bin wirklich erst vorhin wieder an den PC, und für heute Nacht kann ich eh nicht mehr tun, als abwarten ;)).

Wer nochwas weiss, immer her damit 😉

Noch mal Zora:

Mensch, der arme Spatz, kommt nicht zum schlafen bei mir :rolleyes:

Ich hab vorhin also noch nen Thermometer installiert (so einen, mit Sensor am Kabel, den man schon ins „Nest“ legen kann und somit wirklich dir Vorort-Temp. hat ;)).
Hat dabei gleich nochmal einen schönen Klecks gemacht und wurde nochmal frisch gewickelt.
Die Temp. ist so um 33 / 34 Grad jetzt, ich hoffe und denke das reicht. Wärmer hab ich etwas Angst, dass er austrocknet.

Unten rein in die Ecke hab ich noch ein angefeuchtetes Zewa gelegt, müsste auch der Luftfeuchte zugute kommen (Natürlich liegt der Kleine NICHT auf oder an dem Nassen Tuch).

Mönsch, wie muss denn erst Kinderkriegen sein, wenn ich bei jedem Vogelkind schon keine ruhige Minute mehr habe??
Und wie schafft ihr das alle, mit den unterschidlichsten Päppelkindern, und dann noch so viele davon?
Ich muss euch immer wieder meine Bewunderung aussprechen!!!

Elch:

Cora, bei allem Verständnis für deinen „Bammel“, jetzt mußte ich doch gerade wirklich lachen.
Mönsch, wie muss denn erst Kinderkriegen sein, wenn ich bei jedem Vogelkind schon keine ruhige Minute mehr habe??
Meine Fantasie ging da mit mir durch und ich stellte mir den Fall vor, dass ein riesiger, intelligenter Spatz ein verlassenes Menschenkind findet und aufziehen muß. Was meinste was der Probleme hätte. Abgesehen davon, dass er die Zusammensetzung der Muttermilch simulieren müßte, wäre er völlig überfordert mit so Sachen wie Baden, Windeln, Herumtragen, in den Schlaf schaukeln….Die Vorstellung ist schon irgendwie witzig, oder?

Netterweise ist aber jede Gattung auf die Aufzucht seiner Jungen hervorragend angepasst und so ist das mit dem Kinderkriegen glücklicherweise kein Problem.

Aber zu Spätzchen zurück. Ich hoffe er hat die Nacht überlebt. Was mir überhaupt nicht gefällt, sind die Regenwürmchen, die er bekam. Dummerweise vertragen sie die wirklich nicht gut. Falls irgendwelche kotmäßigen Abweichungen auftreten sollten, oder ein starkes „Wippen“ nach der Kotabgabe, dann besorg dir beim TA Ambitab-Suspension und davon verabreichst du dreimal täglich einen Tropfen über 5-7 Tage.

Alles zur Jungvogelaufzucht findest du in vortrefflicher Form HIER (http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/aufzucht.html) Und nun drücke ich fest die Daumen, dass es gelingt!

Zora:

Guten Morgen,

Ja, das mit den Würmchen hatte ich ja leider erst später gelesen. Aber es waren wirklich nur so ganz dünne, kurze (fast schon durchsichtig :an: ), und ich hoffe mal, dass die besser zu verdauen sind (wegen der dünnen Haut?).
Auf jeden Fall ist der Kot immer noch gut, ein wenig heller ist der Kotstrang geworden. Um halb 7 hat er nochmal diesen Eibrei bekommen und auch genommen. Jetzt hab ichs nochmal versucht, aber jetzt wollte er nichts mehr 😕
Aber Verdauung klappt immer noch, also erst vorhin nochmal gekackt.
Er „wackelt“ auch nicht.
Jetzt hab ich ihm dann nur ein Tröpchen Wasser an Schnabel entlang laufen lassen, da hat er kurz geschmatzt – aber eben nicht gesperrt.

Ich geh nun gleich los und kauf ein.

Ja, Daumen müsst ihr mir weiter drücken.

Wildvogelhilfe-HP hab ich schon durchgestöbert. Aber ich weiss leider immer noch nicht, wie alt der Kleine wohl ca. ist – und die Futtermenge???
Es steht da geschrieben, dass gerade Spatzen nicht aufhören zu Sperren, wenn sie eigentlich satt wären…

Bis später dann………

Noch mal Zora:

Boah, das Spätzle macht mich arm 😮

Ich sag euch nicht, was ich ausgegeben hab jetzt.
Eifutter, Beoperlen, Ameiseneier, getr. Insekten, Drosphila-Larven (oder so ähnlich), Treflys (?) Larven und Fliegen,
eine kleine Wärm-Matte (glaub eigentlich fürs Terrarium oder so ?), und Kanarienfutter (für später dann…).
Ihr dürft mal nun mal schätzen… 😉

Ich hab nun also paar Fliegen gefüttert (kurz vorher totgemacht, ist doch noch richtig so oder? Die krabbeln doch sonst wieder raus 😕 ), und vorhin dann ein paar eingeweichte Beoperlen.
Für später hab ich einen in gekochtem Wasser eingeweicht: getr. Insekten, Ameiseneier, Eifutter, etwas Mineralpulver, etwas Lactobazillen-Pulver, ganz klein klein Bierhefepulver. Das ganze dann noch mit Schmelzflocken quellen lassen, damit ich nen dicken Brei hab um Kügelchen formen zu können.
Davon hab ich gleich einige Portiönchen in die Gefriere, zum einzeln auftauen.

Aber Fragen hab ich natürlich trotzdem noch:

Kükanalter?
Futtermenge? (wenigstens irgendeine Cirkaangabe?)
Die Larven auch füttern? Oder nur die fertigen Fliegen???

Gibts nochwas, was ich sonst noch beachten muss?

Alfred:

Hallo Zora

Also ich habe nur auf eine Frage eine Antwort: Keine Fliegenlarven geben. Habe ich irgendwo bei der Wildvogelhilfe gelesen. Es sei denn Du kochst sie kurz ab, dann sind sie tot. Die sollen sich durch die Darmwand fressen können.
Wegen der Futtermenge würde ich denken daß Du den Kropf beobachten solltest. Wenn der voll ist aufhören und erst dann wieder füttern wenn er leer ist.

Zora:

Hallo Alfred

Das mir den Maden hab ich auch schon gelesen. Ich habe nur ein paar von den kleinen gegeben, und ich mach eh alles tot, bevor ichs eingebe (auch die Fliegen..).
Sicher, wenns größer ist muss es ja auch lebende Sachen bekommen, damit es das lernt….

Ich hab wegen der Futtermenge inzwischen nochmal was nachgelesen. Ich hoffe sehr, dass ich nichts falsch mache.
Mit dem Kropf, jo, das ist so ne Sache wenn man keine Kükenerfahrung hat :rolleyes: Irgendwie sieht das alles noch recht komisch aus, bei dem Winzling.
Die Wildvogelhilfe.org sagen, dass noch alle Stunde gefüttert werden solle… Ich habs jetzt auch versucht, so gut es geht so hinzubekommen (ist ja gar nicht so einfach…).
Ich bin jedenfalls soweit beruhigt, dass er regelmässig Häufchen macht, und dass der Kot auch (würde ich zumindest so sagen) ganz gut aussieht.

Ich habe gestern Abend schon „den Mann“ vom Nabu angeschrieben, ob er jemanden kennt, der vielleicht auch kleine Spatzen hätte… aber er hat sich leider noch nicht gemeldet. Mir tut das Spätzchen schon arg leid, dass es so allein ist 🙁

Nun ja, ich werd mein Bestes geben. Ein Glück hab ich ja Urlaub – sonst wüsste ich nicht weiter…..
Daumen drücken also bitte weiter erwünscht 😉

Darksilvergirl:

noch ne frage, die fliegen/fliegenlarven, sind die wie üblich in holzmehl? dann haben sie nämlich so gut wie keinen nährwert. erst 1-2 tage bei schönem futter lassen.

das mit dem kacken beim umsetzen gehört sich so, der spatz bei füchsin frisst nen happen, fängt an rückwärts zu kriechen und den nestrand zu suchen (spatzen kacken normal immer über den nestrand) dann wird er kurz rausgehoben und über kükrepp gehalten, er merkt den rand hinter sich, kackt und geht wieder ins nest. nen paar sekunden ruhe und noch nen happen fressen.

diese wärmematten kenne ich auch fürs terri, allerdings sollen sie teilweise recht unzuverlässig sein (zu heiss werden usw). alternativ kann man auch nen glas nehmen, mit angenehm warmen wasser füllen, zuschrauben und daneben legen, da kann er sich ankuscheln. halt bei jeder fütterung wechseln.

letzte frage, welche farbe/konsistenz hat denn der kot?

Zora:

Hallo Silvergirl

Ja genau, so rückwärts laufen („schieben“ stimmt wohl eher 😀 ) und dann kacken, so macht mein Spätzchen das auch.

Ich hab die Wärmematte in nen Karton gelegt, ein nasses Geschirrtuch mehrfach zusammengeschlagen und drumherum gelegt (ist wasserdicht die Matte), dann ein Kaffeeuntersetzer drauf, und dann erst das Schälchen mit gepolstertem Vogel drauf 😉
Ich hab so nen Thermometer mit „Fühler“, der steckt mit im Nest, ich schau immer wieder drauf, und mit diesem Unterteller ists nun so bei 34 Grad. Schön zugedeckt mit Zewa ist der Kleine natürlich auch, damit die Kälte nicht von oben so arg kommt 😉

Kot ist für meine Begriffe schön: Ein bisschen Wasser, ein bisschen Weiß und der Kotstrang schön als Würstchen, Farbe ist seit dem Insekten-Eiweiss-Brei dunkler grün, mit manchmal etwas dunklen „Stückchen“ quasi. Ich nehme an, es sind unverdaubare Teile von den Fliegen oder Insekten?
Auf jeden Fall kommt bei jeder Fütterung ein Häufchen, und manchmal liegt auch schon eins drin.
Riechen tut nichts.

Ich mach morgen nochmal Fotos, von Vogel und auch Häufchen. Dann müsst ihr mal Ferndiagnostizieren 😉

Noch mal Zora:

p.s

Ja, die Fliegen/Larven sind an Holzmehl/Wolle mit so nem „Nährboden“ drin.
Wiederliche Angelegenheit, so Lebendfutter.
Dieses Zeug (Nährboden) von der einen Sorte Fliegen riecht auch etwas unangenehm, ich denke doch mal, dass das normal ist?
Was füttert ihr denn so alles??

Bell:

Hab zwar keine Antwort auf Deine Fragen, aber es hört sich alles wirklich gut an, was Du schreibst 🙂

Ich drücke Deinem Spatzenbaby alle Daumen und Dir auch, daß es Dir gelingt einen großen, hübschen Sperling aus ihm zu machen 😉

Zora:

Danke Karin 🙂

Das können wir beide wirklich gebrauchen.

Darksilvergirl:

ok mit ständigem nachmessen is das was anderes 🙂

also grünen kot kannte ich nicht. schwarz und weiss mit leichtem gelbton war mir bekannt. allerdings bekam der spatz den ich zuletzt gesehen hatte meines wissens nur drohnen, heimchen und beoperlen. aber nen foto wäre sicher gut 😀

mit nährboden is gut, so fliegenmaden für anglerbedarf sind im allgemeinen wirklich „hohl“ bzw nur mit luft gefüllt.
jap, dass das zeug net lecker riecht is normal 🙂

Zora:

So, dann die Bilder:

Es hat übrigens die Augen schon von Anfang an geöffnet, auch wenns beim Foto machen immer schon wieder schlafen will :rolleyes: (Futtern und frischmachen macht halt müde ;)).

Häufchen: Hm jo, so einen leichten gelbton könnte man da schon sehen… sagen wir grüngelb :an:
Was meint ihr?

Und zum letzen Bild: Ist es normal, dass der Kleine so nen Irukesenschnitt hat? Also die Stellen, die noch so ganz nackt sind?

Füttern klappt immer noch prima – nur mir fehlt wohl nun täglich ein bisschen Schlaf 😎
Und nochwas: Ich könnte wohl nie nen Vogel aufziehen, der zerteilte Küken oder Mäuse braucht. Die Sache mit den Fliegen/larven ist ja wirklich schon sooo eklig (ja, ihr, die ihr das alles gewohnt seid dürft mich jetzt auslachen ;)).
Heute quiekt das Kleine irgendwie mehr als gestern, hab ich so den Eindruck. Es kann natürlich von draussen auch die Spatzen pfeiffen hören… kann das daran liegen? Oder ist das einfach normal? Ich denke jedenfalls nicht, dass ich nicht genug füttere – eher kommt es mir mehr vor, als die Wildvogelhilfe schreibt…

Noch mal Zora:

Komisch, was ist das denn?

Wenn ich auf meinen letzen Beitrag gegangen bin, dann stand unten in der „Prozess-Leiste“ (keine Ahnung wie das heisst):

Verbinde mit alfred_klein.bei t.online.de…

Alfred, falls also deine Firewall irgendetwas anzeigt, dann bin/war das wohl ich. Aber frag mich nicht, wieso. Ich hab nichts anderes gemacht als sonst 😕

Darksilvergirl:

also bei unserem ist wesentlich weniger wasser drum herum gewesen. auch nicht so würmchenförmig sondern halt ein schöner rundlicher klacks. ob das am anderen futter liegt weiss ich nicht…
gibst du immernoch extrawasser dabei? wenn ja würde ich das erstmal lassen, eingeweichte beoperlen usw müssten eigentlich genug flüssigkeit haben.

Zora:

Ich geb nur ganz gelegentlich mal einen Tropfen Wasser dazu. Dass es bei meinem ein „Würstchen“ ist, hielt ich aber für ein sehr gutes Zeichen. Ist doch bei gesunden Vögeln so, oder nicht?
Solange es nicht „durchgemischt“ (Durchfall) ist, dachte ich, ist das prima so 😕

Der Nabu-Mann hat mir auch geantwortet: Er wüsste leider niemanden, der Spatzen aufzieht 🙁 Dann muss es also wohl leider alleine aufwachsen. So ein Jammer.

Darksilvergirl:

bei erwachsenen ist so nen würstchen gut, ja. aber junge haben das meist in nem sauberen runden kleinen klacks. ist jedenfalls meine erfahrung… und ich frag mich wieso füchsin oder elch nix dazu schreiben die ham da doch noch mehr ahnung als ich 😀

hmm ja bei dir unten in BaWü wüsst ich auch keinen der spatzen hat…

Bubo:

Hallo Cora,
Dein erstes Bild habe ich mal ausgedruckt und unserer besten Füchsin von allen unter die Augen gehalten – an den Rechner kommt sie in letzter Zeit fast nie, hat wohl zu viele Schnabeltiere. 😉
Sie meinte, das Alter auf etwa eine Woche schätzen zu können. Aussehen tut er normal, die Irokesenfrisur ist völlig ok in dem Alter.
—–
Das mit Alfreds Adresse ist bei mir auch oft, nicht immer. Der Browser kriegt sein Bild in der Signatur nicht immer geladen. Kein Grund zur Unruhe also. 😀

Zora:

Danke Bubo, für die Mühe (Ausdrucken und so…)

Da bin ich ja beruhigt, dass ich keinen Punker heranziehe. Dem nämlich später ein Stachelhalsband anzulegen wäre nicht so mein Ding gewesen 😀

Eine Woche also, ja, so dachte ich in etwa auch, als ich gelesen habe, dass sie mit ca. 5 Tagen die Augen öffnen. Und die waren ja grad so offen (noch nicht so richtig irgendwie, aber inzwischen sind sie richtig schön rund 😉
Ich hab in meinem Kalender einfach mal den Aufnahmetag als 6. Tag deklariert, und wäre demnach heute beim 8.

An den Federkielen guckt jetzt schon 1 mm lange Federspitzen raus, wird wohl nicht mehr so lange dauern, bis er auch ein bisschen wuschelig wird 😉

Bis jetzt sieht ja also alles noch gut aus, ich hoffe, ich schaffe das bis zum „vollendeten“ Spatz, der in Freiheit in unserem Garten leben kann.

Ach ja, ich hab jetzt auch mal zwischendurch die kleinen Maden abgekocht gegeben – also ganz sicher tot. Ich hoffe, dass es dennoch eine gute Eiweißbombe ist.

Danke also derweil fürs Helfen/beurteilen, etc…

Ach ja, das mit der Adresse von Alfred… ahja, am Benutzerbild lags also. Ja richtig, da konnte die Seite auch immer nicht ganz geladen werden. Vorhin wars auch nicht mehr 😉

Elch:

darksilvergirl
und ich frag mich wieso füchsin oder elch nix dazu schreiben

Ich muß ganz ehrlich sagen, mir fehlte schlicht und ergreifend die Zeit, habe nur immer mal kurz reingeschaut und kloppe ansonsten zur Zeit Stunden auf dem Bau, krieche im Dunkeln im Garten herum, bis ich Kraut nicht mehr von Unkraut unterscheiden kann und so ist denn das Forum zu kurz gekommen.

