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vonHelmut Höge 25.10.2009

Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Helmut Höge, taz-Kolumnist und Aushilfshausmeister, bloggt aus dem Biotop, dem die tägliche taz entspringt.

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„Dies als Mahnung an meine Hausmeister-Kollegen,“ schreibt der Photograph Peter Grosse.

Der holländische Primatenforscher Frans de Waal hat viel dafür getan, zu beweisen, dass bei den sozial lebenden Tieren (einschließlich des Menschen) der „Egoismus“ etwas Sekundäres ist – eben weil sie und wir die Einsamkeit schlecht ertragen, mit unserer Fähigkeit zu Empathie und Mitleiden (die nicht christlich, sondern evolutionär erworben ist). Anders ausgedrückt – mit Alexander Kojève, der hierin Hegel folgt: Das konstituierende Moment bei der Bildung unseres Selbstbewußtseins ist die Anerkennung. Wer nicht anerkannt wird ist sozial tot – und bald auch wirklich. Das gilt für alle in Gemeinschaften lebenden Tiere, mindestens der „höheren“ – die durchaus ein Bewußtsein ihrer selbst haben, wie Frans de Waal nicht müde wird zu betonen.

Dass dagegen die Moral nur eine Firnis sein soll – über nackte Interessen, bezeichnet er abfällig als „Fassadentheorie“. Als darwinistischer Biologe (ein Pleonasmus schon fast – wie amerikanischer Film) ist er jedoch gleichzeitig davon überzeugt, dass die Männchen, u.a. bei den Primaten, ein Interesse daran haben, ihre Gene zu verbreiten, und deswegen mit möglichst vielen Weibchen verkehren (wollen). Die Menschenaffen wissen zwar nicht um den Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Kindsgeburt (auch einige kleinere Menschenvölker noch nicht), aber sie tun quasi so, als ob sie es wüßten. („Sie wissen das nicht, aber sie tun es,“ sagte Marx, allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang.)

Bei einigen Tierarten töten die neuen männlichen Rudelführer als erstes alle mutmaßlich von ihrer Vorgängern stammenden Jungtiere, um – so wird gesagt – die Weibchen mit ihrem eigenen  Samen erneut zu schwängern und so ihre fitten Erbanlagen verbreitend.  Frans de Waal steht mit solchen Erklärungen dem orthodoxen Darwinismus von Richard Dawkins und dessen Postulat eines „egoistischen Gens“ näher als ihm lieb sein sollte. Dabei dürfte das seiner Meinung nach ebenso tief in uns verankerte „Soziale Leben“ durchaus bereits hinreichen, um zu erklären, warum die Männchen alles tun, um von möglichst vielen Weibchen dauerhaft geküsst und geherzt zu werden. Umgekehrt gilt das selbe für die Weibchen, die aus naheliegenden Gründen noch sozialer denken.

So haben einige Anthropologen z.B. bei Pavianweibchen in Nigeria entdeckt, dass sie empfängnisverhütende Pflanzen einnehmen – sogar in der richtigen Dosierung. Sie schlucken dazu die Früchte der Pflanze Vitex donaia, in der das Hormon Progesteron enthalten ist. Diese Entdeckung könnte einen der tragenden Begriffe des Darwinismus in Frage stellen: „das Überleben des Tüchtigsten“! Denn die größtmögliche  „Fitness“ attestieren die Darwinisten all denjenigen Individuen einer Art, die die meisten Kinder zeugen. So definiert Richard Dawkins die „Fitness“, um deren Maximierung sich angeblich alle Tiere ständig bemühen, als die „Gesamtzahl der Nachkommen, die zukünftig leben werden“. Die feministische Forschung bei den nigerianischen Paviane legt jedoch nahe, dass genau das Gegenteil der Fall ist: „Je weniger Nachkommen desto fitter!“

Über eine andere weibliche „Fit-for-Fun“-Variante referierte 1992 ein US-Biologe auf dem internationalen Primatenkongreß in Torremolinos: Er hatte den Kot einer Gruppe Kapuzineraffen genetisch untersucht – und dabei festgestellt, dass kein einziges Jungtier vom ranghöchsten Männchen abstammte – obwohl dieser quasi die alleinige Vaterschaft in der Gruppe beanspruchte.

