vonChristian Ihle & Horst Motor 03.03.2007

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Kaum über 20 ist der Brite Jamie Treays, doch schon seit einigen Jahren veranstaltet er Konzerte, tritt selbst auf und rief die „Panic Prevention Disco“ – Reihe ins Leben. Auf jenen Veranstaltungen verteilte er selbstgemachte Mixtapes, die derrwischgleich durch die Genres Hip-Hop, Punk, Reggae, Ska, Folk und Indie jagten und nichts könnte auch das Debütalbum des Wimbledon Wunderkind besser beschreiben: ein kaum zu fassender Genre-Mischmasch, der sich nie wirklich festnageln lässt. Man denkt gleichermaßen an Mike Skinner von den Streets, die Wortspiele eines Alex Turner, eine Ein-Mann-The-Clash oder gar Billy Bragg, dem Jamie mit einer Neuaufnahme von „A New England“ (hier) auch schon die Ehre erwiesen hat.

„Panic Prevention“ ist Jamie Ts Mixkassette in seinen eigenen Worten, mit seinen eigenen Tönen. Dass er dabei auch noch so gut wie derzeit kein zweiter die Geschichten von Englands Straßen erzählen kann, den Mädchen, den Jungs, den Raufereien oder den Bierumfallmomenten hebt ihn dabei über jeden anderen DIY-Bedroom-Künstler hinaus.
Mit „Panic Prevention“ ist Jamie T – wie in unserer Jahresvorschau erhofft – ein fantastisches Debütalbum gelungen, auf dem mit „Sheila“ der größten The Streets Hit ist, den Mike Skinner nie geschrieben hat und das gerade ob seiner Vielfalt besser unterhält als alles andere im Februar 2007.
Jamie Ts Geschichte ist mit Sicherheit noch nicht zu Ende erzählt.

Anhören!
* Sheila (hier)
* So Lonely Was The Ballad
* Operation

Auf Tour:
* 06.03.2007 Berlin, Mudd Club
* 07.03.2007 Hamburg, Molotow
* 04.03.2007 Köln , Gebäude 9

Christian Ihle

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https://blogs.taz.de/popblog/2007/03/03/album-des-monats-februar-platz-1-jamie-t-panic-prevention/

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kommentare

  • Bierumfallmoment ist ein sehr schönes Wort.
    Und das obwohl sowohl das Bier, als auch der Konsument umfallen könnte.

    ach ja, das Jamie T Album hab ich am Wochenende auch zum ersten Mal gehört und es gefällt. sogar mir. zwar nicht komplett, aber über weite Strecken. und dabei bin ich doch so verbohrt, was einige Genres, die er streift, betrifft.

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