vonGerhard Dilger 27.01.2026

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EU besiegelt Abkommen und Wertegemeinschaft

Über 20 Jahre verhandelt, „größter Deal aller Zeiten“ so gut wie unterzeichnet

(dwh). Die Europäische Union hat die Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zur Vertiefung der wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen abgeschlossen. Das hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag (Ortszeit) mitgeteilt.

Die Ankündigung erfolgte während eines hochrangigen Besuchs von führenden Politikern der Europäischen Union, darunter von der Leyen. Sie war vom Weltwirtschaftsforum in Davos nach Rio de Janeiro/Foz do Iguaçu/Asunción/Buenos Aires (Zutreffendes bitte ankreuzen) gereist und begrüßte ein „neues Kapitel in den strategischen Beziehungen“.

Von der Leyen fügte hinzu: „Wir haben der Welt ein Signal gesendet, dass eine auf Regeln basierende Zusammenarbeit nach wie vor großartige Ergebnisse liefert. Wir teilen gemeinsame Werte und haben stets auf Augenhöhe verhandelt.“  Das Abkommen betrifft über 730 Millionen Menschen. Immer wieder wurde die Übereinkunft als „Mutter aller Abkommen“ und „größter Deal aller Zeiten“ bezeichnet.

Die Gespräche hatten erstmals im Jahr 1999 begonnen, stießen jedoch schnell auf Hindernisse. Die Verhandlungen wurden 2010 wieder aufgenommen und im vergangenen Jahr intensiviert. Das Abkommen wird die Zölle auf fast alle europäischen Exporte senken oder ganz abschaffen. Pro Jahr sollen sich so ganz viele Milliarden Euro einsparen lassen.

Außerdem wird ein Riesenmarkt für deutsche Agrargifte und Autos weiter ausgebaut. Die Zölle für europäische Verbrennerfahrzeuge sollen von 110 auf 10 Prozent gesenkt werden. Auch bei Wein, Bier und Spirituosen zeichnen sich massive Zollsenkungen ab, die europäischen Produzenten neue Chancen eröffnen.

Es handelt es sich um eines der größten Handelsabkommen weltweit, das den größten internationalen Wirtschaftsraum der Welt schafft. Zuvor hatte die US-Regierung sowohl gegen Brasilien als auch gegen die EU hohe Einfuhrzölle verhängt. Bevor das Vertragswerk umgesetzt werden kann, müssen es der Europäische Rat und vor allem das Europäische Parlament ratifizieren, was ein langwieriger Prozess werden könnte.

Die EU-Kommission hofft, bald mit der Umsetzung des Autos-und-Pestizide-Abkommens beginnen zu können.

Nachtrag 28.1.

P. S. Der obige, leicht aktualisierte Text handelt im Wesentlichen vom so gut wie abgeschlossenen Wertevertrag mit Indien.

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