Der kalifornische Biologe Robert Zapolsky untersuchte zwei Horden Paviane in Kenia. Infolge einer Lebensmittelvergiftung kam es dort zum Tode der führenden und Anspruch auf Führung erhebenden Männchen in beiden Gruppen. Dies hatte zur Folge, dass die bis dahin männlich dominierten Hierarchien zu eher egalitären, von Weibchen dominierten umgebaut wurde. Diese neue Grundstruktur blieb in den beiden Horden über mehrere Generationen erhalten, die währenddessen von außen hinzugekommenen jungen Männchen paßten sich ihr an.

So ähnlich wie diese Geschichten aus der Verhaltensforschung sind auch die Anekdoten, die Frans de Waal in einem langen Primatenforscherleben sammelte und in vielen Büchern veröffentlichte. Als  Anekdoten haben konservative Biologen lange Zeit jede Beobachtung abgetan, die sich nicht statistisch verifizieren läßt. Noch heute darf in keinem „Nature“-Artikel über Verhalten die Statistik fehlen. Eine typische Frans-de-Waal-Anekdote, die er immer wieder gerne erzählt, wenn es gilt, die Fähigkeit zu Empathie und Altruismus bei den Affen zu „beweisen“, ist diese: Eine von ihm beobachtete Schimpansin fand einen verletzten Vogel, hob ihn auf, betrachtete ihn näher und kletterte dann mit ihm auf eine Baumspitze. Von dort warf sie ihn zärtlich in die Luft – und er flog weg.

Ich selbst habe neulich in Imola in einem größeren Lichtschacht, der vom Restaurant daneben als Raucherraum genutzt wurde, einen in den Schacht gestürzten Mauersegler gefunden – und aufgehoben. Zwar kam ich, wie die Schimpansin, auf den Gedanken, den Vogel von einem erhöhten Ort in die Luft zu werfen, aber mir fiel dazu in der fremden Stadt und dazu noch nach Mitternacht kein Turm oder Hochhaus ein, auf das ich mit dem Vogel raufgekommen wäre. Hilflos setzte ich ihn auf einen Strauch, der in dem Lichtschacht wuchs – und von dem er immer wieder runterfiel. Fast verzweifelt verließ ich den Ort.

Die Herausgeber des Buches „Primaten und Philosophen“, in dem die These von Frans de Waal „Moral als Ergebnis der Evolution“ diskutiert wird, resümieren die Anekdote über den von der Schimpansin „befreiten“ Vogel wie folgt: „Da Fliegen etwas ist, das die Schimpansin selbst natürlich nie beherrschen wird, reagiert sie auf die spezifischen Bedürfnisse des Vogels und seine besondere Daseinsweise in der Welt.“ An anderer Stelle fassen sie de Waals „Anti-Fassadentheorie“ so zusammen: „…unser äußeres moralisches Selbst ist ontologisch eine Fortsetzung der innewohnenden Reihe von ‚prähumanen Selbsten‘.“ In seinem neuesten Buch „Der Affe ins uns“ schreibt Frans de Waal: „Die Leute glauben oft, in der Natur bedeutet Schwäche automatisch Eliminierung – ein Prinzip, das zum ‚Gesetz des Dschungels‘ aufgebauscht wird-, in Wirklichkeit aber erfreuen sich soziale Tiere beachtlicher Toleranz und Unterstützung. Was wäre sonst der Sinn des Zusammenlebens?“

Der holländische Primatenforscher erhärtet damit eine Überzeugung, die von den Anarchisten schon immer vertreten wurde: der Mensch ist in seinem Wesen gut. Als treuer Darwinist kann es sich Frans de Waal jedoch nicht verkneifen, sich wenigstens an einer Stelle von Kropotkin zu distanzieren, der um 1900  schon die biologische Forschung zum Beweis dieser anarchistischen These herangezogen hatte. Kropotkin hielt seine damalige Arbeit über „Die gegenseitige Hife in der Tier- und Menschenwelt“ für eine notwendige Ergänzung des Darwinschen Entwicklungsgedankens.