Zu dem Spatzenköttel. Nein, der gefällt mir nicht. Zu wässrig, zu lang. Meines Erachtens hat sich der Kleine doch eine leichte Darmentzündung eingefangen. Nestlingskot ist normalerweise rund, in eine recht feste Hülle verpackt.

Cora, gib ihm mal ordentlich Bird-Bene Bac zum Futter und wenn das nicht zum Nestlings-Beutel-Kot führt, wäre wohl doch Ambitab angesagt.

Shiva:

Der Elch kam mir zuvor,schließe mich also an.Laß auch die Beoperlen gut abtropfen vorm Füttern,zu „wässerige“ machen auch dünnen Kot.Ich hab im Moment auch 4 Spatzenkinder aber du bist wohl etwas weit weg sonst hätte man eine Zusammenführung machen können.Entweder Deinen zu mir oder einen zu Dir 😀 .das übt! 😀 Viel Glück weiterhin für den Zwerg 🙂
Eigentlich schade das er alleine ist,so kannst Du garnicht feststellen ob er auch „Klaus“heißt! :lachtot: (Der Name kommt von „Klauen“ und wenn Du sehen könntest wie die Spatzen mit affenartiger Geschwindigkeit den Staren das Futter vorm Schnabel wegschnappen ……einen passenderen Namen konnte Elch nicht aussuchen!)

Elch:

Sylvia, zu nasse Beoperlen als Ursache schließe ich bei der Kotfarbe eher aus. Ich verdächtige immer noch die netten kleinen Regenwürmchen!

Zora:

Ohwe,
da hab ich ja was angestellt mit den Würmern :an:

Diese Laktobazillen, die ich im Insekten/Eifutterbrei drin hab, sind so was wie Bird Bene Bac, es heißt PT-12.
Das bekommt er also fast den ganzen Tag.

Zu dem Köttel muss ich noch sagen, dass der halt auch aus 40 cm Höhe ins Spülbecken gefallen ist… aber ich mach heut auf jeden Fall nochmal ein Bild von einem auf Zewa.
Die Farbe ist manchmal etwas unterschiedlich hab ich festgestellt. Mal mehr orangig, mal mehr gelbgrünlich (so wie der obige halt).

Ja, ich werd die Beoperlen dann ausdrücken, das hab ich seither nicht gemacht – weil ich den Brei ja relativ fest (fast formbar) gemacht hab.

Wenns nicht besser wird versuche ich das Mittel natürlich zu bekommen. Oder denkst du, ich solls auf jeden Fall mal dazugeben?

Elch:

Nein, nicht auf jeden Fall dazugeben. Ist immerhin ein AB, das nicht ohne Grund verabreicht werden sollte. Da Spatzenkind nicht schlapp un fertig ist, denke ich nicht, dass das soooooo brandeilig ist.

Zora:

Ne, es ist wirklich nicht schlapp…
Es quiekt und bettelt viel, und wenns richtig Hunger hat, steht es schon richtig auf die Beine. Klammert auch langsam mit den Füsschen immer besser.

Ich hoffe wirklich, dass es schnell wieder gut wird

Noch mal Zora:

So, von vor 20 Minuten ein neuer Haufen.
Das 2. Bild zum Größenvergleich, der Teller ist ne Kaffeeuntertasse.
Ich geb jetzt noch bei jeder Fütterung eine kleine Menge von den Laktos zusätzlich.
Ansonsten unverändertes Verhalten – fit, bettelt, sperrt und frißt prima, kackt bei jeder Fütterung.

und hier nochmal 2 Bilder, Vergleich Vorgestern und Heute

Darksilvergirl:

hm nein sieht net gut aus die kacke. rund und sehr hell mit leichter farbe je nach fütterung wäre richtig. und ist immernoch zu viel flüssigkeit dabei…

Pandion:

Mensch Cora, ich lese ja nun schon die ganzen Tage mit und drücke hier auch immer fest die Daumen, das ihr beiden das hinbekommt. Ich kann Dir ja auch nicht allzuviele Tipps geben, bin eben kein Päppler und habe davon auch nicht wirklich Ahnung. Aber die lezten beiden Fotos von dem Kleinen sehen doch recht gut aus würde ich meinen. Man sieht doch schon nen Unterschied, wie er gedeiht.
Ich drücke Euch beiden weiterhin fest die Daumen!

Liebe Grüße von Silke 😉

Zora:

Danke Silke. Wie gesagt, Daumendrücke können wir gebrauchen 🙂

So, auch wenns langsam bissle arg wird, mit den Kackabildern….*g*..
aber was sein muss, muss sein.

Das erste Bild von abends (ca. 19.30 Uhr), das zweite von heut nacht (also vor ner halben Stunde).
Was meint ihr dazu?
Wenns morgen nicht besser ist, dann hol ich das Mittel vom TA –
bessergesagt warte ich auf weitere Tips von euch.

Ich muss ganz schön planen hier…
musste heute Abend weg, war wichtig.
Zwischendurch schnell heim gefüttert, wieder weg… *schnauf*
Spannt einen ganz schön ein, so ein Winzling 😮

Darksilvergirl:

hey, das macht sich doch 🙂
so wie auf dem zweiten bild der weisse teil, so sollte es aussehen.

Elch:

Das wird! Klasse!

Zora:

Hm,

heute morgen mag der das Futter nicht mehr 😕
Ne, nicht schlapp oder keinen Hunger, er sperrt, ich geh ihm was, dann will der das wirklich nicht, schüttelt den Kopf.
Ich hab jetzt mit Mühe in ner halben Stunde eine Portion reinbekommen. Ich hoffe, das ist nicht wieder ein schlechtes Zeichen?
Leider hab ich heut morgen festgestellt, dass der Kleine wohl etwas kühler hatte heut Nacht. Es war auf dem Thermometer „nur“ noch 30 Grad – kanns daran liegen? (Doofe Wärm-Matte, oder es liegt wirklich daran, dass bei uns seit gestern abends etwas kühler geworden ist – also Umgebungstemperatur). Natürlich schau ich, dass er wieder wärmer bekommt, hab die „Brutkiste“ schon umgebaut.
Kot war leider heute morgen auch wieder etwas „wurstiger“.

Ansonsten ist er auch heute wieder „gediehen“, hat schon weissen Flaum am Bauch, die Federn werden immer länger, und agiler wird der Kleine nun, dass ich ihn kaum in der Hand halten kann, ohne dass der mir raushüpft 😉

Ich hoffe, die Sache pendelt sich über den Tag wieder etwas zum Besseren ein.

Shiva:

Er frißt nicht richtig???Vielleicht doch jetzt Ambitab geben?Elli,was meinst Du?!

Zora:
Kurzer Zwischenbericht:

Kot sieht wieder besser aus, eigentlich so wie gestern.

Shiva:

Ne, fressen tut es, aber es mag wohl kein Insekten-Eifutterbrei nicht mehr, alles andere frisst es. Aber NUR Beoperlen und Fliegen, reicht das?
Ich hab jetzt mal noch Ameiseneier einweweicht, vielleicht mags das auch.
Braucht es die Eifutterpampe noch?
Und ab wann kann/soll ich mal eingeweichte Kanarienmischung geben?

Wenn ich es aus dem „Nest“ setze, und hantiere neben dem Baby rum, dann schlüpft es gleich wieder ein meine Hand… ist es falsch, wenn ich es nur zum Füttern kurz rausnehmen? Sollte es mehr „Liebe“ bekommen?
Mensch, wenns doch nur nicht so allein wäre……

Elch:

Was für ein Eifutter hast du? Eventuell versuchst du es mal mit einem geringeren Insektenanteil im Eifutter. Du hattest den Brei soweit ich mich erinnere mit Trockeninsekten aufgewertet. Dazu sagen viele Vögel „Nörgelfutter“ (das ist ein Begriff, der der Füchsin „gehört“, den ich aber wirklich treffend finde).

Eingeweichte Kanarienfutterkörner verwende ich eigentlich nicht. Die Spatzen kriegen in den Futterbrei heimische Sämereien wie Hirtentäschel, Sauerampfersamen, Brennnesselsamen, halbreife Grassamen.

Wenn sie dann das Nest verlassen paniere ich die Beoperlen mit geschälter Hirse aus dem Lebensmittelladen und richte auf einer Schicht Körnerfutter an. Es dauert bei den Körnerfressern immer recht lange, bis sie alleine fressen.

zuerst meist die Beoperlen sowie aufgetaute Pinkies und Buffalos, später das Eifutter (trocken) sowie die Sämereien und ganz zum Schluss, wenn man es schon fast nicht mehr glaubt, fressen die auch Körner.

Wenn du den kleinen Spatz als Küken verwöhnst, ist das meiner Erfahrung nach gar nicht schlimm. Hier war es immer so, dass die Kleinen richtige zahme Menschenvögel waren, aber sobald sie alles allein konnten wie fressen und fliegen, verlor sich das recht schnell. Allerdings gab es auch andere Vogelgesellschaft. Zur Not borg dir doch von jemandem ein paar nette Kanarien, die sind als Spatzengesellschaft gut zu gebrauchen.

Zora:

*lol* Kanarien borgen… najo, das muss nu auch nicht grad sein.

Ich muss mir aber einen Käfig borgen, meinen Transportkäfig kann ich nicht gebrauchen, hat viel zu große Gitterabstaände.
Sobald der Kleine ein bisschen fliegen lernt, wollte ich ihn eigentlich in einen Käfig umsiedeln, mit Ästchen und Gräsern, und einem Nest. Dann immer tagsüber etwas Flugtrainign im Wohnzimmer, und abends dann raus auf den Balkon (sofern es die Temperaturen zulassen natürlich). Und irgendwann wenns Fressen und Fliegen klappt, dann vom Balkon aus „auswildern“. Mein Balkon zeigt ist ja hinterm Haus, also grad weg von der Strasse. Von dort aus ist auch gleich ein großer Apfelbaum, kaum 3 m weg, und natürlich viele Spatzen 😉

Ja, das Eifutter hab ich mit eingeweichten Trockeninsekten und diesen Ameiseneiern gemischt (und Mineral, Laktos).
Ich hab jetzt halt nur eine Beoperle und ein einige Fliegen gefüttert, und jetzt auch die „angeweichten“ Ameiseneier. Das frisst er gut.
Ich weiche das andere Insektengemisch nun auch mal sepatat ein.
Ich hab so das Gefühl, dass ihm die Pampe irgenwie zu klbrig war, alles was man so „einzeln“ geben kann nimmt er gut.

Kot ist immernoch gut, also so wie gestern abends. Und der hält sich nun schon voll an meinen Fingern fest, wenn ich ihn umsetze 😉
Ich hoffe, ich fütter nun genug von allem. Er bettelt halt schon immer kurz nach dem Füttern wieder, aber das soll ja bei Spatzen whl öfters so sein… deshalb geb ich ihm nicht gleich wieder was.

Das mit deinem „Grünfutterbrei“ mach ich morgen mal, oder ists noch zu früh?
Grassamen hab ich, und Vogelmiere wächst eh hier am Balkon 😉
Hirse muss ich noch kaufen gehn (also die geschälte).

Noch mal Zora:

So, Abschußbericht Tag 4 😉

Elli, also das Eifutter heisst Orlux Eifutter gelb. Es ist so Granulatartig.
Ich weichs jetzt mal ohne Trockeninsekten ein.
Am liebsten frisst der Kleine allerdings wirklich tropfnasse Beoperlen. Die flutschen weg wie nix 😉 Fliegen gehen auch noch, und die anderen eingeweichten Insekten gehen grad so….

Ich hab hier noch die 5-Korm-Mischung, davon koch ich morgen mal ein bisschen ab, und versuche ob ers mag. Meinst ich könnte auch gekochte Kichererbsen füttern?

Das mit der Kanariensaat: Die Wildvogelhilfe schreibt halt, dass die Spatzen lernen müssen Körner zu entspelzen. Dafür wäre es doch dann ganz sinnvoll, oder?
Brennesselsamen und so (was du oben geschrieben hast) werde ich natürlich dann auch bald machen.

Was ich noch nicht weiss, und was auch auf der HP Wildvogelhilfe nicht gut beschrieben ist: Die Fütterungsabstände. Es steht da wohl, dass man alle 60 bis 90 Minuten füttern sollte. Gilt das bis zum selbstständigen Fressen??

So, dann zeige ich euch nochmal die Häufchen von heute nachmittag und als 2. Bild das letzte von vorhin (so 24.00 Uhr). Ich denke, die sehen gut aus. Morgens muss sich das ganze wohl manchmal noch etwas „einspielen“, es war ja erst ab mittags wieder so wie auf den Bildern. Morgens kam wieder ein Würtchenartiges.
Nun, wenn ihr meint, dass ich das Ambitab vor dem Wochenende sicherheitshalber noch kaufen soll, dann tu ich das natürlich. Ich verlass mich da ganz auf euren Rat.

Noch mal Zora:

und eins vom Spätzchen darf natürlich nicht fehlen.
Es ist schier unglaublich, wie schnell so ein Vogel wächst und gedeiht.

Shiva:

Sieht gut aus,der Kleine!Kannst ihn ruhig verwöhnen ,wie Elli schon schrieb,die werden in der regel später wieder zu „Faß mich bloß nicht an!“-Vögeln!!Aber in dieser Phase kuscheln die gerne.Meine eeinzelnen Spatzen hatten immer ein kleines Kuscheltier mit drin,und sie lieben es am Abend zugedeckt zu sein,ein weiches dünners Tuch zum beispiel in das man sich schön einkuscheln kann.Das wird schon,Du machst das ganz gut.
Die Fütterungsabstände,ja,in etwa eine Stunde.Wieviel fütterst Du denn pro Mahlzeit?An der Seite am Hals siehst Du doch den Kropf,oder?Da kannst Du sehen wie voll er ist.Meine Spatzen fressen fast immer bis sie fast platzen,da muß ich regulieren!Ich denke bei Deinem so 3-5 Beoperlen je nach Größe und ein paar Ameiseneier braucht er.Haben will er bestimmt mehr 😀
Oder wieviel gibst Du,Elli?
Viel Glück weiterhin Euch beiden!

Bell:

Der Kot auf dem letzten Bild, sieht ja schon ziemlich perfekt „verpackt“ aus 🙂

Freu mich, daß Dein Spatzenkind wächst und gedeiht. Ich hatte leider nie das Glück, daß meine Fundvögelchen 2 Tage überlebten.

Zora:

Hallo

Die Beoperlen sind aufgequollen so 6 oder 7 mm im Durchmesser. Davon bekommt er mittlerweile aber nur noch 1 oder 1einhalb (Laut Wildvogelhilfe soll der Anteil an Beoperlen nur 10 % ausmachen). Dann geb ich noch diese kleine Stubenfliegen und/oder andere Kleininsekten u. Ameiseneier. Bleiben wir mal in Fliegengröße, dann bekäme er davon noch mind. 8 – 10 Stück in etwa. Und ein klein wenig Eibrei schmuggel ich dann noch dazu.

Er ist wohl sehr wählerisch. Von den gemischten Insekten frisst er nur die Madenartigen, die Ameiseneier und die Minifliegen. Wenn er was nicht mag, schüttelt er den Kopf, schiebt es mit der Zunge wieder vor, und weg damit :rolleyes: Den Kropf seh ich natürlich, aber ich weiss ja nicht, wieviel der schafft ohne zu platzen 😉
Jede Stunde schaff ich nicht ganz, es kann leider auch mal sein, dass es fast 2 werden. Meistens so 1,5. Aber dafür fütter ich nicht nur bis 22 Uhr, sondern bis 24.00 Uhr. Ich hoffe, das ist genug. Schon wenn ich einkaufen geh dauert es halt manchmal länger als ne Stunde…. :an:

Mit dem Kot ist es wie gestern: Bis jetzt ist er leider wieder mehr wurstig. Ich hoffe das gibt sich wieder demnächst. Gestern und Vorgestern kam der „schöne“ ja auch erst mit zunehmendem Tage. Deshalb die Frage, ob ich dieses Mittel vorsichtshalber vor dem Wochenende kaufen soll?
Ansonsten ist er fit, wird immer „wuseliger“, und die Federn sind auch schon wieder mehr als gestern.

Und sein Nest: ok, ein Kuscheltier hab ich nicht, aber er wohnt inzwischen in einem Salatsieb, darin zuerst Zeitungen mit etwas Rand, dadrauf noch einige Kosmetiktücher. Eins kommt immer noch mit ins Nest wenn er wieder drin sitzt, dann wird zugedeckt mit so einem Halstüchlein, und nachts dann noch mal drüber ein Handtuch. Offen lassen tu ich das Nest noch nicht, weils bei mir in der Wohnung halt überall zieht und wir grade nicht so warm haben draussen (vielleicht so um die 23/24 Grad und zugig).

