vonChristian Ihle 19.07.2013

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Seit ein paar Wochen tritt der große Friedrich Küppersbusch wieder selbst im Fernsehen auf und moderiert – mehr oder minder täglich – auf WDR die viertelstündige Sendung „Tagesschaum“, die das politische Tagesgeschehen kommentiert.

Meilen ist man dabei vom albernen Comedian-Quatsch der „Heute Show“ entfernt, sondern erinnert mehr an eine Harald-Schmidt-Show mit Haltung und ohne Zoten oder den Kommentarteil der „Daily Show“ von Jon Stewart. Kurz: so ziemlich das Intelligenteste, was deutsches Fernsehen in der Abteilung Polit-Satire hervorgebracht hat, seit Küppersbusch selbst zuletzt in den 90ern mit „ZAK“ auf den Bildschirmen zu sehen war.

Mit der gestrigen Sendung verabschiedete man sich in eine Sommerpause bis Mitte August, hat aber als Entschädigung mit einer Flugbegleiter-Parodie über Innenminister und PRISM-Blinden Hans-Peter Friedrich gleich zu Beginn eine Knallernummer im Programm:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=_y3jS0M_KTo[/youtube]

„Herzlich Willkommen an Bord der Lufthansa-Maschine Hans-Peter Friedrich. Seine Sicherheit hat für uns höchste Priorität. Im Verlauf des Flugs kann es jederzeit zu Schwurbulenzen kommen.
Unser Innenminister hat vier Notausreden, sie sind mit dem Wort „Bullshit“ gekennzeichnet. Kotzstreifen auf dem Kabinenboden weisen Ihnen den Weg dort hin. Sollte der Druck auf den Minister steigen, fallen automatisch neue Ausreden aus den Deckenpaneelen. In diesem unwahrscheinlichen Fall ziehen Sie ihn ganz zu sich heran und hauen ihm fest auf Mund und Nase.“


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kommentare

  • Glückwunsch zum Kabarett, sehr intelligent & gut gemacht, aber bitte keine Seitenhiebe auf die „heute-show“! (Es drängt sich nämlich der Verdacht auf, dass ihr auf die Riesenresonanz von Welke & Co. nur neidisch seid.) Das wär blöd… bitte jetzt, wo’s um die Koalition der Anti-Schlaftabletten geht, nicht in Fraktionskämpfe verfallen! Grüße, Mike

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