In der morgigen Ausgabe der taz berichtet Gabriele Goettle über die Versuche der jetzt auf dem Land lebenden taz-Mitbegründerin Imma Harms, das „Zusammenleben“ ökonomisch neu zu fundieren. Nachdem sie einige Beispiele von Kollektiven erwähnt hat, die sich darum ebenfalls theoretisch und praktisch bemühen (der Karlshof in ihrer Nachbarschaft z.B.), erklärt Imma Harms, dass sie dabei der Geschenkeökonomie den Vorzug gegenüber der Tauschökonomie gibt. Mit letzterer werde vor allem in den Städten experimentiert, während die erstere auf dem Land an die dort noch vorhandene „Nachbarschaftshilfe“ anknüpfen kann. “ Man muss aber diese vielen kleinen Blasen solidarischer Ökonomie schon auch immer schützen, weil sie von Seiten der nichtsolidarischen Ökonomie natürlich begehrt werden. Es gibt immer Interessenten, die das als Ressource betrachten, die sich ausplündern lässt. Also das Gemeingut muss vor Privatisierung und Inbesitznahme geschützt werden. Es ist also wichtig, dass die Leute auch aktiver Bestandteil eines sozialen Netzwerkes sind. Wenn ich hier zum Beispiel den Verschenkemarkt organisiere, wenn ich meine Hilfe zur Verfügung stelle oder ein Seminar mache zu diesen Themen, dann gehöre ich dazu. Bin Bestandteil des Netzwerks von Leuten, die sich um solidarische Ökonomie kümmern. Und wenn ich von Leuten Mangold kriege, dann koche ich für die einen Topf voll.

Gegenseitiges Schenken -notfalls auch Tauschen – und gegenseitige Hilfe, gegenseitiges Zusammenarbeiten an einem Projekt, das ist es, um was es geht. Die Leute übrigens, mit denen Thomas und ich hier zu tun haben, auch politisch zu tun haben, also die sich im Rahmen dieser ‚Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit‘ befinden, die sind mehr als eine Generation jünger als wir, sind Mitte bis Ende 20. Die haben viel von der Frische der frühen Autonomen-Zeit in Berlin. Sie sind furchtlos, aber mit einer viel größeren Zuverlässigkeit. Viele leben natürlich auch von bescheidensten Mitteln. Letztlich ist jedes Projekt von innerer Erosion bedroht. Denn wenn das Vertrauen darauf, dass auch der andere auf seinen persönlichen Vorteil verzichtet, nicht mehr da ist, dann schwindet die Großzügigkeit, mit der man sich gegenseitig Produkte und Arbeitszeit schenkt. Das gegenseitige Vertrauen darauf, dass mir der Vorteil des anderen genau so wichtig ist wie der eigene, dass ich das Wohlergehen des anderen mitdenke, muss immer wieder neu gestiftet werden. Denn das ist das Fundament für eine zuverlässige Tragfähigkeit.“

Angefügt an dieses lange Zitat aus dem taz-Interview mit Imma Harms sei noch eine Primatenforschung, die der „Spiegel“ neulich gehörig aufblies. Es ging dabei um ein Experiment von Sarah Brosnan und Frans de Waal mit Kapuzineraffen, bei denen sie  unterschiedlich große Granitstückchen als Zahlungsmittel einführten, die Tiere verstanden laut Spiegel „recht schnell, dass ihre ‚Münzen‘ nicht alle gleich wertvoll waren – und dass man nur mit den größeren die wirklich leckeren Gemüsesnacks erstehen konnte. Auch Sparen ist keine rein menschliche Erfindung, zeigen etwa die Schimpansen der portugiesischen Anthropologin Claudia Sousa: Sie zweigten einen Teil der Münzen, die sie als Belohnung bekamen, gleich ab und legten sie auf die hohe Kante. Manchmal bringt Geld jedoch auch bei unseren pelzigen Vettern unangenehme Charaktereigenschaften ans Tageslicht. So erfand einer der Kapuzineraffen spontan das Konzept des Betrugs: Er bekam eine Gurkenscheibe in die Finger, die oberflächlich betrachtet den sonst verwendeten Münzen ähnelte, und versuchte sofort, sie dem Forscher unauffällig unterzuschieben. Auch Diebstahl konnten die Wissenschaftler bereits beobachten – sogar einen Fall von käuflicher Liebe, in dem Weibchen einem Männchen für Geld Sex gestattete. Den Verdienst setzte die Dame anschließend direkt in Naturalien um: Sie kaufte sich ein paar leckere Trauben“