Ich hab jetzt noch kleine Heimchen und diese Buffalos bestellt, ich hoffe, es kommt schon morgen oder spät. am Samstag geliefert. In dem Zoogeschäft als ich die Fliegen kaufte, gabs nur so größere Grillen, ich dacht die sind viel zu groß für den Spatz. „Buffalos“ hatte ich dort gar nicht gesehen.
Muss ich von den Heimchen die Hinterbeine abreissen, bevor ich dir fütter, stimmt das?? *graus*
Und soll ich die einfrieren? Wie macht ihr das?

Pandion:

Hallo Cora,

wenn es große Heimchen sind, schneide den Kopf ab und die langen Sprungbeine. Ich würde die Heimchen aber nicht einfrieren, denn so neu gekaufte sind meist vom Nährwert her , nicht viel wert. Das beste ist, wenn Du sie noch fütterst. Mit Haferflocken und Löwenzahn. Das steigert den Nährwert von den Heimchen.
Weiterhin viel Glück Euch beiden! Du machst das richtig gut!

Liebe Grüße von Silke 😉

Zora:

Silke,

wie ich sowas hasse – Kopf und Beine abschneiden… iiiihgitt 😮
Und das auch noch, nachdem man die Tierchen noch gefüttert hat :rolleyes:

So, Kot war nun einmal wieder sehr gut, ein ander mal wieder etwas wässriger/wurstiger.
Das mit den ausgedrückten Beoperlen klappt einfach nicht besonders gut, zu klebrig -meint Spatz-, will ich nicht.

Meinen Grauen hab ichs heute Mittag mal gezeigt, das Vögelchen. Und ganz nach Grauenart hatten die Angst vor dem Winzling…

Bubo:

Hi Cora,
Silke hat recht; neue Heimchen gleich einfrieren ist nicht gut. Fütter sie, mit Obst und Gemüse, dann wachsen sie noch und der gesamte Nährwert wird mehr. Ich sehe das ja täglich wie die Füchsin das macht, darauf kann ich mich verlassen.
Kopf und Sprungbeine müssen auch nur bei den großen ab, ich denke bis 1 cm Körperlänge (wie Fliegen) ist es nicht nötig.

Bell:

Silke,

wie ich sowas hasse – Kopf und Beine abschneiden… iiiihgitt 😮
Und das auch noch, nachdem man die Tierchen noch gefüttert hat :rolleyes:

Und nach ´ner Woche haben die dann auch Namen und entwickeln sich zu richtigen Charakteren, haben Lieblingsspeisen und immer die gleichen Schlafplätze …..

Zora:

Und nach ´ner Woche haben die dann auch Namen und entwickeln sich zu richtigen Charakteren, haben Lieblingsspeisen und immer die gleichen Schlafplätze …..
Lach du nur…… :rolleyes:

Danke Bubo.
Ich hab ja „kleine“ heimchen bestellt, mal gucken wie gross die nach meinem Füttern dann noch werden 😀

Zu allem Unglück ist mir der Spatz nun auch noch verunfallt 🙁
Ist so zappelig und wuselig, dass er mir aus der Hand gefallen ist… zwar „nur“ so 30 cm tief, aber dennoch…. er schont ein Beinchen etwas 🙁
(Greifen und bewegen geht aber alles, ist auch nichts geschwollen seither – und ist schon ca. 3 Stunden her). Ich hoffe, das wird schnell wieder.

Mensch, ist das aber auch was, mit so einem Tierchen.

Bell:

Lach du nur…… :rolleyes:

Nein, ich lach ja nicht. Bei mir wär das so und die Heimchen würden eines natürlichen Todes in einer heimchengerechten Umgebung bei guter Ernährung sterben.

So, jetzt kannst Du lachen 😮

Deinem Spätzchen alles Gute ! Bestimmt hat er sich nur ´nen kleines Hämatom geholt *daumendrück*

Elch:

Cora, ich finde das richtig schön, wie du das alles deichselst! Dickes fettes Lob! Sind aber auch Herzensbrecher, die Spatzenkinder.

Shiva:

Mensch Cora,ich hab doch nichts von Beoperlen ausdrücken geschrieben,nur gut abtropfen lassen! 😀 Ausdrücken gibt doch Matsch!Und den mag er ja nicht.Welche Sorte hast Du denn?Also ,wenn ich hier Werbung machen darf:am bestens sind die von Versele,Werden weich,aber nicht matschig.Von Vitakraft die weichst Du stundenlang,von Witte Molen die werden matschig,eignen sich gut für Brei vermischt mit Kanarienaufzuchtfutter.Mag er so was?

Darksilvergirl:

wie ich sowas hasse – Kopf und Beine abschneiden… iiiihgitt 😮
Und das auch noch, nachdem man die Tierchen noch gefüttert hat :rolleyes:
du gewöhnst dich dran – und irgendwann wirst du ganz nebenbei mit dem daumennagel den kopf abtrennen mit einem kleinen druck auf den oberschenkel die hinterbeine abtrennen und den rest innen vogel schieben… und es noch nichtmal mehr merken 😀

aber ernsthaft, ich finde das mit fingern wesentlich einfacher und auch angenehmer… zumal ich nicht weiss ob du dir das geräusch zumuten magst das es macht wenn du das chitin zerschneidest.

Zora:

Die Perlen sind von „NutriBird“.

Aufzuchtsfutter, hm, das ist doch sicher auch wieder Pampe, oder? Zudem, ich hab hier jetzt so ne Menge an Zeugs, das muss jetzt irgendwie gehn 😉
Die Perlen, ja, er mag sie wirklich am liebsten so richtig wässrig 😮 Kaum liegen die mal für 10 Minuten an der Luft, schon sind se klebrig und nicht mehr gut.
Jetzt schau ich, dass ich langsam mal so Grünzeugs mitmische und gekochte 5-Kornmischung.

Heut abend hab ich ihn nun als mal für ne Weile im Tuch mit aufs Sofa genommen, also auch mit zu den Grauen. Die gucken da vielleicht immer… :rolleyes:
Die Chili kam dann auch mal an, gaaaanz langsam und mit etwas gesträubten Federn und gesenktem Kopf… als der Kleine dann mal richtig angefangen hat zu zwitschern ist sie schnell davon geflogen 😀
Da es aber schon etwas dämmrig war, sind sie dann gleich später beide auf ihren Stammplätzen gesessen und haben es scheinbar „toleriert“ 😉

Ich hoffe, morgen ist das mit dem Füsschen schonen wieder besser – sehen konnte man auch vorhin noch nichts (also Schwellung oder sowas) und funktionieren tut auch alles.

Weiter Daumen drücken 🙂

Noch mal Zora:

*lol* silvergirl….

ob ich mich an sowas wirklich gewöhne?? *gg
naja, ich werds schon irgendwie hinbekommen 😉
ob schneiden oder ausreissen, ich werds euch dann wissen lassen 😀

Darksilvergirl:

hinterbeine ausreissen kann schmiererei geben, der druck auf die oberschenkel so dass sie abfallen is echt angenehmer 😀

und wunder dich nich wenn die beine noch zappeln das is normal.

Zora:
neee, bitte nicht auch noch sowas.
Ich dachte eigentlich, ich kann die Viehcher vorher totmachen, ehe ich die seziere und füttere??? Ich kann die glaub nicht lebend in die Finger nehmen 😮
Ohne Witz, ich fütter die von mir aus ein paar Tage, und dann muss ich die glaub in die Gefriere tun. Dann halt nach Bedarf auftauen. Geht das nicht??

Darksilvergirl:

geht schon, werden aber nicht so gern genommen… ausserdem is mir frischfutter einfach sicherer.

aber du machst sie doch tot indem du ihnen den kopf abtrennst – das sind nur nerven die noch zappeln

Elch:

Cora, wenn es dich gruselt, dann frier die Heimchen ein. Darksilvergirl hat zwar mit ihren Ausführungen recht, aber ich muß aus Zeit- und organisatorischen Gründen auch auf tiefgekühlte Heimchen zurückgreifen (diese Insekten sind in lebendem Zustand genauso pflegeintensiv wie der, der sie frißt und das schaffe ich dann doch nicht noch nebenher). Auffällig ist schon, dass sie frischtot lieber gefressen werden, die Verträglichkeit der tiefgekühlten scheint aber gewährleistet zu sein, konnte bisher nichts negatives feststellen. Auch bei eingedosten, gekochten Heimchen (Crick o can oder so ähnlich heißen die sündhaft teuren Döschen) war die Verträglichkeit gut, allerdings muß man da aufpassen, kleine zu kriegen. denn bei den großen sind zu viele harte Bestandteile, die für kleine Vögelchen nicht geeignet sind.

Du sollst doch die Aufzucht des kleinen Spatzen nicht als Horrortrip erleben und von zappelnden zuckenden Heimchen träumen.

Shiva:

Cora,wenn Du mir per PN Deine Adresse gibst schicke ich Dir ein oder zwei Hände voll der Beoperlen.In der Aufzuchtzeit hab ich die immer säckeweise vorrätig.

Zora:

Hallo

Sylvia, das ist nett. Aber wieso? Beoperlen hab ich doch?? :an: Bis der Kleene die weggefuttert hat, müsste er noch ein Jahr bleiben 😀

Silvergirl – aber du machst sie doch tot indem du ihnen den kopf abtrennst – das sind nur nerven die noch zappeln
Jaa, aber dazu muss ich sie doch lebend fangen und anfassen :rolleyes:

Elli, nein, ein Horrortrip ist bisher nicht – aber könnts noch werden. Zwecks absolut bescheuertem Schlafrythmus:
Ich (Nachteule mit Urlaub) schlaf ja erst so gegen 3 Uhr früh 😉
Najo, dann 6 Uhr erstes mal Spatz füttern.
Dann zwischen halb und 8 nochmal füttern. Die Grauen bekommen dann auch was (welche ja einglück alleine fressen :D) und Rolli hoch zur Außenvoliere.
Dann halb10 nochmal füttern, dann 11 oder halb 12 wieder füttern – und dann bleib ich auch auf 😉
Dazwischen also immer grad mal einen Happen Schlaf.

Dem Spatz gehts weiterhin gut, das Füsschen scheint auch schon etwas besser zu sein, aber noch nicht 100%.
Die Federn sind jetzt fast schon alle aus den Igelkielen gebrochen, und es schaut wirklich hübsch aus jetzt.
Mit dem Fressen gehts auch wieder besser – also heute hats auch wieder etwas pampiges gefressen.
Ich fütter nun so abwechlungsreich wies geht:
Insekten und Amaieseneiern, Fliegen, Eipampe und gekochtes Getreide, und Beoperlen (und natürlich immer schön eingetupft ein Laktos und etwas Mineralpulver). Von allem möglichst etwas zu jeder Mahlzeit.

Es klammert sich jetzt schon richtig gut an den Fingern fest beim sitzen.
Ich musste nun auch umquartieren in einen gepolsterten Karton (mit Zeitung und Tüchern) weil es am Salatsieb nun schon auf den Rand geklettert ist :rolleyes: Ich will ja nicht, dass es nochmal wo runterfällt.
Jetzt muss ich hinnemachen mit nem Käfig hab ich so den Eindruck.
Ich werd wohl einen „billigen“ Wellikäfig kaufen. Sobald er sicher auf einem Ästchen sitzen wird, kommt er dann da rein.

Wär das wohl ok so erstmal? Oder gibts bessere Vorschläge (immer 2 Papageien berücksichtigt natürlich).

Ach ja, Kot ist immer noch nicht konstant im „Beutel“, vor allem morgens nicht. Aber mit zunehmendem Tag wirds immer besser. Ich würd sagen, so 2/3 der Häufchen sind gut, der Rest wurstig.

Noch mal Zora:

So, nachem ich gestern abends keine Zeit mehr zum Schreiben hatte, heute dafür mit Fotos 😉

Spätzchen geht es soweit gut, ausser dass er immer noch eine Seite etwas schont – benutzt aber beide Beinchen und es greift und es funktioniert immer noch alles. Sehen kann ich keine Schwellung oder Ähnliches. Mit etwas Fantasie könnte ich eine superdezente lilabläuliche Verfärbung erkennen, am „Oberschenkel“ quasi. Aber wenn, dann wirklich nur minimal.
Ich hab gestern damit angefangen Traumeel Tropfen draufzutupfen, ganz wenig, weil das Zeug leider 35 % Alc. enthält :an:
Ich hab auch 3 oder 4 mal eine klatzschnasse Beoperle in einen Tropfen Traumeel getunkt, und eingegeben. Ich hoffe sehr, dass der Alkohol nicht zu sehr schadet.

Ansonsten frisst er gut und viel, ist heute auch sehr zufrieden weil ich jetzt den halben Mittag auf dem Balkon sass, Spatz im Karton mit auf dem Tisch, so dass es mich sehen konnte. Ansonsten schreit er nämlich leider schon öfters (alleine?) und bettelt dann auch öfters (nach „menschlicher Nestwärme“ wahrscheinlich!?).
Ich habe heute auch ne Menge im Garten gesammelt und Samen entfernt:
Samenstände von Spitz- und Breitwegerich, ein paar kleine Kleeblüten, ein paar Gänseblümchen (nur das gelbe Innere davon), dasselbe von wenigen Kamillenblüten, Brenneselsamen, Gräsersamen, Sauerampfersamen, Vogelmiere, ganz wenig Lavendelblüten… ja, ich glaub das wars. Ich hoffe, das ist alles ok.
Hirtentäschel gabs leider nicht, das muss ich die Tage mal sammeln gehn.
Davon kleb ich nun immer etwas an ein Stück Beoperle und geb es dem Spatz. Das klappt ganz gut.
So schaut das ganze nun in etwa aus:

Noch mal Zora:

p.s. wenige Löwenzahnblätter und wenige Spitzwegerichblätter, kleingeschnitten.

Das Spätzchen hat vorhin einen dünnen Weidenast bekommen und sitzt sogar schon mal kurz drauf.

Noch mal Zora:

Und, der Spatz hat sich heute das erste mal etwas geputzt (zumindest hab ich es das erste mal gesehn ;)). Ganz süss, erst kurz geschüttelt, dann mit dem Schnäbelchen richtíg mal durchs Gefieder gewuschelt…

Die Federhülsen sind noch nicht alle ab, aber er „schuppt“ sich die ganze Zeit. Ich hab ihn mal mit einem feuchten Tempo abgetupft, vielleicht hilft es ja ein wenig….

Kot ist leider immer noch etwas „durchwachsen“. Also nach wie vor mal etwas zu wässrig und „wurstig“, aber meist sieht er ganz gut aus. Ich hoffe, ich bekomme das auch noch in den Griff.
Von Nachbars hab ich mir heute einen Wellikäfgi ausleihen können. Groß ist er natürlich nicht, aber ich brauch ihn ja erst wenn er fliegen will, dann auch nur abends/nachts, und eben dann später zum „auswildern“ als Futterstelle, bis er nicht mehr kommt.
Ab wann braucht der Spatz ein Sandbad und ein Wasserbad?
Eine kleine Wasserschale steht schon drin, aber die interessiert ihn natürlich noch nicht sonderlich 😉

Gibts nochwas, was ich derzeit tun kann?

Hier noch ein Bild, damit ihr seht, wie klasse Spatz futtern kann.

Bell:

Och ist der knuffig ! 🙂 *dahinschmelz*

Mit dem planschen wird es bestimmt nicht mehr lange dauern. Den Spatz den ich mal hatte (vor Fensterscheibe geflogen) hat es gern getan, natürlich nicht ohne eine Riesenschweinerei dabei zu veranstalten.

Pandion:

Hallo Cora,

wegen der Heimchen noch mal, da Du diese ja nicht unbedingt anfassen magst(mag ich selber auch nicht unbedingt 😉 ) nimm sie doch mit der Pinzette hinterm Kopf. Dann kannst Du recht schnell den Kopf abtrennen und schneidest Dir auch nicht in die Finger. Ist aber dann auch wie mit den Sprungbeinen, die Fühler und eventuelle Vorderbeine zappeln dann auch noch.
Aber gut sieht der Kleine aus! Machst das wirklich richtig klasse!

Liebe Grüße von Silke 😉

Zora:

Heute hab ich das Spatzen-Übergangswohnheim eingerichtet 😉
Der Kleine trainiert schon immer wieder seine Flugmuskulatur, und ich denke, er hebt bald mal ab 😮
Er hat heute auch schon ganz wenige Körnchen (bzw. Eifutterkrümel) selbst gepickt, als ich ihm die Schale ganz nah rangehalten hab. Natürlich reicht das noch lange nicht zum sattwerden, aber ein Anfang vielleicht 🙂

Der Käfig ist zwar klein, aber ich hab nichts anderes… aber er sieht richtig schön aus. Hab unten einen Behälter mit eingepflanzten Grasbüscheln und ein paar Kräuter, etc. reingestellt. Oben dann Korkenzieherweiden-Ästchen.
Kruz sitzt er auch schon auf einem Ästchen, aber unten ist natürlich noch ein schnuckliges „Nest“ in der Ecke. Er will sich halt schon noch gern verkrümeln.

Ansonsten ist die Lage unverändert.

Hier mal Bilder vom Spatzenhaus

und natürlich auch vom Spatz…

Bell:

Paß auf, daß Dir den keiner klaut.

