vonChristian Ihle 27.03.2010

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Um noch einmal zu verdeutlichen, wie verdient sich Rick Rubin um die Ehrenrettung des Johnny Cash gemacht hat, muss man nicht einmal zu Cashs berüchtigter Eigencoverversion „Wer kennt den Weg?“ (oder weiterer Großtaten wie „Besser so, Jenny-Joe“ und „Wo ist zuhause, Mama?“) aus den 60ern zurück gehen, es reicht bereits ein Blick ins Jahr 1992 als der bemitleidenswerte, coolste Countrysänger aller Zeiten im zarten Alter von 60 Jahren in der Peter-Alexander-Show auf deutsch „Jung san ma, fesch san ma“ mit dem ewigen Österreicher singen musste, während hinter ihm eine Wiener Pferdekutsche durchs Bild galoppierte:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9C_pjD8asYY[/youtube]
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Man beachte zudem Peter Alexanders veränderten Text beim Schlussrefrain, als er dem guten Johnny tatsächlich ein „Jung san ma, Cash ham wa“ ins Gesicht singt, um dem bodenlosen Faß noch die Krone aufzusetzen.

Bonustrack:

Johnny Cash und ein österreichisches Song-Medley. Und jetzt alle!

Heit kommt der Johnny auf Urlaub nach Wien / to sing all the songs which always have been:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=POmnGo0-SrI[/youtube]
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Bonustrack 2:

Johnny Cash – Wer kennt den Weg?

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MuAUGLMU0T4[/youtube]
.

Am allerschönsten war es doch zu Haus
Und doch zog’s mich einst in die Welt hinaus
Und in der Ferne suchte ich mein Glück
Wer kennt den Weg, den Weg zurück

Sie schenkte mir die Liebe und ihr Herz
Doch ich bracht‘ ihr nur Tränen, Leid und Schmerz
Denn ich verlier sie und damit mein Glück
Wer kennt den Weg, den Weg zurück

Wer kennt den Weg zuruck in jene Zeit
Den Weg zurück in die Vergangenheit
Den Weg nach Hause und zum ersten Glück
Wer kennt den Weg, den Weg zurück

Vgl. den Originaltext von „I Walk The Line“:

I keep a close watch on this heart of mine
I keep my eyes wide open all the time.
I keep the ends out for the tie that binds
Because you’re mine,
I walk the line

I find it very, very easy to be true
I find myself alone when each day is through
Yes, I’ll admit I’m a fool for you
Because you’re mine,
I walk the line

As sure as night is dark and day is light
I keep you on my mind both day and night
And happiness I’ve known proves that it’s right
Because you’re mine,
I walk the line

You’ve got a way to keep me on your side
You give me cause for love that I can’t hide
For you I know I’d even try to turn the tide
Because you’re mine,
I walk the line

(mit Dank an Helena fürs Auffinden der „Jung san ma / Fesch san ma“ – Unfassbarkeit)

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https://blogs.taz.de/popblog/2010/03/27/johnny_cash_meets_peter_alexander_and_some_pferde/

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kommentare

  • Es ist schon erstaunlich, was für eine Grütze im Web verbreitet wird. Ich habe Johnny Cash persönlich gekannt. Dieser Auftritt ist eher ein Schmankerl! Abgesehen davon, dass die deutschen Gesangseinlagen von J.C. äußerst professionell und einstudiert waren.
    Johnny Cash war schon zu Lebzeiten eine Legende. Und auch Peter Alexander hat absolut in die Zeit/Welt gepasst. Eigentlich muss man sich über solch unqualifizierte Kommentare gar nicht aufregen. Allein die Tatsache, dass Herr Ihle von galoppierenden Pferden spricht ( Das Gespann kommt im Schritttempo auf die Bühne) zeugt von einem Hang zur maßlosen Übertreibung oder gar Realitätsverlust. Beruhigend ist, dass solche Leute im wahren Leben meist nichts zu lachen haben.

  • Dann putz dir besser die Zähne, sonst riechts bestimmt aus dem Mund…

    @Alle, denen sich beim Anblick von Cash und Alexander die Zehennägel rollen:

    Peter Alexander ist ein Volksschauspieler und hat Fans im gesamten deutschsprachigen Raum. Ich bin sicher, dass Johnny Cash nicht mitgemacht hätte, wenn er es nicht wollte. Ein paar Brocken in Landessprache singen galt halt in den frühen Neunzigern als eine Art Freundesbekundung, erst die verlogene Moral der jüngeren Zeit sieht darin etwas Despektierliches.

    Think about it – or let it be

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