Für den Spiegel folgt daraus, dass „Betrug  und Prostitution“ schon im Tierreich vorkommen – und also ewiglich währen. Dabei wird mal eben die  Geschenkeökonomie – Früchte gegen Zuneigung – nicht nur zu einer Tauschökonomie“ oder zum „Gabentausch“ erklärt, sondern zu einem hypermodernen Warentausch: Geld gegen Sex… Schon haben wir die unmenschlichen Ist-Zustände wieder „ein Stück weit“ spiegelmäßig salviert. Und das auch noch mit Hilfe der neuen Leitplankenwissenschaft „Life Sciences“ – der Theorie und dem Experiment zur Praxis der „Life Safers“ – z.B. von „Baywatch“ (Stichwort „Pamela“).

Photo: via SEO-Blitz-Blog von Quadszilla

Näheres dazu in dem demnächst in der Edition Braus üppig illustriert erscheinenden „Großen Buch vom Geld“, herausgegeben von Uli Röhm.

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kommentare

  • Auch die Leipziger Verhaltensforscher in der Schimpansenstation von Zoo und Max-Planck-Institut veranstalten Experimente, um dem vermaledeiteten Altruismus der Primaten auf die Spur zu kommen. Neulich wurden sie dafür mit einer „Nature“-Publikationserlaubnis belohnt. Großes Hallo in der Intelligenz- und Boulevard-Presse. Die Leipziger Forscher unterschieden dabei, wenn ich das richtig erinnere, zwischen hartem und weichem Altruismus, nur für letzteren fanden sie bei ihren Schimpansen einige Beweise.

    Einer, der unentwegt dagegen hält, vermutlich auch bei der aufgeweichten Fassung – ist der israelische Ornithologe Amoz Zahavi. Dessen diesbezügliche Überlegungen anhand von Beobachtungen wilder Vögel (und nicht an zahmen, dazu noch verwaisten Schimpansen) veröffentlichte bereits die von Birgit Breuel geleitete “Expo 2000″ in Hannover – im Kontext eines Katalogs über “Hyperorganismen”.

    Zahavis Text fungierte darin als eine Art radikale Gegenposition zu einem Beitrag von Margulis, die ihr Forschungsmodell “Symbiose” über fast alles Lebendige stülpt – wobei sie folgerichtig auch laufend neue Arten bzw. Individuen entdeckt, die sich zusammengetan haben.

    Zahavi, der sich insbesondere mit der “Hilfe beim Nestbau und beim Füttern von Lärmdrosseln” beschäftigte, sowie auch mit dem “angeblichen Altruismus von Schleimpilzen”, hat dabei zwar nichts Neues entdeckt, aber er interpretiert diese fast klassischen Fälle von Kooperation nun einfach in “ein selbstsüchtiges Verhalten” um, das er dann mit Darwinscher BWL-Logik durchdekliniert: “die Individuen wetteifern untereinander darum, in die Gruppeninteressen zu investieren…Ranghöhere halten rangniedere Tiere oft davon ab, der Gruppe zu helfen.” Es ist von “Werbung”, “Qualität des Investors” und “Motivationen” die Rede. Zuletzt führt Zahavi das Helfenwollen quasi mikronietzscheanisch auf ein egoistisches Gen zurück, indem die “individuelle Selektion” eben “Einmischung und Wettstreit um Gelegenheiten zum Helfen” begünstige – der “Selektionsmechanismus” aber ansonsten erhalten bleibe.