Elch:

Ach, was ist das schön! Klasse ihr beiden.

Zora:

Aber launisch kann so ein Spatz schon irgendwie sein….

Frisst manchmal wirklich nur, was er will. Und das komische, jetzt ist´s dies, nachher was andres :rolleyes:
Aber ich vertraue halt da ein bisschen auf die Natur, so nach dem Motto: der holt sich was er braucht. Ich hoffe, ich liege damit nicht völlig daneben.

Irgendwer hat vor ein paar Seiten mal geschrieben, dass Spatzen schon „kleine Herzensbrecher“ seien.
Ja, muss ich sagen: Die ersten Tage ging ja alles irgendwie mehr „mechanisch“, hab mich halt sehr konzentiert um nichts falsch zu machen und so. Aber jetzt, so seit paar Tagen hab ich den Kleinen schon echt lieb gewonnen 😮 😮

Bin gespannt, wies die Tage so weiterläuft. Am Samstag bin ich den ganzen Tag weg. Sollte er bis dahin noch nicht selbst fressen, muss ich ihn im Käfig mitnehmen (Bin im Freien, das müsste gehen ;)).
Zum Futter holen kann ich schon mal 2 mal oder so kurz nach Hause (muss ja auch die Grauen versorgen), aber sonst bin ich halt weg.

Mal gespannt, was das gibt :an:
Keine Ahnung, ob ich bis dahin schon die Hoffnung des Selbstfressens haben kann, aber wahrscheinlich nicht, oder? (Obwohl die Fortschritte bei so einem Küken ja wirklich von Tag zu Tag groß sind).
Auf jeden Fall werd ich versuchen bis dahin so viel wie möglich mit ihm zu „trainieren“.

Noch mal Zora:

Na, ich bin ja ganz stolz auf den kleinen Spatz 😉

Ich lass ihn nun vor jeder Fütterung erstmal einige Körner selbst vom Tellerchen picken, und das klappt auch schon ganz gut 🙂 (Hirse, Amaranth, Eifutterkrümel, zerhacktes Grünzeug, sogar ein paar Trockeninsekten nimmt er mit auf).
Er nimmt nun auch schon oftmals das Futter von der Pinzette weg, ohne dass ich es ihm in den „Schlund“ stecken muss 😉

Vielleicht klappt das also tatsächlich bis Samstag mit der selbeständigen Futteraufnahme?
Leider pickt er nur selbst, wenn ich dabei bin. Ein Tellerchen steht immer vor seiner Nase, aber so ganz allein tut ers (noch?) nicht.

Ebenfalls Wasser… das muss ich ihm noch zeigen.

Das Füsschen scheint noch nicht komplett in Ordnung zu sein, aber schon deutlich besser. Ich kann wirklich überhaupt nicht orten, wo genau es ihm weh tun könnte 😕 Sehe einfach nur, dass er öfters etwas einseitig sitzt. Ich hoffe, das legt sich schnell vollends.

Er macht auch häufiger Flügeltraining.

Wenn dieser doofe Käfig nicht so winzig wäre, wäre das schon echt gut. Ich würde ihm so gern ein kleines Sand- und Wasserbad reinstellen. Aber das geht noch nicht.

Erst wenn der mal etwas „mobiler“ wird in dem Käifig kann ich evtl. auf einer oberen „Etage“ was anbringen. Am Boden gehts leider (noch) nicht, solange er sein Nest noch haben will (dort wäre dann später Platz für beides ;)).

Wenn ihr weitere Tips habt, nich sparen damit. Und schon gar nicht, wenn ich was falsch mache, gell??

Werde weiter berichten.

p.s. die bestellten Heimchen sind übrigens noch gar nicht da :an:
Ich hoffe dass Fliegen, Ameiseneier (zur Zeit nicht soooo der Renner) und die Trockeninsekten ausreichen!?
Ich versuche jetzt ohnehin mehr auf Körner und Grünzeug zu gehen, oder ist das noch zu früh?
Eifutter bekommt er nach wie vor, also an Eiweiss wirds nicht mangeln.

Noch mal Zora:

nochwas:

Kann ich auch schon die großen Körner trocken füttern? (also Weizen, etc… aus dieser 5-Korn-Mischung) oder sind die ungekocht noch zu groß zum Verdauen?

Bell:

Ich kann Dir leider nicht viel helfen, aber ich glaube die Insekten braucht er schon noch. Wie alt ist er denn jetzt ungefähr ?

Das er nur in Deiner Gesellschaft frißt kommt mir normal vor, denn sicher würde er es bei seinen Eltern auch so machen bzw. von den vielleicht älteren Geschwistern abgucken oder was meinst Du ?

Hast mal wieder ein Bild ? :rolleyes

Zora:

Karin, nein, Bilder hab ich heut gar keine gemacht 😮

Morgen dann wieder.

iiiiiiiiiihhhhh,

das Frischfleisch ist daaaa 😮
Der vom Paketdienst kam die Treppe hoch, mit den Worten: „Das Krabbelzeugs kommt“ :-))
Steht riesengroß und signalrot aussen drauf, dass Lebendfuttertiere drin seine… 😉

„Goldfliegenmaden“ hab ich kurz abgekocht und nun in die Friere *brrrrr* einfach wiederliches Zeugs.

Nun ja, und die Heimchen hab ich also gleich mal gefüttert.
Ich hatte ja Panik, dass wenn ich da nen Schlitz aufmache, die mir gleich ausbrechen…*ggg… Ich hab jetzt oben in den Deckel nen kleines Loch reingeschnitten, und das mit Tesa wieder zugeklebt. So kann ich also Futter reinschmeissen und auch eine mal mit der Pinzette fangen.
Die Köpfe hab ich übrigens mit ner alten Nagelschere abgeschnitten :rolleyes: Ne ne, sowas ist echt nicht mein Ding.
Ich bin auch gottfroh, dass ich einen kleinen Spatz hab, dem kleine Heimchen genügen. Wenn ich nun denke, dass die groß wären…. *urghs* (…also die Heimchen ;))

Spätchen geht es ganz gut. Ich hab ihm noch ein Wohnzimmergehege gebaut 😉 (auch mit Ästchen, Nest, Wasser- und Sandbad, und natürlich Futterteller drin. Das steht nun auf dem Boden, und die Grauen gehen da einglück nicht hin. Fliegen tuts noch nicht, aber etwas hüpfen 😉
Ich wollte heute ein bisschen geizig sein mit dem Füttern, gebe nur Fliegen und jetzt halt gekochte Maden mit der Pinzette. Den Rest soll es alleine fressen. Ich halte immer mal wieder ein den Finger in die Körner, dann pickt es die Körner von da weg. Dann kapierts das Vögelchen wieder, und pickt dann auch wieder einige vom Teller.
Zum „Tränken“ setz ich das Tierchen ganz frech in die Badeschüssel, und geb ihm dann ein Tröpfchen vom Finger (gab ja heute noch keinen Brei, deshalb Wasser…).

Karin, Bilder kommen heut abend/nacht.

Noch mal Zora:

So,
dann noch ein Bildchen…
Da durfte Spatz mal eine Weile mit vor dem Compi 😉 (Ich will ihn in Anwesenheit der Grauen – also im Wohnzimmer – zusätzlich zum Füttern nicht auch noch sonst mitnehmen, wegen Eifersucht…). Also nahm ich ein Blumentöpfchen vom Balkon rein, mit Vogelmiere drin, und das war dann Spätzchens Platz.

Noch mal Zora:

Er schaute dann eine Weile zum Fenster raus (wobei er sich auf dem Bild grad kurz pztze ;)). Auf meinem kleinen Dachbalkon (den ich nie nutze) tummeln sich viele Spatzen. Ich denke, dass er auf deren Rufe reagiert hatte… (also nicht mit zurückrufen, sonder einfach mit gucken ;)).

Und dann noch der neue Zweitwohnsitz.

So, ich hab mich entschlossen, den Spatz heute nicht mitzunehmen. Er kann (wenn er will) ja schon sehr gut alleine fressen.
Ich werde nachher nochmal gut füttern (fleischliches) und im Käfig ist alles mehrfach vorhanden.
Dann werd ich wohl erst am Mittag das nächste mal nach ihm schauen können. Ich hoffe, das macht nichts aus, falls er heute mal nicht ganz so viel futtert 😕 😕 …Sorgen mach ich mir natürlich schon.

Dann bin ich ja aber mittags auch nur kurz da, abends könnte ich nochmal, und am späteren Abend.
Wenn ihr meint, dass das nicht reicht, dann nehm ich ihn heute mittag dann doch mit. Bitte schreibt bis dahin mal, was ihr meint.

Wie gesagt, er KANN schon sehr gut Picken. Ich hab auch gelesen, dass Spatzen sich sehr gerne füttern lassen, auch wenn sies schon allein können. Heisst das, er wird sich dann aber dennoch genug holen, wenn keine zum Füttern kommt? Wie gesagt, ist alles mehrfach vorhanden, und mehr als genug davon.
Was wäre, wenn der Kleine nur zu meinen „Zuhausebesuchen“ Wasser bekommt? Kann es bei zu vielen Trockenen Körnern irgendwie zu Verstopfung kommen?

Bitte dringend um Rat, bis mittags – Danke. Übrigens, er kann jetzt schon ein klein wenig fliegen.

Shiva:

Hallo Cora,ich denke wenn Du mittags nach Hause kommen kannst und dann vielleicht wieder abends so um 18 Uhr müßte das gehen.Es sei denn es ist nicht so streßig für ihn dort wo Du hin mußt,dann könnte er mit,sicherer wäre das.Verhungern wird er allerdings nicht in der Zeitwo Du nicht da bist, da er ja schon selber was nimmt.Er verhungert ja auch nachts nicht,oder? 🙂 Wasser reicht auch wenn Du kommst,eine Wasserschale würde ich nicht riskieren,er könnte baden,zu naß werden und sich nicht wärmen können oder gar ertrinken.Ist mir mal mit Schwalben passiert,mache mir heute noch Vorwürfe,ich hätte nie gedacht das man in so flachem Wasser ertrinken kann.Die Beoperlen sind doch auch nass,ich denke das müßte reichen für die Zeit wo er alleine ist.Du mußt Dir nur sicher sein das er wirklich alleine frißt und nicht nur mit dem Essen spielt.

Zora:

Hallo

Ja, er hat gefressen, das seh ich schon – nicht nur gespielt 😉
Wenn ich mir diesbezüglich nicht wenigstens sicher gewesen wäre, dann hätte ich ihn auf jeden Fall mitgenommen. Im Wasser ertrinken ginge nicht, er passt da nicht mal ganz rein (die Wasserschale zum Baden ist nicht im Käfig…).
Es geht wohl ganz gut so, ich mach mir einfach zu viele Sorgen. Hab ihn ja um 6, um 8 und kurz bevor ich ging (halb 10) jeweils gut gefütter, viel Fleischliches…. und immer noch nen Happen Beos.
Jetzt eben wieder den Kropf vollgemacht… heut abend komm ich auf jeden Fall nochmal, und ausnahmsweise kann er dann auch heut nacht nochmal was bekommen, wenn ich „ganz“ nach Hause komme.
Er ist auf jeden Fall topfit und hüpft immer schnell wieder in „seinen“ Käfig 😉 Ich habe das Gefühl, dass ihm der viel zu gut gefällt…. von allein würde er (noch?) gar nicht rauskommen, obwohl er ja das Alter wohl bereis hätte (Nest verlassen….).

Aber ok, danke auf jeden Fall für deine Antwort. Ich muss mich nun auch wieder auf den Weg machen…..

Noch mal Zora:

Also,

der Spatz hat den gestrigen Tag scheinbar bestens überstanden 🙂
Er fliegt heute schon zimelich munter umher… manchmal nicht gaaaanz so koordiniert, aber das wird wohl nun schnell kommen.
Sobald er ein bisschen Kondition und etwas mehr Geschick beim Fliegen zeigt, werd ich den Käfig auf dem Balkon platzieren. Aber dafür muss er halt schon ein gutes Stück fliegen können, weil ich ja im ersten Stock bin, und er sollte ja schon wieder hochkommen, wenn er runter in den Garten fliegt.
Bis dahin wirds dann wohl auch immer besser mit dem alleine Fressen klappen, hoffe ich.
Draußen wird er natürlich täglich noch alles zur Verfügung haben, was er braucht.
Er beisst nun schon auch mal in die Vogelmiere oder sonstiges Grünzeugs (Gräser, etc.) rein, aber so richtig will das natürlich noch nicht klappen 😮

Da ich ja keine Freivoliere für ihn zur Verfügung habe: Was wäre für euch der Richtige Zeipunkt, um ihn rauszulassen? Bin ich etwa zu schnell mit allem? Die Spatzen draussen sind natürlich schon etwas größer als er – soll ich noch warten, bis er „ausgewachsen“ ist?

Shiva:

Ich würde auf jedem fall warten bis er absolut futterfest ist,wär doch schade wenn er den Weg auf deinen Balkon nicht mehr findet und dann nicht richtig fressen kann,bzw.nichts suchen kann.

Zora:

Was meinst du mit „absolut futterfest“ genau?
Muss er also sein Futter aus Pflanzen selbstständig rauspuhlen können? Wie soll ich ihm das denn zeigen?
Er ist leider sehr auf meine Hand fixiert, er meint immer, da kommt Futter raus 😉 Wenn ich ihm da was aufpuhlen würde, würde er nur warten, bis ich ihm was gebe – denke ich.

Ich würde natürlich dabei sein, wenn er den ersten Ausflug macht. Er kommt auch jetzt schon oft auf meine Schulter geflogen… Er würde vom Garten aus also sicher zu mir gefolgen kommen, wenn ich ihn rufe (spätenstens wohl, wenn er Hunger hätte ;)).
Ich hoffe halt, dass das jetzt alles vollends schnell geht. Nicht weil ich ihn loshaben möchte (nein, ich mag ihn doch schon so :rolleyes: ), aber weil ich ihn wirklich nur ungern in den Käfig sperre. Aber ich muss halt auch mal meine Grauen ins Wohnzimmer lassen, sonst drehen die am Rad. Und meine Chili ist dem kleinen scheinbar nicht gerade wohlgesonnen :an.

Shiva:

mit futterfest meine ich das er völlig selbstständig frißt.das heißt jetzt aber nicht das er die Leckerbissen aus Deiner Hand verschmähen würde!Aber eben so das Du ihn eigentlich nicht meht zu füttern mußt.

Zora:

und vorher nicht draussen fliegen lassen?
Auch nicht, wenn ich dabei bin, und der Meinung bin, dass er wieder zurück kommen würde?
Wenn er nämlich den Balkon wieder findet, dann stünde dort ja solange er mag immer noch Futter und Wasser, und wenn er ihn nutzt auch noch der Käfig.
Ich hab halt gedacht, dass wenn er etwas selbstständiger wird, dass er dann auch das mit dem Futtern vielleicht schneller lernt (vielleicht sogar von anderen Spatzen?). Oder funktioniert sowas nicht?

Ich würde ihn keinesfalls sich selbst überlassen, das ist ganz klar. Wie gesagt, halt mal Ausflüge vom Balkon aus…. ich dachte halt, dass er seine Gegend eben mal ganz langsam kennenlernen könnte… 😕
Bin mir eigentlich wirklich sicher, dass er zu mir kommt, sobald ich ihn rufe (so wie er es hier in der Wohnung ja auch macht – auch wenn ich ihn nicht rufe ;)).

Aber ich will ihn natürlich nicht gefährden, nicht dass du denkst. Ich wollte ihn halt nur „fördern“ quasi :an.

p.s.

ach ja, ganz vergessen zu erwähnen: Er flattert natürlich jetzt schon ganz gut herum hier.

Shiva:

Ja,ich hab gut reden,ich hab eine Auswilderungsvoliere ,von da aus können sie die Umgebung schon kennen lernen und dann mach ich einfach auf.Futter gibts natürlich auch immer noch einige Zeit.Vielleicht kommt Dein Spätzchen ja wirklich wieder zu Dir zurück,nur für den Fall das er draußen so beeindruckt ist oder durch etwas erschreckt wird und dann doch weiter weg fliegt und sich eventuell nicht mehr orientieren kann meine ich er sollte wenigstens so „futterfest“ sein das er im Notfall alleine zurecht kommen könnte.

Elch:

Cora, auswildern dann, wenn er:

gut fliegen und sicher landen kann
vollständig alleine frißt ( er wird dann nicht mehr sperren)
und wenn er die Liebe zum Menschen verliert (für mich immer ein Horror, so ein Vögelchen fliegt irgendein Kind an, „ach wie süß und in den Käfig sperr!“)

Vorher würde ich ihn nicht frei fliegen lassen, denn ob er zurückkehrt wenn er nicht klarkommt ist nicht sicher.

Eines hab ich noch vergessen:
Das Gefieder muß so gut sein, dass er nach dem Baden noch in der Lage ist, aufzufliegen, denn da draußen gibt es manchmal Regen und manche handaufzuchten, deren Gefieder nicht toll genug ist, sind dann so nass und schwer, dass sie nicht mehr hoch kommen (schleck, macht dann die Katze!). Bitte vorher auf jeden Fall testen!

