vonChristian Ihle 04.04.2009

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Wie taub muss man eigentlich sein, um aus dem jugendfreundlichen, perfide eingängigen und virtuos zusammengematschten Gothic-Schlock der britischen Nummer-Eins-Band White Lies den Todesfunken von Joy Division herauszuhören? Mit geliehenen Gefühlen und lächerlicher Pennäler-Lyrik („And I’m banging on your door/ So come on and let me in/ I need a place to hide/ I need a place to hide before the storm begins“) sterben Harry McVeigh, Charles Cave und Jack Lawrence-Brown in Songs wie „Farewell To The Fairground“ oder „Death“ den Secondhand-Tod. Irgendwo ist immer gerade Beerdigung, und wenn nicht, fällt halt irgendwas vom Himmel oder McVeigh barmt allen Ernstes: „Take my hand tonight, I think we’ll be alright girl.“
(…)
White Lies machen schöne Musik für Menschen, die noch nie von den Chameleons oder Echo & The Bunnymen gehört haben. Und Ian Curtis, der sich bereits bei She Wants Revenge einmal im Grab umgedreht hat, liegt nach dieser Platte wenigstens wieder auf der richtigen Seite.“

(Jan Wigger, Spiegel Online)

Inhaltsverzeichnis:
* Die ersten 150 Folgen Schmähkritik

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