    Interessant fand ich an seinem Hannoveraner Expo-Mix aus analytischer Philosophie und orthodoxem Darwinismus die darin von ihm erwähnte Beobachtung an Pinguinen, bei denen sich manchmal alleingelassene Jungvögel vor ihren vielen männlichen Helfern, die sie partout wärmen und beschützen wollen, geradezu fluchtartig in Sicherheit bringen müssen, um nicht von ihnen erdrückt zu werden.

    Eine andere Beobachtung machte die Studentin Jana – in einem BWL-Seminar der selbstermächtigten Elite-Universität „Viadrina“ in Slubice:

    “Neulich sagte der Professor zu uns: ,Wenn ich andern Gutes tue, tu ich mir selbst nichts Gutes…’ Und das haben alle brav mitgeschrieben!”

  • Und dann erschien soeben auch noch ein Buch mit dem Titel „Kooperation statt Konkurrenz“ von Christian Felber. Der Mitbegründer von Attac Österreich veröffentlichte diese „10 Schritte aus der Krise“ im Deuticke-Verlag. Jean Ziegler schreibt dazu: „Felber zeigt den Weg, den die krisengeschüttelten Demokratien, dank kollektiver Mobilisierung, gemeinsam gehen müssen, um endlich eine zivilisierte, vernunftbestimmte, solidarische Gesellschaft zu erschaffen.“

    Es hat auch etwas Ermüdendes – diese ewige Fundierung und Aktualisierung des Kropotkinschen Anarchismus.

    Erwähnen will ich in diesem Zusammenhang aber noch die „Freunde der klassenlosen Gesellschaft“ in Berlin, die kürzlich die zweite Ausgabe ihrer Zweijahreszeitschrift „Kosmoprolet“ herausgaben.

    Mein Eindruck beim Lesen ihres Periodikums ist, dass sie in gewisser Weise eine Fortsetzung der 1969 aus dem SDS hervorgegangenen Zeitschriftengruppe „Die soziale Revolution ist keine Parteisache“ sind.

    Man kann hierbei von einer rätekommunistischen Kontinuität ausgehen.

    In der neuesten Ausgabe des „Kosmoprolet“ geht es um
    die Unruhen in Teheran, die Revolten in Griechenland , den Aufstand von Oaxaca und die Zustände in Venezuela. Wobei die Autoren davon ausgehen, dass es spätestens seit dem Ausgang der Großen Depression in den Dreißigerjahren keinen unmittelbaren Zusammenhang von „Krise und Revolution“ mehr gibt.

    Ein weiterer Text befaßt sich, wie aktuell auch die Marx-Arbeitskreise an 33 deutschen Unis, mit der „Krise des Werts“ sowie – im Hinblick auf die jüngsten sozialen Kämpfe – mit einer Kritik am „organisierten Leninismus“. Diese richtet sich konkret u.a. an den Berliner Betreiber des online-„infos partisan“ – in dem ich meine fortlaufende „Friesenforschung“ veröffentliche.

  • Ferner sei noch erwähnt, dass zum o.e. Thema „Solidarische Ökonomie“ Anfang Mai eine Veranstaltung des Genossenschafts-Kunst-Projekts von Andreas Wegner. „Le Grand Magasin“ stattfindet.

    Danach dürfte das Projekt, das inzwischen von der Kommunalgalerie in der Karl-Marx-Straße ins neue Einkaufscenter am U- und S-Bahnhof Hermannstraße umgezogen ist, langsam auslaufen – vorher zieht es aber noch einmal um: in die Galerie im Körnerpark, inzwischen hat auch die zweite Ausstellung in Usti nad Labem, die sich mit den Produkten von Produktivgenossenschaften befaßt, geöffnet – die dritte und vierte in Budapest und in Dunaujvaros folgen demnächst. Es handelt sich bei den vier Verkaufsausstellungen um ein Europa-Projekt des Genossenschaftsverbandes in Brüssel.

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