Zora:

Ok, ich werds beherzigen.
Dann muss er halt jetzt erst noch im Käfig auf den Balkon mit. Da steht er jetzt, schön übers Eck auf dem Balkongeländer (sicher!) und darf sich derweil alles mal von Weitem anschauen 😉 Tut er auch, er schaut ganz aufgeregt in die Gegend.
Baden wollte er bislang noch gar nicht – weder im Wasser noch im Sand, aber ich setzt ihn weiterhin immer mal wieder in die „Pfütze“ 😉
Wenigstens putzt er sich das Gefieder schon ganz fein.

Das mit „der Liebe zum Menschen verlieren“ … naja, da ist bisher nicht die Rede davon. Im Gegenteil, jetzt wo er ganz gut fliegt, kommt er ständig auf meine Schulter oder meinen Kopf geflogen 😮

Er versucht sich auch schon immer öfters mal an Grashalmen… gibt aber leider auch schnell wieder auf dann, wenn ihm da nicht gerade was entgegenspringt :rolleyes:

Fressen tut er schon ganz gut ansonsten – also vom Tellerchen. Auch diese Pinkies und tote Fliegen und Heimchen (*immernoch ihgiiitttt* 😮 )

Naja, dann dauerts halt noch etwas, aber das wird jetzt schon. Hauptsache ist, dass er scheinbar gesund ist (Kot sieht jetzt fast immer optimal aus, also so kompakt in der Haut.

Noch mal Zora:

Ich muss euch schon wieder mal nerven 😉

Die Jungen aus dem Nest, aus dem auch mein Spatz stammt, sind schon ausgeflogen. Zumindest seh und hör ich keine mehr im/am Nest.
Ist das denn normal, dass mein kleiner in „künstlicher Aufzucht“ so weit hinterher hinkt?? 😕

Trotz allem sehe ich hier wirklich täglich Fortschritte. Ich glaube ich habe mich da etwas vertan mit dem Fressen. Der Spatz hat doch schon einige Rispen ausgepuhlt hab ich heute gesehn, als ich den Käfig frisch eingerichtet hab.
Aber das mit nassem Gefieder fliegen können klappt noch nicht. Ich habs heute getestet. Hat ne Blumendusche bekommen. Er ist einfach noch zu „flauschig“ scheinbar.

Elch:

Es gibt massive Unterschiede bei der Entwicklung der Jungtiere. Und jetzt mußt du davon ausgehen, dass „deiner“ ja aus dem Nest gefallen war (oder wegen Entwicklungsrückstand von den Alten rausgeschmissen?). Halt dir bitte vor Augen, dass die, die wir finden meist nicht die gesunden und fitten sind, sondern die Kümmerlinge oder welche mit einem Problem.

Das wird schon, gib ihm Zeit!

Zora:

Ok danke Elli,

Ja, dass mein Spatz etwas hinterher ist hab ich schon recht bald gemerkt. Die anderen sind doch schon längst flügge geworden….
Aber dass ich sie nun gar nicht mehr am Nest sehe, und „meiner“ ja doch noch etws braucht…

Aber nun gut. Zeit bekommt er soviel er braucht. Ich muss ja nun auch nicht mehr ständig jede Stunde zu Hause sein :rolleyes:
Ich merke wirklich täglich Fortschritte, ich kannst immer gar nicht glauben. Was ich mir vorgestern noch gar nicht vorstellen konnte, kann heute schon wieder ganz anders sein.

Gestern hab ich einen gewagten Versuch riskiert (bitte nicht hauen, aber der Spatz tat mir so leid).
Er hat abends (als die Grauen schon im Wohnzimmer waren) etwas in seinem Käfig getobt. Hatte irgendwie Hummeln unterm Hintern.
Da die Grauen ja immer ganz oben sitzen, und der Spatz meist eher so auf Stuhllehnen-Höhe habe ich einen Versuch gewagt….
Die Chili jedoch hat im gleich mal nachgestellt… (nicht schlimm, auf mein Schimpfen ist sie gleich wieder weggeflogen).
Der Spatz sass dann bei mir, ich dachte ok, ne Weile bekommt er. Dann hob der Kleine aber wieder ab, hoch, und setzte sich direkt zwischen beide Graue (je 10 cm Abstand zu beiden) 😮
Ich hab spontan einen mords Schrei ausgestossen so dass alles Lebende im Raum zu Stein erstarrte, bin schnell hin und hob den Spatz runter. Dann doch wieder schnell in den Käfig 😮
(Ich werds nicht mehr tun ;)).

Aber nochmal eine Frage jetzt:
Wie lange, wenn er ja schon ganz gut alleine frisst (auch von den Gräsern, etc.) soll ich ihm noch Futtertiere dazugeben?
Soll ich die quasi langsam ausschleichen? Oder solange er hier ist (und ißt) weiterhin geben?
Im Moment geb ich ihm so 3 oder 4 mal am Tag eine „Ladung“…

Noch mal Zora:

Hallo

Also Spatz geht es ganz gut. Der Fuß (hatte ich ganz vergessen zu erwähnen) ist übrigens wieder ganz heil. Er „schont“ nicht mehr.
Er fliegt wie ein großer, und ist gnadenlos dabei: er landet mir glatt öfters mal mitten im Gesicht 😎 und manchmal benimmt er sich glatt, wie ein verwöhnter Papagei: hockt auf der Schulter und macht es sich dort bequem 😉
Er ist auch irgendwie ziemlich auf Hände fixiert (kam ja Futter „raus“ quasi ;)) und pickt nun manchmal so ganz fordernd in meine Fingerspitzen, so nach dem Motto: „he mach mal, gib mir was… lieg nicht so faul rum hier“ 😀
Wenn dann dennoch nichts kommt, dann legt er sich manchmal ganz flach auf meinen Bauch…
Ist schon ein herziger Kerl.
Nur abends, wenn ich die Grauen reinlasse (habs heute extra bis nach 8 rausgeschoben…), dann tobt der Kleine im Käfig, hüpft hin und her, das mag er (verständlicherweise) so gar nicht. Tut mir dann furchtbar leid, aber es geht halt nicht anders. Nach ein paar Minuten hat er´s dann begriffen, und hockt sich eben hin 😮

Ich bin nun auch wieder etwas beruhigt, denn die Spatzen draussen füttern die Geschwister vom Spatz doch auch noch. Konnte es vorgestern doch nochmal beobachten.

Nun ja, muss halt nun immer noch zuwarten, bis das Federkleid noch besser wird. Mit dem Fressen klappts schon sehr gut. Ich muss nun auch schon an mehreren Stellen Futter hinstellen, weil er immer wieder rumdüst und wieder was zum Picken sucht 😉 Ich glaube einfach mal, dass das ein gutes Zeichen ist. Er versucht schon auch mal ne kleine Obstfliege aus der Luft zu schnappen 😀

So, einfach mal ein paar Bilder von den letzen Tagen……

Diese „Melden“ (hiessen sie so, gell?) sind anscheinend doch gar nicht mal soooo „bäh – Spatz holt sich schon dann und wann mal ein Sämelchen davon.

Elch:

Oh, danke für das schöne Bild! Einfach eine große Freude!

Zora:
Schon wieder einen Fortschritt zu verbuchen:

Heute zum ersten mal beobachtet, dass Spatz erst ein Sandbad, und kurz darauf auch ein kurzes Wasserbad nahm 🙂
Beim Wasserbad ist er fast nicht nass geworden, da wirklich nur ganz kurz – aber egal. Er scheint zu lernen, dass es zum Leben gehört 🙂

Wenns denn dann bald nun auch noch mit dem Fliegen klappt, mit nassen Federn, dann kanns wohl bald losgehen…

So langsm wird der Spatz immer frecher und agiler. Er erkundet jetzt schon die halbe Wohnung (was mir gar nicht recht ist, wegen evtl. offenen Fenstern oder sonstigen Gefahren…).

Ich glaube auch fast, dass er jetzt wirklich langsam etwas scheuer wird. Er kommt zwar noch immer angeflogen wenn ich vorbeigehe, aber auf die Hand kommen mag er nicht mehr so gerne.
Er sitzt nun auch nicht immer an seinen speziellen Lieblingsplätzen wenn ich ins Wohnzimmer kommen, nein, ich muss nun aufpassen, dass ich ihn nicht übersehe. Er inspiziert schon mal den Boden 😉

Also alles in allem läufts weiterhin ja gut, nur eins macht mir jetzt doch große Sorgen:
Der Spatz hat keinerlei Scheu vor meinen Papageien, sprich vor großen Vögeln. Was passiert, wenn er an eine Elster oder Krähe gerät? Noch schlimmer natürlich Sperber (welche bei uns am Garten schon mal vorbeikommen…) ???
Muss ich mir Sorgen machen? Kann ich da noch etwas tun??

Ich will nicht, dass der Kleine gleich Greifen-Futter wird.

Alfred:

Hallo Cora
Ich habe keinen Sperling. Jedoch eine Beobachtung bei meinen Geiern.
Die erkennen, woher weiß der Teufel, wenn ein Fressfeind auftaucht. Bei Raben- und Greifvögeln gibts sofort Alarm.
Wie Papa´s und Sittiche aus fremden Ländern erkennen daß ein hiesiger Greifvogel ein Feind ist bleibt mir unklar. Irgend etwas muß es geben was sie die Gefahr erkennen läßt.
Von dieser Warte aus gesehen denke ich doch daß Dein Spatz instinktiv erkennen wird wenn da einer kommt der ihn fressen will.

Zora:

Hallo Alfred

Dein Wort in Gottes Ohr :an:
Der kleine Spatz flog aber auch zu meinen Papageien hin, obwohl (zumindest die Henne) ihm sicher nicht wohlgesonnen war/ist. Ein Biß, und der Spatz wäre weg vom Fenster 🙁
Er ist halt quasi mit denen aufgewachsen, wenn man so will. Also immer in Sichtkontakt halt.
Ich hoffe halt sehr, dass er sich draussen gleich den anderen Spatzen anschliesst, und dann deren Warnrufe richtig interpretieren kann und flüchtet, wenns die anderen auch tun.

Drückt mir (bessergesagt dem Spatz) die Daumen.

Elch:

Liebe besorgte Spatzenmutter!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch das verpimpeltste Spatzenkind die Sprache der anderen Spatzen auf Anhieb versteht.

Und wenn die Warnlaute von sich gaben, machte sich selbst ein Spatzenkind das im Vogelzimmer vor niemandem, und sei er noch so groß Angst hatte, flach wie eine Flunder, Alarmbereitschaft im Blick.

Zora:

Das beruhigt mich doch dann ungemein 🙂

Heute hab ich nochmal den „Nasse-Federn-Flug“ getestet, klappte schon ganz gut. Ich warte nun aber noch die Schlechtwetterphase ab. Hier ist seit gestern recht stürmisch und immer wieder regen.
Sobald es wieder besser wird werd ichs dann wohl wagen. Der Spatz hat sicher schon Sehnsucht…. er hört ja die Spatzen von draussen immer, und er sitzt auch oft am Fenster und guckt 😉

Noch mal Zora:

Bis heute hatte ich einen Spatz.
Der entwischte mir, als ich mich durch die Balkontür dängte…
ich war natürlich aufgeregt und besorgt um ihn. Schaute ständig, rief jedem Spatz (von Weitem sehen sich die teilweise ja doch recht ähnlich ;)) hinterher…
Und tatsächlich, nach einer Stunde oder so schoss der Spatz wieder auf den Apfelbaum nebenan. Er knuspterte an Blättern und Rinde, putze sich und war scheinbar froh. Ich nicht.
Er kam dann auch mal rübergeflogen, nahm eine Fliege von mir, aber sowie ich mich richtung Balkontür bewegte war er fort.
Ich schaute wieder und rief, und er kam auch nochmal in den Apfelbaum, auf den Schuppen nebenan, aber dann flog er wieder fort.
Nach einigen Stunden beschloss ich, den Käfig „außen-gerecht“ umzugestalten und mit Futter draussen am Balkon hinzustellen. Ich befürchtete dann aber schon (inzwischen fast 6 uhr abends) dass der Spatz nicht mehr herkommen würde.
Dann klingelte das Telefon, meine Schwester war dran. Sie wohnt Luftlinie so ca. 300 m weit weg, über einige Häuserreihen, die Hauptstrasse und einer kleinen „Senke“ hinweg. Sie fragte wie es meinem Spatz ging, und ich erzählte es ihr.
Da meint sie: „Der war bei mir“.
Ich: „Hä???“
Ja, der flog sie an und sass noch kurz auf ihrer Terasse, pickte dort an den weissen Johannesbeeren rum. Dann flog er wieder fort. Ich machte mir natürlich Sorgen, wegen so einer Zutraulichkeit!!! Das hätte ich nicht erwartet.
Sie meinte, das läge sicher daran, dass wir uns sehr ähnlich sehen (wollte mich halt beruhigen…).
Nach einer halben Stunde noch ein Anruf: „Ich glaub, es ist besser, du holst ihn wieder“ sagte sie. Er liesse sich von meinem Neffen (7) füttern und hockte allen auf die Schultern 😮
Ich gleich rüber, hatte ich auch schnell eingefangen, wieder mit herüber.

Jetzt hab ich wieder einen Spatz 🙂
(Wieviel Glück kann ein Spatz und eine Cora nur haben??)

Ich „kuschel“ ja schon lange nicht mehr mit dem Kleinen, Futter gibts nur noch vom Tellerchen (nicht Pinzette oder Finger), und auch gar nicht mehr oft.
Ich hoffe nur, dass bis zum Ende dieser „Regenwetter-Periode“ – die wohl noch einige Zeit anhält hier, laut Wettervorhersage – das Vögelchen nichts mehr zu fressen von mir will (außer natürlich Körner, die ja ohnhin reichlich da sind), und dass er sich nie mehr von Fremden anfassen lässt.

Ich hab um Himmels Willen keine Auswilderungsvoliere. Was kann ich noch tun, um dieses Kleine herzige Wesen besser auf die Freiheit vorzubereiten?? Geht die Zahmheit von alleine zurück? Trotz, dass der Spatz in meinem Wohnzimmer leben muss?
Ich mach mir schon Sorgen, ob das alles so richtig läuft 😕

Elch:

Das gibt mir aber jetzt zu denken!
Habe vor Jahren mal Hänflinge im Freiflug gehabt, die noch nicht menschenentwöhnt waren.
Drei tobten im Garten herum, einer war weg. Da klingelte nach einer geraumen Zeit das Telefon und meine Freundin meinte, es sei ein „Alien“ in ihrer Küche, ich solle mal gucken kommen.
Hänfling, er hatte sie im Garten entdeckt, ist zu ihr hin, ließ sich in die Küche tragen. Ich war mir wirklich nicht sicher, ob er sie nicht erkannt hat, denn sie war oft dabei, wenn die Vögel versorgt wurden, die Stimme kannte er, das Aussehen.

Ob die wirklich ein Personengedächtnis haben?

Zora:

Kein Ahnung Elli,

meine Schwester war allerdings nie bei mir, seit der Spatz da ist. Wir sehen uns lediglich sehr ähnlich. Aber scheinbar ist er ja auch zu meinem Neffen geflogen, den der Spatz auch nicht kennt.
Ist also wahrscheinlich eher der Mensch ansich gewesen 😕

Aber es war auch ganz sicher noch nicht seine Zeit, denn er „bettelt“ halt schon noch. Und du hattest ja schon geschrieben, dass er das nicht mehr machen sollte.
Wie gesagt, er bleibt jetzt sowieso die Woche mindestens noch hier, weil das Wetter schlecht ist, und es die Tage wohl erstmal so bleiben soll. Ich hoffe, bis dahin ändert sich sein Verhalten etwas (hinsichtlich des Bettelns).
Sollte das der Fall sein, dann stelle ich ihn vielleicht 2 Tage erst im Käfig nur raus, so dass er mich dann kaum noch sieht, ehe ich ihn freilasse!?? Er hätte dann halt 2 Tage keinen Freiflug… wobei er das ja nun auch wirklich schon sehr gut kann – daran sollte es ja nicht liegen 😉

Wir werden sehn. Ich hoffe nur, dass er nicht so zahm bleibt. Das wäre fatal :an.

Bell:

Ich habe mal eine Geschichte über einen von Hand aufgezogenen Spatz gelesen, der noch Monate nach der Freilassung immer wieder kam. Man hatte ihm an einem Fenster im Obergeschoß einen Käfig gehängt, wo er auch immer eine Kleinigkeit zu fressen fand. Er brachte sogar irgendwann seine Freundin mit.

Kannst Du ihm den Käfig draußen nicht einfach stehen lassen ?

