vonChristian Ihle 16.11.2008

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Eine neue Reihe: ab und an wollen wir aus dem weiten Feld der Videoclips im Netz das eine oder andere bemerkenswerte Filmchen in unserer neuen Kategorie „YouTube Makes Me Want To Smoke Crack“ vorstellen.

Heute: was passiert, wenn man einen Coen-Brothers-Film fernsehtauglich machen muss.

Das schlimmste am Hip-Hop neben all dem Bling-Bling sind die radio edits, in denen Leerstellen gelassen werden, wenn der Herr Rapper mal wieder bitches, hoes, fucks und asses vom Stapel lässt. Manchmal wundert man sich gar wie im amerikanischen Radio überhaupt noch Texte zu verstehen sind.

Nicht nur das Radio fordert die Säuberung von Schimpfwörtern – die nebenbei bemerkt natürlich völlig sinnlos ist, weil ja jeder weiß, dass hier gerade fuck gesagt wurde, auch wenn man es nicht hören konnte – sondern ebenso das US-Fernsehen.

Ein schönes, wunderbares Beispiel für die Absurdität und Verrenkungen, die Fernsehsender bestreiten, um unsere Ohren nicht mit Flüchen zu belästigen, findet sich bei der TV-Ausstrahlung von The Big Lebowski auf dem CW Channel.

Im Originalton schreit John Goodman „You see what happens when you fuck a stranger in the ass!“ (0:20), was in der bereinigten TV-Version tatsächlich zum gänzlich sinnfreien Spruch „You see what happens when you find a stranger in the Alps“ gemacht wurde.
Bei diesem Satz kann man gerne ein bisschen verweilen.

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