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vonericbonse 16.01.2017

Lost in EUrope

Eric Bonse, EU-Korrespondent der taz in Brüssel, schreibt hier all das über Europa und seine Krise(n), was die EU gerne verdrängen würde | Bild: dpa

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Nun ist auch Kanzlerin Merkel „alarmiert“ wegen der mutmaßlichen Welle von „Fake news“. Doch ihre Sorgen gehen in die falsche Richtung. Die meisten Enten und Gerüchte kommen nämlich nicht aus Russland.

Das hat eine Auswertung des auf Quatsch-News spezialisierten Portals „BuzzFeed“ ergeben. Die selbsternannten Experten fanden zwar heraus, dass viele Gerüchte und Falschmeldungen über Merkel im Umlauf sind.

Doch sie kommen nicht etwa aus Russland, noch weniger von den russischen Geheimdiensten oder gar von Präsident Putin, wie neuerdings immer wieder behauptet wird – sogar von deutschen Politikern.

Die wildesten Stories kommen vielmehr aus den USA und UK. Die Huffington Post, Breitbart und vor allem britische Tabloids wie Daily Express und  Daily Mail verbreiten die schlimmsten Gerüchte.

Viele dieser Fake-News-Medien gehören zum Imperium des australisch-amerikanischen Medienmoguls R. Murdoch. Der hat auch schon die Anti-EU-Kampagne im Brexit-Wahlkampf unterstützt.

Das sollte man in Berlin und in Brüssel eigentlich nur zu gut wissen. Dennoch wollen Merkel und die EU-Granden nun Anti-Fake-News-Agenturen gründen, die sich auf Russland konzentrieren…

Siehe auch „Fake News Hysteria“

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kommentare

  • Sehr geehrte leser/innen,
    im obigen zusammenhang verweise ich auf meldungen/artikel in verschiedenen ausgaben der c`t (magazin für computer technik); z.b.:c`t 2016, heft 25, seite 34: „Falschmeldungen sollen us-wähler beeinflusst haben“, dort heisst es u.a.: „In Veles, einer kleinen Stadt in Mazedonien, sind dem Guardien zufolge 150 domains regestriert, unter den tagtäglich Clinton-feindliche oder Trump-befürwoetende Artikel veröffentlicht wurden.Warum? Ein junger Mann habe die Idee verfolgt, per Google AdSense Geld damit zu verdienen.Das Geschäftsmodel ist simpel…noch heute sind über 100 aktiv…“

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