Zora:

Karin,

ja wenn es soweit ist, dann richt ich ihm natürlich auf dem Balkon alles ein.
Nur es war ja ein Versehen, dass er mich jetzt schon entkommen ist. Er ist wohl einfach noch nicht soweit.
Er kommt angeflogen sobald ich ins Wohnzimmer komme, „zittert“ mit den Flügeln und will was zu fressen – und das obwohl an mehreren Stellen für ihn massenhaft Futter rumsteht/-liegt.
Ich nehem an, dass solange er SO bettelt, noch nicht reif genug ist, um freigelassen zu werden.
Jetzt ist er natürlich nicht mehr auf dem Balkon (im Käfig), da es den halben Tag dauerregnet und es ja vorraussichtlich erstmal so bleiben soll. Bis wieder mal die Sonne scheint, sehen wir weiter.
Ich versuche jetzt halt so wenig wie möglich im Wohnzimmer zu sein, solange er frei ist (also bis abends jeweils, dann muss er ja leider in den Käfig, wegen den Grauen – die der Spatz offensichtlich sehr mag, leider).

Unterkunft auf dem Balkon ist also nicht mein Problem, sondern diese enorme Zutraulichkeit den Menschen gegenüber. Aber wenn man einen Wilden im Wohnzimmer großmachen muss (übriges Zimmer habe ich leider nicht. Nicht mal das Bad oder das Klo wären groß genug gewesen 😮 ), dann ist sowas halt wohl leider so. Zudem der Kleine ja alleine ist… so ganz ohne „lebendige“ Nähe hätte ich das wahrscheinlich sowieso nicht fertiggebracht 🙁

Wie gesagt, ich muss jetzt halt sehr aufpassen, dass er mir nicht nochmal entkommt. Ist nicht so einfach, wie bei den Grauen. Der Kleine passt ja durch jeden Fensterschlitz….

Ich hoffe, mit dem schönen Wetter kommen auch „scheuere“ Zeiten für den Spatz.

Bell:

So ein kleines Vögelchen aufzuziehen hat auch seine Nachteile. Ich könnte wahrscheinlich wochenlang nicht mehr schlafen, wenn er erst mal draußen wohnt 😮

Ich würd ihm auch alle Zeit der Welt lassen. So ein Spatzenleben kann doch auch sehr lang sein.

Zora:

Hallo

Spatz gehts soweit immer noch ganz gut. Manchmal sieht sein Federkleid zwar etwas struppig aus, aber nach einem Bad und ein bisschen putzen gehts dann wieder (bekommt regelmäßig Mineralien über die Körner).

Er muss ja derzeit leider immernoch im Wohnzimmer wohnen, da ich immer noch keinen geeigneteren Käfig für den Balkon habe. Ich hatte inzwischen schon eine Anzeige in einem Blättchen geschaltet, dass ich einen gebrauchten Käfig suche, aber das waren entweder dann immer große Volieren oder so kleine Käfige, wie ich grad ja auch einen habe. Also nichts gewesen. Ebay hab ich natürlich auch immer besucht, nichts passendes gefunden.
Jetzt habe ich halt heute einen neuen ersteigert. Ich spar mir mal, über den Preis zu berichten 😮 :an: Der Kleine macht mich noch arm 😮
Ich wollte halt aber auf keinen Fall einen Käfig, der nicht mindestens 1 m Länge hat.
Selbiger ist jetzt also grade so groß (ca. 100 cm breit, ca. 107 cm hoch, ca. 52 cm tief).

Er scheint ein ganz klein wenig scheuer zu werden, kommt aber immernoch gleich angeflogen wenn ich ins WZ komme. Zwar nicht mehr immer „auf“ mich geflogen, aber neben mich halt.
Er zittert immer noch mit den Flügeln und bettelt mich an. Ein bisschen weniger ists halt geworden, und das obwohl ich wirklich nicht mehr viel am Käfig mache und kaum im WZ bin tagsüber.

Jetzt hoffe ich, dass der Käfig schnell geliefert wird, dann kommt die „harte Zeit“. Balkon, eingesperrt, so wenig Kontak wie möglich, wahrscheinlich noch einen „Sichtschutz“, dass er mich nicht mehr sieht wenn ich am Balkon bin.
Was meint ihr, wielange ich ihn so eingesperrt draussen lassen muss, ehe ich das erste mal den Käfig öffnen kann? Die Wildvogelhilfe schreibt glaub ich was von 2 Wochen :an: (mir bricht das Herz).

Er bekommt täglich Gräser und Grünzeugs zum dran knuspern, natürlich lose Körner, Kolbenhirse hängt drin (ist aber nicht der Hit scheinbar 😕 ), diese Buffallowürmer (kurz gekocht und eingefroren) und immer mal wieder Fliegen.

Mensch, wenn das alles mal gut wird….. dann fällt mir wirklich nen Stein vom Herzen :rolleyes.

Noch mal Zora:

So, seit einer halben Stunde ist Spatz nun auf den Balkon ausgelagert. Er ist natürlich jetzt wohl ein bisschen aufgeregt, muss den Käfig natürlich erstmal erkunden.
Verschiedene Futter und Wasserstellen sind angebracht, teils am Boden, teils am Gitter. Natürlich viele Äste und Gräserbüschel ebenfalls, sowie Sand und Wasserbad.
Eine Ecke hab ich etwas windgeschützt und das eigentliche Vogelbad (war beim Käfig dabei) ist fast rundum geschlossen mit Dach, habe ich mit Zeitung ausgepolstert, damit er ein schnuckliges Nest hat, sofern er möchte. Soll ja leider die nächste Zeit hier wieder recht kühl bleiben, besonders nachts oft unter 10 Grad :an:
Er sollte es aber gewohnt sein, hatte auch die letzte Zeit nachts die Balkontür im Wohnzimmer immer ganz offen.

Er ist übrigens die letzten Tage auch im Wohnzimmer immer scheuer geworden, zumindest was das einfangen, also die Hand angeht. Hab ihn heute mittags kaum gekriegt. Ich hoffe das wird jetzt vollends gut ausgehen.

Tine:

Hallo Cora,

auch wenn ich wenig zu Deinem Spatzenkind gepostet habe (habe leider keine Ahnung von der Spatzenkind-Aufzucht), so verfolge ich Deinen Bericht doch aufmerksam – Danke für die detailierte Berichterstattung. Du hast das toll hinbekommen!

Zora:

ohwe,

der hat ja gleich einen Scheisstag erwischt.
Erst fressen ihm die Meisen (von aussen natürlich) die Sonnenblume weg, und nun regnets und gewitterts auch noch übelst 😮
Hab grad noch zusätzlich einen Schirm angebracht (das sieht nun vielleicht aus… :rolleyes: ).

Armer Spatz. Ich hoffe mal, dass ihm das nicht so viel ausmacht, wie ich das aus meiner Menschensicht wieder mal empfinde :rolleyes.

Elch:

Und wenn du ihm jetzt noch den Wetterbericht vorliest, dann kriegt er Depressionen!

Und vielleicht könntest du ihm noch die Dreistigkeit der Meisen erzählen, die in Nullkommanix alle Leckereien stehlen, immer, und in rasender Geschwindigkeit.

Danach sagt er, nimm mich bitte wieder ins Wohnzimmer zurück.

Zora:

Spätzchen ade, scheiden tut weh……….

…dachte ich heute morgen, als ich dem Spätzchen ein paar aufgetaute Maden kredenzte, und bei dieser Gelegenheit einfach die Käfigtür offen stehen ließ.
Ich schaute noch ein paar Minuten vom Wohnzimmer aus (es konnte mich nicht sehen) zu, aber in dieser Zeit fand er den Ausgang noch nicht.

Später, ich ging eben mal ins Wohnzimmer, und von dort aus sah ich Spätzchen fressen – draußen auf dem Balkontisch. Zusammen mit einem Spatzenmännchen.
Beide waren beim nächsten mal gucken wieder weg.
Gegen 12 hab ich dann mal meine Balkonpolster aufgelegt, wollte es mir draussen gemütlich machen, schaute aber nochmal in den Garten runter, da sass Spätzchen unten in den Rosen 😉
Als ich auf meiner Liege lag, kam es an, und pickte wieder ein paar Körner.
Jetzt ist er schon eine ganze Weile da geblieben, pickt hier und dort, erkundet den Balkon und eben ging er sogar wieder in den Käfig (Maden suchen?) 😉

Ich bin froh, dass er diesmal nicht gleich über die halbe Ortschaft hinweg gefolgen ist, sondern nun offensichtlich weiss wo er hingehört *gg* und weiss vor allem, dass er hier was zu fressen und saufen findet, solange er draussen nicht genug findet 🙂

Ich hoffe auf ein HappyEnd und wünsche „meinem“ Spatz alles Gute.

Pandion:

Na dann drücken wir doch Deinem Pflegling fest die Daumen, das er da draußen ein schönes Leben hat.
Und Dich will ich mal ganz doll loben Cora, hast Du wirklich toll gemacht 🙂

Liebe Grüße von Silke 😉

Moose:

Dem Lob und dem Daumendrücken schließe ich mich an!!! :wink.

Zora:
Danke für das Lob und für die guten Wünsche 😉

Aber ich habe zwischenzeitlich doch immer wieder mal sehr gezweifelt, ob das alles so gut ausgehen wird :rolleyes:
Und trotz des „Erfolgs“ bisher bin ich jetzt immer fester der Überzeugung, dass ich als Päppelmutti nicht geeignet bin.
Ich mach mich da viel zu verrückt 😉

Wenn ich bedenke, was Elli, Shiva und andere… für viele verschiedene Päppel- und Pflegetiere haben… ich bin immer wieder schwer beeindruckt, wie toll die das alles schaffen. Ich glaub, ich könnts nicht. Habe mir aber dennoch für die langfristige Zukunft vorgenommen, dass in meinen zukünftigen Garten mal eine Extra-Auswilderungs-Voliere muss – und wenn ich mal nicht mehr arbeiten muss, dann will ich schon einen Teil meiner Zeit „bedürftigen“ Tierchen widmen. Bis dahin hab ich vielleicht die nötige „Ruhe“ dazu 😀
Und bis dahin hoffe ich, dass mir allerhöchstens zu beginn meines Jahresurlaubs ein solches Tierchen untekommt.

Übrigens ist Spatz noch immer zeitweise am Balkon. Leider leider – muss ich sagen – dass es immer noch zu mir hergeflogen kommt. Wenns auf mir landen will schüttel ich mich nun halt immer… und einglück gehts nicht mehr auf die Hand. Aber das wird hoffentlich noch alles, und Spatz lernt, dass es nichts „auf“ Menschen zu suchen hat.

Bell:

Aber das wird hoffentlich noch alles, und Spatz lernt, dass es nichts „auf“ Menschen zu suchen hat.
Schade eigentlich, daß dies nötig ist.

Zora:

Ja schade.

Wären die Menschen nicht vieler Tiere „Feind“ wäre das auch nicht nötig :an:
Doof find ich ja, dass grade heute die vielen Jungspatzen irgendwie gar nicht so zahlreich hier rumgedüst sind, wie sonst meistens. Ansich hats hier nämlich ne ganze Menge.
Bisher hab ich aber nur paar „alte“ gesehen, die vom Spatz seinem Futter geklaut (auf dem Tisch) geklaut haben 😉

Naja, wird schon werden *hoff*.

Elch:

Cora, deine Spätzchengeschichte ist einfach nur schön.

Mag:

Ich kann mich Elch nur anschließen..

.. einfach nur wunderschön!

Danke, dass wir so live dabei sein konnten.. der Thread gehört zur Tageslektüre.

Shiva:

hast Du wirklich gut gemacht,Cora!
Wünsche deinem Spaätzchen alles Gute.
Und laß Dir sagen,beim nächsten Päppelkind regt man sich nicht mehr so auf.Ist wie im richtigen Leben ,die ersten werden überbehütet,beim zweiten geht es dann schon besser.Na klar,Sorgen mocht man sich schon ob sie es schaffen aber nicht mehr so panisch wie beim ersten.Und wo mal einer angedockt ist kommen unweigerlich welche nach. 😀 Auch bei Elch und mir fing es mal mit einem an und dann kam in nächsten Jahr noch einer und noch einer („Du hast doch mal einen Vogel großgezogen,ich hab hier wieder einen gefunden…“) und schon war irgendwie ein Selbstläufer losgetreten! 🙂
Ja ,dann sind wir doch mal gespannt was die Cora nächstes Jahr zum Päppeln kriegt!!!

Zora:

*lol* Sylvia

Das wäre ja auch alles nicht so schlimm, wenn ich eben nicht arbeiten müsste 😉
Der Spatz hatte Glück, dass er gerade zu Beginn meines Urlaubs hier rausgefallen war, sonst… ich weiss nicht, was ich hätte machen sollen :an:

Aber deshlab ja die Anmerkung oben „Wenn ich mal nicht mehr arbeiten muss….“ 😉

Die Nacht hat er übrigens wohl nicht hier verbracht. Mal sehen, ob ich ihn heute nochmal seh 😕

Noch mal Zora:

Also, wo der Schlingel übernachtet weiss ich nicht 😉
Aber tags kommt er jedenfalls ab und an zum fressen und auch nach wie vor mal eine kurze Ruhepause im Käfig legt er ein 🙂

Bin doch jedesmal sehr froh, wenn ich ihn sehe 😮

Noch mal Zora:

Hallo

Spätzchen ist immer noch regelmäßig hier, frißt, sitzt im Käfig, ruht sich aus.
Natürlich nicht die ganze Zeit, er fliegt auch immer wieder (mal länger mal kürzer, soweit ich das eben beurteilen kann) fort.
Leider hab ich so langsam den Eindruck, dass er seine Artgenossen nicht sonderlich sympathisch findet :rolleyes:
Gestern konnte ich einen Spatzenmann beobachten, wie er IM Käfig vom Spatz das Futter klaute. Spatz war wohl nicht sonderlich begeistert von der Gesellschaft :an:
Und ich dachte eigentlich, dass wenn er erst mal frei ist, er sich wohl recht schnell seinen Artgenossen anschliesst (und wie schon gesagt, hier fliegen massenweise Spatzen jeglichen Alters umher).

Nun bin ich wirklich mal gespannt, wielange das noch so geht….

Bell:

Ach, der hat bestimmt noch nicht den oder die richtige gefunden 😉

Aber ist schon schön zu hören, daß das Vögelchen draußen klar kommt.

Zora:

Die Richtige…. wirds wohl heissen müssen, Karin 😉
Er wird wohl langsam „erwachsen“, wenn man das so sagen kann. Er färbt sich aus, und es wird wohl ein Kerl. Er bekommt langsam einen dunklen Latz und intensiv gefärbteres Gefieder.

Ansonsten unverändert: Der macht keine Anstalten sein „Heim“ aufzugeben, verteidigt es eisern und mit viel Gezeter gegen fremde Vögel, die ihm sein Futter klauen wollen.
Vor einigen Tagen dachte ich, die Grauen haben ihm etwas angetan, so ein Gezeter hört ich auf dem Balkon 😮 …ging schnell gucken, da vertreib er aber wieder „nur“ einen Artgenossen aus seinem Käfig. Statt dass er seine „Soll-Kumpels“ mal zum Essen einlädt… :rolleyes:

Wenn ich jetzt bei dem schönen Wetter mal ne Weile aufm Balkon liege, dann hat der nix besseres zu tun als sich daneben aufm Tisch breit zu machen und zu dösen. Legt sich wirklich auf den Bauch, senkt die Lider und ruht sich aus.
Bin wirklich gespannt, wann er mal endlich länger wegbleinbt.
Meine Untermieter haben zwar gemeint, sie hätten ihn schon zusammen mit anderen Spatzen fliegen sehen, ich allerdings nicht.

Ob ich ihm so nach und nach mal das Futter „kürzen“ soll/muss?

Bell:

Och nö ! Der weiß einfach, wer´s gut mit ihm meint, schließlich hast Du ihm sein kleines Leben gerettet 😉 . Gib ihm einfach Zeit, er wird sich ganz bestimmt so nach und nach an seine Artgenossen gewöhnen.

Shiva:

Außerdem,warum sollte er denn vom Balkon wegziehen?Überdacht ist er ,nehm ich mal an,also ein trockener Platz wenn es regnet,Futter gibts,sein Lieblingsmensch ist in der Nähe…kannst Du mir einen vernünftigen Grund zum Umzug nennen??Ok,die Liebe!Aber soweit kommt es erst im nächsten Frühjahr.Laß ihn mal schön da wo er wohnen will,schließlich kommt der nächste Winter bestimmt und es ist es auf Deinem Balkon doch geschützter als in kahlen Bäumen!!! 😀
Dieses auf dem Bauch schlafen kenne ich auch,wir hatten jahrelang einen Spatz im Haus leben,wollte auch nicht weg 😀 .Wenn ich an so manchen verregneten Winternachmittagen mal gemütlich auf der Couch lag,Fernseher an,kam Spatzenkind,setzte sich aufs Bein,ließ sich gemütlich auf dem Bauch nieder und schlief eine Runde mit.

Zora:

Neee, ich will ihm auf keinen Fall von jetzt auf gleich irgendetwas wegnehmen. Freue mich doch auch, wenn ich ihn immer mal sehe 😉
Der große Käfig allerdings, der kommt irgendwann weg, der ist glaub ich nicht so sehr „winterhart“.
Aber er wird weiterhin einen Platz bekommen, trocken und mit Futter, ganz sicher.
Ein Vogelhaus und ein Futterhäuschen stehen sowieso schon rum, und ich habe kürzlich einen Nistkasten gekauft. Vielleicht will er diesen ja übern Winter beziehen – ist wahrscheinlich dann das „wärmste“ Plätzchen 😉

Überdacht ist der Balkon nicht Shiva. Vielmehr würdest du dich kaputtlachen, wie das Heim genau aussieht (Bilder sind schon ewig IN der Kamera…. folgen auch noch ;)) …grade wegen dem trockenen Plätzchen 😀

Gestern und heute ist´s sehr heiss hier, da hecheln wir vier (2 Graue, Spatz und ich) so um die Wette :rolleyes:

Noch mal Zora:

Sylvia,
hier also mal die Behausung 😀 😀
Dazu will ich natürlich sagen, dass zu der Zeit das Wetter noch unmöglich war: kalt, ständig regen und stürmisch, auch hagel…. und wie gesagt, der Balkon ist eben ja NICHT überdacht, und ein trockenes Plätzchen musste ja schon sein :rolleyes: 😎

Und Hier noch ein älteres, damals war er noch im Wohnzimmer.
Sein Lieblingsplatz war dort dieser:

und die noch…

bei und nach der Körperpflege – schon etwas später, draussen und „frei“ .

Shiva:

Der ist schon klasse ,der Spatz!
Na gut,wenn nicht überdacht vielleicht kannst Du ja was für die ekelige Jahreszeit zusammen zimmern.Das Gebilde mit dem Schirm sah schon lustig aus!

Zora:

Hallo

Also, nachdem nun während des (leider inzwischen ja nicht mehr) guten Wetters der Spatz noch immer wieder da war, hab ich ihn die letzten Tage nicht mehr gesehen. Aber ich war ja auch nicht so viel am Balkon draussen, wie zuvor.
Das Futter habe ich ja schon länger neben dem Käfig serviert, und den Käfig hab ich letztendlich vor 2 Tagen abgebaut.
Leider hab ich den Spatz (also schon paar Tage vor dem Abbau) ja nicht mehr gesehen.
Am Futter seh ich ja nicht ob er noch kommt, weil das ja längst auch einige andere Spatzen entdeckt haben.

Ich hoffe nun also, dass es ihm gut geht, und dass er irgendwo Anschluß gefunden hat und gesund und munter ist.

So, und nun war ich ja noch vor kurzem etwas verunsichert, weil er ja immer noch so viel da gewesen ist….
Und jetzt? Jetzt wäre ich natürlich schon sehr froh, wenn er sich mal blicken lassen würde, damit ich weiss, dass ihm nichts passiert ist :an:
Man kanns mir wohl nicht recht machen 😮

Viel Glück, Spatz.

Shiva:

schön,der kleine Kerl!
dann wünschen wir ihm mal ein langes ,langes Spatzenleben!

Photo: ac-zucker.de

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https://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2009/09/29/hedge-fonds_fuer_spatzen_genehmigt/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Nur am Rande sei noch vermerkt, dass der Spatzenforscher Wroblewsky vor einigen Monaten sein Lokal, das „Café Jenseits“ am Heirnichplatz aufgab. Einmal, weil das Haus nun einer Schickimicki-Schnullitruppe gehört und sie die Ladenmiete wucherisch erhöhten und zum anderen, weil das allgemeine Rauchverbot in Kneipen ihm den Verkauf von auch nur kleinen Speisen verboten hatte. Er klagte zwar dagegen, teilweise erfolgreich, und veröffentlichte anschließend im Kramer-Verlag auch noch ein dickes Buch darüber, zusammen mit seiner Freundin Katrin, einer Juristin, dennoch verlor er über all diesen Ärger die Lust, sein Café weiter zu betreiben – und gab es auf.

    Am vergangenen Samstag nun besetzten einige Linke den leerstehenden Laden. In einem Flugblatt und im Internet hieß es dazu:

    „Heute, am 10.04.2010, haben wir die seit Anfang des Jahres leerstehenden Ladenflächen am Heinrichplatz geöffnet und hier einen Umsonstladen eingerichtet, der auch Cafe auf Spendenbasis und Begegnungsort für die Nachbarschaft sein wird. Auf der seit heute wieder geöffneten Fläche befand sich viele Jahre das günstige und bekannte Cafe ‚Jenseits‘, bevor es Ende letzten Jahres aufgrund einer Verdoppelung der Miete durch den Eigentümer des Hauses schliessen musste. Seitdem werden die Räume durch die Immobilienfirma ‚Mähren-Immobilien‘ zur Vermietung angeboten: 3.000 Euro Kaltmiete für 80 Quadratmeter. Wird ein Laden, der 40 Euro Miete pro Monat und Quadratmeter zahlen muss, in der Lage sein, ein Angebot zu machen, von dem auch Familien mit geringen Einkommen profitieren können? Nein. Deshalb sind wir nur selbst zur Tat geschritten, und haben den Umsonstladen & Cafe ‚Diesseits‘ heute eröffnet.“

    Das „Café Diesseits“ existierte ungefähr fünf Stunden, dann wurde es von der Polizei geräumt, es kam dabei zu Rangeleien – und bald wimmelte der Heinrichplatz von Grünen. Die taz schrieb heute:

    Die Polizei hat am Samstag die nur wenige Stunden dauernde Besetzung des ehemaligen Cafés Jenseits am Heinrichplatz in Kreuzberg beendet. Bei den Auseinandersetzungen wurden mehrere Personen verletzt, drei Personen wurden vorübergehend verhaftet.

    Das Künstlerlokal an der Kreuzung von Oranienstraße und Mariannenstraße stand seit Januar leer. Der Wirt Clement de Wroblewsky gab an, es habe eine Mieterhöhung von 100 Prozent gegeben, die er sich nicht habe leisten können. Am Samstag um 14 Uhr wurde das Café von rund 80 Personen besetzt.

    Die Besetzer wandten sich in einer Erklärung dagegen, dass immer mehr Menschen mit geringen Einkommen den Kiez verlassen müssten: „Alteingesessene Betriebe mit Angeboten, die auch für Menschen mit wenig Geld erschwinglich waren, werden zugunsten von teuren Geschäften und Restaurants, die sich an eine Kundschaft mit hohem Einkommen wenden und auch entsprechend mehr Miete zahlen können, verdrängt.“

    Die Besetzer eröffneten in dem Café einen „Umsonstladen“ mit dem Namen „Diesseits“. Wer gebrauchte Waren nicht mehr benutzt, sollte diese dort abgeben, damit andere Menschen sie kostenlos mitnehmen können. Sie boten dem Vermieter an, die Betriebskosten für den leer stehenden Laden zu übernehmen.

    Nachdem die Polizei gegen 19 Uhr kam, liefen die Besetzer auf die Straße. Die Beamten riegelten den Zugang zum Lokal ab. Laut Polizei führte das zu „lautstarken Unmutsäußerungen der Besetzer und später auch vereinzelt zu körperlichen Attacken gegen die eingesetzten Beamten“. Die Besetzer haben das anders erlebt. Ihnen zufolge „stürmten immer wieder Gruppen von Polizisten ohne Vorwarnung völlig grundlos auf einzelne Kleingruppen zu und misshandelten die Menschen massiv mit Schlägen und Tritten“.

    Drei Menschen wurden vorübergehend festgenommen und später am Abend entlassen, nachdem die Polizei ihre Fingerabdrücke registriert und Porträtfotos von ihnen angefertigt hatte. Ein 22-Jähriger musste im Krankenhaus behandelt werden, nachdem die Polizei ihm Pfefferspray in die Augen gesprüht hatte. Nach Darstellung der Polizei hatte er sich zuvor „durch Treten und Schlagen seiner Festnahme zu entziehen versucht“ und dabei sogar ein geparktes Auto beschädigt. Die Polizei erstattete gegen die Besetzer eine Reihe von Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs, versuchter Gefangenenbefreiung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt. Die Vorwürfe, der Einsatz sei unverhältnismäßig gewesen, wies Polizeisprecher Frank Millert pauschal zurück.

    Für den kommenden Samstag planen die Besetzer um 15 Uhr eine Demonstration vor dem Gebäude.

  • Noch mal der Spatzenforscher Clement de Wroblewsky. Die Spatzen haben regional unterschiedliche Namen:

    Im Niederdeutschen nennt man sie auch Lüning oder Lunk. Zwischen Münster und Köln Möschen oder Müsch(e). Im südlichen Rheinland Spa(a)r oder Sparn. In Bayern Sper(c)k oder Sperl. Im Frankenwald Spatz und in Dresden (wo der sächsische König zugleich auch polnischer König war) Wrobel oder Robel.

    Wroblewsky hat darüberhinaus Einwohnerbücher von 1920 bis 1930 nach der Häufigkeit des Personennamens Spatz durchforstet:

    Mit dem Namen Sperlich/Sperling gab es in Berlin 351 Personen, in Wien 36, in Hamburg 49 und in München 12.

    Auf Sperl hörten in Berlin 11, in Wien 126 und in München 39 Personen.

    Spatz/Spatze hießen in Berlin damals 10, in Wien 45 und in München 26 Leute.

    Spa(a)r(r) oder Spahr hießen in Berlin 16, in Hamburg 10 und in München 4 Leute.

    Den Namen Lühning bzw. Lünin(e)k schließlich gab es in Berlin im fraglichen Zeitraum 12 mal und in Hamburg 18 mal.

  • In den BBC-Dokumentationen von David Attenborough über Vögel geht es zwei mal auch um Spatzen.

    1. In Nordamerika gibt es eine Spatzenart, die Schwärme mit bis zu einer halben Million Tiere bildet – und im Herbst aus dem hohen Norden in den Süden bis nach Südamerika zieht.

    Attenborough meint, sie machen kaum etwas anderes, als Futter zu suchen, um ihre extravaganten Lebensstil aufrechterhalten zu können. Da sie als riesige Schwärme in die Felder einfallen sind sie bei den Bauern zwischen Kanada und Mexiko verhaßt, die deswegen wenn möglich mit dem Flugzeug Gift über ihre Feldfrüchte sprühen lassen, woraufhin viele Spatzen grausam verenden.

    Bei einer anderen Spatzenart – in England haben die Weibchen zwei Männchen, d.h. zwei Väter für ihre Jungen, den Samen des einen stößt das Weibchen jedoch nach der kurzen Begattung und mit Hilfe des anderen Männchens wieder aus, so dass er nur Vater von höchstens ein bis zwei Jungen wird.

  • Am Rande eines Interviews mit Clement de Wroblewsky kamen wir kürzlich noch einmal auf „seine“ Spatzen zu sprechen:

    Am Heinrichplatz fütter ich sie seit 1995 täglich. Es gibt da einen Baum, den die Spatzen sehr mögen, weil er so dicht wie ein Gebüsch ist, und dann gab es an meinem Café bis zur Renovierung des Hauses im vergangenen Jahr noch eine Rankpflanze, ein Knöterich – in dem sie sich ebenfalls gerne aufhielten.

    Katrin und ich, wir wohnen in Schöneweide und da erforsche ich nun die Spatzen seit 2005 systematisch. Ich habe da einen großen Futterplatz für sie gebaut, aber nicht nur für sie, auch für Elstern, Grünfinken und diverse Meisenarten. Die Elstern kriegen Katzenfutter und die Spatzen Hirsekolben von mir. Der Spatzenhorde hat sich einmal auch ein Kanarienvogel angeschlossen. Je mehr die Spatzen gefüttert werden und je mehr sie einer stabilen Ernährungssituation vertrauen, desto öfter brüten sie im Jahr.

    In Schöneweide kommen jetzt – im Frühjahr – 8 bis 10 Spatzen, im Herbst sind es rund 80. Am Heinrichplatz fängt es auch mit 8 bis 10 Vögeln an, zum Schluß sind es 40 bis 50. Hier wie dort haben sie ihre festen Zeiten: In Schöneberg streue ich schon nachts Sonnenblumenkerne. Um 15 Uhr ist die zweite Fütterung – da warten sie bereits ungeduldig. Am Heinrichplatz sahen sie mich schon, wenn ich aus dem Auto stieg. Um 16 Uhr 45, haben wir uns geeinigt, kam ich, um sie dort zu füttern. Aber bereits um 10 Uhr tapperten sie in den Laden, um zu kucken, ob es nicht schon was gibt. Abends, bis zum Einbruch der Dunkelheit, kamen sie dann auch noch mal rein und kuckten. In Frankreich und Spanien, wo wir ein Haus haben, sind die Spatzen scheuer als hier, sie nehmen dort auch kein Futter an und bilden kleinere Gruppen.

  • Der Berliner Spatzenforscher Clement de Wroblewsky (siehe Wikipedia) meint, Folgendes herausgefunden zu haben:

    Man weiß: Die Erde rotiert rechtläufig – in Richtung Osten – in 23 Stunden, 56 Minuten und 4,09 Sekunden relativ zu den Fixsternen ein Mal um ihre eigene Achse. Man spricht dabei von einem siderischen Tag. Dem gegenüber ist der Sonnentag (und dessen mittlerer Wert, der bürgerliche Tag), d.h. die Zeitspanne, mit der die Erde um die Sonne rotiert, rund vier Minuten länger.

    Clement de Wroblewsky, der jahrelang die Spatzen am Heinrichplatz in Kreuzberg (vor seinem „Café Jenseits“) fütterte und dann auch die Spatzen im Garten seines Hauses in Schöneweide, fragte sich: wann kommen die Spatzen morgens an?

    Sie folgen nicht dem Erdrotations-Tag, dadurch verrückt sich ihre morgendliche Ankunft von Tag zu Tag. Sie schicken zunächst einen Späher/Wächter los und der fliegt dann wieder zu ihnen zurück, danach kommt der Rest des Schwarms. „Ich habe die Zeit immer nach dem Wächter bemessen – und der kommt täglich vier bis fünf Minuten später zum Platz, wo ich die Spatzen füttere.

    Ihr Verhalten richtet sich nach der Erdrotation – dem Erdtag. Es wird nicht vom tatsächlichen Sonnenstand beeinflußt. Der Tag wird dadurch für sie länger – als unser siderischer. Sie kommen also immer früher – bis zur Sommersonnenwende. Danach kommen sie später. Das ist das eigentlich Problematische.

    Bei meinen Spatzen Zuhause werde ich 2010 Präzisionsmessungen vornehmen, und dabei auch die Schwankungen der Erdachse in Rechung stellen. Bisher waren ‚meine‘ Spatzen aber noch nicht wieder da. Keine Ahnung, wo sie im Winter abgeblieben sind.“

    Während Clement de Wroblewsky meint, dass sie im Winter gar nicht groß rumfliegen, um Futter zu suchen, weil das zu energieaufwendig ist, („viele Spatzen gehen im Winter ein; sie müssen sich unglaublich kümmern.“) gehen andere Berliner Spatzenforscher davon aus, dass sie am Stadtrand in den Rieselfeldern überwintern, und wieder andere, dass sie in den Resten der immergrünen Nadelbaumwälder Schutz und Nahrung suchen.

    Als „Standvögel“ (im Gegensatz zu „Strich-“ und „Zugvögel“) bleiben sie angeblich im Winter in ihrer „Brutheimat“.

    Diese muß jedoch ziemliche Ausmaße haben, denn alle Sperlings-Beobachter melden, dass „ihre“ Spatzen im Winter verschwinden – jedenfalls in diesem relativ harten Winter verschwanden. Sie haben sich demnach vorübergehend zu „Strichvögeln“ gewandelt, die vor Kälte, Eis und Schnee nach Süden bzw. Südwesten auswichen.

  • Das adresscomptoir.twoday.net hat einige Ergänzungen zu diesen Spatzen-Geschichten eingetragen:

    Zum einen ein Aphorismus Lichtenbergs von 1789:

    Über die bürgerliche Verbesserung der Sperlinge.

    Lichtenberg, Georg Christoph: Sudelbücher. 3 Bände. (Hg. von Wolfgang Promies). München: dtv, 2005, Bd.2, S. 220.

    – Der reichlich abgründige antisemitische Gehalt des Diktums erschließt sich nur dann, wenn man den Titel eines zeitgenössischen Buchs zur Emanzipation der Juden daneben stellt:

    Dohm, Christian Conrad Wilhelm von: Ueber die bürgerliche Verbesserung der Juden. Berlin/Stettin: Nicolai, 1781/1783.

    Lichtenberg berichtet in seinen Sudelbüchern übrigens einmal, dass er 1794 selber sieben Spatzen geschossen hätte (Bd.2, S.810).

    Zum anderen der Hinweis auf zwei online abrufbare Texte zu den Spatzenkriegen des 18. Jahrhunderts:

    Wacha, Georg: Spatzenvertilgung unter Maria Theresia, in: Naturkundliches Jahrbuch der Stadt Linz, 6.1960, S. 21-53. http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_remote/NKJB_6_0021-0053.pdf

    Seitz, Joachim: Three hundred years of House Sparrow (Passer domesticus) persecution in Germany, in: Archives of natural history, 34.2007, S.307–317. [Abstract; kostenpflichtiges PDF: doi: 10.3366/anh.2007.34.2.307]

  • Spatzenfreundliches Ambiente gestalten:

    Der Hedge-Fonds, Fonds zur Anschaffung einer Hecke für die Spatzen im
    taz-Cafégarten, nach einer Idee von Nina Schoenian (Werbung), soll jetzt auch zur Anschaffung einiger Rankgewächse für die Ostseite des taz-Hauses dienen, was die Spatzen ebenfalls begrüßen werden.

    Im Gegensatz zu einigen taz-Mitarbeitern, die das Lenkrelief nicht gnädig überwuchern lassen – und also auch nichts in den Hedge-Fond einzahlen wollen. Einige andere haben dafür bereits was gespendet.

    Die Kontonummer lautet: 494445104, BLZ 10010010
    Kontoinhaber: taz Verlags- und Vertriebs GmbH
    Verwendungszweck: Hedge-Fond

  • Der Bayrische Rundfunk vermeldet:

    Spatzen sind in größeren Gemeinschaften pfiffiger als in kleinen. Die Sperlinge lösen im Schwarm neue Herausforderungen wesentlich schneller als in der Kleingruppe. Zudem sind Stadtspatzen findiger als ihre Artgenossen vom Land.

    Die Vorteile großer Gemeinschaften im Tierreich sind bereits seit längerem erforscht. Durch vereinte Wachsamkeit werden beispielsweise Feinde schneller erkannt, außerdem ist das einzelne Tier in der Gruppe besser vor Angriffen geschützt. Jetzt haben ungarische Wissenschaftler herausgefunden, dass in einer größeren Vogelschar auch die besseren Lösungsstrategien ausgebrütet werden.

    Für ihre Versuchsreihe haben András Liker und Veronika Bókony von der Universität Pannonia in Ungarn 56 wilde Haussperlinge gefangen, davon 32 in der Stadt und 24 auf dem Land. Die Forscher teilten die Sperlinge so in Gruppen ein, dass in den größeren jeweils sechs und in den kleineren jeweils zwei Vögel waren. Anschließend wurden die Spatzen an einen durchsichtigen Futterbehälter mit Öffnungen gewöhnt, durch die sie an die Körner gelangten. Für die Tests verschlossen die Wissenschaftler die Öffnungen mit ebenfalls durchsichtigen Deckeln. Um jetzt an das Futter zu gelangen, mussten die Spatzen erst die Deckel entfernen.
    Liker und Bókony beobachteten nun, wie lange die Spatzen brauchten, um an die Körner zu kommen und wie viele Versuche die Tiere dafür unternahmen. Die Spatzen aus den größeren Gruppen öffneten die Futterbehälter im Durchschnitt viermal häufiger und waren dabei elfmal schneller als die Sperlinge der Kleingruppen. Die Forscher nehmen an, dass die Gruppendynamik die Spatzenhirne beflügelt. Wäre nämlich allein die Anzahl der Spatzen dafür verantwortlich, dürfte die Sechsergruppe lediglich dreimal so erfolgreich sein wie die Zweiergruppe.

    Darüber hinaus schnitten bei den Tests die Stadt-Sperlinge besser ab als ihre Verwandtschaft aus ländlicher Gegend. Die Wissenschaftler vermuten nun, dass die Spatzen in der Stadt häufiger Situationen ausgesetzt sind, die ihnen Strategien zur Problemlösung abverlangen. Deshalb seien die Stadtbewohner unter den Spatzen in den Tests auch schneller gewesen als ihre Artgenossen vom Lande.

  • „Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Bruno Latour ist der Mann der Stunde; die Akteur-Netzwerk-Theorie ist dabei, in den Kulturwissenschaften zu einer anerkannten Methode zu werden.“

    So beginnt ein Aufsatz von Sebastian Gießmann über die ANT und die Kulturwissenschaft – in der neuen Ausgabe der Berliner „Zeitschrift für Kulturwissenschaften“, die der „politischen Ökologie“ gewidmet ist.

    Bruno Latour kommt darin zwar nicht zu Wort – mit einem Beitrag, dafür jedoch Isabelle Stengers. Er selbst war neulich zu einem Vortrag nach Berlin eingeladen. „Seine Thesen kennt man schon, das war etwas langweilig, dafür hat er jedoch Entertainerqualitäten,“ so lautete in etwa die Publikumsmeinung nach Latours Auftritt in den überfüllten „Kunstwerken“.

  • „Chemie Online“ stellt für angehende Wissenschaftler folgende Sperlings-Aufgaben:

    Hallo!
    Ich hätte da mal ein Problem mit Sperlingen; wäre nett, wenn jemand eine Idee hätte !

    In Europa kommen Haussperling (Passer domesticus) und Feldsperling (Passer montanus) nebeneinander vor. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass der Feldsperling ursprünglich aus China stammt. Nach dem Ende der letzten Eiszeit hat er über Sibirien in weniger als zehntausend Jahren Europa besiedelt. Hier traf er auf den bereits ansässigen Haussperling.
    4.1 Eine Bastardierung von Haus- und Feldsperling ist bisher noch nicht beobachtet worden. Erklären und begründen Sie diese Beobachtung aus evolutionsbiologischer Sicht.

    hat das was mit geographischer isolation zu tun??

    Am 24. April 1870 ließ ein Vogelhändler 20 Feldsperlinge, die aus Deutschland stammten, im Lafayette Park in St. Louis im amerikanischen Bundesstaat Missouri frei. Erst nahm diese kleine Population in und um St. Louis zu, dann breitete sich der Feldsperling rasch nordwärts aus. In den vierziger Jahren erreichte er bereits Ilinois. Mittlerweile sind seine Bestände in einem Verbreitungsgebiet von rund 20 000 qkm auf ca. 150 000 Tiere angewachsen.
    4.2 Geben Sie plausible Erklärungen für die schnelle Ausbreitung des Feldsperlings sowohl in Europa wie auch in Amerika.
    4.3 a) Ordnen Sie diese 20 freigelassenen Feldsperlinge evolutionsbiologisch ein und charakterisieren Sie eine derartige Population.
    b) Erläutern Sie begründend, welche Unterschiede bei den Nachkommen dieser amerikanischen Population und der europäischen Population hinsichtlich der genetischen Vielfalt möglicherweise zu erwarten sind.

    Wissenschaftler untersuchten mit biochemischen Verfahren die Enzyme von Feldsperlingen aus Nordamerika, Deutschland, Schweden und Australien. Daraus ergab sich, dass bei diesen 4 Populationen Unterschiede im Bau der Enzyme auftraten. Die größten Unterschiede zu den übrigen wiesen die australischen Feldsperlinge auf. Die schwedischen, deutschen und die nordamerikanischen Feldsperlinge zeigten nur geringe Abweichungen untereinander.
    4. a) Schildern Sie eine (für das obige Ergebnis) geeignete biochemische Untersuchungsmethode zur Feststellung von Verwandtschaftsverhältnissen.
    b) Leiten Sie aus den Untersuchungsergebnissen ein einfaches Verwandtschaftsschema („Stammbaum“) ab und begründen Sie Ihre Anordnung.

  • Auf „hausgarten.net“ findet sich zur Erleichterung des Lebens von Spatzen der Hinweis:

    Wir Menschen machen unsere Städte immer schöner, dichten alle Nischen und Fehler an Gebäuden ab. Damit machen wir die Städte unattraktiv für Sperlinge, die Höhlenbrüter sind. Dazu kommt, dass Spatzen die üblichen Nistkästen nicht oder nur selten annehmen. Sie brüten gern in einer Kolonie und nicht einzeln.
    Speziell für Sperlinge wurde ein Nistkasten mit „Reihenhauscharakter“ entwickelt. Dort können die Sperlinge in Familienverbänden leben. Das kommt der Art sehr entgegen.

    Diese speziellen Sperlingskästen kann man käuflich erwerben. Auch als Bausatz ist so ein Nistkasten bzw. eine Nisthilfe auch als „Reihenhaus“ erhältlich, eine so genannte Sperlingskolonie. Es muss nur noch zusammengebaut werden. Wer handwerklich begabt ist, kann es auch ganz allein bauen. Anleitungen dafür findet man im Internet unter NABU.

  • Zum o.e. Krieg gegen die Spatzen schreibt adresscomptoir.twoday.net:

    Auch so eines der Themen, die mich interessieren: Die Vernichtungsmaßnahmen gegen Spatzen, die zu den Lieblingsfeinden des 18. Jahrhunderts zählten, gegen die aber auch in Maos China Krieg geführt wurde. Helmut Höge, Aushilfshausmeister der taz hat dazu nun einen umfangreichen Blogeintrag, den ich nur um folgendes ergänzen möchte:

    Zum einen ein Aphorismus Lichtenbergs von 1789:

    Über die bürgerliche Verbesserung der Sperlinge.

    Lichtenberg, Georg Christoph: Sudelbücher. 3 Bände. (Hg. von Wolfgang Promies). München: dtv, 2005, Bd.2, S. 220.

    – Der reichlich abgründige antisemitische Gehalt des Diktums erschließt sich nur dann, wenn man den Titel eines zeitgenössischen Buchs zur Emanzipation der Juden daneben stellt:

    Dohm, Christian Conrad Wilhelm von: Ueber die bürgerliche Verbesserung der Juden. Berlin/Stettin: Nicolai, 1781/1783.

    Lichtenberg berichtet in seinen Sudelbüchern übrigens einmal, dass er 1794 selber sieben Spatzen geschossen hätte (Bd.2, S.810).

    Zum anderen der Hinweis auf zwei online abrufbare Texte zu den Spatzenkriegen des 18. Jahrhunderts:

    Wacha, Georg: Spatzenvertilgung unter Maria Theresia, in: Naturkundliches Jahrbuch der Stadt Linz, 6.1960, S. 21-53. http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_remote/NKJB_6_0021-0053.pdf

    Seitz, Joachim: Three hundred years of House Sparrow (Passer domesticus) persecution in Germany, in: Archives of natural history, 34.2007, S.307–317. [Abstract; kostenpflichtiges PDF: doi: 10.3366/anh.2007.34.2.307]

  • Über die Auseinandersetzung zwischen us-analytischer und „kontinentaler Philosophie“ hielt der Basler Professor Ludger Schwarte in der „mobilen Akademie“ von Hannah Hurtzig einen Vortrag. Dieser ist jetzt im „schwarzmarkt-archiv.de“ der Akademie unter dem Stichwort „Anti-Amerikanismus“ zu finden. In einer Zusammenfassung heißt es:

    „Schwarte spricht von einem philosophischen Rassismus in bezug auf das Verhältnis von Analytischer Philosophie und Kontinentaler Philosophie indem er sich auf das Konzept des kulturellen Rassismus von Etienne Balibar bezieht. Wann die Unterscheidung zwischen Analytischer und Kontinentaler Philosophie getroffen wurde, ist nicht ganz klar, aber sie geht davon aus, dass die klassische philosophische Tradition komplett sinnlos ist und es sich nicht mehr lohnt, mit ihr zu beschäftigen. Laut John Searle ist es eine Frage der intellektuellen Hygiene in keinen Dialog mit sogenannten Kontinentalphilosophen zu treten. Die Ablehnung schlägt sich im Lehrbetrieb der USA so nieder, dass als Philosophie nur analytische Sprachphilosophie gilt und die metaphysische Philosophietradition in die Literaturwissenschaft abgedrängt wurde. Man kann hier von einem Kulturkampf sprechen und mit Balibar von einer Form des Rassismus, weil zwar nicht die Rasse zur Grundlage der Verwerfung gemacht wird, aber dennoch ein unüberbrückbarer, kultureller Unterschied naturalisiert und essentialisiert als Waffe eingesetzt wird, um sich abzugrenzen. Auch Vermittlungsversuche, wie jene von Richard Rorty, teilen noch die Voraussetzungen.“

  • Die Ameisenforscher Hölldobler und Wilson unterscheiden zwei Arten von Wissenschaftlern. Die Theoretiker interessieren sich für eine bestimmte Frage und suchen dann nach dem Organismus, mit dem diese sich am Besten beantworten läßt. Die Genetiker wählen z.B. Fruchtfliegen und die Psychologen Ratten. Für Fruchtfliegen oder Ratten an sich interessieren sie sich nicht. Die Naturforscher hingegen interessieren sich für eine bestimmte Kategorie von Tieren um ihrer selbst willen. Da der Primatenforscher Frans de Waal sich zu den letzteren zählt, ist auch ihm klar, „dass jedes Tier seine eigene Geschichte zu erzählen hat und diese sich auch als theoretisch interessant erweisen wird, wenn er das Tier nur gründlich genug studiert hat.“ Als darwinistischer Verhaltensforscher geht es Frans de Waal dabei jedoch um die Evolution des Verhaltens – und diese erschließt sich ihm über die Art – Menschenaffen, von denen er auf „die Menschen“ schließt.

    Das ist noch keine Konzentration auf ein „Tier und seine eigene Geschichte“.

    Zudem löst sich bei diesem Anthropologisieren mindestens die menschliche Klassengesellschaft und mit ihr wesentliche soziokulturelle Differenzierungen in Gene und artübergreifende Grundaussattungen auf. Nicht dass der Einzelne nur flüchtiger Ausdruck seiner Gattung sei, soll hiermit bestritten werden, sondern die Dominanz des Biologischen. Wo es doch gerade darum geht, diese Sichtweise zu überwinden. Wenn es gilt, beim „Anderen“ zwischen Essenz und Existenz zu unterscheiden, muß man sich immer für die Freiheit, d.h. für die Existenz entscheiden. Die Genetiker, Pharmakonzerne und Agrarindustrien müssen sich dagegen stets für das Gegenteil ins Zeug legen.

    Das „amerikanische Denken“ (ein Pleonasmus?) verlegt nur allzu gerne die Essenz in die Existenz.
    Neuerdings macht man sich in den hiesigen Intelligenzblättern Sorgen darüber, dass die angloamerikanische „analytische Philosophie“ offensiv die von ihr so genannte „kontinentale Philosophie“ zu verdrängen sucht. Ein ähnliches Bestreben beobachtete die FAZ kürzlich am angloamerikanischen „common law“, dass – indem es universelle Geltung zu beanspruchen versuche, das „kontinentale Recht“ bedränge. Dieses muß jedoch laut FAZ erhalten bleiben. Anderswo hat man die kontinentale Ausdrucksweise bereits leichtherzig verabschiedet: So verlangen z.B. die Max-Planck-Institute, dass ihre Wissenschaftler auf Englisch konferieren und möglichst auch publizieren. Auch dagegen haben sich in der FAZ bereits warnende Stimmen erhoben, wie man so sagt. Im konkreten Fall des Holländers Frans de Waal kommt hinzu, dass er vornehmlich in Amerika forscht und die Primatenforschung schon seit langem eine amerikanische Domäne darstellt.

  • Erwähnt sei hier noch die interessante Webpage einer Gruppe von Sperlingsforschern:

    http://www.haussperlingsforschung.de/

    Vorneweg heißt es dazu:

    Haussperlingsforschung – der Haussperling (Passer domesticus) im Mittelpunkt eines privaten Forschungsprojekts

    Herzlich Willkommen auf http://www.Haussperlingsforschung.de!

    Seit fast 10 Jahren läuft das Projekt Haussperlingsforschung. Auf diesen Seiten erhalten Sie alle Informationen über Inhalte, Ziele und Ergebnisse der Langzeitstudie und die weiteren Bereiche der Forschungsarbeit.

    Im Mittelpunkt der Forschung steht der Haussperling (Passer domesticus). Detailliertes Wissen über Verhalten, Lebensweise, Bestandssituation etc. steht Ihnen hier unter den entsprechenden Themenbereichen zur Verfügung.

    Mit Hilfe des links befindlichen Navigationsmenüs gelangen Sie zu den einzelnen Themengebieten. Diese Bereiche sind in sich nochmals auf verschiedene Seiten aufgeteilt, worauf die entsprechenden Seitenzahlen hinweisen. Sie können sich also innerhalb eines Themenbereiches gezielt weiterbewegen und an weitere Informationen zum Haussperling gelangen.

    Zu allen Themenbereichen findet sich rechts das erforderliche Bildmaterial. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über die einzelnen Bilder fahren, so werden die Abbildungen automatisch vergrößert dargestellt.

    Sollten Sie Fragen zum Thema Haussperling oder der Haussperlingsforschung haben, bzw. Hilfe benötigen, so finden sie unter – Kontaktmöglichkeit – die hiesige Email-Adresse. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass Sie einen jungen oder verletzten Haussperling aufgenommen haben. Hierzu können Sie sich auch unter der Rubrik – Versorgung hilfsbedürftiger Tiere – vorab informieren.

    Die Seiten der Haussperlingsforschung können Sie alternativ auch über http://www.Spatzenforschung.de erreichen.

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